<- Kabbala Bibliothek
Weiterlesen ->
Kabbala Bibliothek Startseite / Rashbi / Sohar für Alle / Band 2 / Bereschit - 2 / Die Welt wurde in fünfundvierzig Farben und Arten von Licht unterteilt

Die Welt wurde in fünfundvierzig Farben und Arten von Licht unterteilt

269) Die Welt, Nukwa von SA, wurde in fünfundvierzig Farben und Arten von Licht unterteilt. Bina wird MI (50 im Zahlenwert) genannt, und Nukwa heißt MaH (45). MI ist das Ende des höheren Himmels, und MaH ist das Ende des unteren Himmels. Nukwa wird MaH genannt, was bedeutet, dass ihr die fünf letzten Tore der fünfzig Tore von Bina fehlen und sie nur fünfundvierzig Tore hat.

Die fünfzig Tore von Bina sind fünf Sefirot KaCHaB TuM, von denen jedes aus zehn besteht, die fünf vollkommene Parzufim sind, die einander einkleiden. Aber die Nukwa hat nur einen halben Parzuf Malchut, oberhalb des Chase. ihr fehlt die untere Hälfte des Parzuf Malchut, unterhalb des Chase.

Das bedeutet, dass sie vierzig Tore von den vier Parzufim, KaCHaB und Tiferet, und fünf Tore von oberhalb des Chase von Parzuf Malchut hat, Zusammen sind das einzig und allein MaH [45], da ihr die untere Hälfte des Parzuf Malchut fehlt.

Es ist auch bekannt, dass die vier Sefirot CHuB TuM vier Farben sind: weiß, rot, grün und schwarz. Die Welt, Nukwa, ist in MaH [45] Farben und Arten von Licht unterteilt, da ihr die fünf unteren Farben fehlen.

Es wurde gesagt, „Arten von Licht“, da zehn Zehner Ketarim [pl. von Keter] auch in diesen fünfundvierzig Lichtern eingeschlossen sind und Keter über jeglicher Farbe steht. Über die Ketarim in ihnen wurde gesagt: „Arten von Licht“, weil sie keine Farben sind.

Aber es wurde gesagt, dass es neunundvierzig Tore in Nukwa gibt, und nur ein einziges Tor, Malchut von Malchut, in ihr fehlt. Warum also wird hier gesagt, dass sie nur fünfundvierzig Farben und Arten von Licht hat und dass ihr fünf Aspekte fehlen? Das liegt an den beiden Hauptaspekten in Malchut, den oberen neun und der Malchut in ihr.

Die oberen Neun werden als Eigenschaft von Rachamim bezeichnet, da sie aus der Integration aus den über ihr Liegenden stammen und nicht ihre eigenen sind. Die Malchut in ihr wird jedoch als Eigenschaft von Din angesehen, da ihr eigener Aspekt, die Eigenschaft von Din, seit Zimzum Alef auf ihr liegt.

Außerdem ist die Parssa im Chase eines jeden Parzuf der Aufstieg der Malchut vom Sium [Ende] des Parzuf zu seinem Chase. Deshalb wird die gesamte untere Hälfte des Parzuf als seine Malchut betrachtet, weil die Malchut in der Parssa sie beherrscht.

Daraus folgt, dass man den Teil unterhalb des Chase des Parzuf Malchut in ihr als die fünf unteren Sefirot – zwei Drittel Tiferet und NeHJM – betrachten kann. Deshalb wurde hier gesagt, dass ihr fünf Farben des Lichts fehlen. Sie können auch als eine Sefira angesehen werden, weil Malchut von Malchut bereits über den Platz der Parssa im Chase herrscht, deshalb sind alle diese fünf Sefirot wie eine. Deshalb wurde dort gesagt, dass ihr nur ein Tor fehlt.

Das verdeutlicht, dass es nur fünfundvierzig Lichter im Parzuf Malchut gibt, von den fünf Parzufim KaCHaB TuM in ihr, die sich ineinander einkleiden, denn die Eigenschaft von Din fehlt in ihrem fünften Parzuf, also den fünf Sefirot TaNHJM unterhalb des Chase. Stattdessen gibt es dort einzig und allein die Eigenschaft von Rachamim, oberhalb des Chase.

Aber Bina hat fünfzig Tore, denn auch unterhalb des Chase ihres fünften Parzuf wird als Eigenschaft von Rachamim angesehen, da Bina vollständig Rachamim ist. Ebenso SA, da die Eigenschaft von Din von Zimzum Alef nur in Malchut war.

Der Zweck der Worte vor uns ist es, den genauen Platz der Sünde Adams haRishon am Baum der Erkenntnis und der Verführung durch die Schlange zu klären. Deshalb weist der Beginn des Textes auf den Platz des Mangels von Malchut hin, den Mangel der unteren Hälfte des Parzuf ihrer Malchut, die nur 45 Farben und Arten von Licht hat.

Anschließend erklärt der Sohar, dass SA fünfzig Bchinot (Arten) von Licht in Vollkommenheit hat, da er fünf Parzufim, KaCHaB TuM, in Vollkommenheit hat, und sogar sein Parzuf Malchut hat zehn Sefirot. Er hat Malchut von beiden Seiten, von der Seite von Rachamim – oberhalb des Chase – und von der Seite von Din – unterhalb des Chase.

Danach erklärt er die Einzelheiten des Aufbaus der Nukwa und die Reihenfolge  ihres Siwug mit SA. Er zeigt in jedem Element die Folgen auf, die sich aus der fehlenden Eigenschaft von Din, ihrem Parzuf Malchut, ergeben. Dadurch wird der Platz der Sünde am Baum der Erkenntnis geklärt.

Sieben Sefirot sind in sieben Abgründe unterteilt. Jede trifft auf ihren eigenen Abgrund. SA heißt „sieben“ oder SaT – CHaGaT NeHJM – denn sogar in Gadlut, wenn er CHaBaD erlangt, sind das nicht echte GaR, sondern seine CHaGaT, die zu CHaBaD wurden. Daraus folgt, dass er in Gadlut, wenn er zehn Sefirot hat, immer noch nicht mehr als sieben Sefirot CHaGaT NeHJM hat, nur dass CHaGaT zu CHaBaD geworden ist, NeHJ zu CHaGaT, und neue NeHJ zu ihm kamen, somit sind es zehn Sefirot.

Es ist auch bekannt, dass die Art und Weise, auf die jede Stufe hervorgebracht wird, darin besteht, dass das obere Licht, das neun Sefirot einschließt, auf den Massach in Malchut trifft und ein aufsteigendes Or Choser hervorbringt, das das Höhere Licht von unten her einkleidet. Diese werden als die zehn Sefirot des Rosh der Stufe angesehen. Anschließend wendet sich der Massach in Malchut um und die zehn Sefirot des Or Yashar und des Or Choser im Rosh breiten sich von oben hinabsteigend zum Guf aus.

