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Kabbala Bibliothek Startseite / Rashbi / Sohar für Alle / Band 2 / Bereschit - 2 / Und sie hörten die Stimme des Ewigen Gottes, der im Garten wandelte

Und sie hörten die Stimme des Ewigen Gottes, der im Garten wandelte

288) Nachdem sie gesündigt und sich an den Baum geklammert haben, unter dem der Tod wohnt, steht geschrieben: „Und sie hörten die Stimme des Ewigen Gottes, der im Garten wandelte.“ „Wandelte“ ist nicht in der männlichen, sondern in der weiblichen Form geschrieben, denn das hinzugefügte Taw [im Hebräischen] bedeutet weiblich.

Bevor der Mensch sündigte, stieg er in seinen Stufen auf. Er stand auf dem höheren Chochma und war nicht vom Baum des Lebens getrennt. Sobald er seine Begierde steigerte, um zu wissen und herabzusteigen, sich von oben nach unten auszudehnen, wurde er so von ihnen mitgenommen, bis er sich vom Baum des Lebens trennte, das Böse erkannte und das Gute verließ.

Wenn er nicht belohnt wird, ist es schlecht. Deshalb steht es geschrieben: „Denn du bist kein Gott, der das Böse begehrt; das Böse soll nicht bei dir wohnen“, denn ein Mensch, der nach dem Bösen kommt, kann nicht zusammen mit dem Baum des Lebens hausen.

289) Bis sie sündigten, hörten sie die Stimme von oben und kannten die erhabene Weisheit. Sie waren in den Mochin der oberen Herrlichkeit und hatten keine Furcht. Als sie sündigten, konnten sie nicht einmal der Stimme von unten standhalten.

Die Stimme von SA ist die Stimme von oben, und die der Nukwa ist die Stimme von unten. Der Vers „Die Stimme Gottes, des Ewigen, der im Garten wandelt“ ist die Stimme der Nukwa, da das Taw von „wandeln“ [im Hebräischen] die weibliche Form bezeichnet. Und doch konnten sie ihr nicht standhalten, so wie es geschrieben steht: „Und der Mann und seine Frau versteckten sich vor dem ewigen Gott.“

290) Ebenso wurde, solange Israel nicht sündigte, seit der Zeit, als Israel am Berg Sinai stand, der Schmutz der Schlange von ihnen genommen, denn damals gab es eine Auslöschung des Bösen Triebes aus der Welt, weil sie ihn von sich selbst abstießen. Zu dieser Zeit hielten sie sich am Baum des Lebens fest, stiegen auf und kamen nicht mehr herunter. Das heißt, sie hoben das Licht der Linken von unten nach oben und dehnten es nicht von oben nach unten aus. Das wird als der Baum des Lebens angesehen.

291) Damals erkannten und sahen sie die oberen Spiegel und ihre Augen leuchteten, und sie waren glücklich zu wissen und zu hören. Mit Spiegeln sind Glaslampen gemeint. Es geht um die Erlangung von SA und Nukwa, denn SA wird als „leuchtender Spiegel“ bezeichnet und die Nukwa als „Spiegel, der nicht leuchtet.“ Damals umgürtete der Schöpfer sie mit Gürteln aus den Buchstaben seines heiligen Namens, so dass die Schlange sie nicht mehr beherrschen konnte und sie nicht mehr wie zuvor verunreinigen würde. Das sind die Verzierungen, die sie auf dem Berg Horeb empfingen.

292) Als sie mit dem Kalb sündigten, wurden ihnen all die höheren Stufen und Lichter abgenommen und die mit Waffen behangenen Gürtel, mit denen sie vom höheren Namen gekrönt waren, wurden ihnen abgenommen, und so zogen sie die frevlerische Schlange auf sich wie zuvor und verursachten den Tod der ganzen Welt.

293) Danach steht geschrieben: „Und Aaron und alle Kinder Israels sahen Moses, und siehe, die Haut seines Angesichtes leuchtete, und sie hatten Angst, sich ihm zu nähern.“ Zuerst steht geschrieben: „Und Israel sah die große Hand“, und alle sahen die Höheren Lichter und wurden durch den leuchtenden Spiegel, SA, erleuchtet, so steht geschrieben: „Und das ganze Volk sah die Stimmen.“ Und auch am Meer sahen sie und fürchteten sich nicht, so wie es geschrieben steht: „Das ist mein Gott und ich will ihn verherrlichen.“ Nachdem sie gesündigt hatten, konnten sie nicht einmal das Angesicht des Mittlers, Moses, sehen, so wie es geschrieben steht: „Und sie hatten Angst, sich ihm zu nähern.“