Lichter ohne Waw
161) Die Worte „Lass dort Lichter sein (Jehi Meorot)“ schließen die frevlerische Schlange ein, die Dreck warf und eine Trennung verursachte, damit die Sonne nicht in dem Siwug mit dem Mond zusammenkommt. Das ist so, weil in allen Stufen, die der Nukwa vorausgehen, das Wort Jehi [Lass dort/Es werde] auf die Verminderung und den Fall der drei Gefäße Bina und TuM in die darunter liegende Stufe hinweist. Die Gefäße sind jedoch nicht aus Azilut herausgefallen.
Aber die Nukwa, die die niedrigste aller Stufen von Azilut ist, fiel – als “Jehi” gesagt wurde und all ihre Gefäße fielen – unter die Parssa von Azilut, in die abgetrennten BYA. Deshalb wurden durch diesen Fall die Klipot [unreinen Kräfte] und die frevlerische Schlange erschaffen.
Deshalb steht Meorot [Lichter] ohne Waw geschrieben, was Flüche bedeutet. Die Schlange bewirkte, dass die Erde verflucht wurde, so wie es geschrieben steht: „Verflucht ist die Erde.“ Die Schlange spornte zur Sünde am Baum der Erkenntnis an, weswegen die Erde verflucht wurde. Deshalb steht Meorot [Lichter] ohne Waw geschrieben, was auf den Fluch hinweist, mit dem die Erde wegen der Schlange belegt wurde, der durch die Verminderung von NeHJ erschaffen wurde. Deshalb steht in der Tora auch Meorot ohne Waw geschrieben, was das Wort „Fluch“ bedeutet.
162) „Und lasst sie zu Lichtern werden am Firmament des Himmels, dass sie auf die Erde leuchten.“ „Und lasst sie zu Lichtern werden, wird ohne Waw geschrieben, was darauf hinweist, dass es sich um ein einziges Licht handelt, das Licht des Mondes. Die Worte „Firmament des Himmels“ bedeuten das Licht der Sonne. Beide sind als eines enthalten, weil geschrieben steht: „Und lasst sie zu Lichtern werden am Firmament des Himmels, dass sie Licht geben auf Erden.“, was bedeutet, dass Sonne und Mond einen Siwug durchführen, um die Welten oberhalb und unterhalb des Chase von SA zu erleuchten.
Der Grund, warum es geschrieben steht: „dass sie auf die Erde leuchten.“ und nicht „dass sie in der Erde leuchten.“, ist, um darauf hinzuweisen, dass es oben und unten glänzt, was anzeigt, dass sie alle anhand des Mondes rechnen. Wie bereits erklärt, deuten die Worte „Und lasst sie zu Lichtern werden am Firmament des Himmels“ auf den Siwug zwischen der Sonne und dem Mond, über und unter dem Chase von SA, hin.
So hätte es heißen müssen: „dass sie in der Erde leuchten.“, so wie es geschrieben steht: „am Firmament des Himmels“, was bedeutet, dass es auch einen Siwug unter dem Chase von SA gibt, wo die untere Nukwa sich befindet, die „Erde“ genannt wird. Warum steht dann „auf der Erde“? Das bedeutet, dass der Siwug nur oben, im Firmament des Himmels, am Platz der Parssa, oberhalb des Chase von SA, genannt „Firmament“, stattfindet, und von dort aus wird das Leuchten auf die Erde, unterhalb des Chase, ausgedehnt. Aber in der Erde selbst findet keine Siwug statt?
Das deutet darauf hin, dass sie alle nach dem Mond rechnen, da die Mochin der Zählung und Nummerierung aller Stufen durch den Siwug von Sonne und Mond entstehen. Es gibt Mochin, die das Or Chassadim sind. Diese werden als „zahllos“ bezeichnet. Es gibt Mochin des Leuchtens von Chochma, die als „Zahl“ und „Berechnung“ bezeichnet werden. Außerdem hat SA zwei Weibliche, über dem Chase, den Mond – Davids Malchut – und unter dem Chase, die Erde, Rachel.
Dieser Siwug, der die Mochin der Zählung leuchten lässt, ist einzig und allein im Mond, in einem Siwug von SoN von oberhalb des Chase, wo die Nukwa „Mond“ genannt wird, aber nicht in der Nukwa von unterhalb des Chase, die „Erde“ genannt wird.
Wenn gesagt wurde, dass die Sonne und der Mond einen Siwug durchführen, um die Welten zu erleuchten, oberhalb des Chase von SA und unterhalb des Chase von SA, bedeutet das, dass die beiden Weiblichen: von oben, der Mond, und von unten, die Erde, ineinander eingeschlossen sind. Zu diesem Zeitpunkt kommt das Leuchten oben und unten an. Aber das Herz des Siwug ist einzig und allein im Mond, in der Nukwa oberhalb des Chase.
163) Die Gematria (Zahlenwert) und die Zählung der Zeiten und Vorstellungen des Jahres. Die Mochin der Berechnung und Zählung sind alle im Mond, über dem es keinen Siwug für das Leuchten der Mochin der Berechnung und Zählung gibt.