Die sieben Sefirot CHaGaT NeHJM von SA werden in sieben Abgründe unterteilt, weil sie ineinander eingeschlossen sind und sieben Parzufim CHaGaT NeHJM hervorbringen, in denen sich wiederum jeweils sieben Sefirot CHaGaT NeHJM befinden. Daraus folgt, dass es in jedem Parzuf eine Malchut gibt, die „Abgrund“ genannt wird.

Aber was sind die sieben Malchujot (Pl. von Malchut), die „sieben Abgründe“ genannt werden? Jede von ihnen trifft auf ihren Abgrund, Malchut, und erhebt so zehn Sefirot des Or Choser, welche die zehn Sefirot der Geradheit einkleiden. Diese werden „zehn Sefirot von Rosh“ genannt.

Danach kippen die Steine, die Massachim in den sieben Malchujot, im Inneren der Malchut, das heißt, sie drehen sich kopfüber, um von oben nach unten zu leuchten, und das Licht dringt in diese Steine, die Massachim, ein und durchsticht sie. Dann kommt das Wasser aus diesen Löchern heraus. Die Invertierung (Umkehrung) des Lichts, so dass es von oben nach unten leuchtet, wird als das Licht angesehen, das den Massach durchsticht. Dadurch wird es daran gehindert, sich nach unten auszubreiten, und das Wasser fließt nach unten und versinkt jeweils in seinem jeweiligen Abgrund.

Der Abgrund, die jeweilige Malchut, dehnt sich von oben nach unten in zehn Zehner Sefirot aus. Und das Wasser, das das Licht ist, steigt herab und versinkt in ihnen, bis sie zu ihrer Malchut kommen, wo das Licht endet. Der Massach bedeckt beide Seiten des Abgrunds, von Malchut – die Seite von Chessed von Malchut, oberhalb ihres Chase, und die Seite der Eigenschaft von Din von Malchut, unterhalb ihres Chase.

Deshalb hat SA fünfzig Arten von Licht, aber die Nukwa ist mangelhaft, was ihre Eigenschaft von Din angeht, denn sie hat nur eine Seite, Chessed, oberhalb des Chase. Aus diesem Grund hat sie nur fünfundvierzig Lichter. Dies verdeutlicht die Reihenfolge der Ausströmung von SA, der sich auf beiden Seiten der Malchut befindet.

270) Der Sohar stellt nun die Reihenfolge der Ausströmung der Nukwa vor, die sich auf der einen Seite befindet. Das Wasser tritt aus den Löchern in den Steinen von SA aus, durch die die Lichter von oben nach unten leuchten, und das obere Licht von Ejn Sof tritt in sie ein und trifft auf die vier Bchinot in dem Abgrund, der der allgemeine Abgrund ist. Das heißt, es trifft auf die vier Bchinot CHuB TuM der allgemeinen Malchut, Nukwa von SA, und durch diesen Schlag werden die zehn Sefirot CHuB TuM der Nukwa ausgeströmt.

Jedes Licht aus den vier Bchinot wird bei diesem Schlag in die anderen eingeschlossen, und in ihr sind vier Parzufim entstanden, in denen sich jeweils CHuB TuM befinden, die sich gegenseitig einkleiden. Sie treffen sich auf der einen Seite von Malchut, nur in Malchut der Eigenschaft von Rachamim, die für einen halben Parzuf ausreicht, oberhalb des Chase.

Deshalb werden die Wasser, die die Lichter sind, die ihr von SA gegeben wurden, in ihr geteilt und sie empfängt einzig und allein den Teil oberhalb des Chase eines jeden Parzuf. Weil ihr die Seite von Malchut der Eigenschaft von Din, fehlt, kann sie von SA den Teil unterhalb des Chase nicht empfangen, denn dieser scheint nur auf Malchut von der Eigenschaft von Din.

Der Grund, warum es in der Ausströmung von SA sieben Bchinot CHaGaT NeHJM und in der Nukwa nur vier Bchinot CHuB TuM gibt, ist, dass es in den vier Bchinot CHuB TuM zwei Abstiege gibt. Echte CHuB TuM gibt es nur in GaR, aber in SA sind Chochma und Bina abgestiegen und zu Chessed und Gwura, das heißt Chassadim, geworden, so dass die vier Bchinot in ihm als CHuG TuM angesehen werden.

In der Nukwa steigen sie eine weitere Stufe ab, da CHuG (Chessed und Gwura) von SA in ihr zu Nezach-Hod wurde, und Tiferet von SA wurde zu Jessod. Aus diesem Grund werden die vier Bchinot in ihr als NeHJM angesehen, sie gelten also in GaR als CHuB TuM, in SA als CHuG TuM und in Nukwa als NeHJM.

Es gibt einen bedeutenden Unterschied zwischen ihnen, denn CHuB sind die eigentlichen Chochma und Bina. Aber in SA, wo sie zu CHuG wurden, stiegen Chochma und Bina ab und wurden zu Chassadim und Gwurot, da seine Gefäße Chochma nicht mehr empfangen, aber reichlich Chassadim haben. Deshalb werden CHaGaT auch „breite Gefäße“ genannt, denn das Maß der Breite deutet auf Chassadim hin und das Maß der Länge auf Chochma.

Als sie zur Nukwa hinabstiegen und zu Nezach-Hod wurden, wurden die Gefäße bereits kürzer. Sie wurden in der Fülle von Chassadim eingeschränkt, dennoch werden sie als lange Gefäße betrachtet. Sie sind würdig, das Leuchten von Chochma zu empfangen, deshalb werden sie „lang“ genannt. Es gibt also in GaR, die CHuB TuM sind, tatsächlich Or Chochma, Chochma von Or Yashar, aber in CHuB TuM von SA gibt es nur Chassadim. Und in der Nukwa gibt es einzig und allein das Leuchten von Chochma, das von Bina ausgedehnt wird, die durch ihren Aufstieg zu AA wieder zu Chochma wurde, aber sie ist nicht das eigentliche Chochma, so wie in GaR.

Es ist bekannt, dass der Höherer alle Darunterliegenden in sich einschließt, da sie durch ihn hindurchgehen und den Unteren gegeben werden. Und da sie durch ihn hindurchgehen, bleiben sie in ihm, weil es im Spirituellen keine Abwesenheit gibt. Aus diesem Grund hat jeder Untere seine Wurzeln in dem, der über ihm steht.

