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Ich erhob meine Hände zum Gebet

122) Rabbi Shimon hat gesagt: „Ich erhob meine Hände zum Gebet.“ Er kam, um die Art und Weise der Ausströmung von GaR von AA - die Keter, Mocha (Gehirn) de Awira (Luft) und Mocha Stimaa (Verborgenes Mocha) genannt wird - zu offenbaren. Aber wie steigen wir zu RaDLA auf, zu Ejn Sof, der sehr hoch und verborgen ist? Deshalb betete er, dass die Offenlegung dieser Geheimnisse dem Schöpfer gefallen würde.

Wenn das höhere Verlangen - Keter von AA - steht und auf dem Verlangen, das niemals erkannt oder wahrgenommen wird – Rosh von Atik, genannt RaDLA – gegründet ist, wird Keter von AA dadurch zu einem Rosh, der in großer Verhüllung über ihm steht. Dieser Rosh strahlte aus, was er ausstrahlte. „Nicht erkannt“ ist Mocha (Gehirn) der Awira von AA, und „erleuchtete, was es erleuchtete“, auf eine verhüllte Weise, ist Mocha Stimaa von AA.

123) Sobald das Verlangen des Höheren Gedankens - der Keter von AA ist, das höhere Verlangen - als Rosh etabliert wurde, wird er „der Höhere Gedanke“ genannt. Er soll RaDLA nachjagen und sein Leuchten empfangen. Allerdings wurde eine Parssa zwischen RaDLA und Keter ausgebreitet. Wegen dieser Parssa kommt das Licht, bei der Jagd des oberen Gedanken - Keter - nach dem Licht von RaDLA, erreicht ihn aber nicht, da die Parssa es zurückhält. So leuchtet das, was leuchtet, bis zur Parssa aber nicht unter ihr. Aus diesem Grund leuchtet der obere Gedanke in verhülltem Leuchten für Mocha Stimaa und in einem unbekannten Licht für Mocha de Awira. Und der Gedanke selbst, Keter, wird als “unbekannt” angesehen.

Es werden hier zwei Fragen erklärt:

1) Wie das „Ende allen Fleisches“ die Opfergaben genießt, die Israel darbringt. 2) Das Leuchten des Rosh von Parzuf Atik von Azilut - genannt RaDLA, Ejn Sof - von dem die Hervorbringung von Mochin von Katnut und Mochin von Gadlut der drei Rashim (Plural von Rosh) von AA - die Keter, Mocha de Awira und Mocha Stimaa genannt werden - ausgebreitet werden, die wiederum Yud-Hej-Waw von AA selbst sind.

Zudem wird auch Katnut und Gadlut des Gewands von AA - genannt AwI, ISHSuT und SoN - erklärt und wie Yud-Hej-Waw des Gewands in Yud-Hej-Waw von AA selbst enthalten sind, und wie alle in dem oben erwähnten Rosh Atik - genannt RaDLA, Ejn Sof - enthalten sind, der das Ziel des Opfers ist.

Deshalb wurde gesagt: „Eine Parssa wurde ausgebreitet“, was bedeutet, dass Malchut zum Platz von Bina aufgestiegen ist, wo sie die Stufe beendet, und dieses neue Ende wird Parssa genannt. Durch dieses Ende stiegen die drei Sefirot Bina und TuM jeder Stufe zur Stufe darunter hinab. Daraus folgt, dass Bina und TuM des Höheren Gedankens - Keter - zu Mocha de Awira hinabsteigen; Bina und TuM von Mocha de Awira zu Mocha Stimaa hinabsteigen; Bina und TuM von Mocha Stimaa zu AwI hinabsteigen, usw. So blieb in jeder Stufe nur Keter-Chochma der Kelim übrig, in denen sie von RaDLA nur zwei Lichter empfangen konnten, Nefesh-Ruach, die als WaK und Katnut der drei Rashim (Plural von Rosh) angesehen werden.

Deshalb leuchtet der Höhere Gedanke - Keter von AA - in einem verhülltem Leuchten zu Mocha Stimaa, - WaK - und mit einem unbekannten Licht zu Mocha de Awira - ebenso nur WaK - während der Gedanke selbst - Keter von AA - als unbekannt angesehen wird, also ebenfalls nur WaK.

