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Sieben Hallen von AwI von Brija

60) Wer ist derjenige, der das Gebet für seinen Herrn einzurichten weiß, wie Moses, als er sein Gebet in ausführlicher Weise ordnen musste? Und wenn er sich in seinem Gebet kurz fassen musste, wusste er auch, wie er sich kurz fassen konnte. So steht es geschrieben, wenn Moses es ausdehnen musste: „Und ich fiel vor dem Ewigen nieder wie am Anfang, vierzig Tage und vierzig Nächte.“ Und als er sich kurz fassen musste, steht geschrieben: „O Gott, bitte heile sie!“

Durch das Gebet werden Mochin zur Nukwa ausgedehnt, die „Gebet“ genannt wird. Die Ausdehnung des Leuchtens von Chochma geschieht durch das verlängerte Gebet, denn die Länge deutet immer auf das Leuchten von Chochma hin. Die Ausdehnung des Lichts der Chassadim geschieht durch die Verkürzung des Gebets, denn die Kürze ist mit der Breite verbunden, die das Licht der Chassadim andeutet.

Rabbi Shimon sagte: „Ich habe in den Büchern der Alten die Ordnung gefunden, mit der man die Stufen, die die Geheimnisse der Geheimnisse sind, in einer Verbindung zusammenbindet, was die Erklärungen der sieben Hallen bedeutet.“

Eine Verbindung bedeutet die Vereinigung von zwei oder mehr Stufen ineinander, so dass sie zusammen in einem gemeinsamen Leuchten den Unteren leuchten. Manchmal muss das Gebet auf angemessene Weise geordnet werden, und es müssen Yichudim (spirituelle Vereinigungen) durchgeführt werden, um den Schöpfer auf passende Weise zu besänftigen und zu versöhnen, um die Himmel zu durchbrechen und die Tore und Türen zu öffnen. und es wird niemand gegen ihn protestieren, was bedeutet, dass die Verleumder ihn nicht verleumden können.

Die Firmamente bedeuten die Enden der zweiten Einschränkung, die die Stufen halbieren und sie in WaK ohne GaR hinterlassen. Die drei Welten BYA gingen aus Azilut hervor und wurden zu den Welten der Trennung. Das ist dauerhaft so, es sei denn, die Gerechten erheben MaN, durch Arbeit und gute Taten, und dehnen das Leuchten der ersten Einschränkung von oben aus, von Tabur von AK. Dann senkt dieses Leuchten das Firmament vom Ort von Bina zurück zum Platz von Malchut, so wie sie in der ersten Einschränkung ist, und Bina und TuM der Gefäße kehren auf ihre Stufe zurück und ergänzen die zehn Sefirot der Gefäße und GaR der Lichter. Genauso werden die drei Welten BYA wieder zu Azilut.

So heben die Gerechten durch ihre Arbeit die Mochin (Grenzen) von Katnut, die „Firmamente“ genannt werden, auf und dehnen die Mochin von Gadlut aus. Die Sache heißt, dass sie die Festungen einreißen. Sie zerreißen und heben die Mochin von Katnut auf, die die drei Welten BYA zur Trennung von Azilut hervorbringen, und bringen sie zu Azilut zurück.

Es wird auch als das Öffnen der Tore und Türen der Hallen bezeichnet, denn in Bezug auf den konstanten Zustand befinden sich BYA aufgrund der Firmamente, die auf dem Platz von Bina jeder Stufe stehen, in Trennung. Aus diesem Grund können die Gerechten ihre Fülle nicht aus den Hallen empfangen, und es heißt, dass ihre Tore und Türen verschlossen sind und, dass die Beauftragten, die sie bewachen, sie nicht öffnen werden.

Wenn die Gerechten MaN erheben und diese Firmamente aufheben und BYA zur Azilut erheben, heißt es, dass sich die Tore und Türen öffnen und die Gerechten durch sie eintreten und dort die Fülle von Ejn Sof aus Azilut empfangen. Die Beauftragten können nicht protestieren und sie zurückhalten, und deshalb wurde gesagt, dass es niemanden gibt, der gegen ihn protestiert.

Glücklich sind die Gerechten, die es verstehen, ihren Schöpfer zu besänftigen und die Verordnungen aufzuheben, die Shechina in der Welt einsetzen, Segen herabbringen und die Ankläger entfernen, damit sie die Welt nicht beherrschen. Durch ihre Arbeit schöpfen die Gerechten Leuchten aus der ersten Einschränkung, von oberhalb des Tabur von AK, heben GaR und Panim der Hallen auf, und von ihrem Chase abwärts – die Firmamente, die Katnut verursachen und von denen aus alle Erlasse und Urteile ausgedehnt werden.

So wissen sie, wie sie ihren Schöpfer besänftigen und die Verordnungen aufheben können, mit denen sie die Lichter von GaR auf die Stufen ausdehnen und BYA zu Azilut erheben. Das ist die Einsetzung der Shechina in der Welt, das Herabbringen der Segnungen und das Aufheben der Ankläger..

61) Rabbi Shimon stand auf und sagte: „Wer wird den Staub von deinen Augen entfernen, Abraham, der Chassid, die rechte Hand des Schöpfers, der dir das Geheimnis der Geheimnisse und den Beginn der Gebete in der Welt offenbart hat, was die Korrektur des Morgengebets ist, und dem die Hallen des Hohen Königs offenbart wurden?“

62) Es sind sieben heilige Hallen, und sie haben richtige Tore. Die Ankläger sind von ihnen entfernt worden, und sie öffnen sich für alle, die würdig sind, diese Hallen zu betreten. In jeder Halle werden die Gebete der Vereinigung gesprochen. Wer es versteht, seinen Herrn zu besänftigen und zu versöhnen und die Vereinigung in Vollkommenheit zu vollziehen, der weiß, wie man alle Hallen betritt und Verbindungen knüpft: Hallen mit Hallen, Geist mit Geist und jeder untere Geist mit dem über ihm.

So steht es über diese Verbindungen und Vereinigungen geschrieben: „Ewiger, in der Bedrängnis haben sie Dich gesucht (Pekaducha פקדוּךָ), sie gossen ein leises Gebet aus, als Deine Ermahnung (Mussar) auf ihnen lag.“ „In der Bedrängnis haben sie Dich gesucht“ ist eine Verbindung des Geistes von Malchut mit dem höheren Geist Jessod. Zu dieser Zeit wird Malchut „Besuch“ (Pekida פקידה) genannt, weil Jessod sie besucht.

„Leises Gebet“ ist der Aufstieg von Jessod und Malchut zu Tiferet, wenn Malchut sich mit Tiferet verbindet. Zu dieser Zeit wird Malchut „Leises Gebet“ genannt, so wie es geschrieben steht: „Aber ihre Stimme war nicht zu hören“, sondern einzig und allein die Stimme von Bina. Das ist die Bedeutung von „sie gossen ein leises Gebet aus“, denn „Ausgießen“ bedeutet Gebet, und „Leises Gebet“ ist ein Gebet im Flüsterton.

„Als Deine Ermahnung auf ihnen lag“ ist der Aufstieg von Malchut, Jessod und Tiferet zur Verbindung mit AwI, wobei Tiferet und Malchut eine Verbindung eingehen, was die Stimme und die Rede betrifft – und das Gebet wird mit Wohlwollen angenommen. Mochin von AwI werden „Ermahnung“ (Mussar) genannt, so wie es geschrieben steht: „Höre, mein Sohn, die Ermahnung deines Vaters, und verlasse nicht das Gesetz deiner Mutter.“ Ein Sohn ist Tiferet, dem durch AwI Ermahnung und Gesetz gegeben wird, so wie es geschrieben steht: „Deine Ermahnung für sie.“ „Deine Ermahnung“ ist Mochin von AwI, und „für sie“ bedeutet für TuM.

So deutet dieser Text alle Aufstiege und Verbindungen an, die für einen Siwug von TuM bis zu den Mochin von AwI erforderlich sind, die die Mochin von GaR sind.

Sieben Hallen von AwI von Brija

Erste Halle, die Saphirfliese, Jessod

63) Die erste Halle, die Halle von Jessod und Malchut, ist von unten nach oben die erste. Es steht geschrieben: „Und unter seinen Füßen erschien es wie eine Saphirfliese.“ Das ist das Geheimnis der Geheimnisse, dass es hier einen Geist gibt, der Saphir genannt wird, der wie der Edelstein leuchtet, der „Saphir“ genannt wird. Er glitzert nach zwei Seiten, nach Chessed und nach Gwura, und es sind zwei verschiedene Lichter.

Das erste Licht, das Licht von Chessed in ihm, steigt im Or Choser auf und steigt im Or Yashar ab. Es ist weiß und glitzert in alle Richtungen: nach oben, nach unten und in die vier Richtungen der Welt, nach WaK. Sein Licht ist hängend, verhüllt und offenbar. Es hängt in der Mitte, ohne sich auf eine Seite festzulegen, denn man kann sowohl sagen, dass es ein verborgenes Licht ist, als auch, dass es ein offenbartes Licht ist.

64) Vier Lichter in vier Richtungen gehen von diesem Licht von Chessed aus. Das ist das zweite Licht, das Licht von Gwura im dem Geist, Saphir. Der Grund, warum das erste Licht zu WaK leuchtet, aber dieses Licht nur in vier Richtungen, ist, dass diese beiden Lichter das Männliche und Weibliche im Geist Saphir sind. Das Männliche wird als CHaBaD CHaGaT darin bezeichnet und leuchtet daher zu WaK, und das Weibliche ist NeHJM darin und leuchtet daher in vier Richtungen.

All diese vier Lichter sind ein einziges Licht, so wie das Licht einer brennenden Kerze, das in den Augen der Menschen funkelt. Die Lichter der Kerze steigen und fallen, gehen und kehren aus dem Feuer des Lichts der brennenden Kerze zurück, aber sie sind alle ein Licht.

Ebenso sind es die vier Lichter, die in vier Richtungen leuchten, die einzig und allein ein Licht sind, das sich hin und her bewegt, wie das Kerzenlicht. Außerdem glitzern all diese Lichter im Scheinen von rot gefärbtem, poliertem Kupfer. Sie glitzern wie poliertes Kupfer, zur Rechten, denn obwohl das rote Licht von Gwura im Geist des Saphirs zur Linken leuchtet, steht er selbst zur Rechten der Halle.

65) Links von der Halle steht ein Geist namens Lewana [weiß], der in dem ersten Geist, genannt Saphir, eingeschlossen ist. Sie treten ineinander ein: Das Licht dieses Geistes ist rot und weiß, so wie eins, denn es entsteht und wird von diesen ersten beiden Lichtern im Geist Saphir ausgedehnt , der weißes Licht und rotes Licht ist. Aus diesem Grund ist auch er in diesen beiden Farben, aber sie sind in ihm in einem Siwug, als eins.

Wenn die Lichter des Geistes Lewana kommen und die ersten Lichter des Geistes Saphir erreichen, werden sie in sie eingeschlossen und werden eins. Zu diesem Zeitpunkt werden nur die ersten Lichter gesehen, und die anderen Lichter des Geistes Lewana offenbaren sich nicht. Es ist auch nicht ersichtlich, dass sie in sie hineingegangen sind, so wie es geschrieben steht: „Es durfte nicht bekannt werden, dass sie sie gegessen hatten.“ Dies ist eine Vereinigung von Geist in Geist, die eins werden, und die Vereinigung von Lichtern in Lichtern, die eins werden.

Der Sohar erklärt uns hier die Reihenfolge des Einschließens des Unteren in den Höheren, d. h. die Ibur-Yenika-Mochin von Achoraim, die sich in den drei Hallen NeHJ von Chase und darunter befinden, müssen sie in die Ibur-Yenika-Mochin von Panim einschließen, die sich in den Hallen von Chase und drüber befinden. Das ist im Allgemeinen so.

Im Besonderen sind diese beiden Arten von Mochin in jeder Halle und müssen sich immer miteinander vermischen. Dies verdeutlicht die Art und Weise der beiden Geister Saphir und Lewana, die zwei Arten von Mochin einschließen, wobei der Geist Lewana Ibur-Yenika-Mochin von Achoraim in dieser Halle ist und der Geist Saphir der Ibur-Yenika-Mochin von Panim in jener Halle.

Und die Lichter des Geistes Lewana kommen und erreichen die ersten Lichter des Geistes Saphir und vermischen sich mit ihnen, denn der Geist Lewana, der Ibur-Yenika-Mochin von Achoraim ist, muss in den Geist Saphir eingeschlossen werden, der Ibur-Yenika-Mochin von Panim ist. Und sie sind eins geworden, denn es bedarf der vollkommenen Annullierung, bis der Geist Lewana und seine Lichter völlig unsichtbar sind.

Daraus folgt, dass Ibur-Yenika-Mochin von Panim GaR und der Ibur-Yenika-Mochin von Achoraim WaK ist. Es stellt sich heraus, dass der Geist Saphir GaR und der Geist Lewana WaK ist, da er von Chase und darüber immer als GaR und von Chase und darunter als WaK bezeichnet wird.

Der Geist Saphir glitzert nach zwei Seiten, zwei getrennte Lichter, so dass ein weißes Licht, Chassadim, nach rechts leuchtet, und das andere, das rote Licht, wie poliertes Kupfer, ist Licht von Gwurot und leuchtet nach links. Das deutet darauf hin, dass sie nicht in einem Siwug, sondern getrennt sind.

Das Licht des Geistes Lewana ist jedoch sowohl rot als auch weiß, da Chassadim, das weiße Licht, eine Verbindung für einen Siwug mit den Gwurot, dem roten Licht, eingehen. Deshalb glänzen sie als eins.

Der Grund, warum GaR jeder Stufe als unbekannt gelten, ist, dass es in ihnen keinen Siwug gibt, da sie das Schloss sind. So wird nur das Or Chassadim verdeckt, und nur SaT jeder Stufe gelten als bekannt, weil es einen Siwug auf die Gwurot in ihnen gibt, denn sie gelten als der Massach des Schlüssels und ziehen so das Or Chochma an.

Daraus folgt, dass es in dem Geist Saphir, der GaR ist, keinen Siwug auf die Gwurot gibt, weshalb die Lichter von Chassadim in ihm von den Gwurot getrennt sind. Aber im Geist Lewana, der SaT ist, der im Schlüssel korrigiert wird, gibt es einen Siwug zwischen Chassadim und dem Gwurot, und es wird gesagt, dass das Licht dieses Geistes sowohl rot als auch weiß ist, also in einem Siwug.

Daraus folgt, dass Ibur-Yenika-Mochin von Panim von den höheren AwI ausgedehnt werden, den Mochin des Essens, verdeckte Chassidim, so wie es geschrieben steht: „Esst, Freunde.“ Und der Geist Saphir, sein Licht hängt verhüllt und offenbart. Weil er vom Panim ausgeht, das von AwI ausgedehnt ist, hängt sein Licht. Man kann sagen, dass es verhüllt ist, weil die Lichter von AwI verdeckte Chassadim sind, so wie es geschrieben steht: „Esst, Freunde“, und man kann auch sagen, dass es offenbart ist, weil sie Chochma Stimaa von AA bekleiden, denn wer Weinschläuche hat, braucht nur zu essen.

Aus diesem Grund gelten sie als eigentliche Chochma, obwohl sie Chassadim in einer Weise sind, dass das Licht ohne Entscheidung, ob es offenbart oder verhüllt wird, hängt.

In dieser Halle leuchten die beiden Firmamente unter diesen Firmamenten. Sie werden „der Himmel des Himmels“ genannt. Tiferet wird „Himmel“ genannt, und Bina, die an Tiferet gibt, wird „Himmel des Himmels“ genannt. Da diese sieben Hallen von AwI von Brija, Bina, sind, empfangen sie von den sieben Firmamenten des Himmels des Himmels, Bina, denn jede Phase empfängt von ihrer entsprechenden Phase in der darüber liegenden.