Deshalb heißt es, dass alle GaR zehn vollkommene Sefirot haben, KaCHaB CHaGaT NeHJM. Sie haben ein eigenes KaCHaB, weil ihre vier Bchinot CHuB TuM sind. Sie haben CHaGaT aus den vier Bchinot CHuB TuM von SA und NeHJM aus den vier Bchinot CHuB TuM von Nukwa.

Aber SA mangelt es schon an KaCHaB, weil seine vier Bchinot CHuG TuM sind, die CHaGaT genannt werden. Und weil er die Nukwa einschließt, hat er auch NeHJM der Nukwa, so dass sie als sieben Sefirot CHaGaT NeHJM gelten.

Aber der Nukwa fehlen bereits die reichlichen Chassadim in CHaGaT, da die CHuG von SA in ihr zu Nezach-Hod verkleinert wurden, daher hat sie nur NeHJM, weswegen sie Dalet [4] genannt wird, was darauf hinweist, dass es in ihr nur vier Sefirot NeHJM gibt und dass ihr die höheren sechs Sefirot KaCHaB CHaGaT fehlen. Aus diesem Grund hat SA die Zahl sieben und Nukwa die Zahl vier.

271) Alle sieben Sefirot von SA greifen nach ihren sieben Malchujot (Pl. von Malchut), denn jede von ihnen besteht aus sieben. Daher gibt es in jeder von ihnen die Sefira Malchut. Diese sieben Malchujot werden als die Linke Linie von SA angesehen.

In der Finsternis schürfen sie den Abgrund, der die Nukwa von SA ist. Das heißt, sie dehnen zu ihr das Leuchten der Linken vom Punkt des Shuruk in Ima aus, der Finsternis ist. Dadurch ist die Nukwa in die Finsternis von Ima eingraviert, so wie es geschrieben steht: „Ein Brunnen, den die Minister gegraben haben, den die Edlen des Volkes geschürft haben.“ Die Initialen dieser Worte sind die Buchstaben von „in der Finsternis“ [auf Hebräisch].

Die Minister gruben den Brunnen, CHaGaT von SA, Nukwa. Sie werden „Minister“ genannt und gelten als sieben Sefirot. Die Ausdehnung der Finsternis von Ima ist das Graben und Gravieren von SA, und diese Finsternisse vermischten sich mit allen Sefirot der Nukwa.

Das Wasser steigt von unten nach oben auf, d. h. das Or Chassadim, genannt „Wasser“, die Rechte Linie, leuchtet zuerst von unten nach oben, am Punkt Cholam, dann steigen die Chassadim zur Linken Linie hinab und verbinden sich dort mit den Lichtern der Linken, mit dem Or Chochma am Punkt Shuruk.

Und obwohl dieses Licht dort Finsternis ist, liegt das daran, dass Chochma ohne Einkleidung von Chassadim nicht leuchten kann. Wenn die Chassadim zur Linken Linie hinabsteigen, erwacht das Leuchten von Chochma dort wieder, und sie verkörpern sich ineinander.

Dann vermischen sich Licht, Finsternis und Wasser, und die unsichtbaren Lichter werden aus ihnen gemacht, denn sie sind dunkel. Das heißt, Gadlut des Parzuf Nukwa ist aus dieser Vermischung von Lichtern, Finsternis und Wasser aufgebaut. Deshalb gilt sie als Licht, das man nicht sieht, und als Finsternis, und sie wird mit dem Namen „eine Lampe, die nicht leuchtet“ bezeichnet.

272) Jeder der sieben Abgründe von SA schlug seine entsprechende Bchina im Abgrund von Nukwa. Sie sind in fünfundsiebzig Kanäle des Abgrunds unterteilt, durch die das Wasser, das die Lichter sind, gezogen wird. Die Stufe, die in dem Siwug entsteht, wird im Chase geteilt: Oberhalb des Chase ist SA, daher sind es fünfundsiebzig Kanäle, und unterhalb des Chase ist die Nukwa, daher sind es 365 Sehnen.

Jeder zusätzliche Siwug wird mal Zehn genommen, daher werden sie in die fünfundsiebzig Kanäle des Abgrunds unterteilt, weil die sieben Abgründe, die die sieben Malchujot (Pl. von Malchut) von SA sind, zu siebzig werden. Außerdem wurde jede seiner Sefirot vervielfältigt, so dass sie siebenhundert sind.

Aber der Abgrund von Nukwa wurde nicht zu zehn, sondern zu fünf, weil ihm die Hälfte der Malchut der Eigenschaft von Din fehlt. Aus diesem Grund mangelt es ihr an den fünf Kanälen des Abgrunds, die zur Hälfte der Malchut der Eigenschaft von Din gehören.

Das Wasser, die Lichter, werden durch sie hindurchgezogen, weil es von den siebzig Kanälen des Abgrunds von SA an die fünf Kanäle des Abgrunds von Nukwa weitergegeben wird. Und von den fünf Kanälen des Abgrunds von Nukwa wird es auf die gesamte Wirklichkeit übertragen.

Sie werden „Kanäle“ genannt, weil jede Stufe nur an ihren eigenen Abgrund in Malchut weitergibt. Deshalb werden die Abgründe „Kanäle“ genannt, die die reichliche Fülle vom Höheren zum Unteren ziehen. Und der Grund für die Zahl 365 wird weiter unten erklärt.

Jeder Kanal erhebt die Stimme und die Abgründe des Empfängers werden erschüttert. Die Nukwa hat nur fünf Abgründe, weil jeder Kanal der siebzig Kanäle von SA aufsteigt, um mit seiner einzigartigen Stimme zu geben. Der Geber, SA, wird „Stimme“ genannt, und die Nukwa, der Empfänger, wird „Rede“ genannt.

Es gibt zwei Arten des Gebens in SA. Sie werden „zwei Stimmen“ genannt.

1) Die Stimme der Eigenschaft von Rachamim, Bina, die der Hälfte der Malchut der Eigenschaft von Rachamim gegeben wird, wird „Rede“ genannt.

2) Die Stimme der Eigenschaft von Din, Malchut der Eigenschaft von Din, die darin eingeschlossen ist, deren Einfluss bei der Hälfte der Malchut der Eigenschaft des Gerichts liegt.

Es gibt zwei Malchujot in SA, also gibt es zwei Kanäle in SA, zwei deren Stimme von der Eigenschaft von Din stammt und zwei Kanäle, deren Stimme von der Eigenschaft von Rachamim stammt. Jeder Kanal erhebt die Stimme, der eine mit der Eigenschaft von Rachamim, der andere mit der Eigenschaft von Din.

