Das Gott erschaffen hat, um es fortzugestalten
185) „Denn an ihm ruhte Er von all seinem Werk, das Gott erschaffen hatte, um es fortzugestalten. “Denn an ihm“, in Jessod, ist Ruhe für alle – für die Höheren und die Unteren. An ihm ist der Shabbat zur Erholung.
Es gibt zwei Unterscheidungen in Jessod: 1) das Ruhen, das er vom Jowel [Jubeljahr, 50igstes Jahr, Jahr der Freilassung von Sklaven, der Befreiung von Schulden,…] empfängt, 2) sein Tragen des Massach, in dem er sowohl in den oberen beiden Linien – Rechte und Linke in ISHSuT – als auch in den unteren beiden Linien – Rechte und Linke in SA – Ruhe und Frieden bestimmt und macht. Deshalb ist das Ruhen, das er von Jowel empfängt, in ihm zur Ruhe gekommen, und in ihm ist der Shabbat zur Ruhe gekommen, denn das Leuchten des Ruhens, das er empfängt, ist in ihm zur Ruhe gekommen.
„Das Gott erschaffen hat“ zeigt an, dass aus der Regel ‚erinnern‘, das ‚bewahren‘ entstanden ist, um das Werk der Welt zu korrigieren. „Erschaffen“ deutet auf Katnut hin. „Erschaffen“ ist ein unklares Wort und bezieht sich deshalb auf ‚bewahren‘. „Gott“ deutet auf Gadlut von Bina hin, das dann Elokim [Gott] genannt wird. Das ist „bewahren“. Die Katnut entstand aus allen Gadlut, um das Werk der Welt, Malchut, zu korrigieren.
Mit anderen Worten: Da die Nukwa, die Welt, die Katnut von Bina empfing, ist sie geeignet, auch Gadlut von Bina zu empfangen, nämlich den heiligen Namen Elokim in Bina, denn Elokim in dem Werk der Schöpfung ist Bina. Daraus folgt, dass das Empfangen von Katnut, das sich in dem Wort „erschaffen“ andeutet, der Korrektur der Welt dient.
„Fortzugestalten“ ist das Handwerk der Welt, die Mochin von Gadlut, das „Handwerk“ genannt wird, denn ‚fortzugestalten‘ weist auf das vollkommene Werk hin, auf das Werk, das alles vervollständigt.
186) Es steht geschrieben: „Hüter des Bundes und der Barmherzigkeit“. „Hüter“ ist die Versammlung Israels, Malchut. Der „Bund“ ist das Fundament der Welt, Jessod von SA. „Barmherzigkeit“ ist Abraham, Chessed von SA. Die Versammlung Israels, Malchut, bewahrt den Bund und die Chessed [Barmherzigkeit], Jessod und Chessed von SA, daher wird Malchut „Hüter Israels“ genannt.
Weil SA Israel heißt, ist die Malchut, die seine Sefirot bewahrt, die Hüterin Israels. Sie bewahrt das Öffnen aller Sefirot von SA, denn Jessod ist seine unterste Sefira und Chessed ist die höchste Sefira. Und da sie sie bewacht, bewacht sie alle seine Sefirot von Jessod bis Chessed.
Alle Arbeiten in der Welt hängen von Malchut ab. Das heißt, neben der Bewahrung aller Sefirot von SA, so dass die Äußeren nicht an ihnen anhaften, die die negativen Mizwot [Gebote, bestimmte Handlungen zu vermeiden] sind, hängen auch alle Korrekturen und Arbeiten von ihr ab, was die positiven Mitzwot [Gebote, bestimmte Handlungen auszuführen] sind.
Daraus folgt, dass “Das Gott erschaffen hat, um es fortzugestalten“ bedeutet, alles zu vollenden und zu korrigieren, jeden Tag der sechs Tage der Schöpfung, die die sechs Sefirot CHaGaT NeHJ von SA sind, und Geister und heilige Seelen zu zeugen. Selbst die Geister und Dämonen sind in „das Gott erschaffen hat, um es fortzugestalten“ eingeschlossen.