Und da diese Halle die unterste Halle in den sieben Hallen ist, die Halle von Jessod, und zwei Geister in ihr leuchten, der Geist Saphir, Jessod, und der Geist Lewana, Malchut, der Ateret Jessod in ihr ist, empfangen sie von den beiden untersten Firmamenten des Himmels der Himmel, Jessod und Malchut der sieben Firmamente von Bina.

Der Sohar erzählt uns hier zwei Dinge: 1) Es geht um die sieben Hallen von AwI, die angedeutet werden, indem sie vom Himmel des Himmels empfängt; 2) obwohl es nur die Halle von Jessod ist, hat sie auch Malchut. Darüber wurde gesagt, dass sie von den beiden unteren Firmamenten empfangen, von Jessod und von Malchut.

66) Aus dem Glitzern dieser beiden Geister wurden die Räder (Ofanim) erschaffen, deren Dinim den Dinim der Tiere gleichkommen, so wie es geschrieben steht: „Wenn jene gingen, gingen diese, und wenn jene standen, standen diese; und wenn jene von der Erde emporgehoben wurden, wurden die Räder emporgehoben.“ Über die Räder steht geschrieben: „Was das Bild der Tiere betrifft, so war ihre Aussehen wie Feuerkohlen, die wie Fackeln brannten; es geht unter den Tieren.“ Obwohl der Text sie Tiere nennt, sind sie doch Räder. Aber weil ihre Dinim so sind wie die Dinim der Tiere, nennt er sie „Tiere“.

Über wen heißt es: „Er wandelt unter den Tieren“? Der heilige Geist Lewana, der Platz, aus dem sie entstanden sind. Er leuchtet für sie, so wie es geschrieben steht: „Und es war Helligkeit am Feuer, und aus dem Feuer gingen Blitze hervor“, womit der heilige Geist Lewana, Malchut, gemeint ist, von dem geschrieben steht: „Helligkeit am Feuer.“ Deshalb steht über ihn geschrieben, dass, weil er unter den Tieren wandelt, deren Aussehen wie brennende Feuerkohlen ist, so wie er als Noga [Helligkeit] gilt, von der sich Feuer und Blitze ausdehnen.

67) Wenn der Geist im Geist integriert ist – der Geist Lewana im Geist Saphir – geht das Licht eines Tieres von ihnen aus und legt sich über die vier Räder. Der Geist Saphir ist Ibur-Yenika-Mochin von Panim, der verdeckte Chassadim der höheren AwI empfängt, so wie es geschrieben steht: „Esst, Freunde.“ Der Geist Lewana ist Ibur-Yenika-Mochin von Achoraim, der Mochin des Leuchtens von Chochma aus ISHSuT empfängt, so wie es geschrieben steht: „Trinkt und seid trunken, ihr Liebenden.“

In den beiden Geistern werden zwei Arten von Siwug durchgeführt, um Nachkommen aus diesen beiden Formen von Mochin hervorzubringen:

  1. Der erste Siwug, bevor die beiden Geister ineinander integriert werden und beide glitzern. Zu diesem Zeitpunkt kann der Geist Lewana Nachkommen gebären, da sie von ihm ausgehen, aus den Mochin des Leuchtens von Chochma, das von ISHSuT empfangen wurde, so wie es geschrieben steht: „Trinkt und seid trunken, ihr Liebenden.“ Sie werden Räder genannt, weil diese Räder aus dem Glitzern dieser beiden Geister erschaffen wurden.
  2. Der zweite Siwug ist, sobald die beiden Geister ineinander integriert waren und zu einem Geist und einem Licht wurden, so wie es geschrieben steht: „Es durfte nicht erkannt werden, dass sie sie gegessen hatten.“ Der Geist Lewana ist mit seinen Lichtern vollkommen mit dem Geist Saphir und seinen Lichtern verschmolzen. Aus dem Siwug sind Nachkommen hervorgegangen, die aus dem Mochin des Geistes Saphir stammen. Diese werden Chassadim genannt, so wie es geschrieben steht: „Esst, ihr Liebenden“, denn der Geist Lewana und seine Lichter wurden aufgehoben und in Saphir und seine Lichter eingeschlossen. Diese Nachkommen werden „Tiere“ genannt.

Wenn der Geist Lewana in den Geist Saphir integriert wird, geht das Licht eines Tieres so aus ihnen aus, dass die Tiere in erster Linie dem Geist Saphir zugeschrieben werden, in dem Mochin von Panim sind, so wie es geschrieben steht: „Esst, Freunde.“ Die Räder werden dem Geist Lewana zugeschrieben, und in ihnen stecken Mochin von Achoraim, so wie es geschrieben steht: „Esst und seid trunken, ihr Liebenden.“

Es ist verboten, SA in den Mochin von Achoraim zu verzögern, so dass den Urteilen kein Halt gegeben wird. Vielmehr müssen Mochin von Achoraim sofort in die Mochin von Panim eingeschlossen werden. Auch die Räder, die Mochin von Achoraim, müssen in die Tiere, die Mochin von Panim, eingeschlossen werden. Deshalb wurde gesagt, dass das Licht eines Tieres, das über den vier Rädern liegt, von ihnen ausgeht, da sie in das Tier eingeschlossen wurden und mit ihm eins wurden.

Es steht über die Räder geschrieben: „Ihr Aussehen war wie brennende Kohlen“, denn weil sie Mochin von Achoraim sind, ist ihr Aussehen wie Feuerkohlen. Und der Geist Lewana, der heilige Geist, wandelt unter den Tieren. Lewana ist der Platz, aus dem sie entstehen und der für sie leuchtet. Da die Räder einzig und allein dem Geist Lewana zugeschrieben werden, in dem es Mochin von Achoraim gibt, ist ihr Aussehen wie Feuer und Blitz. Sie müssen mit den Tieren vermischt werden, um die Kraft der Dinim in ihnen aufheben zu können.

Die Dinim dieser Räder sind gleichbedeutend mit den Dinim der Tiere, weil sie sich mit den Tieren vermischen, und sie werden eins mit ihnen, bis man nicht mehr weiß, dass sie sie gefressen haben, so wie die Erzeuger ineinander eingeschlossen sind. So steht es geschrieben: „Wenn diese gingen, gingen jene, und wenn diese standen, standen jene; und wenn diese von der Erde erhoben wurden, wurden die Räder erhoben.“ Es ist so, weil der Geist des Tieres in den Rädern ist, denn der Geist und das Licht in den Rädern wurden vor dem Geist des Tieres über ihnen eingeschlossen und annulliert, und sie haben nur einen Geist und ein Licht, nur den Geist des Tieres.

Die Gestalt des Tieres ist so wie ein Löwe, die Gestalt von Chessed. Da es vom Geist Saphir, dem weißen Licht, ausgedehnt wird, und weiß ist Chessed, deshalb ist seine Form wie ein Löwe. Das Tier regiert dreizehn Millionen andere Räder; die Flügel des Tieres sind so wie die Flügel eines Adlers, und es regiert diese dreizehn Millionen Räder.

Der Grund für die Zahl dreizehn Millionen ist, dass jedes der vier Räder in vier Rädern fährt, und jedes Rad hat drei Fundamente, also 12 Fundamente in vier Rädern. Der Geist des Saphirs regiert sie alle, weil sie aus ihm entstehen und er sie alle – Räder und Fundamente – erhält und sie von ihm genährt werden. Deshalb fügt er sie zusammen, um dreizehn zu machen.

Es wurde gesagt, dass das Tier dreizehn Millionen Räder regiert, weil die 12 Fundamente in den vier Rädern in jedem Rad zusammen mit dem Geist des Saphirs, der sie verbindet, dreizehn ergeben. Sie sind dreizehn Millionen, weil die Zahl dreizehn das Leuchten von Chochma ist, das sich von ISHSuT von Azilut ausdehnt, was Bina ist, die von AA empfängt. Da sie von Bina stammen, deren Zahl die Hunderter sind, sind sie also dreizehnhundert. Und da sie von AA stammen, dessen Ziffern zehntausend sind, sind sie dreizehnhundert mal zehntausend [dreizehn Millionen].

Erläuterung: Konstant hat das Tier nur vier Räder CHuB TuM. Wenn es jedoch das Leuchten von Chessed von oben empfängt, dessen Wurzel die dreizehn Eigenschaften der Gnade von AA sind, erweitert sich jedes der vier Räder zu einem vollständigen Parzuf, wobei die vier Phasen CHuB TuM von Chase und darüber „vier Räder“ und die drei Phasen CHuB und Tiferet von Chase und darunter „drei Fundamente“ genannt werden. Aus Chase und darüber fehlt die letzte Phase, daher gibt es hier nicht vier Fundamente, sondern nur drei Fundamente.

Diese drei Fundamente steigen jedoch auf und werden in jedes Rad aus dem Chase und darüber eingeschlossen, um von ihnen die letzte Phase Malchut zu empfangen. Aus diesem Grund heißt es, dass in jedem Rad drei Fundamente sind, die zusammen zwölf Fundamente für jedes Rad sind. Und mit dem Geist Saphir, der für sie leuchtet, sind sie dreizehn. Es macht die präzisierung der Zahl dreizehn nur in den Fundamenten aus, denn das Leuchten von Chochma kann sich einzig und allein von Chase abwärts, wo die Fundamente liegen, offenbaren. Deshalb steht die Zahl dreizehn, die das Leuchten von Chochma andeutet, einzig und allein über den Fundamenten.

68) Diese vier Räder haben jeweils vier Angesichter, und alle diese vier Angesichter blicken auf die vier Seiten des Tieres, das über ihnen steht. Histaklut (Beobachtung, Betrachtung) ist das Empfangen der Fülle. Die vier Angesichter – das Gesicht eines Löwen, das Gesicht eines Ochsen, das Gesicht eines Adlers und das Gesicht eines Mannes [Menschen] – sind die vier Phasen ChuB TuM. Ebenso sind die vier Seiten des Tieres die vier Phasen CHuB TuM in ihm. Aus diesem Grund sieht jedes der Angesichter im Rad und empfängt seine Fülle von seiner entsprechenden Phase in den vier Seiten des Tieres.

Wenn diese vier Räder unter dem Tier fahren, treten sie nacheinander ein und halten sich gegenseitig fest. Sie vermischen sich ineinander und empfangen Hilfe voneinander, so wie es geschrieben steht: „Die Schleifen sollen einander gegenüberstehen“, so vermischen sie sich ineinander und durchdringen sich gegenseitig.

Wenn diese Räder fahren, erklingt der Klang der Melodien in all den Heeren unterhalb, egal welcher Art, was bedeutet, dass ihre angenehme Fülle alle Heere unterhalb erreicht.

69) Unterhalb dieser Halle zerstreuen sich die Kräfte aus der Halle heraus, um den verschiedenen Seiten in den unteren Firmamenten zu geben. Einige von ihnen ändern ihre Art der Lenkung gegenüber den unteren, bis sie den Planeten Shabtai [Saturn] erreichen, der im zweiten Firmament in der Welt Assija steht.

Dort stehen sieben Planeten, die Shabtai [Saturn], Zedek (Gerechtigkeit) [Jupiter], Maadim [Mars], Noga [Venus] und der Planet Lewana [Mond] heißen. Von ihnen gehen alle Veränderungen und Transformationen in der Welt aus. Der erste Planet, Shabtai, empfängt seine Fülle aus der untersten Halle in den sieben Hallen von Brija, und die übrigen Planeten aus den übrigen Hallen.

Es scheint so, als wäre die Reihenfolge umgekehrt, denn Shabtai, der höchste der sieben Planeten, hätte von der höheren Halle in den sieben Hallen empfangen müssen, nicht von der unteren Halle, während Lewana, der niedrigste der sieben Planeten, von der unteren Halle hätte empfangen müssen und nicht von der siebten Halle. Es ist ein umgekehrtes Verhältnis zwischen den Lichtern und den Gefäßen, denn in den Gefäßen wachsen die höheren zuerst, während es bei den Lichtern umgekehrt ist, wo die unteren zuerst eintreten.

Deshalb kleidet sich das Licht, wenn die unterste Halle Jessod leuchtet, in das höhere Gefäß des Planeten Shabtai. Wenn dann auch die zweite Halle Hod leuchtet, erreicht das Licht auch den Planeten Zedek [Jupiter]. Wenn dann die Halle Nezach leuchtet, erreicht das Licht den Planeten Maadim [Mars]. Wenn schließlich die siebte Halle leuchtet, erreicht das Licht den untersten der Planeten, den Mond.

Alle unteren Welten schauen zu dieser Halle, um ihre Fülle zu empfangen, da die unterste Phase die gesamte Wirklichkeit darunter beeinflusst. Alle, die sich in dieser Halle aufhalten, werden von dort aus genährt, und alle schauen, um vom Geist des Saphirs Fülle und Kraft zu empfangen. Dies ist die Halle, die „Saphirfliese“ genannt wird, weil sich in ihr zwei Geister befinden, von denen der eine Saphir und der andere Livnat [Fliese] heißt.

70) Das Licht des Geistes des Saphirs, der den Geist der Fliese in sich trägt, steigt und fällt, hört aber nie auf. Es ist so wie das Licht der Sonne im Wasser. Wenn der Geist des Saphirs den Geist der Fliese, seine Nukwa, in sich trägt, befindet er sich in einem nie endenden Siwug, und das absteigende Or Yashar und das aufsteigende Or Yashar leuchten in ihnen als ein Licht. Ihr Licht steigt und fällt, Or Yashar und Or Choser, und ihr Licht hört nie auf. Das Or Yashar und das Or Choser sind miteinander verbunden wie das Licht der Sonne, das das Wasser erleuchtet und erwärmt, so dass die Wärme der Sonne mit allen Teilen des Wassers vermischt und verbunden ist.

Es gibt niemanden, der den Geist erlangt, außer dem Verlangen eines gerechten Menschen durch die Kraft des Gebets, das in diese Halle eintrat. Das Gebet erhebt sich, um unter der Inspiration dieses Geistes Verbindungen herzustellen und Vereinigungen in Vollkommenheit zu schaffen. Zu diesem Zeitpunkt hüllt sich der Geist in Licht, erfreut sich an dem Gebet und steigt mit ihm in die zweite Halle auf, um sich mit seinen Verbindungen zu vereinen, so dass der Geist der hier ist hier, in dem der Geist der Fliese eingeschlossen ist, sich dort in der zweiten Halle mit dem Geist von oben in ihr vereint eingeschlossen ist.

Der Geist hier, in dem der zweite Geist eingeschlossen ist, stieg in die zweite Halle auf. Sowohl das Tier als auch die Ofanim (Räder), und die Galgalim (Räder, Kreise), die hier sind, sind in seinem Aufstieg eingeschlossen. Sie haften an ihm, so wie das Feuer am Wasser und das Wasser am Feuer haftet. Und so wie die vier Geister aneinander haften, der Süden an den Norden und der Norden an den Süden, so haften und verbinden sie sich alle miteinander – die Tiere, die Ofanim und die Galgalim und die beiden Geister mit dem Geist in der zweiten Halle.

71) Der Geist erhebt sich hier, um sich mit dem Geist in der zweiten Halle zu verbinden. Und das Tier, das in den Geist eingeschlossen ist, blickt zur zweiten Halle auf, um ihre Fülle zu empfangen. Sie schauen sich gegenseitig an, denn die zweite Halle und alles, was in ihr ist, schaut zu all den Phasen in der unteren Halle, die zu ihr aufgestiegen sind, um von ihnen ihre Vollkommenheit zu empfangen.