Deshalb werden die Abgründe von Nukwa erschüttert, weil ihnen die Hälfte von Malchut der Eigenschaft von Din fehlt, weil sie keinen Platz haben, an dem sie die Stimmen der Eigenschaft von Din empfangen können. Und wenn die Stimme der Eigenschaft von Din erklingt, ruft jeder Abgrund den anderen und sagt: „Spaltet euer Wasser und ich werde in euch eintreten.“

Die siebzig Abgründe von SA sind ineinander eingeschlossen, und in jedem gibt es zwei Arten von Stimmen. Ebenso sind die zehn Abgründe der Nukwa ineinander eingeschlossen; Deshalb ruft jeder Abgrund der siebzig Kanäle des Abgrunds von SA seinen entsprechenden Abgrund in der Nukwa, um die Fülle zu teilen, die er ihm geben wird. Es empfängt einzig und allein die Hälfte des Abgrunds oberhalb des Chase, wo die Hälfte von Malchut der Eigenschaft von Rachamim herrscht, nicht aber die Hälfte des Abgrunds unterhalb des Chase, wo Malchut nicht korrigiert ist, weil ihr die Korrektur der Hälfte der Malchut der Eigenschaft von Din fehlt, die zu dem Platz unterhalb des Chase gehört. Deshalb herrscht in diesem Teil von ihr ein Mangel.

Es steht geschrieben: „Der Abgrund ruft zum Abgrund, beim Klang deiner Kanäle.“ Der Abgrund von SA ruft seinen entsprechenden Abgrund in der Nukwa an, wenn die Stimme der Kanäle der Eigenschaft von Din zu hören ist. Er ruft ihn und sagt: „Teile dein Wasser und ich werde in dich eintreten.“

Daraus folgt, dass die zehn Abgründe der Nukwa so aufgeteilt wurden, dass die fünf oberhalb des Chase der Nukwa ihre Fülle empfingen, weil sie dort korrigierte Gefäße des Empfangens hat, und die fünf unterhalb des Chase werden ihre Fülle nicht empfangen können, weil es dort keine korrigierten Gefäße des Empfangens gibt. Das ist der Grund, warum die Kanäle fünfundsiebzig sind, siebzig für SA und nur fünf für die Nukwa, nur die fünf oberhalb des Chase.

273) Unterhalb dieser fünfundsiebzig Kanäle entstehen 365 Sehnen: weiße, schwarze und rote. Sie vermischten sich miteinander und wurden zu einer Farbe, denn unterhalb des Chase der Stufe des Siwug sind sie alle von der Nukwa, nur dass es eine Einschließung von SA gibt.

Und vor dem Siwug gab es vier Parzufim in ihr, aus den vier Arten von Abgründen, in denen jeweils zehn Sefirot waren. Im vierten Parzuf waren jedoch nur fünf Sefirot, oberhalb des Chase, so dass jetzt, da jede Sefira in dem Siwug mal zehn genommen wurde, es insgesamt 350 wurden.

Die Einschließung von SA in ihr, oberhalb des Chase – wo das Yud-Hej der Stufe glänzt, das im Zahlenwert 15 ist – wird zu der Zahl 350 hinzugerechnet, was 365 ergibt. Und die drei Farben – weiß, rot und schwarz – zeigen an, dass das Grün von SA fehlt, weil sein Platz nicht hier, sondern oberhalb des Chase ist.

Diese 365 Sehnen waren in siebzehn Netzen verwoben, von denen jedes „ein Netz von Sehnen“ genannt wird. Sie wurden ineinander verflochten und steigen zum Ende des Abgrunds hinab. Das heißt, sie wurden zu Jessod und schließen die Stufe ab. Unter diesen siebzehn Netzen stehen vier weitere Netze, zwei, die wie Eisen erscheinen und zwei die wie Kupfer erscheinen.

Es gibt zwei Jessodot [Fundamente] in der Nukwa:

1) Eines von der Einschließung des Jessod des Männlichen in ihrem Jessod, genannt Josef;

2) ihre eigene Bchina, die Benjamin genannt wird.

Das Leuchten der 365 Sehnen unterteilt sich in diese beiden Jessodot:

1) siebzehn Netze für die Bchina von Josef in ihnen, so wie es geschrieben steht: „Josef, der siebzehn Jahre alt ist“, was Tet-Waw-Bet [Tov (gut)] (17) im Zahlenwert ist und anzeigt, dass sein Gutes in ihm verborgen ist;

2) vier Netze für die Bchina von Benjamin, der das Weibliche in Jessod ist. Er ist in vier geteilt, entsprechend dem Weiblichen, in dem es vier Sefirot TaNHJ des Männlichen gibt. Außerdem gibt es in ihm Innerlichkeit und Äußerlichkeit. Die beiden Inneren erscheinen wie Kupfer, eine Farbe, die in Barmherzigkeit versüßt ist. Die beiden Äußeren erscheinen wie Eisen, das nicht in Barmherzigkeit versüßt ist.

274) Zwei Throne stehen über diesen Bchinot, ein Thron von der rechten und ein Thron von der linken Seite. Alle diese Netze sind als eines verbunden und das Wasser, das die Lichter sind, steigt aus den Kanälen hinab und fließt in die Netze. Die Kanäle, Netze und ihre Lichter vermischen sich in den beiden Thronen – einem Thron des schwarzen Firmaments und einem Thron des Firmaments der Farbe von Tachash (einem mythischen Tier mit einer bunten Haut).

Die Vereinigung gilt für die vier Richtungen, für oben und für unten. Die vier Richtungen bedeuten CHuB TuM, und oben und unten sind Nezach-Hod. Das Leuchten von Nezach erleuchtet die vier Geister CHuB TuM von unten nach oben, so dass Nezach als “oben” angesehen wird. Das Leuchten von Hod erhellt die vier Geister CHuB TuM von oben nach unten, so dass Hod als “unten” gilt.

Diese beiden Arten des Leuchtens gibt es in jeder Stufe, daher gibt es zwei Arten des Leuchtens auf der Stufe des Siwug, die zwei Throne sind. Das Leuchten von Nezach ist der rechte Thron, der das Leuchten der Stufe nur von unten nach oben offenbart, und das Leuchten von Hod ist der linke Thron, der das Leuchten der Stufe nur von oben nach unten offenbart.

Diese Throne stehen am Platz des Chase von SoN, da es keinen Siwug unterhalb des Chase gibt. Am Platz des Chase gibt es zwei Parssiot (Pl. von Parssa), Firmamente. Ein Firmament wird GaR zugeschrieben, wo sich das Angesicht eines Menschen befindet, das das Schloss, die schwarze Farbe, ist, und ein Firmament wird WaK zugeschrieben. Dies ist der Schlüssel, die Farbe des Tachash. Hier fehlt das Angesicht eines Menschen.

Außerdem steht der Thron der Rechten auf dem schwarzen Firmament, das GaR ist, und der Thron der Linken auf dem Firmament, das wie Tachash ist, WaK.

