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Und am siebten Tag vollendete Gott

180) „Und am siebten Tag vollendete Gott sein Werk, das er getan hatte.“ Der siebte Tag ist die mündliche Tora, Malchut, denn SA umfasst die sechs Tage CHaGaT NeHJ, und Nukwa, Malchut, ist der siebte. An ihm wurde die Welt vollendet, denn er ist die Existenz von allem.

Es steht geschrieben: „Sein Werk, das Er getan hatte.“ Es steht nicht geschrieben: „Und am siebten Tag vollendete Gott all Sein Werk, das Er getan hatte“, denn die geschriebene Tora, SA, brachte alles hervor und vollendete es durch die Schrift, die die Mochin sind, die aus Chochma entstehen und sich ausdehnen, aus den höheren AwI,. Daraus folgt, dass Sein Werk am siebten Tag, Malchut, noch nicht vollendet war, außer durch SA. Deshalb steht darüber einzig und allein geschrieben: „Sein Werk, das Er getan hatte“, und nicht „all Sein Werk“.

181) Dreimal steht es geschrieben: „Am siebten Tag“: „Und am siebten Tag vollendete Gott“, ‚Und er ruhte am siebten Tag‘ und “Und Gott segnete den siebten Tag.“ „Und am siebten Tag vollendete Gott“ ist die mündliche Tora, Malchut, Nukwa von SA, die siebte Eigenschaft von CHaGaT NeHJ von SA. Mit diesem siebten Tag wurde die Welt vollendet und abgeschlossen.

Erläuterung: „Und am siebten Tag vollendete Gott sein Werk, das er getan hatte“ ist das Fundament und Wurzel des Endes der Korrektur, die nach 6000 Jahren kommen soll. Das Ende der Korrektur bezieht sich einzig und allein auf Malchut von Malchut, die Essenz von Malchut, die während der 6000 Jahre nicht korrigiert werden kann. Daraus folgt, dass Malchut von Malchut das Ziel ist, für dessen Offenbarung alle Werke der Schöpfung während der sechs Tage erschaffen wurden.

Seine SA und Nukwa sind das Besondere und das Allgemeine. SA sind die sechs Tage der Schöpfung, so wie auch die 6000 Jahre. Es ist ein Exemplar, in dem alle Einzelheiten der Wirklichkeit ohne Mangelhaftigkeit hervortreten und sich in den 6000 Jahren einer nach dem anderen offenbaren.

Die Nukwa, der siebte Tag, Malchut, empfängt von ihm das Allgemeine, wovon all jene Elemente in den 6000 Jahren ihre Vollkommenheit am Ende der Korrektur, am siebten Jahrtausend, offenbaren. In Bezug auf die zukünftige Fundament und Wurzel heißt der siebte Tag das Ende der Korrektur, die durch alle Einzelheiten der Schöpfung während der sechs Tage der Schöpfung gestaltet wurde.

Wir segnen: „Du hast den siebten Tag für deinen Namen geweiht, den Abschluss des Werks von Himmel und Erde.“ Das bezieht sich auf Malchut, genannt „Name“. „Der Abschluss des Werks des Himmels und der Erde“ ist der Abschluss, der von allen Elementen der Schöpfung im Himmel und auf der Erde während der sechs Tage der Schöpfung empfangen wird. So endet der Segen: „Und du hast ihn gesegnet von allen Tagen an und hast ihn geheiligt von allen Zeiten an.“

Die sechs Tage sind also das Besondere, und der siebte Tag ist das Allgemeine, der Abschluss der sechs Tage. In diesem Sinne steht geschrieben: „Und am siebten Tag vollendete Gott sein Werk, das er getan hatte“, denn der siebte Tag ist der Empfang des Abschlusses von Himmel und Erde, denn mit diesem siebten Tag wurde die Welt, die den Abschluss empfing, vollendet und abgeschlossen, und sie wurden vervollkommnet.

Und neben dem in dem Wort „vollendet“ angedeuteten Abschluss bezieht es sich auch auf die Mochin am siebten Tag, die immer in drei Zeilen aus drei Punkten entstehen – Cholam, Shuruk, Chirik – von denen geschrieben steht: „Und Er ruhte“, „Und Er segnete“, „Und Er heiligte“. „Und Er ruhte“ ist die linke Linie; ‚Und Er segnete‘ ist die Rechte Linie; ‚Und Er heiligte‘ ist die mittlere Linie. Deshalb steht am siebten Tag dreimal geschrieben: „vollendete“, „ruhte“ und „segnete“.

„Vollendete“ bedeutet das Licht der Vollkommenheit. „Ruhte“ bedeutet das Leuchten der Mochin auf der Linken Linie. „Gesegnet“ ist die Rechte Linie der Mochin. Alle drei werden „siebte“ genannt, weil sie GaR sind. Aber das Leuchten der Mittleren Linie der Mochin, das in den Worten „Und er heiligte“ angedeutet wird, heißt nicht „siebter“, weil das durch den Massach von Chirik bestimmt wird. Deshalb steht es nicht geschrieben: „Und Er heiligte den siebten Tag“, sondern „Und Er heiligte ihn“, was das Zeichen des Bundes ist.

182) „Und Er ruhte am siebten Tag von all seinem Werk, das Er getan hatte.“ Das ist die Grundlegung der Welt. „Und Er ruhte“ bezieht sich auf das Jowel [Jubeljahr, 50igstes Jahr, Jahr der Freilassung von Sklaven, der Befreiung von Schulden,…], das Leuchten der Linken in Bina, dem Punkt von Shuruk. Deshalb steht hier geschrieben: „Von all Seinem Werk“, denn alles geht von Ihm aus.