72) In der Mitte der Halle, die sich hier befindet, steht eine Säule, deren Gestalt sich bis zur Mitte der anderen Halle über ihr erhebt. Die Säule durchdringt die Dächer aller sieben Hallen und steht in ihnen von unten aufsteigend. Durch sie haften die Hallen aneinander. So erheben wir uns aus all diesen Hallen, damit sich die Hallen vereinen und alle zu einem Geist werden, so wie es geschrieben steht: „und ein Geist für alle.“

Sieben Hallen von AwI von Brija

Zweite Halle, Hod

73) Über die zweite Halle steht geschrieben: „Und wie das Wesen des Himmels in Richtung Reinheit.““ Hier ist der Geist, genannt Sohar [Glanz/Schein], und er besteht immer aus der Farbe Weiß. Das heißt, er befindet sich immer im Or Chassadim, das „weiß“ genannt wird und sich mit keiner anderen Farbe als Weiß vermischt. Es wird Ezem (עֶצֶם Wesen) genannt und verändert sich nie.

Es gibt vier Farben in diesem Geist – weiß, rot, grün und schwarz, die vier Phasen CHuB TuM, die in WaK als CHuG TuM bezeichnet werden. Alle Farben sind jedoch verhüllt und leuchten nicht, außer dem Weiß darin. Die restlichen Farben sind darin eingeschlossen und vermischen sich mit der weißen Farbe darin. Er steht immer in Weiß, weil einzig und allein die weiße Farbe sichtbar ist.

Manchmal leuchten aber auch alle vier Farben in ihm, und zwar einzig und allein durch „Rollen“ (Gilgul), wenn er nicht anhält und auf einer der vier Phasen in ihm steht, sondern eher wie ein rundes Ding ist, das rollt und nicht anhält, bis es zu dem Weiß in ihm kommt, wo es stehen bleibt.

Er vermischt sich mit keiner anderen Farbe außer dem Weiß, selbst während des Rollens, wenn der Geist rollt und über alle seine vier Farben kommt, vermischen sich seine Farben mit keiner Farbe und kommen dort zum Stehen, sondern einzig und allein im Weiß in ihm. Dieser Geist wird „Ezem“ genannt, und er verändert sich nie, denn selbst wenn er in allen seinen vier Phasen durch das Rollen leuchtet, so leuchtet er nur für die unteren.

Dieser Geist ist nicht so offenbar, dass er funkelt wie andere. Es ist schwer, ihn zu offenbaren, weil alle seine Farben gemischt und in der weißen Farbe in ihm eingeschlossen sind. Und so wie die Kraft des Sehens im Verborgenen liegt, das Schwarze im Auge, so strahlt und glitzert er, wenn er rollt. Das heißt, dort wo das Auge sehen will, rollt es alle vier Farben in ihm zu diesem Platz. Es ist unmöglich anders zu sehen.

So ist die Art dieses Geistes – er strahlt und leuchtet nicht, wenn er nicht rollt, wenn sich das Leuchten seiner vier Phasen offenbart. Er zögert das Leuchten keiner seiner Phasen hinaus, oder steht über ihnen, sondern rollt über sie hinweg, und sie glitzern, bis er zu dem weißen Licht in ihm kommt, wo er steht und verharrt.

In der Zwischenzeit sind alle seine vier Phasen erschienen, denn wenn der erste Geist, die Saphirfliese, sich zu dem Geist erhebt, der hier ist, um sein Leuchten zu empfangen, rollt er ihn und offenbart sein Leuchten durch das Rollen. Zu diesem Zeitpunkt empfängt er von ihm, von allen seinen vier Phasen, aber er verbindet sich mit ihm in der Verbindung des Weißen im Auge.

Das heißt, sobald er von allen seinen vier Phasen empfängt, bleibt er einzig und allein mit dem Weiß in ihm verbunden, das eine feinere Farbe hat als er selbst, und das sich auf diesem Geist befindet. Mit anderen Worten, es ist in dem Leuchten des Geistes in der dritten Halle, Nezach, das in der weißen Farbe in diesem Geist der zweiten Halle leuchtet, die eine so feine Farbe ist, dass keine Farbe in ihr zu sehen ist.

74) Dieser Geist rollt durch die Kraft des unteren Geistes, der Saphirfliese, die zu ihm aufsteigt, da das untere Licht das Rollen des Lichts dieses Geistes dreht, und dann glänzt er. Dieser Geist kann nicht leuchten, bevor der untere Geist ihn ergreift und sich mit ihm verbindet, und zu diesem Zeitpunkt leuchtet er und greift an das Licht des Geistes unter ihm, das er enthält.

Mit anderen Worten: Sein gesamtes Leuchten richtet sich an den unteren Geist und überhaupt nicht an ihn selbst. In Bezug auf sich selbst ist es vollkommen unveränderlich, weil es im weißen Licht bleibt, aber in seinem Rollen offenbarte es sich einzig und allein für den unteren.

75) Wenn dieses Licht rollt, bewegt sich ein anderes Licht nach links, rollt mit ihm und dreht sich mit ihm. Dieser Geist besteht aus männlich und weiblich, wie der Geist der Saphirfliese. Daher gibt es in ihm zwei Lichter, das männliche Licht zur Rechten und das weibliche Licht zur Linken.

Es steht geschrieben: „Die Kurven deiner Schenkel“. Nezach-Hod werden „Schenkel“ genannt. Und weil diese Lichter schwer zu offenbaren sind und sie immer verborgen sind, außer wenn der untere Geist, der sie rollt, aufsteigt, nennt er sie „die Kurven deiner Schenkel“, die kurvig und verhüllt sind. Glücklich ist der Mann, der weiß, wie man die Lichter offenbart, der weiß, wie man hier den Geist in der unteren Halle anhebt, der hier die Lichter rollt und offenbart.

76) Ein anderer Geist ist darin eingeschlossen. Er dreht sich um ihn und glänzt in der Erscheinung von Azur und Weiß. So wie es in der ersten Halle zwei Geister gibt, einen männlichen und einen weiblichen, von denen der männliche Saphir und der weibliche Lewana genannt wird, so gibt es auch in dieser zweiten Halle zwei Geister – einen männlichen und einen weiblichen. Der Männliche heißt Sohar [Strahlen] und wird Ezem [Wesen] genannt, und der Weibliche ist der Geist, der hier Himmel genannt wird. Das Weiß im Geist des Himmels verbindet sich mit dem weißen Licht des Geistes, der Ezem  genannt wird, und das Azur im Geist des Himmels verbindet sich mit der roten Farbe im Licht des Geistes unter ihm, Lewana, der in der ersten Halle auf der linken Seite steht.

Azurblau steht für hartes Urteil, denn es verdeutlicht, dass es alles verzehrt. Rot ist ein mildes Urteil, da Gwurot, Bina, „rot“ genannt wird. Und da die zweite Halle, Hod, die Linke Linie ist, sind die Gwurot in ihr azurblau, aber er wird versüßt durch die Gwurot des Geistes in der Halle, Jessod, zu der er aufgestiegen ist. Und weil er die Mittlere Linie ist, sind seine Gwurot rot.

Diese beiden Geister sind ineinander eingeschlossen und wurden eins. Beide zusammen werden Wesen des Himmels genannt, und die gesamte Wirklichkeit unterhalb dieser Halle in BYA, zusammen mit der gesamten Wirklichkeit in der unteren Halle Jessod, sind alle hier in diese Halle Hod integriert. Und weil sie alle in diese Halle integriert sind, wird die Halle Wesen des Himmels genannt, was auf das Wesen des Himmels hinweist, das die gesamte Wirklichkeit einschließt.

77) Diese Serafim wurden durch die Integration dieser Lichter, durch ihren Siwug, erschaffen. Jeder von ihnen hat sechs Flügel, so wie es geschrieben steht: „Die Serafim stehen über ihm, jeder mit sechs Flügeln.“ Sie haben alle sechs Flügel, weil sie alle aus der Halle vom Wesen des Himmels stammen, denn diese Halle gilt als GaR in Bezug auf die untere Halle, die CHaBaD CHaGaT bis zum Chase sind, denn CHaGaT sind GaR des Guf.

Deshalb haben die Serafim sechs Flügel, die den sechs Sefirot CHaBaD CHaGaT entsprechen. Aber die untere Halle gilt als bloße NeHJM in Bezug auf die Halle vom Wesen des Himmels. Daher hat das Tier, das sich dort befindet, nur vier Flügel, die den vier Sefirot NeHJM gegenüberstehen.

Diese Serafim verbrennen all jene, die keine Ehrfurcht vor der Ehre des Herrn haben, d. h. die sich mit GaR befassen. Das ist so, weil alle, die Keter benutzen, vergehen und aus der Welt gehen, weil die Serafim sie verbrennen.

Wer die sechs Ordnungen der Mishna liest und wiederholt, ist einer, der die Vereinigung seines Herrn richtig zu ordnen und zu verbinden weiß. Das sind diejenigen, die den heiligen Namen ihres Herrn jeden Tag und immer heiligen. Wer die sechs Ordnungen der Mishna in ihrer inneren Bedeutung zu wiederholen weiß, ist einer, der die Verbindungen der Vereinigung in dieser Halle zu knüpfen weiß und das Leuchten von GaR so ausdehnen kann, dass er von den Serafim dort nicht verbrannt wird. Er kann seinen großen Namen für immer und ewig heiligen.

78) Wenn die Lichter rollen, geht von ihnen ein Licht eines Tieres aus, das über vier Tieren steht und liegt. Sie regieren die ersten, die Serafim, weil sie sie in sich enthalten. Das heißt, weil sie sich vom Licht des Rollens ausdehnen, sind sie sehr korrigiert und regieren die Serafim. Sie versüßen die Kraft des Din und des Feuers in ihnen.

Wenn diese Tiere fahren, durch die Offenbarung des Licht des Rollens über ihnen, ergeben sich die unteren Serafim und können keinen Schaden zufügen. Dies sind die Schlangen, die aus der feurigen Schlange, die allen Menschen auf der Welt den Tod brachte, der Urschlange, hervorgegangen und geboren sind.

79) Diese Tiere sind das Angesicht eines Adlers. Sie blicken auf das Tier über ihnen, um ihre Fülle zu empfangen. Das Tier ist der höhere Adler, so wie es geschrieben steht, „der Weg des Adlers im Himmel“, was das Tier andeutet, das sich in der Halle des Wesens des Himmels befindet, das ein Adler ist.

Es steht geschrieben, „der Weg des Adlers im Himmel“, und nicht, „im Wesen des Himmels“, denn der Geist des Himmels regiert während des Rollens der Lichter alles. Hätte der Geist von Ezem während des Rollens der Lichter regiert, wäre das Angesicht des Tieres das Gesicht eines Löwen gewesen, wie das Tier in der ersten Halle, denn der Geist von Ezem steht immer in der weißen Farbe, dem Or Chassadim, dem Gesicht eines Löwen.

Da aber der Geist des Himmels alles regiert und dieser Geist zwei Farben enthält, weiß und azur, Chessed und Gwura, ist das aus dem Licht des Rollens geborene Tier das Angesicht eines Adlers, eine Mischung aus Chessed und Gwura. Denn das Gesicht eines Löwen ist Chessed, das Gesicht eines Ochsen ist Gwura, und das Gesicht eines Adlers ist eine Mischung aus Chessed und Gwura. Dieses Tier, der Himmel, der über allen vier Tieren liegt, blickt auf, und alle vier Tiere schauen und empfangen ihre Fülle von diesem Tier.

80) Wenn sie alle fahren, wenn das Licht des Rollens in ihnen glänzt, werden mehrere Heerscharen erschüttert. Einige von ihnen leuchten durch sie, und einige von ihnen brechen aus ihrer Position. Das Leuchten der Tiere verbrennt sie im Feuer, dann werden sie wie zuvor erneuert.

Zwei Leuchten dehnen sich während des Fahrens der Tiere auf die aus, die unter ihnen sind: 1) auf alle Heere, die es wert sind, von ihnen zu empfangen; 2) auf die Heere, die es nicht wert sind, von ihnen zu empfangen. Sie brennen durch sie, und das sind die Engel; sie sind die ersten im ersten Bereich, die zu singen und zu verbrennen beginnen, während sie das brennende Feuer durchqueren, und am Morgen werden sie so erneuert wie zuvor.

Alle Heere unten kommen unter dieses Tier und verstecken sich unter seinen Flügeln, um oben in ihm eingeschlossen zu werden.

81) Diese vier Tiere erheben sich mit dem Geist “Wesen des Himmels”, der im Inneren des höheren Tieres über ihnen leuchtet. Jedes der vier Tiere hat vier Räder. Ein Rad blickt in Richtung Osten. Es wird von drei Fundamenten getragen, die auf das Tier in der Mitte der vier Räder blicken. Außerdem ist ein Rad nach Westen, ein Rad nach Süden und ein Rad nach Norden gerichtet.

Das ist so, weil, wenn die vier Tiere zum höheren Tier aufsteigen, sich jedes Tier zu einem ganzen Parzuf ausdehnt, von Chase an aufwärts hat es vier Antlitze – Löwe, Ochse, Adler, Mensch, CHuB TuM, zu den vier Richtungen der Welt: Osten, Westen, Süden und Norden, und sie werden „vier Räder“ genannt. Ab dem Chase und darunter hat sie nur noch drei Antlitze – Löwe, Ochse und Adler -, da das Gesicht eines Menschen dort fehlt.

Sie empfangen jedoch das Gesicht eines Menschen, indem sie in dem Siwug von oben in dem Konzept Ochse-Adler-Löwe-Mensch aufgenommen werden, und sie sind mit allen vier Antlitzen, die dort sind, vermischt, sogar mit dem Gesicht der Menschen. Dennoch heißt es, dass sie nur die höheren neun – Löwe, Ochse, Adler – eines jeden Gesichts empfangen, also Löwe, Ochse, Adler im Gesicht eines Löwen, – Löwe, Ochse, Adler – im Gesicht eines Ochsen, – Löwe, Ochse, Adler – im Gesicht eines Adlers und – Löwe, Ochse, Adler – im Gesicht eines Menschen.

So schließen sie einerseits alle vier Antlitze ein, denn sie haben Löwe, Ochse, Adler, die höheren neun sogar im Gesicht eines Menschen, aber andererseits mangelt es ihnen an jedem Platz an Malchut, und sie ist das Gesicht eines Menschen, denn sie haben nur die höheren neun davon. Deshalb heißt es, dass jedes der vier Räder und jedes der vier Angesichter – Löwe, Ochse, Adler und Mensch aus dem Chase und darüber – drei Grundlagen hat: Löwe, Ochse, Adler. Auf diese Weise erweitert sich jedes Tier auf vier Räder von oberhalb des Chase und auf zwölf Fundamente von unterhalb des Chase. Jedes Rad hat ein spezielles Angesicht von Löwe, Ochse, Adler, Mensch und einen speziellen Geist aus dem Osten, Westen, Süden und Norden.

Aber weil die Fundamente aus der Integration des Siwug durch den Aufstieg zu oberhalb des Chase kommen, empfangen sie von allen vier Antlitzen in den vier Rädern, die dort gleichzeitig sind. Deshalb blicken sie zur Mitte, zu dem Tier, das sie alle enthält, und nicht zu irgendeiner Seite der vier Räder.

Außerdem bewegen sich alle zwölf Fundamente durch die Kraft des kollektiven Tieres, das in der Mitte steht, und nicht zu irgendeiner Seite der Räder. Das mittlere Tier schließt und öffnet, d. h. es beherrscht alle, schließt die Lichter vom Leuchten ab und öffnet sie. Und wenn sich jedes Rad bewegt, ist seine Stimme durch alle Firmamente zu hören.