„es fortzugestalten“ kommt von den Worten ‚Vollendung und Abschluss‘, denn alles, was Gott in den sechs Tagen der Schöpfung erschaffen hat, bedarf noch der Vollendung und Korrektur. Deshalb steht hier geschrieben: „Das Gott erschaffen hat, um es fortzugestalten“, um es zu vollenden und zu korrigieren.
187) Auch die Geister und Dämonen wurden zur Korrektur der Welt erschaffen, um mit ihnen die Frevler der Welt zu schlagen, um sie zu zwingen, den rechten Weg zu gehen. Der Mensch, der sich nach links neigt, haftet an den Dämonen und Geistern, die die linke Seite sind, und wird von ihnen bestraft. Aus diesem Grund sind auch die Dämonen und Geister zur Korrektur der Welt da, um die Frevler zu korrigieren.
So steht über Salomo geschrieben: „Ich will ihn züchtigen mit der Rute der Menschen und mit den Bedrängnissen der Menschenkinder.“ „Bedrängnissen der Menschenkinder“ sind die Übeltäter, Geister und Dämonen. Aber sie wurden erschaffen, um die Sünder zu bestrafen, und die Menschen haben Angst und halten sich von der Sünde fern.
188) Als die Geister und Dämonen erschaffen wurden, hat Er den Tag geheiligt. Aber Er hatte keine Zeit, um Körper für sie zu schaffen, also blieben die Geister ohne Körper. Das sind Geschöpfe, die nicht vollendet wurden. Sie kommen von der linken Seite und sind der Abfall des Goldes, denn als die Gefäße von SaT, CHaGaT und NeHJM zerbrachen, vermischte sich die Klipa mit der Kedusha [Heiligkeit]. In der Welt der Tikun [Korrektur] wurde die Kedusha [Heiligkeit] wieder aus der Klipa aussortiert, und aus ihnen stammen alle Parzufim von ABYA von Kedusha.
Es blieb jedoch ein Rest des Abfalls übrig, der vor dem Ende der Korrektur (Gmar Tikun) nicht mehr geeignet ist, um daraus Heiligkeit zu sortieren. Aus diesem Abfall wurden die Sitra Achra und die Klipot [unreinen Kräfte] gemacht, und es gibt Rechte und Linke darin. Der Abfall der Rechten wird „Verschmelzung von Silber“ genannt, das nach dem Schmelzen von Silber übrig bleibt. Der Abfall von der Linken wird „Verschmelzung von Gold“ oder „Goldabfall“ genannt, der nach dem Schmelzen von Gold übrig bleibt. Die rechte Seite wird Silber genannt und die linke Seite ist Gold. Und weil sie von der linken Seite kommen, sind sie Goldabfälle.
Und weil sie nicht vollkommen waren und fehlerhaft sind, ist der heilige Name nicht in ihnen vorhanden, sie haften nicht an dem heiligen Namen, und sie fürchten den heiligen Namen und bewegen sich und fürchten ihn. Daher können sie nicht an Ihm anhaften. Auch der heilige Name ist an einem fehlerhaften Platz nicht gegenwärtig; deshalb ist er nicht in ihnen.
189) Ein Mann, der fehlerhaft ist, weil er keinen Sohn in dieser Welt hinterlässt, wenn er von dieser Welt geschieden ist, wird nicht in der Lage sein, sich an den heiligen Namen anzuhaften. Man lässt ihn nicht in den Vorhang des Schöpfers eintreten, weil er fehlerhaft und unvollständig ist.
Der Baum, der entwurzelt wurde, d. h. der Mann, der ohne einen Sohn gestorben ist, muss neu gepflanzt werden. Er muss in der Welt wiedergeboren werden, weil der heilige Name zu allen Seiten vollkommen ist. So kann sich der fehlerhafte Mensch nicht an Ihn anhaften, denn spirituelle Anhaftung bedeutet Gleichheit der Form, und das Fehlerhafte ist im Vergleich zum Vollkommenen so groß wie die Entfernung zwischen Ost und West.