Es gibt jedoch einen Unterschied zwischen ihnen, denn ein verhülltes Leuchten bedeutet, dass er auch in Gadlut, wenn er GaR erlangt, verhüllt bleibt und nicht für andere leuchtet. Ein unbekanntes Licht bedeutet, dass es nur jetzt unbekannt ist, aber in Gadlut wird es bekannt sein. Deshalb wird es Mocha de Awira genannt, da in Gadlut das Yud aus seiner Awir (Luft) verschwindet und zu Licht wird (“Or” [Licht] hat abzüglich eines Yud dieselben Buchstaben wie “Awir” [Luft]). „Nicht gewusst“ ist dasselbe wie ‚unbekannt‘, was in Gadlut auch nicht bekannt sein wird.

All diese Verkleinerungen fanden statt, weil die Parssa zum Platz von Bina aufstieg und dort die Stufe beendete, wobei Bina und TuM jedes Rosh zu dem darunter liegenden Rosh gesenkt wurde. Und weil in jedem Rosh nur noch zwei Kelim übrig waren, konnten sie nicht mehr als zwei Lichter empfangen, die Nefesh-Ruach sind und als WaK gelten.

124) Dann traf das Leuchten des unbekannten Gedankens das Leuchten der Parssa, das in den drei Verkleinerungen dessen, was in Mocha de Awira nicht bekannt ist, steht und glänzt. Es ist weder in Keter bekannt noch in Mocha Stimaa offenbart. So traf es das Leuchten des unbekannten Gedankens, RaDLA, im Leuchten der Parssa, und sie leuchten zusammen.

Dies ist so, weil das Leuchten von RaDLA die Parssa getroffen und sie wieder auf ihren Platz, zu Malchut, gebracht hat. Dadurch kehrten die drei Kelim Bina und TuM, die von jeder Stufe gefallen waren, zu ihr zurück und wurden wieder zu KaCHaB TuM der Kelim und NaRaNCHaY der Lichter vervollständigt. Durch diesen Zusammenstoß nahmen sie ihr Leuchten in vollem Umfang wieder auf, so wie zuvor, und die drei Rashim (Plural von Rosh) von AA, die in der Parssa enthalten sind, leuchten zusammen mit RaDLA, da Rosh Atik - RaDLA - der Rosh von Nukwa von Atik ist, der im Akt der Spaltung errichtet wurde.

Daraus folgt, dass, als die Parssa an den Platz von Bina aufstieg, Bina und TuM von RaDLA ebenfalls an den Platz der drei Rashim (Plural von Rosh) von AA fielen. Nun, nachdem der Zusammenstoß stattgefunden hat – wodurch Bina und TuM jeder Stufe wieder aufgestiegen sind – sind auch Bina und TuM von RaDLA wieder an ihren Platz aufgestiegen.

Es ist auch bekannt, dass mit dem Aufstieg von Bina und TuM des Höheren auch der Untere, der sie zuvor festhielt, mit ihnen aufsteigt. Daraus folgt, dass bei der Rückkehr von Bina und TuM auch die drei Rashim (Plural von Rosh) von AA zu RaDLA aufstiegen und eine Stufe wurden, und die drei Rashim von AA zusammen mit RaDLA leuchten, weil sie nun eine Stufe geworden sind.

In RaDLA wurden neun Paläste aus ihnen gemacht: Die drei Rashim von AA sind ineinander eingeschlossen, und sie sind neun Lichter an ihrem eigenen Platz, in AA. Durch ihren Aufstieg zu RaDLA und ihr gemeinsames Leuchten werden sie zu neun Palästen in RaDLA. Das bedeutet nicht, dass neun Lichter an ihren eigenen Plätzen fehlen, weil sie zu RaDLA aufgestiegen sind, sondern dass sie an zwei Orten leuchten – neun Paläste in RaDLA und neun Lichter an ihren eigenen Plätzen. Das ist so, weil es im Spirituellen keine Abwesenheit gibt, sondern jede Bewegung einzig und allein einen Zusatz bedeutet.

125) Diese Paläste sind weder Lichter, wie die neun Lichter von AA an ihrem eigenen Platz, noch sind sie Geister oder Seelen. Es gibt keinen, der verstehen könnte, was sie sind, da das Licht von Ejn Sof in RaDLA scheint, so dass diese neun Paläste - die als in RaDLA geschaffen gelten - als Ejn Sof angesehen werden, was der Gedanke nicht wahrnimmt.