275) Wenn die Lichter der Stufe des Siwug aufsteigen, also von unten nach oben leuchten, steigen diese beiden Throne in dem Thron des schwarzen Firmaments auf, dem Thron von Nezach, der von unten nach oben leuchtet. Wenn sie hinabsteigen, steigen sie in den Thron des Firmaments, das wie ein Tachash ist, hinab, den Thron von Hod, der von oben nach unten leuchtet.

276) Diese beiden Throne stehen rechts und links. Der Thron, der auf dem schwarzen Firmament steht, kommt von rechts, und der Thron, der auf dem Firmament steht, das wie ein Tachash ist, kommt von links. Wenn die Lichter im Thron des schwarzen Firmaments aufsteigen, sinkt der Thron des linken Firmaments ihm gegenüber ab, und die Lichter steigen in ihn hinab.

Das heißt, dass das Leuchten dieser beiden Throne nicht nacheinander, sondern gleichzeitig geschieht. Der rechte Thron gibt dem linken Thron, so dass, wenn der rechte Thron die Lichter von unten nach oben erhebt und die Lichter in ihm aufsteigen, zur gleichen Zeit der linke Thron ihm gegenüber absteigt, die Lichter von oben nach unten anzieht und die Lichter in ihm absteigen.

277) Die Throne sind ineinander eingeschlossen und umfassen in sich all diese Netze und bringen sie zum Ende des unteren Abgrunds. Die Netze sind Teil des Bereichs unterhalb des Chase der Stufe des Siwug. Wenn also die Throne ineinander eingeschlossen sind, empfangen die Netze das Leuchten beider, bis sie nach unten gesenkt werden und bis zum Ende des unteren Abgrunds leuchten und sich ergänzen.

Dann steht ein einziger Thron und erhebt sich über all diese Abgründe, und der zweite Thron steht unter all den Abgründen. Nachdem sie das Leuchten der Netze bis zum Ende des untersten Abgrunds herabgelassen haben, wo die Lichter einzig und allein durch den linken Thron hinabsteigen, bleibt der Thron selbst notwendigerweise unterhalb des untersten Abgrunds stehen. Der rechte Thron aber blieb oben und stieg nicht herab. Deshalb steht der rechte Thron über allen Abgründen und der linke unter allen Abgründen.

All diese Throne inkarnieren und werden zwischen diesen beiden Abgründen vollendet, und all diese Kanäle sind zwischen diesen beiden Thronen verankert. Das Leuchten von Hod erfolgt durch die Inkarnation. Deshalb wurde über die Vollkommenheit der Abgründe, die von oben nach unten kommt, gesagt, dass sie sich vom Thron von Hod inkarnieren. Und über die Kanäle von oberhalb des Chase wurde gesagt, dass sie verankert wurden, dass sie ihr Leuchten von beiden Thronen gleichzeitig saugen.

278) Es gibt fünfundsiebzig Kanäle, aber sieben – die sieben Abgründe von SA – sind höher als alle anderen, und alle anderen halten sich an ihnen fest. In dem Siwug vervielfachten sich die sieben Abgründe von SA und wurden zu siebzig. Die sieben Abgründe von SA sind also übergeordnet und bilden die Wurzeln aller fünfundsiebzig Kanäle. Alle fünfundsiebzig Kanäle sind rechts und links an den Rädern des Throns verankert.

Der Platz Oberhalb des Chase eines jeden Throns wird „Räder“ genannt. Unterhalb des Chase werden sie „Fundamente“ genannt. Die Kanäle sind oberhalb des Chase der Throne, in den „Rädern“, verankert. Die Kanäle kommen von oberhalb des Chase der Stufe des Siwug, und die 365 Sehnen kommen von unterhalb des Chase der Stufe.

279) Die Wasser, die die Lichter sind, steigen in den sieben Abgründen von SA, die höher sind als alle, auf und ab.

Nachdem der Sohar die ganze Ausdehnung der Stufe des Siwug oberhalb des Chase erklärt hat, klärt er die Sache vollständig, um die Verführung der Schlange und die Sünde des Baumes der Erkenntnis zu erklären. Er sagt „sieben“, was die sieben Abgründe von SA sind, die die Höchsten von allen sind und die gesamte Ausdehnung einschließen.

Er erklärt den Siwug, der in diesen sieben Abgründen stattfand, die die sieben Malchujot (Pl. von Malchut) der sieben Sefirot CHaGaT NeHJM von SA sind. er sagt: „Das Wasser, das die Lichter sind, steigt in den sieben Abgründen von SA, die höher als alle sind, auf und ab.“ Das heißt, dass Or Choser aufsteigt und Or Yashar in jenen Malchujot absteigt, weil es keine Stufe gibt, die nicht aus einem Siwug de Hakaa des Or Yashar auf den Massach von Malchut, wodurch Or Choser aufsteigt, entsteht.

Das Höhere Licht, das von oben zu den Massachim (Pl. von Massach) in den Malchujot (Pl. von Malchut) herabsteigt, gräbt in den Abgründen, in den Malchujot, d. h. es schlägt gegen sie, will sich in sie kleiden, und durchbricht sie. Das heißt, die Massachim, die die Offenbarung des Lichts aufhalten, gelten nun als durchbrochen und erheben das Or Choser, das aufsteigt und das Höhere Licht einkleidet.

Diese aufsteigenden Lichter, d. h. das Or Choser, dringen in die Löcher ein, die in den Steinen, den Massachim, entstanden sind. Sie steigen auf und bekleiden das obere Licht von unten nach oben und füllen dadurch die sieben Sefirot CHaGaT NeHJM, die „sieben Meere“ genannt werden.

Das obere Licht, das zu den sieben Abgründen gezogen wird und auf sie schlägt, wird als sieben Sefirot CHaGaT NeHJM angesehen, und so entstehen in dem Siwug de Hakaa sieben Stufen, in denen jeweils CHaGaT NeHJM sind.

280) Sieben andere Lichter sind in sieben Meere unterteilt, und ein Meer enthält sie alle – das Höhere Meer – in ihm sind alle sieben Meere eingeschlossen.

Sobald der Siwug oberhalb des Chase erfolgt ist und die sieben oberen Meere oberhalb des Chase entstanden sind, dehnte sich die Malchut in ihnen, also, das unterste der Meere, in sieben weitere Meere unterhalb des Chase aus. So wurde das unterste Meer oberhalb des Chase zum obersten Meer unterhalb des Chase, weil sich alle von ihr ausdehnten. Und aus diesem Grund enthält sie sie.