82) Alle diese vier Tiere sind ineinander eingeschlossen. Die Räder unterhalb der ersten Halle gehen in die Tiere oben ein, wo sie in der zweiten Halle ineinander eingeschlossen sind. Dieser Geist, der sich hier befindet und in die Geister unterhalb der ersten Halle eingeschlossen ist, wird flammend heiß und erhebt sich, um oben, in der dritten Halle, das Verlangen eines gerechten Menschen mit dem Gebet, das er betet, zu verbinden.

Das ist so, weil das Gebet, wenn es sich erhebt und in die zweite Halle eintritt, alle, die ganze Wirklichkeit in der ersten und zweiten Halle, mitnimmt. Sie sind ineinander eingeschlossen, bis alle in den Geist integriert sind, der hier ist, und der Geist, der in allen integriert ist, reist durch die Kraft des Verlangens in der Verbindung der Vereinigung des Gebets, die alles einschließt, bis alle die dritte Halle erreichen, und sie ineinander integriert sind wie die erste.

Mit anderen Worten, es ist wie bei den ersten Phasen der ersten Halle, die sich während ihres Aufstiegs zur zweiten Halle vermischten, als sie Feuer in Wasser und Wasser in Feuer, Wind in Staub und Staub in Wind, Osten in Westen und Westen in Osten integrierten. Genauso verbinden sich alle, die hier sind, miteinander, halten sich gegenseitig fest und integrieren sich ineinander.

Auch mehrere Heerscharen und Lager kommen von hier herunter und vermischen sich und leuchten in den unteren Engeln, bis sie mit ihrem Leuchten den Planeten namens Zedek [Jupiter] erreichen. Dort stehen mehrere Beauftragte über der Welt und empfangen dieses Leuchten und geben es an die Welt weiter.

83) Wenn dieser Geist in alle unter ihm befindlichen eingeschlossen ist und alle in ihm eingeschlossen sind, steigt er auf, ergreift sie und betritt die dritte Halle, bis er den Geist in der dritten Halle, in der Säule, die in der Mitte der Halle steht, ergreift. Dann ist alles so vollkommen, wie es sein sollte, denn diese drei Hallen, NeHJ, vom allgemeinen Chase und darunter, sind alle eine Vollkommenheit, die im Allgemeinen Ibur-Yenika-Mochin von Achoraim genannt wird. Sie alle werden zu einem Geist, der aus allen besteht und von allen ergänzt wird, so wie es geschrieben steht: „Und ein Geist für alle.“ Das ist die Bedeutung des Bestimmens, um an seinem Herrn zu haften, was in der vierten Halle erklärt wird.

Sieben Hallen von AwI von Brija

Dritte Halle, Nezach

84) Die dritte Halle besteht aus dem Geist, der Noga [Helligkeit] genannt wird. Dieser Geist ist reiner und klarer als alle Geister unter ihm. In ihm ist keine Farbe zu sehen, weder weiß, noch grün, noch schwarz, noch rot. Deshalb wird er “Reinheit” genannt, weil er reiner und klarer ist als alle anderen Geister unter ihm.

Und obwohl er reiner ist als alle anderen, ist sein Leuchten nicht zu sehen, bis die Unteren aus der zweiten Halle sich im Licht des Rollens wälzen, zum Geist greifen, der hier ist, und in ihn eintreten. Sobald die Unteren in ihn eintreten, zeigt er sein Licht, und es gibt keine einzige Farbe in ihm von all den Unteren, die in ihn eingetreten sind.

85) Wenn der Geist durch alle Unteren, die zu ihm aufgestiegen sind, vollendet ist, bringt er ein Licht hervor, das die Lichter aller drei Hallen in sich trägt, NeHJ. Die beiden unteren Lichter der beiden Hallen Hod und Jessod steigen auf, steigen ab und glitzern, aber das Höhere Licht der Halle Nezach steigt auf und steigt nicht ab.

In diesem glitzernden Licht sind zweiundzwanzig verschiedene Lichter zu sehen, die alle zu einem Licht werden. Und wenn die zweiundzwanzig Lichter eins werden, steigen sie auf und treten in das eine, Höhere Licht der Halle Nezach ein, und dieses Licht enthält sie.

86) Der Geist, der hier ist, leuchtet nicht, es sei denn, die unteren Lichter aus den beiden unteren Hallen steigen zu ihm auf, und das Verlangen der Gerechten, das im Gebet eingeschlossen ist, trägt sie alle. Dann entsteht dieses Licht und wird von dem Geist, der hier ist, geboren – ein einziges Licht, das drei Lichter enthält.

Dieses Licht leuchtet und bringt zwei glitzernde Lichter hervor, zwei aufsteigende und zwei absteigende Lichter. Die Lichter erscheinen so wie die Zahl zweiundzwanzig, die Buchstaben der Tora. Danach kehren sie zurück und werden als eins in das Licht eingeschlossen, das sie gezeugt hat.

87) All diese unteren Lichter sind in den zweiundzwanzig Lichtern eingeschlossen, und alle zusammen sind in dem Licht, das die zweiundzwanzig Lichter gezeugt hat. Dieses Licht ist in dem Geist eingeschlossen, der es gezeugt hat, und dieser Geist steht in der dritten Halle. Er wird sich einzig und allein in der vierten Halle, Tiferet, niederlassen, denn sein Verlangen ist es, in sie aufzusteigen.

88) Die Lichter, die von ihr ausgehend entstehen, also das Licht, das in der dritten Halle eingeschlossen ist, die beiden unteren Lichter, die auf- und absteigen, sowie die zweiundzwanzig Lichter, wenn sie glitzern, verbinden sich alle glitzernden Lichter zu einem. Das heißt, obwohl es viele verschiedene Phasen [Unterscheidungen] gibt, verbinden sie sich während des Glitzerns zu einem einzigen Leuchten.

Wenn die beiden unteren Lichter aus den Hallen Hod und Jessod aus dem einzigen Licht der Halle Nezach hervorgehen, indem sie in dem Siwug de Hakaa auf den Massach drücken, um zu glitzern – um das glitzernde Licht zu erheben, um das Or Yashar, das von oben hinabsteigt, zu bekleiden -, wird ein großes, heiliges Tier geboren, das aus ihnen hervorgeht. Das Bild des Tieres ist so wie das Bild aller anderen Tiere aus der ersten und zweiten Halle, aus denen die beiden Lichter, die das Tier gezeugt haben, stammen – das Gesicht eines Löwen in der ersten Halle und das Gesicht eines Adlers in der zweiten Halle. Sie sind miteinander vermischt und bilden eine einzige Form.

Das heißt, die beiden Formen von Löwe und Adler haben sich in dem Tier zu einer einzigen Form verbunden. Und der Grund, warum keine Form der Halle Nezach in dem Tier zu sehen ist, ist, dass keine Farbe in dem Geist zu sehen ist, der hier ist. Deshalb wird keine Form von ihm ausgedehnt, zumal das Licht von Nezach sich nicht mit zwei Lichtern ausdehnt, um unten zu leuchten.

89) Unterhalb dieses Tieres befinden sich vier höhere Räder, die wie ein Topas aussehen, in den alle vier Farben eingraviert sind: weiß, rot, grün und schwarz.

Diese vier Räder stammen von unterhalb des Chase des Tieres. Deshalb wurde gesagt: „Unter diesem Tier“, denn überall dort, wo „unter“ gesagt wird, bedeutet es „unterhalb des Chase von dieser Stufe“.

Außerdem sind es vier, weil jedes Rad eine Erweiterung der vier Sefirot CHuB TuM des Tieres ist und aus allen vier besteht. Deshalb besteht auch jedes von ihnen aus den vier Farben CHuB TuM.

Sechs Milliarden (Sechshunderttausend zehntausend) Lichter sind alle in ihnen, um von den vier Rädern in der Halle Jessod zu unterscheiden, die 130 Millionen (dreizehnhundert zehntausend) hat, was das Leuchten von Chochma andeutet, das von den dreizehn Eigenschaften von AA empfangen wird, deren Halle sich in den Rädern von Chase und darunter befindet.

Doch obwohl die Räder hier aus unterhalb des Chase sind, leuchten sie nicht in den 130 Millionen (dreizehnhundert zehntausend) im Leuchten von Chochma, sondern einzig und allein in den Sechs Milliarden (sechshunderttausend zehntausend). Das deutet auf das Leuchten der höheren AwI mit den bedeckten Chassadim hin, die in sechs Sefirot CHaBaD CHaGaT aus dem Chase und darüber in dem Tier über ihnen leuchten.

Sie sind sechshundert, da die Ziffern von Bina die Hunderter sind, weil diese Hallen alle Bina sind. Sie sind auch sechshunderttausend, weil sie von AwI empfangen werden, dessen Ziffern eintausend sind. Und sie sind sechs Milliarden (sechshunderttausend zehntausend), weil in ihnen das Leuchten von Hochma Stimaa von AA ist, dessen Ziffern zehntausend sind.

Sie leuchten nicht in der Zahl dreizehn, weil die ganze Halle Nezach als GaR gilt, und auch die Räder werden als oberhalb des Chase angesehen. Doch durch das Licht des Rollens aus den unteren Hallen erweitern sich dann auch die Räder auf die Zahl dreizehn.

Jedes Rad hat zwölf Fundamente und eines, das sie enthält. Doch dies geschieht einzig und allein durch das Leuchten des Rollens. Allerdings leuchten sie nicht dauerhaft, außer in der Zahl sechs Milliarden.

Diese vier Räder haben alle acht Flügel. Und all diese Phasen in den Rädern, all diese Heerscharen, entstehen aus dem Licht des Tieres, das sie beherrscht, während das Licht des Tieres glitzert, wenn das Leuchten des Rollens in ihnen leuchtet.

90) Diese vier Räder unter dem Tier stehen für die vier Richtungen der Welt – Osten, Westen, Norden und Süden. In jedem gibt es vier Antlitze: Zwei Antlitze blicken auf das Tier auf ihnen, und zwei Antlitze werden von ihren Flügeln verdeckt, weil die Lichter auf ihnen glitzern, in die sie nicht blicken können.

Die drei Hallen NeHJ erleuchten die Ibur-Yenika-Mochin von Achoraim. Die Halle Jessod beleuchtet Ibur-Yenika, WaK ohne Mochin von GaR, und die beiden Hallen Nezach-Hod beleuchten die Mochin von GaR. Hod erleuchtet WaK von GaR; und Nezach erleuchtet GaR von GaR.

GaR von GaR leuchtet überhaupt nicht, sondern einzig und allein WaK von GaR. Und doch ist es unmöglich, dass WaK von GaR ohne GaR von GaR entsteht, also ist der Platz, an dem Mochin hervorgebracht werden, einzig und allein in der Halle Nezach. Deshalb entstehen GaR und WaK von GaR zusammen, in Vollkommenheit, in der Halle Nezach, aber nur WaK von GaR werden angenommen und kommen in die Halle Hod, während die GaR von GaR verschwinden.

Diese vier Räder unter dem Tier schauen in zwei Antlitze auf das Tier über ihnen, denn die Antlitze sind GaR und enthalten CHuB TuM, die vier Antlitze genannt werden, wobei CHuB GaR von GaR und TuM WaK von GaR sind. Und die beiden Angesichter sehen und empfangen von dem Tier über ihnen, d. h. TuM in ihnen, was die empfangenen WaK von GaR sind.

Zwei Angesichter sind von ihren Flügeln bedeckt, was bedeutet, dass CHuB in ihnen die nicht angenommenen GaR von GaR sind. Das liegt an den Lichtern, die auf ihnen glitzern, den Lichtern von GaR von GaR, auf die sie nicht schauen und nicht empfangen können. Das ist der Grund, warum sie die beiden Angesichter CHuB in ihnen mit ihren Flügeln bedecken, damit sie von dort nichts empfangen.

Deshalb wurde gesagt, dass diese vier Räder alle acht Flügel haben. Das ist so, weil die Serafim in der Halle Hod sechs Flügel haben – zwei, um ihr Angesicht zu bedecken, zwei, um ihre Beine zu bedecken, und zwei, um damit zu fliegen. Sie haben nicht vier Flügel in ihren Gesichtern, sondern nur zwei, denn weil sie Hod sind, müssen sie alle vier Angesichter bedecken, und sie haben nicht zwei Angesichter, die offenbart werden, wie die Räder in der Halle Nezach.

Aber die Räder hier, die am Platz des Entstehens der Mochin stehen und WaK von GaR empfangen müssen, damit sie den Serafim in der Halle Hod geben können, haben notwendigerweise zwei offenbarte Angesichter TuM. Deshalb haben sie acht Flügel – zwei zusätzliche Flügel, die während des Glitzerns geöffnet sind, um WaK von GaR für die Halle Hod zu empfangen. Aber wenn sie nicht glitzern, sind sie bedeckt.

91) Jedes Mal, wenn sich diese Räder fahren, mit vier Rädern und zwölf Fundamenten in jedem Rad, wie die ersten in der Halle Jessod, wenn das Licht des Rollens in ihnen leuchtet, werden mehrere Heerscharen und Lager aus ihrem Schweiß gemacht. Sie alle loben und singen und hören nie auf zu singen. Diese Heere sind unermesslich.

Denn der Gesang und die Hymne sind Erweiterungen der Mochin, und entsprechend dem Maß des Leuchtens der Mochin ist auch das Maß der Lieder und Lobpreisungen, die sie singen.

Es ist bekannt, dass sich die Mochin in drei Linien ausdehnen, wobei die Rechte Linie Wasser und Chassadim ist, die Linke Linie Chochma ohne Chassadim, das die unteren nicht empfangen können und für die es brennendes Feuer ist. Diese beiden Linien streiten miteinander, bis eine dritte Linie ausgedehnt wird, die beide aufrechterhält und sie ineinander kleidet.

Das ist der Schweiß, den die Tiere schwitzen, wenn das Licht des Rollens sie erreicht und sie auf den vier Rädern und zwölf Fundamenten fahren. Zu diesem Zeitpunkt müssen sie sehr vorsichtig sein, um die Mochin in der mittleren Linie zu empfangen. Wenn sie sich nach links neigen, dann wird wegen der Neigung das brennende Feuer sofort von dort aus auf sie ausgedehnt.

Und weil sie sich nicht so sehr einschränken können, neigen sie sich zu sehr nach links und breiten so einen Funken des brennenden Feuers aus. Dann neigen sie sich schnell und kraftvoll nach rechts, um von dort aus in die Mittlere Linie zu kommen und das Licht der Chassadim durch diese Neigung auszudehnen.

Sie neigen sich immer auf diese Weise, einmal nach rechts und einmal nach links, weil es für sie schwierig ist, sich auf die Mittlere Linie zu beschränken, so wie es sein sollte. Das Neigen nach links ist der Schweiß der Tiere, aus dem sich der Fluss Dinur [Fluss des Feuers] sammelt und ausdehnt.

Aus dem Neigen nach rechts wurden all die Heerscharen und Lager der Engel erschaffen, die alle loben und singen und nie aufhören zu singen. Weil sie sich von den Neigungen zur Rechten ausdehnen, die Chessed ist, gibt es keine Kraft, die ihren Gesang aufhalten kann. Diese Heerscharen sind unermesslich, denn die Mochin der Chassadim gelten als unendlich groß.

92) In der Halle gibt es vier Öffnungen zu den vier Richtungen der Welt. An jeder Öffnung gibt es zehn Beauftragte, und wenn alle, die sich in den unteren Hallen Jessod und Hod befinden – ebenso wie die Hallen selbst – durch die Kraft des Verlangens im reinen Gebet in die Halle hier aufsteigen, öffnen die Beauftragten für sie die Öffnungen in dieser Halle.

Schließlich werden sie ineinander eingeschlossen und integriert, und alle gehen ineinander über, Beauftragte in Beauftragte, Lager in Lager, Räder in Tiere und Tiere in Räder. In diesen Rädern vermischen sich Lichter mit Lichtern, sichtbare Angesichter mit unsichtbaren Angesichtern und der Geist mit dem Geist, bis sie alle in den Geist in dieser Halle eintreten.