Das Verlangen aller neun Lichter der drei Rashim (Plural von Rosh) von AA, die alle im Gedanken stehen - an ihren eigenen Plätzen in AA, welche als „Gedanke“ bezeichnet werden - wird als nur eines gezählt. Das heißt, der Gedanke von AA ist eines der neun Lichter. Sie sind nicht in RaDLA, weil RaDLA überhaupt nicht ihrer Art entspricht.

Ihr aller Verlangen ist es, den neun Palästen nachzujagen, die am Platz von RaDLA stehen, wenn die neun Lichter in einem Gedanken stehen, der AA ist. Aber die Paläste sind nicht zu erlangen und den neun Lichtern nicht bekannt, da diese neun Paläste weder ein Verlangen noch der Höhere Gedanke - AA - sind. Sie nehmen darin wahr, nehmen aber auch nicht wahr. Alle Geheimnisse des Glaubens sind in diesen neun Palästen gegenwärtig und gegründet, und alle diese Lichter vom Höheren Gedanken - AA - werden von ihnen empfangen, von allen neun Palästen. Sie werden Ejn Sof genannt, weil die Lichter so weit reichen aber auch nicht reichen; sie sind unbekannt und es gibt hier weder Verlangen noch Gedanken.

126) Wenn der Gedanke glänzt und nicht bekannt ist woher er leuchtet, erleuchtet die Mocha de Awira, die in Bina gekleidet und verhüllt ist denjenigen für den sie leuchtet; sie gehen ineinander ein, bis sie alle als eins vereint sind. Durch das Aufeinandertreffen des Lichts von RaDLA mit dem Licht der Parssa kehrt die Parssa an ihren Platz in Malchut zurück, und Bina und TuM, die von allen Stufen gefallen sind, kehren wieder zu ihrem ursprünglichen Verdienst und Platz zurück. Daraus folgt, dass auch Bina, die aus Rosh AA ausgetreten ist, nun zu Rosh AA zurückkehrt und dort erneut das Licht von Chochma empfängt.

Es ist bekannt, dass wenn Chochma von AA an Chassadim mangelt, Bina dort verhüllt ist, so wie gesagt wurde: „Tief und verborgen in Seinem Namen.“ Das ist so, weil SaT von Bina Chochma nicht ohne Einkleidung in Chassadim empfangen kann, und wenn der Gedanke leuchtet, aber nicht bekannt ist, woher er leuchtet – also wenn der zweite Rosh von AA, Mocha de Awira, in GaR leuchtet, nachdem RaDLA mit dem Licht der Parssa aufeinandergetroffen ist – kehrt auch Bina zu Rosh von AA zurück. Zu diesem Zeitpunkt kleidet er sich in sein Leuchten und wird in Bina verborgen, da sie zum Rosh aufgestiegen ist und sich darin gekleidet hat, und das Licht von Chochma, das sie von ihm empfängt, sie verbirgt.

Was leuchtet is der unbekannte Gedanke - Mocha de Awira - und nicht die beiden anderen Rashim (Plural von Rosh) von AA - Keter und verhüllte Mocha. Sie leuchten nicht für andere, weil Keter als „er wusste nicht“ angesehen wird, da es RaDLA kleidet, und Mocha Stimaa in einem verborgenen Leuchten ist. Aus diesem Grund heißt es, dass Bina, selbst nachdem sie zu Rosh AA aufgestiegen ist, nicht sie, sondern nur Mocha de Awira, kleidet.

Um das Leuchten von Chochma von seiner Verhüllung zu befreien, wurde ein Siwug durchgeführt, der die Stufe von Chassadim heranzieht. Chochma kleidete sich in Chassadim und ihr Leuchten wurde offenbart. Sie leuchtet dem, dem sie leuchtet, was bedeutet, dass die Stufe von Chassadim einen Siwug durchführte und leuchtete; das wird als Gewand der Herrlichkeit bezeichnet, das leuchtet. Dadurch trat Chochma ein und kleidete sich in das Or Chassadim, und das Or Chassadim wurde in das Or Chochma aufgenommen, bis alles als eins vereint war, einschließlich SoN, die auch in diesem Siwug enthalten sind, da sie die Ursache für das Hervorbringen der Stufe von Chassadim in Bina sind.