Nur sechs Meere dehnten sich unterhalb des Chase aus, nur anhand der sechs Sefirot CHaGaT NeHJ, da Malchut dort nicht vorhanden ist. „Sieben“ wurde im Bezug zum höheren Meer gesagt, das zu den sieben Meeren oberhalb des Chase gehört, da es deren unterstes Meer ist.

281) Diese sieben Lichter, das Höhere Licht, das CHaGaT NeHJM einschließt, dringen in das Meer, Malchut oberhalb des Chase, ein und schlagen in einem Siwug de Hakaa in das Meer, Malchut. So wird das Meer zu sieben Seiten, die sich unterhalb des Chase zu sieben Sefirot CHaGaT NeHJM ausdehnen.

Das ist so, weil der Siwug de Hakaa auf Malchut ein Or Choser erhebt, welches das Höhere Licht einkleidet, dadurch wurde jede der sieben Seiten in sieben Ströme geteilt, wie es geschrieben steht: „und wird es in sieben Ströme schlagen.“ Jeder Strom wurde wiederum in sieben Flüsse geteilt, jeder Fluss teilte sich in sieben Wege, jeder Weg teilte sich in sieben Pfade, und das ganze Wasser des Meeres ging in sie hinein.

Das ist so, weil jede vollkommene Stufe in fünf Stufen KaCHaB TuM entsteht, eine unter der anderen. Das sind die Seiten, Ströme, Flüsse, Wege und Pfade. Sie entstehen so, wie die fünf Stufen in AK entstanden: Galgalta, AB, SaG, MaH und BoN, denn alle Kräfte, die es im Höheren gibt, müssen auch im Unteren existieren. Sie entstehen in vier Siwugim, wobei in jedem Siwug die Sefirot des Höheren mal Zehn genommen werden.

Denn jeder  Untere entsteht nur aus der Malchut des Höheren. Die zehn Sefirot des Unteren sind also einzig und allein zehn Malchujot (Pl. von Malchut) der zehn Sefirot des Höheren. Keter des Unteren besteht einzig und allein  aus Malchut von Keter des Höheren, und Chochma des Unteren ist nur Malchut von Chochma des Höheren.

Wenn der Höhere den Unteren ausstrahlt, muss der Höhere jede seiner Sefirot zu zehn Sefirot vervielfältigen, um dem Unteren deren Malchut zu geben, denn sobald der Höhere sein Keter zu zehn Sefirot KaCHaB TuM vervielfältigt hat, kann er dem Unteren die Malchut von Keter geben. Ebenso kann er dem Unteren Malchut von Chochma geben, wenn er seine Sefira Chochma zu zehn Sefirot KaCHaB TuM vervielfältigt. In jedem Siwug, der eine untere Stufe hervorbringen soll, muss der Höherer also seine zehn Sefirot jeweils mal zehn nehmen.

Der Sohar spricht hier von dem Siwug in SoN, bei dem die zehn Sefirot zu sieben Sefirot CHaGaT NeHJM wurden. Daraus folgt, dass in jedem Siwug der Höhere seine sieben Sefirot siebenfach vervielfältigt.

Deshalb heißt es: „sieben Lichter“, was bedeutet, dass das obere Licht, das CHaGaT NeHJM enthält, in das Meer eintritt und auf es schlägt, wodurch das Meer zu sieben Seiten wird. Dies ist der erste Siwug für die Ausdehnung oberhalb des Chase. Er ist auf der Stufe von Keter, der diese Ausdehnung zugeschrieben wird.

Wenn sich die sieben Seiten in einem Siwug verbinden, um die Stufe von Chochma hervorzubringen, was die sieben Ströme sind, folgt daraus zwangsläufig, dass die höhere Stufe zu sieben mal sieben Sefirot vervielfacht wird, um die untere Stufe der Malchut in jeder einzelnen hervorzubringen. Danach wird Chessed der sieben Seiten in sieben Sefirot CHaGaT NeHJM geteilt, und Malchut von Chessed wird der unteren Stufe gegeben, und wird zu Chessed des Unteren.

Ebenso wird die Sefira Gwura der sieben Seiten in sieben Sefirot CHaGaT NeHJM geteilt, und die Malchut dieser sieben Sefirot wird der unteren Stufe gegeben, und wird in ihr zu Gwura, und in dieser Weise setzt es sich fort.

Jede der sieben Seiten wird in sieben Ströme geteilt, um den letzten Strom der Seite der Stufe der sieben Ströme zu geben. Ähnlich ist es auf der Stufe von Chochma, die „sieben Ströme“ genannt wird. Wenn es darum geht, die darunter liegende Stufe hervorzubringen, die Stufe Bina, die „sieben Ströme“ genannt wird, vervielfältigt sich auch diese mit sieben mal sieben, und jeder Strom wird in sieben Ströme unterteilt.

Das ist so, weil Chessed der Ströme in sieben Flüsse CHaGaT NeHJM geteilt wird, damit der letzte Fluss der Stufe Bina, die „sieben Flüsse“ genannt wird, gegeben wird um zu Chessed dieser Stufe zu werden. Ebenso wird Gwura der Ströme in sieben Flüsse unterteilt, damit der letzte Fluss der Stufe Bina gegeben wird, und ebenso verhält es sich mit Tiferet der Ströme.

Außerdem wird jeder Fluss in sieben Wege unterteilt, damit der letzte Weg jeder Sefira der Stufe SA, genannt „sieben Wege“, gegeben wird. Und auch jeder Weg wird in sieben Pfade unterteilt, damit der letzte Pfad jeder Sefira der Stufe Malchut gegeben wird, die „sieben Pfade“ genannt wird.

Die Regel lautet, dass die zehn Sefirot von Malchut Einser sind, die von SA Zehner, die von Bina Hunderter, die von Chochma Tausender und die von Keter Zehntausender. Das ist so, weil der Untere nichts hat, was er nicht von dem über ihm und von dem über dem Höheren bis zu Ejn Sof empfängt.

Deshalb folgt daraus, dass, wenn der Höhere den Unteren ausstrahlt, der Höhere sich auf hundert vervielfachen muss, also zehnmal mehr, als er ist, um dem Unteren zehn Malchujot (Pl. von Malchut) von ihnen zu geben. Gleichzeitig folgt daraus notwendigerweise, dass der Höhere zu diesem Zeitpunkt auf das Zehnfache von dem vervielfältigt wird, was er ist, d. h. auf eintausend Sefirot, damit er seinem Unteren hundert Malchujot (Pl. von Malchut) von ihnen geben kann, so dass sein Unterer dem unter dem Unteren zehn davon geben kann.