Aber wie ist jedermanns Berechnung im Mond? Gibt es in den Stufen oberhalb des Mondes keine Mochin und Berechnung und Zahl? Es bedeutet, dass sich der Siwug für die Mochin der Berechnung im Mond befindet und nicht in einer anderen Stufe. Aber von dort empfängt ein Mensch auch Mochin der Berechnung in den Stufen über dem Mond.
Obwohl die Mochin des Leuchtens von Chochma „Mochin der Berechnung“ genannt werden, entstehen sie in Bina, sobald sie zu Rosh AA zurückkehrt und darin zu Chochma wird. Dennoch offenbaren sich die Mochin nicht in Bina, weil sie immer im Or Chassadim ist. Sogar die SaT von Bina sind einzig und allein Or Chassadim, und es ist nicht der Platz, um die Mochin des Leuchten von Chochma zu offenbaren. Vielmehr werden diese Mochin von Bina an SA gegeben.
Aber auch SaT wird in den Mochin der Höheren AwI, die bedeckte Chassadim sind und in denen kein Platz für die Offenbarung dieser Mochin ist, völlig korrigiert. Allein SA gibt sie seiner Nukwa, und in ihr offenbaren sie sich.
Deshalb wird Nukwa „unteres Chochma“ genannt, was darauf hinweist, dass sich die Mochin des Leuchtens von Chochma in keiner anderen Stufe als dieser offenbaren. So entstehen diese Mochin in SaT von Bina, die SA von ihr empfängt, und sie werden der Nukwa gegeben, d. h. der Nukwa unterhalb des Chase, wenn sie vollkommen in der Nukwa oberhalb des Chase, die „Mond“ genannt wird, integriert ist, und dann werden beide „Mond“ genannt.
Der Platz, um die Mochin der Berechnung zu offenbaren, ist einzig und allein im Mond und nicht in den Stufen, die ihm vorausgehen. Wenn diese Mochin jedoch einmal im Mond entstanden und offenbart sind, erscheinen sie zwangsläufig auch in allen vorhergehenden Stufen, da der Mond diese Mochin von ihnen empfangen hat.
Doch bevor sie im Mond enthüllt werden, sind sie völlig unerlangt, obwohl sie bereits in den vorhergehenden Stufen entstanden sind, denn in ihnen ist kein Platz, um diese Mochin zu offenbaren. Doch sobald sie unten, im Mond, offenbart werden, sind sie durch diese Offenbarung in ihr vollendet, denn sobald sie sich im Mond offenbaren, können sie auch in den vorherigen Stufen erlangt werden.
Aber es steht geschrieben: „und lasst sie zu Zeichen und zu Jahreszeiten werden“, in der Pluralform. Heißt das, dass sich in beiden die Mochin der Berechnung offenbaren, auch in SA, der Sonne? „Zu Zeichen“ steht ohne Waw geschrieben, was auf die Singularform hindeutet, die einzig und allein auf den Mond und nicht auf die Sonne zutrifft, da sich die Mochin in ihr nicht offenbaren. Und die Worte „lasst sie“ sind in der Pluralform geschrieben. Es gilt nicht für die Sonne und den Mond, sondern für die HaWaYot [Pl. von HaWaYaH] der Mochin, denn alle HaWaYot sind im Mond, der wie ein Schiff ist, das reichlich gefüllt wird.
164) Es gibt einen Punkt, und von dort aus beginnen die Mochin der Zählung und Berechnung. Sie ist AA, die deshalb Reshit [Anfang] genannt wird. Und was ist vor diesem Punkt, über AA? Das ist überhaupt nicht bekannt.
Es gibt einen Punkt darüber, der verhüllt ist, der überhaupt nicht offenbart wird, Bina von AA, in Bezug auf ihr Wesen, das in die höheren AwI gekleidet ist, und das Yud verlässt niemals ihre Awir. Aber von dort aus beginnt die Zählung und das Offenbaren all dessen, was verborgen und tiefgründig ist, SaT von Bina von AA, die in ISHSuT gekleidet sind, die sich zu Rosh AA erheben und das Leuchten von Chochma geben, das Mochin der Zählung und Berechnung genannt wird.
Allerdings offenbaren sie sich nicht in ISHSuT, so dass sie als Bina gelten, die im Wesentlichen Chassadim sind. An der Stelle unten, in der offenbarten Nukwa von SA, beginnt die Offenbarung aller Mochin der Berechnung und des Zählens, denn oberhalb des Mondes gibt es keine Offenbarung der Mochin der Berechnung.
Hier ist also der Platz für das Leuchten der Mochin für alle Zeiten, der Gematria (Zahlenwert), Begriffe, Zeiten, Feste und Shabbat. Und Israel, das am Schöpfer anhaftet, rechnet. Das heißt, sie dehnen die Mochin der Berechnung auf den Mond aus, so wie wir lernen, dass Israel nach dem Mond zählt und die Völker der Welt nach der Sonne. Sie erheben sie, um die Höhere Bina zu bekleiden, so wie es geschrieben steht: „Und ihr, die ihr dem Ewigen, eurem Gott, anhängt, lebt heute alle.“