93) Es gibt einen Platz in dieser Halle, dessen Schein wie glitzerndes Gold ist. Dies ist der Platz, an dem sich die versüßten Gwurot versammeln, die „Gold“ genannt werden. Das Leuchten seines Or Choser wird „Funke“ genannt. Mehrere Heerscharen und Lager von Engeln sind dort verborgen. Sie steigen nicht auf und krönen nicht von oben. Das heißt, sie steigen nicht in die höheren Hallen auf, um GaR, „Kronen“ genannt, zu empfangen, und sie bleiben immer an ihrem Platz in dieser Halle.

Wenn jedoch alle Stufen Verbindungen knüpfen, wenn sie sich miteinander vermischen und vereinen, und die Halle Nezach sich bewegt, um mit GaR gekrönt zu werden, dann kommen alle Engel, die an diesem Platz verborgen sind, aus ihren Verstecken heraus, voll von Urteilen über Israels Verleumder. Dann kann Israel die reichliche Fülle von GaR empfangen, ohne Furcht vor dem Festhalten der Äußeren.

Sie werden „Beschützer“ genannt, weil sie Israel beschützen, und sie sind Abgesandte in der Welt, gegen die Ankläger in der vierten Halle, denn dort werden die Werke der Unteren gemessen – für Fehler oder für Verdienst. Und wenn Israel von dem dortigen Gericht für unschuldig erklärt wird, wird es diesen Abgesandten gegeben, sie zu schützen.

600 000 Zehntausende goldene Schilde hängen an den vier Seiten des Platzes. Auch unter ihnen sind Reihen, umringt mit goldenen Schilden, und sie sind sechzig. Zwei Arten von WaK leuchten in ihnen:

  1. WaK von ISHSuT, die mit AwI zu Rosh AA aufgestiegen sind, gegenüber denen sie 600 000 Zehntausende sind. Sechshundert sind WaK von ISHSuT, deren Ziffern Hunderter sind, die Tausender sind von AwI, deren Ziffern Tausender sind, und die Zehntausender sind von AA, dessen Ziffern Zehntausender sind.
  2. WaK von SA, die von ISHSuT empfangen. Sie sind sechzig, da die Sefirot von SA Zehner sind.

94) Alle diese Schilde führen Krieg, alle außerhalb der Halle, mit Schwertern und Speeren, gegen all die Abgesandten des Urteils in der Welt. Sie rotten sie aus, bis das Leuchten der Stufen die unteren Stufen erreicht und sie den Planeten Maadim [Mars] erreichen, von dem aus die Handlungen in diese Welt gelangen.

Zu diesem Zeitpunkt wird die Halle, die zur vierten Halle aufsteigt, mit einem Geist und mit all den Heerscharen gekrönt, die sich dort befinden. Und der Platz mit den Beschützern und den Schilden aus Gold bleibt an seinem Platz und steigt nicht mit der Halle auf. Dieser Platz wird „die Kammer der Läufer“ genannt, denn die Abgesandten in ihr laufen, um den Feinden Israels in alle Richtungen der Welt die Urteile und Strafen auszusprechen.

Diese Abgesandten sind an diesem Platz verborgen, so dass ihre Zeit der Arbeit zum Schutz Israels nicht einzig und allein in dem Moment ist, in dem die Halle zur höheren Halle aufsteigt, denn danach sind sie wieder verborgen. Aus diesem Grund laufen sie und beeilen sich bei ihrer Mission, damit sie es schaffen, alle Verleumder auszurotten, bevor die Halle aufsteigt. Deshalb wird dieser Platz die „Kammer der Läufer“ genannt.

95) All diese Lichter und Lager reisen mit dem Aufsteigen des Gebets. Sie knüpfen Verbindungen und vermischen sich so vollständig, bis der Geist der unteren Halle mit dem Geist dieser Halle verbunden ist und sie eins werden. Sie alle betreten die Säule in der Mitte der Halle und steigen an ihr empor, um in den Geist der vierten Halle über ihnen eingeschlossen zu werden. Glücklich ist derjenige, der das Geheimnis seines Herrn kennt und sein Banner dort erhebt, wo er soll.

96) Alle Stufen brauchen sich gegenseitig, um sich zu ergänzen und ineinander zu leuchten, bis sie alle zu dem Platz aufsteigen, der Vollkommenheit braucht. Zuerst steigen sie von unten auf, um den höheren Platz zu ergänzen, dann kommen sie von oben hinabsteigend, um die Unteren zu ergänzen. Schließlich wird die Vollkommenheit von allen Seiten hergestellt, und alle werden ordentlich vollendet.

97) Wer diese Geheimnisse kennt und die Vollkommenheit von oben und unten herstellt, haftet an seinem Herrn und hebt alle strengen Verordnungen auf. Er krönt seinen Herrn, indem er GaR auf SA ausgedehnt und den Segen auf die Welt ausgedehnt hat. Das ist der Mann, der „Gerechter“, „Säule der Welt“ genannt wird. Das heißt, die Welt steht und existiert wegen ihm. Sein Gebet wird nicht leer zurückgegeben; er wird in all seinen Gebeten erhört, sein Anteil ist im Jenseits und er wird zu den Gläubigen gezählt. Das heißt, er wird zu den Gläubigen gezählt, die in der Welt sind.

98) Alle Hallen, Tiere, Heere, Lichter und Geister brauchen einander, damit die Höheren vollendet werden können, indem MaN von unten erhoben wird. Danach werden die unteren vollendet, indem MaD von oben herabgelassen wird. Diese Hallen haften aneinander.

99) Sie alle haften aneinander wie die Farben im Auge. Alles in ihnen ist eine Vision, die im verborgenen Teil des Auges gesehen wird, wenn das Auge rollt und dieser glitzernde Glanz zu sehen ist. In dem, was in diesem Rollen nicht gesehen wird, ist der Geist, der alles regiert, was in dieser Halle ist. Deshalb stehen sie alle Stufen über Stufen, eine abhängig von der anderen, bis alles so gekrönt ist, wie es sein sollte.

100) Wären nicht all die Farben im Auge gewesen, die man sieht, wenn das Auge geschlossen ist und sich im Rollen wälzt, hätte man diese leuchtenden Farben nicht gesehen. Und wenn es diese leuchtenden Farben nicht gäbe, hätte der verborgene Teil des Auges, der sie alle beherrscht, nicht am Sehen angehaftet. Daraus folgt, dass alle voneinander abhängig sind und miteinander verbunden sind.

101) Wenn sich alle in der dritten Halle zu einer Einheit vermischen und das Verlangen im Gebet aufsteigt, um in der vierten Halle gekrönt zu werden, werden alle zu einem Verlangen und einer Verbindung. Hier verbeugt man sich, um seinen Herrn zu besänftigen.

Sieben Hallen von AwI of Brija

Vierte Halle, Gwura

102) Die vierte Halle unterscheidet sich von allen anderen Hallen, weil sie vier Hallen ineinander enthält, die alle eine Halle sind. Diese vier Hallen sind Gerichtshallen – die innerste ist für die Urteile über die Seelen, und die drei umliegenden Hallen sind für die restlichen Urteile.

Diese Halle ist Gwura und nicht Tiferet. Der Geist hier wird Sechut [Verdienst] genannt, denn an diesem Platz werden die Sünden aller Menschen auf der Welt in Verdienste verwandelt. Dieser Geist nimmt alles auf. Mit anderen Worten: Wer diesen Geist  ehrt, ist in der Lage, sich selbst und die gesamte Welt zur Seite des Verdienstes zu neigen.

103) Aus dem Geist Sechut gehen siebzig Lichter hervor. Sie glitzern alle auf einmal, und alle leuchten in Kreisen, weil sie sich nicht von oben hinab ausdehnen wie die anderen Lichter. Die Lichter haften aneinander, leuchten ineinander und halten sich aneinander fest.

Das Anhaften zeigt an, dass zwischen ihnen Gleichheit der Form besteht, denn spirituelle Anhaftung ist eigentlich Gleichheit der Form. Ineinander leuchten bedeutet, dass sich die Lichter miteinander vermischen und so gemeinsam glänzen.

Das Festhalten aneinander zeigt, dass sie einander brauchen, dass sie ohne einander nicht leuchten können. Wenn eines von ihnen fehlen würde, könnten sie nicht mehr glänzen. Alle Verdienste der Welt stehen vor diesen Lichtern, was bedeutet, dass wir durch ihr Licht sehen, wie alle Sünden der Welt in eine Waagschale des Verdienstes umgewandelt werden.

Erläuterung: Alle Menschen der Welt befinden sich in einer solchen Vollkommenheit, dass noch nie eine solche Freude vor dem Schöpfer herrschte wie an dem Tag, als Himmel und Erde erschaffen wurden. Ein Mensch kann jedoch nicht an Seiner großen Freude teilhaben, wenn er nicht aus Liebe heraus eine vollkommene Umkehr vollzogen hat. Vorher wird er sich weder mit sich selbst noch mit den Menschen auf der Welt freuen. Im Gegenteil, er spürt vor sich eine Welt voller Kummer und Schmerz, bis er sagt: „Die Erde wird in die Hand der Frevler gegeben“, sowohl Schmerzen des Körpers als auch Schmerzen der Seele, die Sünden sind, die er begeht.

All das ist ihm widerfahren, weil er gegen die Natur der Schöpfung verstößt, denn die Welt wurde einzig und allein zum Geben erschaffen, um sich mit der Tora und guten Taten zu befassen, um seinem Schöpfer Zufriedenheit zu schenken, und nicht zum eigenen Genuss. Es steht geschrieben: „Alle Werke des Schöpfers sind für Ihn“, damit die Menschen Ihm Zufriedenheit geben können.

Aber am Anfang steht geschrieben: „Ein Mann wird als Wildesel-Fohlen geboren“, dessen einziges Interesse seine eigene Freude ist und der kein Verlangen hat um zu geben. Er behauptet: „Alle Werke des Schöpfers sind für mich, zu meiner eigenen Freude“, denn er möchte die ganze Welt zu seinem eigenen Wohl und Nutzen verschlingen.

Deshalb hat der Schöpfer dem Menschen vom Moment seiner Geburt an bittere und harte Leiden in die Selbstwahrnehmung eingepflanzt – körperliche Schmerzen und Schmerzen der Seele -, so dass er, wenn er sich mit Tora und Mizwot auch nur zu seinem eigenen Genuss beschäftigt, durch das Licht darin immer noch die Niedrigkeit und das schreckliche Verderben in der Natur des Empfangens für sich selbst spüren wird.

Zu diesem Zeitpunkt wird er beschließen, sich von diesem Empfangen zurückzuziehen und sich einzig und allein der Arbeit zu widmen, um seinem Schöpfer Zufriedenheit zu geben, so wie es geschrieben steht: „Alle Werke des Schöpfers sind für Ihn.“ Dann wird der Schöpfer ihm die Augen öffnen, um vor ihm eine Welt zu sehen, die voll von Vollkommenheit ist und keinerlei Mängel aufweist.

Dann nimmt er an der Freude teil, wie zur Zeit der Schöpfung der Welt. Weil er belohnt wurde, hat er sich selbst und die ganze Welt zu einer Waagschale des Verdienstes verurteilt, denn wohin er seine Augen auch wirft, er sieht nur Gutes und Vollkommenes. Er sieht in den Arbeiten des Schöpfers überhaupt keine Fehler, sondern einzig und allein Verdienste.

Von den körperlichen und spirituellen Bedrängnissen, die er vor seiner Umkehr hatte, gibt es zwei Arten:

  1. Alles, was der Schöpfer tut, tut er zu seinem Besten. Er sieht, dass er ohne die schrecklichen Schmerzen, die er erlitten hatte, weil er in die Natur des Empfangens eingetaucht war, niemals mit der Reue belohnt worden wäre. Deshalb segnet er für das Böse, so wie er für das Gute segnet, denn ohne das Böse wäre er nicht auch noch mit dem Guten belohnt worden. Daraus folgt, dass alles zum Besten ist.
  2. Auch das ist zum Besten. Nicht nur die Übel, die getan wurden, haben das Gute bewirkt, sondern auch die Übel selbst wurden durch sehr große Lichter, die der Schöpfer durch all diese Übel hindurch erleuchtete, bis sie in das Gute umgewandelt wurden, in das Gute umgewandelt – sowohl die körperlichen Leiden als auch die Leiden der Seele, die die Übertretungen sind. So wurden die Sünden umgedreht und haben die Form von Verdiensten angenommen. Und diese Lichter, die Sünden in Verdienste verwandeln, sind die siebzig Lichter in der Halle vor uns. Wegen ihnen wird diese Halle „Halle des Verdienstes [Sechut]“ genannt.

Aus allen siebzig Lichtern entstehen zwei Lichter, und sie sind wie eines, das immer vor ihnen steht. Diese siebzig Lichter sind es, die die Sünden der Menschen in Verdienste verwandeln. So werden die Sünden und die Verdienste als zwei Lichter betrachtet, die einander gleich sind. Das heißt, der Verdienst der Sünden ist genauso wichtig wie der der eigentlichen Verdienste, und das eine ist nicht wichtiger als das andere. Sie stehen immer vor den siebzig Lichtern und bezeugen vor ihnen.

104) Diesen siebzig Lichtern gegenüber stehen siebzig bestellte Diener, von denen alle Urteile der Welt ausgehen, die draußen stehen und alle diese vier Hallen von außen umgeben. Aber die siebzig Lichter und die zwei Lichter, die vor ihnen stehen, sind das Innerste, so wie es geschrieben steht: „Dein Bauch ist wie ein Weizenhaufen, der mit Lilien umwachsen ist.“

„Dein Bauch“ ist das Innere, wie die Innereien, die sich im Inneren des Körpers befinden. Chita [Weizen] deutet Chataim [Sünden] an, die durch die zweiundsiebzig Lichter zu Verdiensten wurden, die sich im innersten Teil der vier Hallen befinden. Deshalb steht es so geschrieben: „Dein Bauch ist wie ein Weizenhaufen.“

Von außen ist er jedoch mit Lilien umringt, die auf Urteile deuten, nämlich die siebzig ernannten Diener, die alle Urteile in der Welt ausüben. Siebzig Diener sind das Gegenteil von siebzig Lichtern, denn obwohl alle Sünden und Strafen von den siebzig Dienern kommen, stehen sie nicht für sich allein, sondern dienen den siebzig Lichtern. Ihre Aufgabe ist es, die unteren Lichter zu qualifizieren, damit sie geeignet sind, die große Offenbarung der siebzig Lichter zu empfangen. Deshalb heißt es, dass die siebzig ernannten Diener die Hallen und die siebzig Lichter von außen umkreisen.

105) Alle Verdienste und Arbeiten aller Menschen in der Welt kommen vor diese siebzig Lichter, um gerichtet zu werden. Das heißt, die siebzig Lichter sind das Gericht von oben, das alle Menschen auf der Welt verurteilt. Die beiden Lichter, die vor ihnen stehen, bezeugen die Werke der Menschen in der Welt, so wie es sieben Augen des Schöpfers gibt, die über die Erde wandern.

Augen bedeuten Vorsehung. Es gibt sieben Eigenschaften der Vorsehung des Schöpfers, CHaGaT NeHJM, die sieben Augen des Schöpfers. Die sieben Arten der Vorsehung befähigen die Menschen auf der Welt, den höheren Genuss und das Vergnügen zu empfangen. Alles, was in der Welt geschieht, sowohl das Gute als auch das Böse, ist in eben dieser Tat und in eben diesem Verdienst eingeprägt, und sie bestehen und bleiben für immer bestehen. Mit anderen Worten: Nichts geht aus der Welt verloren, weder die bösen Taten noch die guten Taten. Vielmehr wird jede Tat in ihrer Form von den sieben Augen des Schöpfers wahrgenommen, wodurch ihnen eine ewige Existenz gegeben wird.