Wenn also die Stufe SA auf hundert vervielfacht wird, um die Stufe Malchut in zehn von ihnen auszustrahlen, multipliziert sich die Stufe Bina zu 1000 Sefirot, damit sie 100 Malchujot (Pl. von Malchut) von ihnen an SA geben kann, die Stufe Chochma multipliziert sich zu 10 000 Sefirot, damit sie 1000 Malchujot (Pl. von Malchut) von ihnen an Bina geben kann, und die Stufe Keter multipliziert sich zu 100 000, damit sie 10 000 Malchujot (Pl. von Malchut) von ihnen an Chochma geben kann.

Also sind alle zehn Sefirot auf der Stufe von Keter wie AwI, die aus 10 000 bestehen, also 100 000 Sefirot. Ebenso sind die zehn Sefirot auf der Stufe von Chochma wie AwI, die aus 1000 bestehen, die zehn Sefirot auf der Stufe von Bina sind wie AwI, die aus einhundert bestehen. Ebenso sind die zehn Sefirot auf der Stufe SA wie AwI, die aus zehn bestehen, und die zehn Sefirot auf der Stufe Malchut sind wie AwI, die nur aus Einzelnen bestehen.

282) Sieben Lichter steigen zu sieben Seiten auf und ab, um sich unterhalb des Chase auszubreiten, dessen Stufe Keter „sieben Seiten“ genannt wird. Das ist so, weil die sieben Höheren Lichter den Siwug de Hakaa im untersten Meer der sieben höheren Meere eingehen, Malchut oberhalb des Chase.

Und doch sind sie sechs und nicht sieben. Sie entstehen aus dem Höheren, aus dem untersten Meer über dem Chase, das als der Höhere der sechs, die sich unter dem Chase ausdehnen, angesehen wird und mit dem sie als sieben angesehen werden.

Das heißt, die sieben Lichter, die CHaGaT NeHJM sind, die in das Höhere Meer geschlagen haben, haben sich nicht unter dem Chase ausgebreitet. Vielmehr dehnten sich nur sechs von ihnen aus, CHaGaT NeHJ. Aber Malchut ist in dieser Ausdehnung unterhalb des Chase nicht vorhanden. Sie werden dennoch als sieben angesehen, weil das höhere Meer – Malchut oberhalb des Chase – aus dem sie entstanden sind, sich mit diesen CHaGaT NeHJ verbindet und sie mit ihm sieben sind.

Diese Schlussfolgerung, aus der Abwesenheit von Malchut unterhalb des Chase, ist die Essenz des gesamten Textes vor uns und ist notwendig, um die Sünde des Baumes der Erkenntnis zu verstehen. Wie das Meer empfängt, so gibt es sein Wasser an alle Meere und alle Bchinot.

Also empfängt das höhere Meer, oberhalb des Chase, all jene vier Siwugim zur Ausdehnung unterhalb des Chase. Und so wie es sie dort empfängt, so gibt es sie dem Platz unterhalb des Chase. Unterhalb des Chase gibt es zwischen ihnen keinen Siwug.

283) Eine Schlange, unten auf der linken Seite, schwimmt in all den Flüssen, die sich unterhalb des Chase ausdehnen. Sie kommt zur linken Seite, also kann sie nicht von allen Bchinot der Flüsse saugen, sondern nur von der linken Seite in ihnen.

Ihre Schuppen sind so stark wie Eisen, was bedeutet, dass die Dinim in ihr sehr hart sind, denn der Griff der Klipot ist an dem Platz, an dem die Kedusha [Heiligkeit] abwesend ist, so dass unterhalb des Chase nur sechs und nicht sieben sind – CHaGaT NeHJ – Malchut fehlt. Aus diesem Grund greift die Schlange nach der Malchut an diesem Platz.

Die Schlange greift nach unten, wo Malchut fehlt, in die linke Seite, da die Klipot nur an der linken Seite haften. Sie schwimmt in allen sieben Flüssen, die sich unterhalb des Chase ausdehnen, und erreicht die linke Seite der Flüsse. Sie erreicht sie durch die Sünden der Unteren, um die Fülle von dem Platz der fehlenden Malchut zu ziehen.

Dann verdunkeln sich alle Lichter in den Flüssen vor ihr, denn der Siwug hört auf, sobald die Schlange den Platz von Malchut berührt, weil ihr Mund und ihre Zunge flammendes Feuer sind, ihre Zunge ist so scharf wie ein hartes Schwert, was bedeutet, dass die Dinim in ihr sehr hart sind und es keine Rettung vor ihr gibt.

284) Wenn die Schlange in den Tempel im Meer eindringt, wird der Tempel, Malchut, verunreinigt, die Lichter verdunkeln sich, und die Höheren Lichter von GaR verlassen das Meer. Zu dieser Zeit wird das Wasser des Meeres geteilt und kommt von der linken Seite, das Meer gefriert und sein Wasser fließt nicht mehr.

Die Malchut, die einen Siwug mit SA oberhalb des Chase – wo sie mit Bina verbunden ist – eingeht, wird „Tempel“ und „Meer“ genannt. An sich ist Malchut für einen Siwug und das Empfangen von Mochin ungeeignet, weil die Zimzum Alef auf ihr liegt, damit sie in sich kein Or Yashar empfängt. Ihre Eignung für einen Siwug und für Mochin ergibt sich einzig und allein aus ihrer Verbindung mit der Eigenschaft von Rachamim, Bina.

Die Schlange hat nach dem Platz von Malchut  – die unterhalb des Chase fehlt – gegriffen und zieht von ihrem Platz, dem Platz von Malchut selbst, ohne ihre Verbindung mit Bina, weil sie selbst dort fehlt und nur ihr Platz vorhanden ist. Dadurch offenbart sich die Eigenschaft von Din in Malchut, was bedeutet, dass sie für einen Siwug und für Mochin ungeeignet ist.

Daraus folgt, dass durch den Griff der Schlange am Platz von Malchut von der Eigenschaft von Din unten, die Verbindung von Malchut mit Bina – die in der oberen Malchut „Meer“ genannt wird – aufgelöst wurde. Das bedeutet, dass die obere Malchut verunreinigt ist, also nicht mehr für einen Siwug geeignet ist. Deshalb wird sie als unreine Frau betrachtet, die ihrem Mann verboten ist. Das ist so, weil sie, sobald ihr Wesen offenbart ist, SA, ihrem Ehemann, verboten wurde und für einen Siwug und für Mochin ungeeignet ist.

Zu diesem Zeitpunkt wird der Tempel – Malchut – verunreinigt und die Lichter verdunkeln sich. Auch die oberen Lichter verlassen das Meer, weil der Siwug in Malchut, die „Tempel“ und „Meer“ genannt wird, aufgehört hat. Dann verlassen die Höheren Lichter von GaR, die Or Yashar sind, sie – also die Höhere Malchut -, weil in ihr die Eigenschaft von Din erschienen ist, die sich in Zimzum Alef offenbart hat, damit sie kein Or Yashar mehr in sich empfangen kann.