190) Diese Schöpfungen, die Geister und Dämonen, sind von oben und von unten mit Fehlern behaftet. Deshalb haften sie weder oben noch unten an – von oben, von der Seite von Bina, und von unten, von der Seite von Malchut. So steht es geschrieben: „das Gott erschaffen hat, um es fortzugestalten..“ Er hat Geschöpfe erschaffen, die gemacht und ergänzt werden müssen, denn sie wurden weder oben noch unten ergänzt, weder von der Seite von Bina noch von der Seite von Malchut.
Aber die Geister haben keine Körper, warum wurden sie also nicht von der Seite von Bina aus vollendet? Es ist so, weil der ganze Griff der Sitra Achra einzig und allein in den Körpern, den Gefäßen, und nicht in den Geistern, in den Lichtern ist. Da sie aber nichts von Malchut haben, warum werden sie nicht von Bina vollendet?
Weil die Geister nicht unten auf der Erde vervollständigt sind, indem sie Körper erhalten, sind sie auch oben im Licht nicht vollendet, denn sie dehnen sich von Malchut aus und brauchen Körper, in die sie sich kleiden können. Da sie keine Körper haben, bedeutet dies auch einen Mangel in den Geistern, und sie können ihre Korrektur von oben, von Bina, nicht empfangen.
Alle kommen von der Linken Seite und verschwinden aus den Augen der Menschen und stehen ihnen gegenüber, um ihnen zu schaden. Sie haben drei Dinge so wie die dienenden Engel, und drei so wie die Menschen. Sie haben Flügel, sie fliegen vom einen Ende der Welt bis zum anderen, und sie wissen, was bestimmt ist, wie die dienenden Engel. Und drei Dinge sind wie bei den Menschen, die essen, trinken, sich vermehren und sterben.
191) Als die Geister erschaffen wurden, blieben diese Geister hinter dem Mühlstein der Nukwa des großen Abgrunds zurück. Die Klipa, die Bina entgegengesetzt ist, heißt „der große Abgrund“, und die Klipa, die Malchut entgegengesetzt ist, heißt „der kleine Abgrund“.
In jeder von ihnen gibt es ein Männliches und ein Weibliche. Das Männliche heißt „Läuferstein“ (Rochev) [der obere der Mühlsteine] und das Weibliche heißt „Lagerstein“ (Rechajim) [der untere Stein]. Als die Geister und Dämonen erschaffen waren, heiligte Er sofort den Tag, denn Er hatte keine Zeit, Körper für sie zu machen.
Am Shabbat gehen alle Urteile von ihr aus, dann steigt Malchut zu Bina auf und wird ihr gleich. Deshalb wird die Macht des Regierens von Bina ausgedehnt, denn Er hat all diese fehlerhaften Geister auf den Platz der Nukwa von Bina der Klipa verwiesen, nach dem Mühlstein der Nukwa des großen Abgrunds. Diese Klipa ergibt sich vollkommen unter der Malchut der Kedusha [Heiligkeit], wodurch der Makel in den Geistern vollständig verschwindet, so lange sie dort sind.
Da die Heiligkeit des Tages am Ausgang des Schabbat endet und die Geister unvollständig bleiben, kommen sie in die Welt hinaus und streifen in allen Richtungen umher. Die Menschen in der Welt müssen sich vor ihnen hüten, denn dann wird die gesamte linke Seite und die Hölle erweckt und sie wird zu einer lodernden Flamme.
All jene, die von der linken Seite kommen, streifen durch die Welt und wollen sich in einem Körper kleiden, können es aber nicht. Zu dieser Zeit soll man sie beobachten. Die Weisen verordneten, das Lied der Gefahren, „Wer im Schutz des Höchsten wohnt“, zu rezitieren, wann immer ihre Furcht in der Welt präsent ist.