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Kabbala Bibliothek Startseite / Rashbi / Sohar für Alle / Band 2 / Noach / Ich sagte: „Ich werde den Ewigen nicht sehen.“

Ich sagte: „Ich werde den Ewigen nicht sehen.“

138) Wie eingeschränkt sind die Menschen, dass sie die Worte der Tora nicht kennen und beachten, sondern weltliche Dinge sehen, und der Geist der Weisheit ihnen fremd geworden ist.

139) Wenn der Mensch diese Welt verlässt und seinem Herrn Bericht erstattet, sieht er alles, was er in dieser Welt getan hat, während er im Geist und im Körper vereint war, bis er in die wahre Welt kommt. Dort trifft er Adam haRishon, der am Tor zum Garten Eden sitzt, um alle zu sehen, die die Gebote ihres Schöpfers halten, und er hat an ihnen seine Freude.

140) Es steht geschrieben: „Ich werde den Menschen nicht mehr unter den Bewohnern der Welt sehen.“ Mehrere Gerechte um Adam haRishon herum hielten sich vom Weg der Hölle fern und wandten sich dem Weg zum Garten Eden zu. Diese werden „Bewohner der Welt (hebräisch: Chadal)“ genannt. Warum steht nicht geschrieben: „Bewohner der Welt (hebräisch: Chalad)“? Es ist so, weil sie nicht wie eine Ratte sind, die sammelt und versteckt und nicht weiß, warum sie geht. Vielmehr sind sie Bewohner von Chadal, so wie es geschrieben steht: „Chidlu (halt), du, vom Menschen ab.“ „halt“ bedeutet „verhindern“. Auch hier werden sie „Bewohner von Chadal“ genannt, weil sie den Weg der Hölle vermieden und selbst durchgehalten haben, den Garten Eden zu betreten.

141) „Bewohner von Chadal“ sind diejenigen, die Buße taten, die sich von den Sünden der Frevler fern hielten. Und weil Adam haRishon vor seinem Schöpfer Buße getan hat, sitzt er bei denen, die Buße getan und ihre Schuld vermieden haben, die „Kinder der Welt“ genannt werden, so wie es geschrieben steht: „Mach mich darauf aufmerksam, wie vergänglich (Chadal) ich bin.“ Deshalb sitzt Adam haRishon am Tor des Gartens Eden. Er freut sich über sie, über die Gerechten, die auf dem Weg zum Garten Eden kommen.

142) Es steht geschrieben: „Ich habe gesagt: ‚Ich werde Koh (den Ewigen) nicht sehen, Koh im Land der Lebenden.‘ Wer ist das, der Koh (den Ewigen) sehen könnte? Wenn die Seelen zum Platz des “Bündels des Lebens” aufsteigen, erfreuen sie sich dort am Strahlen des glänzenden Spiegels, der von der Höhe auf alle Plätze scheint. Hätte sich die Seele nicht in das Strahlen eines anderen Gewandes gekleidet, wäre sie nicht in der Lage gewesen, sich diesem Licht zu nähern und es zu sehen.

Wenn SoN aufsteigt und AwI kleidet, deren Licht „Licht von Chaja“ genannt wird, wird SA „der Baum des Lebens“ genannt. Er wird auch der „Leuchtende Spiegel“ genannt und die Nukwa, „das Land der Lebenden“. Jessod von SA wird „das Bündel des Lebens“ genannt, da es der Ort der Versammlung der Mochin ist, die sich an drei Orten offenbaren – Cholam, Shuruk, Chirik –, so wie es geschrieben steht: „Lasst das Wasser unter dem Himmel an einem Ort versammelt sein.“ Sie versammeln sich von drei Orten und kommen zu Jessod von SA, das „ein Ort“ genannt wird. Deshalb wird es „das Bündel des Lebens“ genannt.

Wenn die Seelen zu SoN aufsteigen, steigen sie mit den Buchstaben ELeH von SoN auf, die zu deren Platz fielen und ihnen anhafteten. Das sind NeHJ von SA, die hauptsächlich die Mittlere Linie - Jessod von SA - sind. Der Platz des Aufstiegs der Seelen zu SA befindet sich also in seinem Jessod, der „das Bündel des Lebens“ genannt wird. Dort erfreuen sie sich am Strahlen von SA, die als „Leuchtender Spiegel“ bezeichnet wird.

143) So wie der Seele ein Gewand gegeben wird, nämlich der Körper, um in dieser Welt zu existieren, so wird der Seele auch ein Gewand der oberen Helligkeit gegeben, um in der kommenden Welt darin zu existieren und von dem Land der Lebenden - Nukwa von SA - in den leuchtenden Spiegel - SA - zu sehen. Die Bedeutung der Worte „Ich sagte: ‚Ich werde den Ewigen nicht sehen‘ ist, dass die Gerechten durch zwei Korrekturen damit belohnt werden in den leuchtenden Spiegel zu schauen, welcher Koh (der Ewige) im Land der Lebenden ist: 1) das Gewand der oberen Helligkeit, 2) durch die Nukwa von SA, dem Land der Lebenden.

144) Moses konnte sich nicht nähern, um zu sehen, was er sah. Sondern, als er ein anderes Gewand anzog – wie geschrieben steht: „Und Moses kam inmitten der Wolke“, in der er sich kleidete, wie ein Mensch Kleidung trägt – dadurch konnte er sehen, was er sah.

145) Ebenso kleiden sich die Seelen der Gerechten in der wahren Welt in ein Gewand, das dieser Welt ähnelt, und verhalten sich entsprechend diesem Gewand. Dann sind sie bereit, in das Licht zu schauen, das in diesem Land der Lebenden leuchtet, in das Licht von Nukwa, von dem aus sie in den leuchtenden Spiegel schauen. Das ist die Bedeutung von „Koh (der Ewige), Koh im Land der Lebenden“, wie Hiskia sagte. Er dachte, dass er nicht länger mit diesem Licht und diesem Schauen (Histaklut) belohnt werden würde, da der Fluss, der vom Garten Eden ausgebreitet wird, ihn aufgehalten hat und er nicht gezeugt hat, und ein Mensch, der sich nicht fortpflanzt, verunreinigt den Fluss, der aus Eden kommt, Jessod von SA.

Es steht geschrieben: „Ich werde nicht mehr auf den Menschen schauen.“ Das ist Adam haRishon, wie gesagt wurde, dass Adam haRishon am Tor zum Garten Eden saß und die Seelen der Gerechten empfing, die in den Garten Eden kamen. Hiskia dachte, dass er nicht mit dem Anblick Adams am Tor zum Garten Eden belohnt werden würde.

146) Warum dachte Hiskia das alles? Weil der Prophet ihm sagte: „Denn du bist tot in dieser Welt, und du wirst nicht für die wahre Welt leben“, denn wer in dieser Welt keine Söhne zeugt, wird, wenn er stirbt und sie verlässt, aus dem Garten Eden vertrieben und bleibt nicht dort, um das leuchtende Licht zu sehen. Hiskia, der rein, gerecht und fromm war, war ein solcher Mensch, und umso mehr einer, der keine Verdienste seiner Vorfahren hatte, der vor seinem Schöpfer sündigte.

147) Dieses Gewand ist der Mantel der Weisen, die sich in der wahren Welt kleiden. Glücklich sind die Gerechten, für die der Schöpfer viel Gutes und Freude für die wahre Welt verborgen hat. Es steht geschrieben: “Kein Auge hat gesehen, Gott, außer Dir, was Er denen tut, die auf Ihn warten.“