Die beiden Lichter sehen und befolgen jede Handlung und legen vor den siebzig Lichtern, die das Gericht von oben sind, ein Zeugnis ab. Sobald die siebzig Lichter ihr Zeugnis gehört haben, fällen diese siebzig Lichter nach dem Zeugnis der beiden Lichter Urteile zum Guten und zum Bösen.

Zur Zeit der Vollkommenheit sind diese beiden Lichter, das Licht der Sünden und das Licht der Verdienste, gleich, und die Sünden werden für ihn zu Verdiensten. Zu dieser Zeit verurteilen die siebzig Lichter, die die siebzig Sanhedrin von oben sind, jedes Werk zu gunsten, entsprechend ihrem guten Zeugnis. Wenn aber die beiden Lichter nicht gleich sind, sondern das Licht der Verdienste viel größer ist als das Licht der Sünden, dann liegt ein großer Mangel an den bösen Taten vor, die der Mensch getan hat, und er muss sie aus Liebe bereuen.

Das heißt, dass die beiden Lichter ein schlechtes Zeugnis über die Taten des Menschen ablegen. Zu diesem Zeitpunkt sprechen die siebzig Lichter ungünstige Urteile aus, bis der Mensch sie aus Liebe bereut und sie so zu vollständigen Verdiensten werden, dass die beiden Lichter einander gleich sind. So richten die siebzig Lichter den Menschen nach dem Zeugnis der beiden Lichter – ob sie gleich sind oder nicht – je nach dem Maß des Mangels, bis sie gleich sind.

Aber hier in dieser Halle ist der Platz des Verdienstes, d. h. das, was gesagt wurde, dass sie Urteile zum Besseren und zum Schlechteren fällen, offenbart sich nicht hier, sondern in der Fülle, die von den siebzig Lichtern gegeben wird, die bis nach unten reichen, wo das Böse offensichtlich ist. Aber hier gibt es einzig und allein Verdienste.

106) Der Geist Sechut in jener Halle, aus der siebzig Lichter entstehen, in die die drei Buchstaben Yud-Hej-Waw eingeschrieben sind. Zehn Sefirot sind Yud-Hej-Waw-Hej. Yud-Hej ist CHuB, Waw ist Tiferet – das CHaGaT NeHJ einschließt – und das untere Hej ist Malchut. Der Geist, aus dem siebzig Lichter entstehen, ist Yud-Hej-Waw, nur die höheren neun, männlich, und schließt das untere Hej, Nukwa, nicht ein.

Wenn die Buchstaben Yud-Hej-Waw an Malchut, genannt „Platz“, „unteres Hej“, anhaften, sind die Buchstaben Yud-Hej-Waw in den Geist eingeschrieben und verlassen ihn nicht. Das ist so, weil jede Stufe durch den Siwug de Hakaa entsteht, der die höheren neun, männlichen, auf dem Massach in Malchut ist, Nukwa. Zu diesem Zeitpunkt erhebt sich das Or Choser in Malchut und kleidet das Höhere Licht – also die höheren Neun – von unten nach oben. Durch diese Einkleidung werden die höheren Neun an die Stufe gebunden und fixiert.

Wenn die Buchstaben Yud-Hej.Waw – das Höhere Licht und das Männliche – in dem Siwug de Hakaa – dem unteren Hej, Malchut, anhaften, wird der Geist – der siebzig Lichter einschließt – ausgestrahlt. Zu diesem Zeitpunkt werden die Buchstaben Yud-Hej-Waw, die höheren neun, in den Geist eingeschrieben und verlassen ihn nicht, weil das Or Choser sie kleidet und sie durch diese Einkleidung mit ihm verbunden werden.

Danach entsteht ein Licht und leuchtet nach vier Seiten. Dieses Licht bringt drei andere Lichter hervor, denn die zehn Sefirot, die von unten nach oben entstanden sind, gelten als die zehn Sefirot des Rosh, des Geistes, die alle siebzig Lichter und zwei Zeugen einschließen.

Es ist auch bekannt, dass sich die Malchut von Rosh, sobald der Siwug de Hakaa durchgeführt wurde und zehn Sefirot von Rosh hervorbringt, von oben nach unten ausdehnt und zwei Phasen im Guf hervorbringt: CHaGaT bis zum Chase, GaR von Guf, und NeHJ, vom Chase an abwärts, bis zum Sium Raglin [Ende der Beine].

Es ist auch bekannt, dass CHaGaT von Chase und darüber in den vier Phasen CHuB TuM, die vier Tiere – Löwe, Ochse, Adler und Mensch – vollkommen sind. Aber NeHJ vom Chase und darunter haben nur drei Phasen CHuB und Tiferet, wobei das Angesicht eines Menschen, Malchut, fehlt.

Wenn Yud-Hej-Waw des Rosh aus dem Siwug de Hakaa herauskommen, entsteht ein Licht, das in vier Richtungen glänzt, was bedeutet, dass das Licht von Malchut von Rosh sich ausgedehnt hat und CHaGaT, von Chase und darüber, von oben herab erleuchtet. Es gibt dort vier Seiten, CHuB TuM. Dieses Licht bringt drei andere Lichter hervor, und aus CHaGaT entsteht und erweitert sich NeHJ, vom Chase an abwärts. Es sind nur drei Seiten, CHuB und Tiferet, aber das Angesicht eines Menschen fehlt dort.

Diese drei Lichter CHuB und Tiferet sind drei Gerichtshöfe, die andere Urteile über die Sachen der Welt fällen, die keine Urteile der Seele sind, also über Reichtum, Armut, Krankheiten, die vollkommene Gesundheit und andere Sachen, nach denen die Welt gerichtet wird.

Der Geist, der siebzig Lichter und zwei Zeugen enthält, ist Yud-Hej-Waw im Rosh, die von unten nach oben leuchten. Diese siebzig Lichter, die sich von ihm ausdehnen, sind die siebzig Sanhedrin, die Urteile der Seele fällen.

Die Lichter aus dem Chase und darunter, die sich vom unteren Hej im Rosh ausdehnen, die drei Seiten sind, sind drei Gerichtshöfe, die andere Urteile, die keine Urteile der Seele sind, in einer Dreiersitzung zusammen verurteilen, wobei jede der drei Seiten aus allen dreien besteht. Deshalb sind sie drei Gerichtshöfe.

Und der Grund, warum in den vier Seiten von Chase und darüber keine Gerichtshöfe angenommen werden, ist, weil dort die Chassadim bedeckt sind und es in ihnen keine Offenbarung des Leuchtens von Chochma gibt, noch irgendwelche Urteile, zu denen sie greifen können, da die Urteile einzig und allein an einem Platz sind, an dem es Leuchten von Chochma gibt. Der Grund dafür ist, dass die Einschränkung überhaupt nicht auf das Or Chassadim ausgeführt wurde.

Eine Halle ist für die ersten siebzig Lichter. Sie befindet sich im innersten Teil der Hallen. Die drei Hallen um sie herum sind für drei andere Gerichtshöfe, denn diese Halle besteht aus vier Hallen, die ineinander liegen. Und die siebzig Lichter, die siebzig Sanhedrin und zwei Zeugen sind, befinden sich in der innersten Halle von allen, während die drei anderen Gerichtshöfe in den drei Hallen sind, die die innere Halle umgeben.

107) Dieser Geist steigt auf, schließt in sich alle Lichter von unten ein – die vier Lichter von oben und die drei Lichter von unten – und bringt ein heiliges, flammendes Tier hervor. Das Tier hat Augen wie ein Mensch, um mit tausend Tausenden und zehntausend Zehntausenden Heerscharen über die Ankläger zu wachen. All diese Ankläger nehmen die Urteile vom Gericht entgegen und öffnen oder schließen die Leitungen der Fülle zur Welt und vollenden, d. h. vollziehen das Urteil.

Der Geist besteht aus siebzig Lichtern, GaR und Rosh, Yud-Hej-Waw. Das Tier wird in erster Linie vom Geist und von den siebzig Lichtern in ihm ausgedehnt. Aber um es in Rosh und Guf auszustrahlen, muss auch der Geist im Guf eingeschlossen sein – mit den vier Lichtern und den drei Lichtern, die der Guf sind. Dadurch kann das Tier das Urteil, das die siebzig Lichter gefällt haben, vollenden und ausführen, denn sie sind seine Wurzel.

Das Tier hat Augen wie die eines Menschen, was darauf hindeutet, dass die Augen des Tieres sich von GaR ausdehnen, wo es siebzig Lichter gibt. Dort befindet sich auch das Angesicht eines Menschen. Augen bedeutet Vorsehung, um die Ankläger mit tausend Tausenden und zehntausend Zehntausenden Heerscharen zu bewachen.

Das ist so, weil sie vom Rosh aus ihrer entsprechenden Phase in Azilut ausgedehnt werden, die Atik, Rosh von Azilut, ist. Die Zahl von Atik sind die Hunderttausender und seine zehn Sefirot sind tausend Tausender. So steht über Atik in Daniel geschrieben: „Tausend Tausende werden ihm folgen.“

Außerdem gibt es in Atik noch einen weitere verborgenen Siwug, der aus der Malchut stammt, die in RaDLA (unbekannter Rosh) verborgen ist. In dieser Phase ist jede Sefira in ihm zehntausend. Und zehn Sefirot sind zehntausend zehntausend, so wie es in Daniel geschrieben steht: „Und zehntausend zehntausend standen vor ihm.“

Und weil sie diejenigen sind, die die Urteile vollstrecken, die in den siebzig Lichtern ausgesprochen werden – so werden sie als Rosh bezeichnet und empfangen von Atik, der ihnen gegenüber steht -, haben auch sie jene zwei Zahlen, die in Atik gelten: tausend Tausender aus dem Siwug, der offenbart wird, und zehntausend Zehntausender aus dem Siwug, der verhüllt wird.

108) Unter diesem Tier befinden sich vier Serafim, die alle wie glühende Knöpfe und Blüten brennen, und Feuerfunken steigen auf. Die vier Serafim sind vier Phasen CHuB TuM des Tieres, die in vier Richtungen glänzen. Das Glühen wie Knöpfe und Blüten, und die Feuerfunken sind der Schweiß der Tiere, die schwitzen, wenn sie sich in die vier Richtungen bewegen.

Das ist so, weil sie ihr Angesicht in jede Richtung, in die sie sich bewegen, sehr sorgfältig auf die Mittlere Linie ausrichten, um nicht nach rechts oder links abzuweichen. Und weil sie sich nicht so sehr auf die Mitte beschränken können, wie sie es gerne würden, neigen sie sich einmal zu sehr nach links und ziehen so prompt einen Funken Feuer an, dann neigen sie sich zu sehr nach rechts und ziehen so das Or Chassadim an. Wer genau darauf achtet, in der Mitte zu bleiben, neigt sich einmal nach rechts und einmal nach links, bis er die Mittlere Linie genau bestimmt hat.

Das übermäßige Neigen nach rechts wird „Knopf“ genannt, weil das Gefäß des Lichts „Löffel“ genannt wird. Außerdem wird die Stufe des ausgedehnten Lichts „Ornament“ genannt, so wie in „Ornamente aus Gold“.

Die übermäßige Neigung nach links wird „Blume“ oder „Feuerfunken“ genannt. Sie wird nach dem Erblühen des Lichts Chassadim „Blume“ genannt, da das Licht  Chochma, das von der linken Linie ausgedehnt wird, ohne das Or Chassadim ausgedehnt wird, und es heißt, dass das Or Chassadim von dort geflohen ist [im Hebräischen bedeutet Parach sowohl „erblüht“ als auch „geflohen“]. Es wird auch „Feuerfunken“ genannt, denn weil das Licht ohne Chassadim ist, verbrennt es die Unteren.

Das ist so, weil diejenigen, die sich von SaT ausdehnen, die in erster Linie Or Chassadim sind, von Licht ohne Chassadim ausgelöscht werden. Aber da diese vier Serafim aus GaR kommen, verbrennen sie nicht, weil es kein Chassadim gibt, denn GaR kann Or Chochma ohne Chassadim empfangen. Deshalb werden sie Serafim genannt, was darauf hindeutet, dass ihr Leuchten, das sich auf die Unteren ausdehnt, sie verbrennen [Sorefet] wird.

Jeder der vier Serafim hat zweiundsiebzig Räder, die im Feuer brennen. Das ist viermal zweiundsiebzig, was in Gematria Parach (288) ist. Es zeigt an, dass das Or Chassadim von dort geflohen ist, weil diese Räder sich gesammelt haben und aus den Feuerfunken zu ihnen aufgestiegen sind. Deshalb brennen sie.

Wenn sie sich bewegen, machen sie einen Feuerfluss, weil sie sich beim Bewegen immer nach links neigen, denn jedes Mal, wenn sie sich mehr anstrengen, ihr Angesicht auf die Mittlere Linie zu richten, kommen sie zwangsläufig ins Schwitzen und neigen sich nach rechts und links, um die Mitte genauer zu bestimmen. Bei jeder Neigung nach links kommen Feuerfunken heraus, bis sie sich anhäufen und zu einem Fluss aus Feuer werden.

Tausend Tausend Engel dienen diesem Feuer, denn die Mochin, die die Serafim auf ihrer Reise empfangen, dehnen sich von Atik von Azilut aus, was in Bezug auf den Siwug der offenbart wurde, tausend Tausender und in Bezug auf den Siwug der verhüllt wurde, zehntausend Zehntausender sind. Deshalb heißt es, dass der Feuerfluss durch das Leuchten der tausend Tausend gemacht wurde, das sich von Atik ausdehnt. Und mehrere Heerscharen werden geboren und entstehen aus diesen Tausend Tausendern.

Wenn die Räder fahren, werden mehrere zehntausend Zehntausender geboren und stehen mit ihnen im Feuer. Sie dehnen sich aus dem verborgenen Siwug von Atik aus, der zehntausend zehntausend ist. So sind die, die dabei sind und den Fluss Dinur machen, so wie geschrieben steht: „Tausend Tausende werden ihm beiwohnen.“ Und die, die geboren werden und im Fluss Dinur selbst herauskommen, sind so, wie geschrieben steht: „und zehntausend Zehntausende standen vor ihm.“

Unter der zweiten Halle entstehen Engel, die singen und sich hierher begeben. Sie verbrennen alle, weil sie von WaK sind, die in erster Linie Or Chassadim sind, also wird das Or Chochma ohne Chassadim, das hier ist, zu einem brennenden Feuer für sie, deshalb werden sie verbrannt und zerstört.

109) Alle Beauftragten, die dazu berufen sind, in der Welt zu herrschen, sind hier dazu berufen, zu herrschen. Ihre Ernennung geschieht durch den Geist Sechut, der hier ist und in den drei Buchstaben Yud-Hej-Waw eingeschrieben ist. Von hier aus werden sie aus der Welt entfernt und in dem Feuer verurteilt, das im Fluss Dinur ausgedehnt ist. Alles wird in dieser Halle gegeben, weil es in den drei Buchstaben Yud-Hej-Waw geschrieben steht, in denen der Geist hier eingeschlossen ist.

Dieses Tier bringt zahllose Heerscharen und Lager von Engeln hervor, weil die Herrschaft der Beauftragten über die Kedusha [Heiligkeit] in der Welt darin besteht, die Sitra Achra zu unterwerfen. Und weil, so steht es geschrieben, „Gott einen gegenüber dem anderen gemacht hat“, können sie sie nicht beherrschen und unterwerfen, es sei denn, sie empfangen Mochin von GaR von dem Geist Sechut, der hier ist. Dann können sie sich die Sitra Achra untertan machen und in der Welt herrschen.