127) Und wenn das Opfer auf dem Altar platziert wird, werden all diese Vereinigungen der drei Rashim (Plural von Rosh) von AA in RaDLA gemacht. Zuerst wird alles miteinander verbunden, denn während des Abstiegs der Parssa, wenn Bina und TuM jeder Stufe vom Platz des Unteren zu ihrem Platz im Höheren zurückkehren, erheben sie den Unteren mit sich, weil er an sie gebunden ist.

Dann verbinden diese Bina und TuM, die zu ihrer Stufe zurückkehren, jeden Unteren mit dem Höheren, wodurch die SoN zu Bina aufsteigen, Bina zu Rosh von AA und Rosh von AA zu RaDLA, zu den neun Palästen in ihm. Durch diesen Aufstieg wird Bina durch den Mangel an Chassadim verborgen, dann leuchten sie ineinander, weil er einen Siwug durchführt und die Ebene von Chassadim in einem Gewand der Herrlichkeit hervorbringt, das leuchtet. Dann leuchtet Chassadim in Chochma und Chochma in Chassadim.

Zu dieser Zeit befinden sich alle Stufen im Aufstieg: Bina und SoN steigen zu AA auf - zu den drei Rashim (Plural von Rosh) in ihm - und die drei Rashim (Plural von Rosh) von AA steigen zu RaDLA auf - zu den neun Palästen dort. Daraus folgt, dass der Gedanke - AA - bei seinem Aufstieg zu RaDLA mit dem Licht von Ejn Sof gekrönt wird - mit dem Leuchten der neun Paläste in RaDLA, in denen das Licht von Ejn Sof leuchtet. Der Höhere Gedanke - AA - wird wegen diesem Leuchten, dass er von dort - von den neun Palästen - ausstrahlt Ejn Sof genannt.

Von ihm - von Ejn Sof - steht AA und leuchtet denen, denen er leuchtet. Alles beruht darauf, also dass das Licht von Ejn Sof durch AA in die Welten gezogen wird. Glücklich sind die Gerechten, die MaN erheben und die oben genannten hohen Vereinigungen in dieser Welt und in der kommenden Welt vereinen, denn sie erben zwei Welten.

128) „Das Ende allen Fleisches.“ Die Verbindung oben - in Bina und in AA, in Freude - verbindet durch die Rückkehr von Bina und TuM zu ihrer Stufe jeden Unteren mit dem Höheren. So wie es ihnen Freude bereitet, nachdem Chochma sich in Chassadim gekleidet hat, so wird auch unten, in SoN und in den unteren Welten, die Verbindung jedes Unteren mit dem Höheren mit Freude und mit dem Verlangen hergestellt, allen, oben und unten Freude zu bereiten und auch „dem Ende allen Fleisches“. Und Ima, die Shechina, ist auf Israel, so wie es sein sollte.

129) Zu jedem Monatsbeginn, wenn der Mond erneuert wird - wenn die Nukwa in ihrem Siwug mit SA erneuert wird - gibt das „Ende allen Fleisches“ einen zusätzlichen Teil zu den regulären Opfergaben, nämlich den Ziegenbock des Monatsanfangs, damit er damit beschäftigt ist und seinen Teil verwendet. Durch den Ziegenbock zu Beginn des Monats wird das Leuchten der linken Seite erneuert, da “das Ende allen Fleisches” sich daran erfreut und es sein Anteil ist, während die Seite Israels - die Rechte - allein ihnen verbleibt, damit sie sich mit ihrem König vereinen. Ein Ziegenbock wird speziell deshalb geopfert, weil er zum Anteil Esaus gehört, so wie es geschrieben steht: „Aber mein Bruder Esau ist ein behaarter Mensch“ (Sa'ir bedeutet sowohl „behaart“ als auch „Ziegenbock“).

130) Dieses „Ende allen Fleisches“ will immer nur Fleisch. Deshalb ist die Korrektur des Fleisches überall nur für ihn. Deshalb wird er „das Ende allen Fleisches“ genannt. Wenn er herrscht, herrscht er über den Körper, das Fleisch, nicht aber über die Seele. Die Seele entfernt sich und geht zu ihrem Platz und das Fleisch, der Körper, wird diesem Platz gegeben, dem „Ende allen Fleisches“. Es ist wie beim Opfer, wo das Verlangen desjenigen, der es darbringt, zu einem Platz aufsteigt, zur Kedusha, und das Fleisch des Opfers zu einem anderen Platz aufsteigt, zum „Ende allen Fleisches“.