Es steht geschrieben: „Und am siebten Tag vollendete Gott Sein Werk, das Er getan hatte“, und nicht „all Sein Werk“, da die geschriebene Tora, SA, alles durch die Schrift hervorgebracht und vollendet hat, was die Mochin sind, die aus  Chochma, aus den höheren AwI, entstehen und sich ausdehnen.

Bei dem Wort „vollendet“, der Vollendung von Himmel und Erde, konnte nicht gesagt werden: „all Sein Werk“, da es noch nicht vollendet war, sondern nur in Jessod [Fundament] und in der Wurzel. Einzig und allein die geschriebene Tora, SA, bringt das ganze Werk hervor und vollendet es durch die Mochin der Schrift, die aus Chochma entstehen, d. h. durch das Leuchten von Chochma, das durch die Kraft und die Gwura von der Linken in Bina ausgedehnt wird, die wieder zu Chochma wird.

Aber in den Worten „Und Er ruhte“, die Leuchten der Linken, die von Bina ausgedehnt werden, Jowel genannt, kommen alle Mochin heraus, die das Ende der Korrektur bringen. Deshalb steht hier geschrieben: „Von all Seinem Werk, das Er getan hatte“, denn hier endet die ganze Arbeit.

„Und Er ruhte“ bezieht sich auf Jessod und nicht auf Jowel, denn die Ruhe darin ist mehr als alles andere. Das heißt, das Ruhen im Leuchten von Jessod ist offenbarer als das Ruhen im Leuchten von Jowel. Das heißt, „Und Er ruhte“ gilt für das Ruhen im Leuchten von Jowel, der Linken Linie in Bina. Und es gilt auch für Jessod, was das Leuchten von Jowel bis Malchut erhellt, denn das Leuchten der Linken ist einzig und allein in Jessod vollendet, in dem die Ruhe vollendet ist.

183) Die Worte „Und Gott segnete den siebten Tag“ beziehen sich auf den Hohepriester, der alles segnet. Der Priester setzt sich an die Spitze aller, die sitzen, und der Segen ist in ihm, um alle zu segnen, und er wird „Siebter“ genannt.

Kommentar: „Und segnete“ ist das Leuchten der Rechten Linie, ausgedehnt von den oberen AwI, die ‚der Hohepriester‘ genannt werden, Chassadim in einem nie endenden Siwug. Die Segnungen sind in ihm, und er wird als Rosh [Kopf] bezeichnet.

Daher kommt die Andeutung zu ihnen, so wie es gesagt wurde, „der Priester nimmt seinen Anteil am Rosh.“ Sowohl der Höhere Aba als auch die Höhere Ima sind die Tefillin des Rosh. Das ist der Priester, der seinen Anteil am Rosh nimmt. Das erklärt auch die beiden Linien, die im Siebten leuchten – die Rechte Linie bei dem Wort „segnete“ und die Linke Linie bei dem Wort „ruhte“.

„Vollendete“ bezieht sich auf das Fundament der Welt. „Segnete“ bezieht sich auf die mittlere Säule, Tiferet. „Vollendete“ gilt für das Leuchten von Jessod, vom Wort ‚alles‘, denn Jessod heißt ‚alles‘. „Segnete“ gilt für die mittlere Säule, für das Leuchten der Mittleren Linie, die zwischen der Rechten und der Linken Linie bestimmt. Daraus folgt, dass er das dreimalige Siebte in den drei Linien erklärt. „Vollendete“ ist das Leuchten von Jessod, der Rechten Linie; ‚Ruhte‘ ist die Linke Linie; ‚Segnete‘ ist die Mittlere Linie.

184) Die Worte „Und er heiligte ihn“ gelten auch für Jessod, denn es steht geschrieben: „Und er heiligte ihn“, aber es wird nicht gesagt, wen, so wie in den Versen „Vollendete“, „Ruhte“, „Segnete“. Es bezieht sich auf den Platz, an dem sich das Zeichen des Bundes befindet, Jessod, denn das Wort „ihn“ kommt von dem Wort „Zeichen des Bundes“, so wie es geschrieben steht: „und er zeige mir ihn und seine Wohnstätte.“

Das Wort „ihn“ bezieht sich auf Jessod, und die Worte „seine Wohnstätte“ beziehen sich auf Malchut. Ebenso bezieht sich das „ihn“ hier auf Jessod, denn es gibt zwei Unterscheidungen in Jessod: 1) das Leuchten des Ruhens, das es von Jowel empfängt. Deshalb ist „Ruhte“ Jessod. 2) Der Träger des Massach von Chirik, durch den Tiferet die beiden Rechten und Linken Linien bestimmt. Aus dieser Erkenntnis heraus wurde hier gesagt, dass die Worte „und heiligte ihn“ auch Jessod sind, weil sie zwischen den beiden Linien bestimmen, die in den Worten „Ruhte“ und „Gesegnetet“ angedeutet sind.

All diese Heiligkeiten von oben befinden sich in Jessod. Von dort gehen sie hinaus zur Versammlung Israels, der Nukwa, um ihr Genuss und das Brot des Genusses zu geben, so wie es geschrieben steht: „Von dem, dessen Brot fett ist, wird er königliche Leckerbissen geben.“ „Von dem“ ist der vollkommene Bund, Jessod. „Dessen Brot fett ist“ zeigt an, dass das, was vor der Korrektur von Jessod das Brot des Leids war, nun wieder Brot des Genusses ist.

Und wer ist der König in diesem Vers? Es ist die Versammlung Israels, Nukwa von SA, der von Jessod alle Leckereien der Welt gegeben werden. Und alle Heiligkeiten, die von oben herauskommen, kommen aus Jessod. So steht es geschrieben: „und heiligte ihn“, was das Zeichen des Bundes, Jessod, ist.