So werden sie von hier aus der Welt entfernt, denn wenn sie die großen Mochin hier empfangen, wenn sie nicht darauf achten, sie in den drei Buchstaben Yud-Hej-Waw zu empfangen – wo der Geist, der hier ist, in ihnen eingeschrieben ist, was bedeutet, dass das Waw, Tiferet, die Mittlere Linie, über das Yud-Hej, CHuB, rechts und links bestimmt, sie sich aber eher nach links neigen -, werden sie prompt aus der Welt entfernt. Zu dieser Zeit werden sie in dem Feuer, das aus dem Fluss Dinur entsteht und ausgedehnt wird, so verurteilt, dass alles in dieser Halle gegeben wird, sowohl große Mochin, als auch das vollkommene Ausgelöscht-Werden aus der Welt.

110) Alle Urteile der Welt entstehen in dieser Halle, im Guten wie im Bösen. Alle bis auf die drei: Söhne, Leben und Nahrung. Es wurde keine Erlaubnis gewährt, sie an diesem Platz zu richten. Vielmehr hängen sie in diesem höheren Fluss, der Dikna von AA oder „höheres Schicksal“ genannt wird. Alle Lichter der Söhne, des Lebens und der Nahrung dehnen sich von ihm aus, und die Sache hängt einzig und allein von ihm ab.

Der Grund dafür ist, dass in der Halle Sechut [Verdienst] die Vorherrschaft in erster Linie der Liebe gegeben wird, da Sünden nur durch die Liebe zu Verdienst werden, so wie wir lernen, dass durch die Umkehr aus Liebe die Sünden für ihn zu Verdienst werden. Im höheren Schicksal, den Searot Dikna von AA, wird jedoch der Ehrfurcht die Vorherrschaft gegeben. Deshalb werden sie Searot genannt, vom Wort Soarot [Sturm], und Söhne, Leben und Nahrung werden einzig und allein durch Ehrfurcht ausgedehnt. Deshalb können sie nicht aus der Halle Sechut kommen, sondern nur aus Searot Dikna von AA, wo die Eigenschaft der Ehrfurcht vorhanden ist.

Die siebzig Lichter sind der große Sanhedrin, der Urteile der Seelen fällt. Deshalb werden auch die Lebenden in der Halle Sechut verurteilt. Der Grund dafür ist, dass nach der Verurteilung zum Leben in der Halle Sechut das Leben aus Mazla von AA gezogen wird und ihm das Leben von ihm gegeben wird.

In der Mitte dieser Halle ist ein korrigierter Platz, so dass der höhere Geist in der fünften Halle in dem Geist empfangen wird, der hier ist. Dieser Platz erhebt sich in ihnen. Und dieser Platz, die Säule, die in der Mitte jeder Halle steht, umfasst zwei Geister in diesen beiden Geistern. Deshalb erhebt sie den Geist, der hier ist, zum höheren Geist in der fünften Halle.

111) In dieser Halle gibt es zwölf Öffnungen. In jeder Öffnung befinden sich die Beamten und Beauftragten, die unten alle Urteile verkünden, die herabkommen sollen. Das Wesen der Halle kommt von oberhalb des Chase, und die unteren, deren Wurzel von unterhalb des Chase kommt, sind nur dazu geeignet, von unterhalb des Chase zu empfangen, da jede Phase nur von ihrer entsprechenden Phase empfangen darf.

Die Öffnungen in der Halle stammen von unterhalb des Chase, daher können die unteren ihre Fülle von ihnen empfangen. Aus diesem Grund werden sie als Öffnungen betrachtet, was bedeutet, dass sie nichts aus der Halle empfangen können, außer durch sie, die von unterhalb des Chase, wie sie selbst, kommen. Es ist ähnlich wie bei einer materiellen Halle – man kann sie nicht betreten, außer durch die Tür.

Aus diesem Grund stehen alle Beauftragten an den Öffnungen, von denen aus sie die Urteile in den Gerichtssälen in den Hallen an die Unteren weitergeben, die die Verkündungen sind, die verkündet und gehört werden und in der Welt umgesetzt werden.

Es gibt zwölf Öffnungen in der Halle, weil es in dieser Halle vier Hallen gibt, die CHuB TuM der Halle entsprechen. In jeder Halle gibt es drei Öffnungen, also zwölf Öffnungen. Es gibt nicht vier Öffnungen in jeder Halle, weil ihnen das Angesicht des Menschen fehlt, da sie aus CHuB und darunter kommen, und es dort nur drei Antlitze gibt, CHuB und Tiferet.

So wie jedes Tier vier Räder hat, weil sie von oberhalb Chase kommen, und jedes Rad drei Fundamente hat, weil sie von unterhalb des Chase kommen, so sind auch hier die vier Hallen in dieser Halle eingeschlossen, weil sie aus oberhalb des Chase kommen. Aber in jeder Halle gibt es nur drei Öffnungen, denn sie sind von unterhalb des Chase .

112) Alle Geflügelten empfangen von jenen Verkündungen, Beamten und Beauftragten an den Öffnungen der Hallen, bis sie die Sache dem Firmament der Sonne verkünden, dem zweiten Firmament in der Welt von Assija, wo die Sonne zwischen sieben Planeten steht.

“Die Geflügelten” bezieht sich auf die Engel, so wie es geschrieben steht: „Denn ein Vogel des Himmels wird die Stimme tragen, und der, der Flügel hat, wird die Sache verkünden.“ Alle Engel unterhalb der Hallen in BYA empfangen die Verkündungen der Offiziere und Beauftragten an den Öffnungen der Halle, wo jeder höhere Engel dem unter ihm gibt, bis die Verkündung die Sonne, den vierten der sieben Planeten, erreicht.

Das bezieht sich jedoch nicht auf die sieben materiellen Planeten, sondern auf die sieben Sefirot im zweiten Firmament der spirituellen Welt Assija, als deren Zweige die sieben materiellen Planeten gelten. Das ist, was die Weisen tun: von materiellen Zweigen zu sprechen und damit ihre spirituellen Wurzeln zu verdeutlichen.

Von dort aus, wenn die Sonne über der Erde aufgeht, geht die Verkündung von der Sonne aus und durchstreift die Welt, bis die Sache die Schlange am Firmament erreicht, in der alle Sterne der Firmamente eingefroren sind und die in der Mitte des Firmaments steht. Sie hören die Sache, und die Beauftragten von unten empfangen sie. Und die Beauftragten über die Schlange – von dort aus verbreitet sich die Sache in der Welt.

An die Mitte des Firmaments ist ein glitzernder Pfad gebunden – die Schlange am Firmament. Alle Sterne, die gut zu sehen sind, sind haufenweise an sie gebunden. Die Astronomen nennen sie „Milchstraße“, denn wegen der reichlichen Anzahl von Sternen dort erscheint sie uns wie ein Weg, der so weiß wie Milch ist.

Diese feinen Sterne sind über das verborgene Handeln der Menschen in der Welt bestimmt. Deshalb wurde hier gesagt, „bis die Sache die Schlange am Firmament erreicht“, die Milchstraße, wo die Sterne alle eingefroren sind und sich nicht bewegen. Die persönliche Vorsehung ist unter den Sternen angeordnet, so lernen wir: „Du hast keinen Grashalm unten, der nicht einen Stern oder ein Schicksal von oben hat, der ihn schlägt und ihm sagt: ‚Wachse!'“

Es ist bekannt, dass jede Stufe und die von ihr ausgedehnte Fülle zweigeteilt sind – von oben nach unten und von unten nach oben. Daher werden auch die Sterne durch sie geteilt.

Es gibt Sterne, die keine Planeten sind. Sie sind in der Milchstraße eingefroren. Diese sind von Chase und darüber, wo die Chassadim bedeckt sind und die Fülle von ihnen nicht offen zu den Unteren reicht. Diese feinen Sterne sind über das verborgene Handeln der Menschen in der Welt eingesetzt, denn sie sind einzig und allein über das verborgene Handeln eingesetzt.

Es gibt Planeten, diese sind Shabtai [Saturn], Zedek [Jupiter], Maadim [Mars], Hama [Merkur], Noga [Venus] und der Planet Lewana [Mond]. Sie kommen aus dem Chase darunter, wo die Chassadim offenbart werden und ihre Fülle die unteren offen erreicht. So umkreisen sie die Welt, jeder auf seine eigene Art und Weise, und verteilen ihren einzigartigen Reichtum.

Es wurde gesagt, dass die Verkündung von der Sonne ausgeht und die Welt durchstreift, bis die Sache die Schlange am Firmament erreicht, wo alle Sterne des Firmaments eingefroren sind. Sie hören die Sache, denn diese Sterne empfangen die Sache nicht, um sie den Unteren zu geben; sie hören sie nur.

Und einzig und allein die Offiziere unterhalb der Milchstraße empfangen die Sachen. Sie sind aus dem Chase und darunter, und von ihnen wird es an die Unteren verteilt. Auch die Beauftragten über der Schlange, oberhalb der Milchstraße, empfangen die Sachen. Aber die Sterne selbst in der Milchstraße empfangen nichts, sondern hören nur, und zwar so, dass es den Beauftragten unten genügt, von ihnen zu empfangen.

113) Von den Offizieren unten breitet sich die Verkündung aus und wird in der Welt umgesetzt. Sogar die Geister und Dämonen und die Vögel des Himmels übertragen und verkünden die Verkündungen in der Welt. Das heißt, alle Geschöpfe in der Welt, sogar die Dämonen und Geister, sind bereit, diese Verkündungen auszuführen.

Die Beauftragten kehren zurück und schließen die Öffnungen. Wenn der Welt die Vorsehung gegeben wird, öffnen sich die zwölf Öffnungen, und die Verkündungen werden durch die Stufen auf die Welt aufgeteilt. Sobald die Vorsehung in der Welt vollzogen ist, werden die Öffnungen wieder geschlossen, da sie nur während des Gebens offen sind.

Der Geist hier steigt erst dann zum höheren Geist in der fünften Halle auf, wenn alle Geister in den unteren Hallen mit dem Geist, der hier ist, eins werden, und alle Geister sich vermischen und ineinander übergehen, bis sie alle eins werden. Nach dieser Vereinigung steigt der Geist, der hier ist, mit ihnen in die fünfte Halle auf und vermischt sich mit dem Geist, der dort ist.

114) Wenn der Mensch krank auf seinem Sterbebett liegt, wird er hier zum Leben oder zum Tod verurteilt. Das Leben hängt vom höheren Fluss ab, und nicht von hier, der Halle Sechut. Wenn er aber hier zum Leben verurteilt wird, wird ihm das Leben von oben gegeben, von dem höheren Fluss, der Schicksal genannt wird. Ansonsten wird ihm das Leben nicht von oben gegeben. Glücklich ist derjenige, der an seinem Herrn haftet und diese Halle so betritt und verlässt, wie es ihm gefällt.

In dieser Halle wird die Verbeugung zum Boden praktiziert, bei der das Angesicht den Boden berührt, um das Urteil zu überwinden. In der zweiten Halle wird das Knien verlangt und in der dritten Halle das Verbeugen, das Senken des Kopfes. Aber hier wird die Verbeugung zum Boden verlangt, wo das Angesicht den Boden berührt. Das Knien und Verbeugen, das die Gerechten ausführen, um ihren Herrn zu besänftigen, richtet sich nach den Mochin, die sie ausdehnen.

Deshalb wird in der Halle Hod, WaK, das Knien verlangt. In der dritten Halle, die im Vergleich zur zweiten Halle als GaR gilt, wird das Verbeugen verlangt, das Senken des Kopfes, bis er eine Münze gegenüber seinem Herzen sieht. Aber sie brauchen sich nicht auf den Boden zu verbeugen, weil es so wie unterhalb des Chase der Hallen noch kein eigentliches GaR gibt. Aber in der vierten Halle, von oberhalb des Chase der Hallen, gibt es GaR vom Panim, daher ist eine Verbeugung zum Boden erforderlich, wo das Angesicht den Boden berührt.

So steht über diese Halle geschrieben: „Ein Gott des Glaubens und ohne Schuld, gerecht und rechtschaffen ist Er.“ Das deutet auf den Anfang des Verses „denn alle Seine Wege sind gerecht“ hin, denn in dieser Halle befindet sich das Gericht, in dem offenbart wird, dass alle Seine Wege gerecht sind. Und dadurch erlangen wir Ihn, so wie es geschrieben steht: „Ein Gott des Glaubens und ohne Schuld, gerecht und rechtschaffen ist Er.“

Sieben Hallen von AwI von Brija

Fünfte Halle, Chessed

115) Die fünfte Halle ist eine Halle, in der ein Geist namens Barak [Blitz/Glanz] leuchtet, strahlt und für die Unteren glänzt. Strahlend bedeutet im Leuchten von Chochma, das „Strahlen“ genannt wird. Glänzend bedeutet im Licht der Chassadim. Der Geist Barak ist umfassend. Er öffnet und schließt sich, leuchtet und glänzt in alle Richtungen.

Wenn dieser Geist seinen Siwug für sein Leuchten ausführt, schließt er alle Unteren ein, die für MaN zu ihm aufgestiegen sind, öffnet sich für das Leuchten von WaK von GaR, schließt sich für das Leuchten von GaR von GaR, leuchtet in dem Or Yashar und glänzt in Or Choser. In alle Richtungen bedeutet oben, unten und in die vier Richtungen.

Ein Licht leuchtet und entsteht aus diesem Glitzern, wie Violett, das alle leuchtenden Visionen einschließt: weißes Licht, schwarzes, rotes und grünes, die CHuB TuM sind. Sie sind ineinander eingeschlossen, wobei das Weiße in das Rote, das Schwarze in das Grüne und danach das Weiße in das Schwarze gewebt wird. Aus ihnen wird ein Tier (Chaja) gemacht, das mit all den Visionen bestickt ist, und es schließt vor allem Grün und Rot ein. Das Aussehen seines Angesichtes ist so wie das Angesicht eines Menschen, das alle Formen einschließt.

116) Vier Fundamente gehen von diesem Tier aus. Dies sind für die Unteren große Tiere. Das heißt, obwohl die Fundamente in den unteren Hallen von jedem Tier aus dem Chase und darunter kommen, gibt es dort deswegen nur drei Fundamente. Doch hier in dieser Halle ist alles GaR, und sogar die Fundamente sind aus dem Chase und darüber, und werden als große Tiere bezeichnet.

Allein Malchut wird als Rad bezeichnet. Sie sind zwei, denn wenn eines gesehen wird, leuchtet ein anderes in ihm, und darum sind sie zwei. Jedes Unterscheidungsmerkmal von unterhalb des Chase des Tieres wird als Malchut bezeichnet; deshalb werden sie Räder genannt, denn Rad ist der Name von Malchut.

Weil Malchut aber in Bina aufstieg und versüßt wurde, wird sie immer als zwei Räder betrachtet. Wenn Malchut gesehen wird, leuchtet Bina in ihr, deshalb wird sie als zwei Räder angesehen, ein Rad in einem Rad.

Bina und Malchut verbanden sich miteinander, und die eine ging in die andere ein – Malchut in Bina. So entstanden zwei Räder am Platz von Bina, ein rechtes und ein linkes. Danach ging eines in das andere ein – Bina wurde in Malchut eingeschlossen, und zwei Räder, rechts und links, wurden auch am Platz von Malchut geschaffen.

Jetzt werden vier Köpfe für die vier Richtungen der Welt gesehen. Das ist so, weil rechts und links am Platz von Bina als Süden und Norden und rechts und links am Platz von Malchut als Osten und Westen bezeichnet werden. Alle vier sind jedoch ein Guf, Malchut, da sie alle durch das Einschließen von Malchut in Bina entstanden sind. Über sie steht geschrieben: „Wenn das Rad im Rad ist“.