Die Essenz der Klipot stammt von den zerbrochenen Kelim, die von der Zeit des Zerbrechens der Kelim übrig geblieben sind. Selbst als der Ausströmende die Welten ABYA mit allem, was in ihnen ist, sortierte und korrigierte, korrigierte Er sie nicht, denn sie sind während der 6.000 Jahre vor dem Ende der Korrektur nicht korrigierbar. Aber am Ende der Korrektur werden auch sie korrigiert, und alle Klipot werden ebenfalls aufgehoben, so wie es geschrieben steht: „Er wird den Tod für immer verschlingen“, und SaM ist dazu bestimmt, ein heiliger Engel zu sein.

Ihre ganze Macht besteht darin, den Menschen zur Sünde zu verleiten, denn da sie vor dem Ende der Korrektur ohne jegliches Licht sind, jagen sie dem Menschen nach, um einige der vollkommenen Lichter, die am Ende der Korrektur leuchten werden, zu sich zu ziehen und sich selbst wiederzubeleben. Es ist wie ein hungriger und durstiger Mensch, der einen anderen jagt, der Brot und Wasser hat, und gegen diesen Menschen kämpft.

So heißt es über den Baum der Erkenntnis, dass die Sünde darin bestand, dass sie unreife Früchte aßen. Das heißt, es fehlte Zeit. Der Baum der Erkenntnis ist von den vollkommenen Lichtern, die einzig und allein am Ende der Korrektur korrigiert werden. Diese Lichter werden die Klipot ergänzen und sie korrigieren. Aus diesem Grund verfolgten SaM und die Schlange Adam und Eva, um sie zu verführen, damit sie sofort von diesem Licht schöpften. Und obwohl sie wussten, dass sie noch nicht dafür bereit waren, weil sie mehr Zeit benötigten, fiel dennoch ein Teil der Kraft der Sünde auf sie.

Es ist bekannt, dass die fünf Kelim KaCHaB TuM Mocha (Gehirn), Knochen, Sehnen, Fleisch und Haut genannt werden. Daraus folgt, dass das Kli von Tiferet Fleisch und das Kli von Malchut Haut genannt wird. Es ist auch bekannt, dass es aufgrund der Verhüllung der inneren AwI nach dem Zerbrechen der Kelim verboten ist, GaR der Mochin von Chaja vor dem Ende der Korrektur zu ziehen, sondern nur WaK.

Es ist auch bekannt, dass es eine umgekehrte Beziehung zwischen Kelim und Lichtern gibt. Wenn SA nur Mocha hat, hat er nur das Licht von Nefesh. Wenn er den Parzuf der Knochen erhält, erwirbt er das Licht von Ruach; im Parzuf der Sehnen, das Licht von Neshama; im Parzuf des Fleisches das Licht von Chaja; und im Parzuf der Haut das Licht von Yechida. Und da es verboten ist, GaR vom Licht von Chaja vor dem Ende der Korrektur zu ziehen, folgt daraus, dass im vierten Parzuf - dem Fleisch - die darunter liegenden Kelim - Fleisch und Haut - fehlen und er einzig und allein drei Kelim hat - Mocha, Knochen, Sehnen - die am Chase des Parzuf enden. Unterhalb des Chase - dem Fleisch und der Haut dieses Parzuf - besteht bis zum Ende der Korrektur ein Mangel.

Alles, was die Sitra Achra will, ist, dass der Mensch für sie die Lichter von GaR von Chaja anzieht, die in den Kelim des Fleisches und der Haut des vierten Parzuf von SA kommen. Weniger als das – die Lichter, die einzig und allein in den korrigierten Kelim leuchten – können die Klipot nicht im Geringsten genießen, weil sie nichts von diesen Kelim haben. Deshalb wird im Sohar gesagt, dass die Sünde des Baumes der Erkenntnis darin bestand, dass er unten eine Verbindung herstellte und oben trennte, indem er die Lichter unterhalb des Chase des vierten Parzuf - das Licht von Chochma - in das Kli des Fleisches zog. Die Sünde des Baumes der Erkenntnis ist die Quelle aller Sünden, die sich von ihm aus verzweigen.

Deshalb verlangt dieses „Ende allen Fleisches“ immer nur nach Fleisch. Es will GaR von Chaja an sich ziehen, die nach dem Ende der Korrektur leuchten, da die Klipot keinen Genuss aus den Lichtern ziehen, die vor dem Ende der Korrektur bestehen. Deshalb heißen sie Klipot, weil sie keine korrigierten Kelim haben, in denen sie diese Lichter empfangen können. Daher wollen die Klipot nur Fleisch, um das Licht in Form eines Kli des Fleisches des vierten Parzuf zu sich zu ziehen.