Es gibt zwei Punkte in Malchut, die beiden Malchujot hier. Malchut oberhalb des Chase ist durch Bina versüßt, und Malchut unterhalb des Chase ist ungemildert und fehlt. Sie wurde verhüllt und ist nicht erkennbar.

Aus diesem Grund ist Malchut oberhalb des Chase geeignet, Mochin von Bina in ihr zu empfangen, denn die Kraft von Din und des Zimzum in ihr wurde verhüllt und ist verschwunden. Wenn aber die Schlange kommt, um durch die Sünden der Unteren  die Fülle zu ziehen, sie von ihrem Platz zieht und die Eigenschaft von Din in ihr offenbart, dann offenbart sich die Kraft von Din auch in der Malchut oberhalb des Chase.

Wenn er belohnt wird, ist es gut; wenn er nicht belohnt wird, ist es schlecht. Wenn die Unteren belohnt werden, kann die Schlange nicht an den Platz der unteren Malchut greifen und die Eigenschaft von Din in ihr offenbaren. Daher ist es gut; sie befindet sich in einem Siwug mit SA und gibt den Unteren die Fülle. Wenn aber die Unteren ihre Werke verderben, erlangt die Schlange die Macht, nach dem Platz der unteren Malchut zu greifen und die Eigenschaft von Din in ihr zu offenbaren, und sie wird verunreinigt. Dann verlassen die Höheren das Meer, und das heißt: „Wenn er nicht belohnt wird, ist es schlecht.“ Das war die Bedeutung der Sünde am Baum der Erkenntnis.

Zu dieser Zeit teilt sich das Wasser des Meeres und kommt von der linken Seite, das Meer gefriert, und sein Wasser fließt nicht. Das Wasser des Meeres, das die Lichter in Malchut darstellt, teilte sich, weil GaR von dort verschwand und WaK, die übrig blieben, zur linken Seite gingen und gefroren. Also dehnen sich auch die Lichter, die übrig geblieben sind, nicht zu den Unteren aus und sind scheinbar erstarrt.

285) Es steht geschrieben: „Und die Schlange war schlauer.“ Die frevlerische Schlange steigt von oben hinab, denn es ist ihre Art, das Leuchten der Linken von oben nach unten auszudehnen. Sie schwimmt über bitteres Wasser – die Eigenschaft von Din in ihr – und kommt deshalb auf die linke Seite und will das Leuchten der Linken vom höheren Meer über dem Chase bis zum Platz von Malchut unter dem Chase ausdehnen. Dadurch offenbart sie die Eigenschaft von Din in ihr. Wenn er nicht belohnt wird, ist es schlecht.

Das ist die Bedeutung des Baumes der Erkenntnis, und deshalb kam sie herab, um Eva zu verführen, vom Baum der Erkenntnis zu essen, damit diese für sie das Leuchten der Linken von oben nach unten zieht. Dadurch fällt man in ihr Netz, und sie erlangt die Macht, sich zu erheben und die Eigenschaft von Din in ihr zu offenbaren.

Die Schlange ist der Tod in der Welt. Sie hat Eva mit dem Baum der Erkenntnis verführt und den Tod in die Welt gebracht. Er dringt in den verborgenen Darm eines Mannes ein, den man auf der linken Seite „Blinddarm“ nennt, der einzig und allein aus dem Leuchten der Linken Linie saugt. Der Blinddarm gehört zu den überflüssigen Organen, die in den Körper des Menschen eingedrungen sind, nachdem er vom Baum der Erkenntnis gegessen hat, weswegen der Körper sterben muss.

Das ist der Tod in der Welt, und er dringt in den Blinddarm des Menschen ein, weil er in ihn und in die anderen überflüssigen Organe eingedrungen ist und sich in sie gekleidet hat. Von dort aus bringt sie den menschlichen Körpern den Tod.

Es gibt auch eine andere Schlange, die des Lebens, auf der rechten Seite. Das ist der Gute Trieb, der dem Menschen das Leben bringt. Beide wandeln mit dem Menschen – der Böse Trieb und der Gute Trieb.

286) Es steht geschrieben: „Die Schlange war schlauer als jedes andere Tier auf dem Feld.“ Das ist so, weil es unter den anderen Tieren des Feldes – die all die Klipot sind – keines gibt, das so weise darin ist, Schaden zu verursachen, denn sie ist der Abfall des Goldes. Das Leuchten der Linken wird „Norden“, oder „Gold“ genannt. Die Schlange ist der Abfall vom Leuchten der Linken; daher wird sie als Abfall des Goldes bezeichnet.

Die Linke ist die Wurzel des Leuchtens von Chochma, aus der alle Dinim kommen. Deshalb kann sie mehr Schaden anrichten als jedes andere Tier des Feldes. Ihre Macht, Schaden zuzufügen, ist größer als die der übrigen Klipot auf dem Feld. Wehe dem, der sich nach Adam haRishon richtet, der sich selbst und all seinen Nachkommen den Tod brachte.

287) Adam haRishon folgte der Schlange nach und stieg hinab, um alles, was unten ist, zu erkennen. Er stieg herab, um das Leuchten der Linken von oben auf alles, was unten ist, bis zum Platz der fehlenden Malchut zu ziehen, wie die Schlange. Damit folgte er der Schlange.

So kam er herab, um von oben nach unten zu ziehen, und sein Verlangen und seine Wege folgten den Klipot, weil das sich durch den Siwug von oben nach unten ausdehnende Leuchten das Verbot des Baumes der Erkenntnis ist. Und weil er kam, um von oben nach unten auszudehnen, haftete er sofort an den Klipot, obwohl er noch nicht aktiv zog, bis sie zu dieser Schlange kamen und die Begierde der Welt sahen.

Malchut wird „Welt“ genannt. Ihre eigene Bchina fehlt in der Ausdehnung unterhalb des Chase. Dieser Mangel kann vor dem Ende der Korrektur niemals gefüllt werden. Daher besteht die ganze Begierde von Malchut in dieser Vervollständigung. Sie sahen die Begierde der Welt, weil sie den Platz des Mangels von Malchut, die „Welt“ genannt wird, sahen, also dass ihre Begierde nach Vervollständigung groß ist.

An diesem Platz kam Malchut auf Abwege und wurde abscheulich. Das ist das Essen vom Baum der Erkenntnis. Dann erhob sich die Schlange und wurde hinter dem Mann und seiner Frau hergezogen und haftete mit ihrem Schmutz an ihnen und brachte ihnen und allen nachfolgenden Generationen den Tod. Bis Israel am Berg Sinai stand, blieb ihr Schmutz in der Welt.