Dies ist der Ziegenbock zu Beginn des Monats und alle Opfergaben, denn dann wird durch die Herrschaft der Linken Linie aus diesen GaR gezogen. Wenn der Siwug beginnt, empfangen die Klipot das Licht von ihrer Phase des Fleisches. Aber darin besteht keinen Verlust für die Kedusha, da es sich um einen sehr kleinen Teil handelt, denn durch diesen Teil, den sie empfangen, trennen sie sich von der Kedusha und verleumden Israel nicht mehr, um sie zur Sünde zu verleiten. Diese Korrektur wird hauptsächlich durch den Ziegenbock des Monatsanfangs vorgenommen.

Die Sitra Achra nimmt das Leuchten der Linken, das zu Beginn des Siwug leuchtet, was ihr Anteil ist. Israel nimmt die vollkommenen Mochin, die in drei Linien gegründet sind - WaK von Chaja - das ist ihr Anteil. Nachdem die Hauptkorrektur in dem Ziegenbock zum Monatsanfang erfolgt ist, gilt diese Angelegenheit für alle Opfergaben. Das Verlangen desjenigen, der opfert, steigt zu einem Platz auf - zur Kedusha - wo durch das Erheben von MaN - genannt „Verlangen“ - die Priester, Leviten und Israeliten mit dem Empfang der vollkommenen Mochin in den Kelim, die in drei Linien korrigiert wurden, belohnt werden. Das Fleisch des Opfers steigt zu einem anderen Platz auf - zur Sitra Achra - weil Fleisch ihr Anteil ist und nicht weniger. Jedoch haben sie einzig und allein eine winzige Kerze vom Moment des Beginns des Siwug an.

131) Ein Gerechter ist selbst ein wahres Opfer, da er durch das Opfern seines Verlangens sühnt. Ein Mensch, der nicht gerecht ist, ist kein Opfer, weil er befleckt ist, so wie es geschrieben steht: „Was einen Makel hat, sollst du nicht opfern, denn es wird für dich nicht annehmbar sein.“ Daher sind die Gerechten die Sühne der Welt; sie sind das Opfer der Welt, so wie es geschrieben steht: „Und Gott sagte zu Noah: ‚Das Ende allen Fleisches ist vor mich gekommen.‘“ Die Sitra Achra kam, um die Erlaubnis zu empfangen, die Gesichter der Menschen zu verdunkeln. Deshalb steht geschrieben: „Ich werde sie zusammen mit der Erde vernichten.“

132) Es steht geschrieben: „Und Noah war sechshundert Jahre alt.“ Warum führt der Text diese Berechnung über Noahs Jahre durch? Wenn Noah nicht sechshundert Jahre alt gewesen wäre, wäre er nicht in die Arche gegangen und hätte keine Verbindung zu ihr hergestellt. Weil er in sechshundert Jahren vollkommen wurde, stellte er eine Verbindung zu ihr her.

Die Arche entspricht der Nukwa von oben, und Noah entspricht dem Jessod von oben. Jessod ist die sechste Sefira von SA. Deshalb war er, bevor er die sechshundert Jahre erreicht hatte, nicht würdig eine Merkawa (Streitwagen/Struktur) für die sechste Sefira zu sein. Der Grund warum die Hunderter gezählt werden ist, um seine Mochin anzudeuten, also dass sie von Bina - den Hundertern - waren.

133) Deshalb wartete der Schöpfer seit dem Tag, an dem die Schuld der Menschen auf der Welt vollkommen war und sie es wert waren, ihre Strafe zu empfangen auf sie, bis Noah die Sechshundert Jahre abgeschlossen hatte - also seine Stufe vollendet war - so wie es sein sollte, und er ein vollkommener Gerechter war. Dann betrat er die Arche und alles wurde wie oben gemacht, so, dass Jessod und Malchut von oben auf ihn einwirkten, so wie es geschrieben steht: „Und Noah war sechshundert Jahre alt.“ Deshalb steht nicht geschrieben: „ungefähr sechshundert Jahre“, denn es waren genau sechshundert Jahre, um die Sefira von Jessod zu vervollkommnen.