Alle vier Richtungen sind aneinander gebunden, wie die höheren Tiere dieses Tieres, die sich niemals trennen. Das ist so, weil die vier Farben, die in das Tier gestickt sind – ihre CHuB TuM von oberhalb des Chase, die „höheren Tiere“ genannt werden – aneinander haften und sich auf die vier Richtungen unterhalb des Chase des Tieres ausdehnen. Dadurch werden die vier Richtungen aneinander gebunden und trennen sich nie. Das heißt, wenn das Tier sich bewegt, bewegt es sich in zwei Richtungen, Bina und Malchut, die die Hauptteile der vier Seiten sind.

117) Der Geist Barak besteht aus zwei Geistern. Er sendet wie erwähnt ein Tier aus und all die Lichter, die erwähnt wurden. Und ein anderer Geist, genannt Flammender Geist, wird von ihm ausgedehnt und leuchtet.

118) Von dem flammenden Geist gehen zwei Lichter aus, die vier Richtungen sind. Diese Lichter drehen sich in ihrer Erscheinung, und sie werden „Das Lodern des wirbelnden Schwertes“ genannt. Das sind die wirbelnden Lichter, die zum Lodern des Schwertes werden, und sie sind die Lichter, die über den Lichtern in der Halle unter dieser stehen, die die Halle Sechut genannt wird, denn das Lodern des Schwertes steht über den siebzig Lichtern im Gerichtshof, die in der Halle Sechut sind.

Erläuterung: Die drei Hallen – die Halle Sechut, die Halle Barak und die Halle Razon [Verlangen] – sind  Ibur-Yenika-Mochin von Panim. Die Halle Sechut ist ein WaK von Panim, und wird Ibur-Yenika genannt. Die Halle Barak ist WaK von GaR von Panim, und die Halle Razon ist GaR von GaR von Panim.

Abraham nahm die Halle Barak, und Isaak nahm die Halle Sechut. Denn so wie es hier Panim gibt, kann auch WaK von GaR, das in der Halle Barak glänzen sollte – die sich von  Bina ausdehnt, die zu Chochma, also Isaak, zurückkehrt – nicht dauerhaft in der Halle glänzen, sondern nur durch die Integration der Geister zur Zeit der Einschließung.

Aber nicht während der Einschließung, hier glänzt nur Abraham, die Rechte Linie, Chessed. Isaak, der Bina ist, die nach Chochma zurückgekehrt ist, leuchtet einzig und allein in der Halle Sechut, in WaK ohne GaR, die siebzig Lichter, die dort sind, entsprechen SaT, von denen jedes aus zehn besteht, also siebzig. Aber GaR kann nicht in der Halle Sechut leuchten. So bleiben sie hier in der Halle Barak, in Gwurot und Dinim ohne das Licht, das zu ihnen gehört, weil ihr Licht Isaak ist, der nicht hier, sondern in der Halle Sechut ist.

Diese beiden Lichter in der Halle, Ibur-Yenika-Mochin von Panim und Ibur-Yenika-Mochin von Achoraim, sind in allen Hallen eingeschlossen. Der höhere Geist ist Ibur-Yenika-Mochin von Panim in der Halle, und der untere Geist ist Ibur-Yenika-Mochin von Achoraim in der Halle.

Daraus folgt, dass der höhere Geist, Ibur-Yenika-Mochin von Panim, der von den höheren AwI empfangen wurde, komplett von Abraham versüßt wird, dem Licht von Chessed, das diese Halle regiert, denn die Mochin von Panim sind komplett Or Chassadim, das „Awira dachja“ genannt wird.

Aber der untere Geist, Ibur-Yenika-Mochin von Achoraim, der von ISHSuT empfangen wurde, in dem das Yud aus der Awir [Luft] austritt und Bina wieder zu Chochma wird, dieser Geist – der hier als Links betrachtet wird, Isaak – hat keine Versüßung von Abraham, der vollkommen Rechts ist und nichts von Links hat. Aus diesem Grund bleibt er in den Dinim. Deshalb wird er auch „flammender Geist“ genannt, denn er lodert immer in der Flamme des Urteils. Dies ist das Lodern des wirbelnden Schwertes.

Diese Lichter im flammenden Geist GaR von Isaak, die nicht in die Halle Sechut kommen konnten und in der Halle Barak, den Dinim, blieben, werden als über der Halle Sechut stehend bezeichnet, was bedeutet, dass sie ihr GaR sind. Deshalb wurde gesagt, dass das Lodern des Schwertes über den siebzig Lichtern im Gerichtshof steht, die sich in der Halle Sechut befinden, denn die siebzig Lichter in der Halle Sechut sind SaT, von denen jedes zehn umfasst, und die Lichter, „das Lodern des Schwertes“, sind ihr GaR, das sie zu zehn ergänzt.

Daraus folgt, dass allen Richtern, die Urteile fällen, von oben ein Schwert über den Köpfen hängt, denn diese siebzig Lichter halten sich selbst davon zurück ihre Lichter in den flammenden Geist zu ziehen, da sie  im Lodern des Schwertes sind, d. h. voller Dinim. Das ist der Grund, warum es heißt, dass das Lodern des Schwertes sie bewacht, damit sie gerechte Urteile fällen und nicht mehr als ihre Stufe nehmen.

119) Das Lodern des Schwertes, die Lichter auf der linken Seite, hat ein Tier hervorgebracht. Es steht auf vier Rädern, die ihre Existenz nicht aufrechterhalten. Das heißt, sie können ihr Leuchten nicht fortsetzen, sondern leuchten und verlöschen. Das ist so, weil sie zwei zur Rechten und zwei zur Linken sind; einmal beherrscht die Rechte sie und einmal die Linke. Wenn also die Linke herrscht, erlöschen sie, weil Abraham, der Rechte, diese Halle eingenommen hat. Deshalb haben diejenigen, die sich nach links lehnen, niemanden, von dem sie das Leuchten empfangen können, und darum erlöschen sie.

Wenn der Geist dieses Tieres in diese vier, die ihre Existenz nicht aufrechterhalten, eintritt, d. h. wenn das Tier auf seinen vier Rädern fährt, sprühen zwei glitzernde Funken aus ihnen, die aus dieser Halle herauskommen und immer wirbeln. Mal sind diese flammenden Funken weiblich, mal männlich, mal sind sie Geister, mal heilige Dinim.

120) Als sich dieses Tier mit dem ersten Tier, das aus den Lichtern des Geistes Barak entstand, durch ihre Einschließung ineinander vermischte, ging von ihnen ein Funke aus, der immer lodert und nie erlischt. Dieser Funke wandert umher und folgt diesen beiden Funken.

Erläuterung: Die Wurzel dieser beiden Funken sind die vier, die ihre Existenz nicht aufrechterhalten, d. h. ihr Leuchten nicht fortsetzen, denn weil sie sich vom Lodern des wirbelnden Schwertes ausdehnen, teilte sich ihr Leuchten in zwei zur Rechten und zwei zur Linken. Wenn sie von den beiden Rechten leuchten, existieren sie. Aber wenn sie beginnen, von den beiden Linken zu leuchten, verlöschen sie. Daher neigen sich auch die beiden Funken, die von ihr ausgingen, nach rechts und nach links und behalten ihre Existenz nicht bei.

Deshalb, um sie zu korrigieren, machte das Tier des lodernden Schwertes einen Siwug und vermischte sich mit dem ersten, höheren Tier, das aus dem Geist Barak entstand. Zu diesem Zeitpunkt werden die vier Räder des unteren Tieres, die ihre Existenz nicht aufrechterhalten, eingeschlossen und werden eins mit den vier Rädern des höheren Tieres, die wie die höheren Tiere dieses Tieres sind und sich niemals trennen.

Aus ihnen wird ein Funke geboren, der ebenfalls aus zwei besteht, so dass sie vier sind, wie die vier Räder des höheren Tieres, die nie erlöschen, und wie die vier des höheren Tieres, die sich nie trennen. Dennoch wird es als flammender Funke bezeichnet, weil es auch die vier Räder des unteren Tieres enthält.

Diese vier Räder sind die vier Kräfte von Malchut, nachdem sie sich mit Bina verbunden hat. Malchut und Bina in Bina, und Malchut und Bina in Malchut werden als männlich und weiblich bezeichnet. Das liegt daran, dass die beiden in Bina männlich sind, da Bina mit einem Männlichen endet, und die beiden in Malchut sind weiblich. Das Leuchten auf der rechten Seite wird als Geister betrachtet, das Leuchten auf der linken Seite als Dinim.

Sie wandert und folgt diesen beiden Funken, denn wenn der Funke auf eine Art korrigiert wird, dass er niemals erlischt, so gibt und korrigiert er die beiden Funken, so dass sie immer wirbeln.

121) Nun sind sie männlich, wenn der Funke das Leuchten von Bina, männliches Licht, gibt. Sie erfüllen ihre Mission in der Welt, indem sie den Unteren das Leuchten schenken. Doch bevor sie ihre Mission erfüllen, erlöschen sie.

Solange sie auf der rechten Seite leuchten, erfüllen sie ihre Mission in der Welt. Zu diesem Zeitpunkt werden sie als Geister angesehen. Aber wenn sie sich nach links neigen, erlöschen sie und können ihre Mission nicht fortsetzen. Dann werden sie als Dinim angesehen.

Wenn sie erloschen sind, springt ein Funke über und glänzt für sie, und sie werden erneuert wie zuvor. Sie sind weiblich, was bedeutet, dass der Funke ihnen jetzt das Leuchten von Malchut gibt. Sie gehen und wandern, und bevor sie ihre Aufgabe in der Welt vollendet haben, erlöschen sie.

Solange sie auf der rechten Seite leuchten, werden sie „Geister“ genannt, und sie gehen und wandern. Aber wenn sie sich nach links neigen, nennt man sie Urteile und sie erlöschen. Dann schlägt der Funke erneut aus und glänzt für sie, nachdem sie erloschen sind, und sie werden wie zuvor erneuert, und so geht es auf ewig weiter.

Das ist so weil jedes Mal, wenn sie erlöschen, der Funke sie erneuert, einmal rechts und links von Bina, in Geistern und männlichen Dinim, und einmal rechts und links von Malchut, in weiblichen Geistern und Dinim.

Sie wirbeln also immer über diese vier Phasen, denn der Funke besteht aus allen von ihnen, aus vier Farben. Deshalb wirbeln die beiden Funken, die von ihm empfangen werden, in all den oben genannten Farben – männlich, weiblich, Geister und Dinim.

122) Der untere Geist ist in den anderen, höheren Geist eingeschlossen, und so offenbaren sich beide als eins. Sie sind nicht so wie die anderen, die ersten, die, wenn sie ineinander eingeschlossen waren, nur einer sichtbar war. Vielmehr werden hier zwei gesehen, die in Liebe zueinander stehen und alle unteren Hallen enthalten. Und obwohl zwei Geister gesehen werden, sind sie eins, wenn sich der Geist im Geist ausbreitet, und sie werden in Liebe gesehen, eingeschlossen in alle unteren, so wie es geschrieben steht: „Deine zwei Brüste sind wie zwei Rehkitze, Zwillinge einer Gazelle, die unter den Lilien weiden.“

123) Wenn sich die beiden Geister ineinander ausbreiten, wird die Halle wieder zu einer Halle der Liebe. Die Halle der Liebe existiert immer und ist in großer Verborgenheit verhüllt, außer für diejenigen, die sich an sie anhaften müssen. Und hier steht geschrieben: „Ich werde dir meine Liebe geben.“

Erläuterung: Die beiden Geister, der Ibur-Yenika-Mochin von Panim und der Ibur-Yenika-Mochin von Achoraim, müssen auf dreierlei Weise ineinander eingeschlossen werden:

  1. Wenn der Geist der Mochin von Achoraim vollständig in die Mochin von Panim eingeschlossen ist, bis man nicht mehr weiß, dass er in ihre Mitte gekommen ist. Daraus folgt, dass es hier nur Mochin von Chassadim gibt, da das Leuchten von Chochma, das in Mochin von Achoraim ausgedehnt wurde, in den Mochin von Panim aufgenommen wurde und verschwunden ist.
  2. Wenn der Geist der Mochin von Achoraim in dem Geist der Mochin von Panim eingeschlossen, aber nicht in ihm annulliert wird. Vielmehr wird seine Existenz dort sichtbar. Die beiden Arten von Mochin sind dort zu sehen, aber nur die Mochin von Panim leuchten. Die Mochin von Achoraim sind zwar da, aber sie können nicht leuchten. Aber hier sieht man zwei, die in Liebe zueinander stehen. Und obwohl zwei Geister gesehen werden, sind sie eins, denn obwohl der Geist mit dem Mochin von Achoraim dort ist, sind sie in Bezug auf das Leuchten immer noch eins, weil nur der höhere Geist leuchtet.
  3. Wenn die beiden Geister ineinander eingeschlossen sind, wobei der höhere Geist auch in den Mochin von Achoraim des unteren Geistes eingeschlossen ist und leuchtet, und der untere Geist auch in den Mochin von Panim des höheren Geistes eingeschlossen ist und leuchtet. So ist es, weil es nun Leuchten von Chochma und Chassadim im höheren Geist und im unteren Geist gibt.

Deshalb sagt der Vers: „Deine beiden Brüste sind wie zwei Rehkitze, Zwillinge einer Gazelle, die unter den Lilien weiden“, und erklärt damit die zweite Art der Einschließung. Das ist so, weil Malchut in Ibur-Yenika-Mochin von Panim – dem Schloss – „ein Rehkitz“ genannt wird und Malchut in Ibur-Yenika-Mochin von Achoraim – dem Schlüssel – „eine Gazelle“, wie geschrieben steht: „Deine beiden Brüste“, nämlich die beiden Geister. Der Geist Barak, Ibur-Yenika-Mochin von Panim, und der flammende Geist, Ibur-Yenika-Mochin von Achoraim, sind wie zwei Kitze.

Mit anderen Worten: Durch die Einschließung des höheren Geistes – in dem Malchut als Kitz betrachtet wird – in den unteren Geist wird auch der untere Geist als Kitz betrachtet, und sie sind wie zwei Kitze. So werden sie auch als Zwillinge einer Gazelle bezeichnet, weil sich der untere Geist – in dem Malchut als Gazelle angesehen wird – im höheren Geist ausbreitet. So wird auch der höhere Geist als Gazelle angesehen, und die beiden sind Zwillinge einer Gazelle.

Der Verdienst der beiden Geister zeigt sich also in jedem von ihnen, weil sie sich ineinander ausdehnen. Dennoch leuchten sie beide als ein Geist, als der höhere Geist, Mochin von Panim. Deshalb steht es geschrieben: „die unter den Lilien weiden“, denn das Bilden von Malchut in den Mochin von Panim wird „Lilie“ genannt, im Gegensatz zu denen, die nicht leuchten, die Mochin von Achoraim im unteren Geist, denn in dieser Hinsicht wird Malchut eine „Rose“ und nicht eine „Lilie“ genannt.

124) Wenn die beiden Geister, die eins sind, leuchten, was die zweite Art der Einschließung ist, gehen von ihnen mehrere Heere in mehreren Phasen aus: Tausende und Zehntausende, die nicht gezählt werden können. Einige von ihnen werden „Alraunen“ genannt, so wie es geschrieben steht: „Die Alraunen geben Duft ab“, einige werden „Reben“ genannt, so wie es geschrieben steht: „ob der Weinstock geblüht hat“, und einige werden „Granatäpfel“ genannt, so wie es geschrieben steht: „die Granatäpfel haben Knospen bekommen“.

In dieser Halle wurde gesagt: „Ich werde dir meine Liebe geben.“ Der Sohar erklärt den Vers „Lass uns früh aufstehen zu den Weinbergen, um zu sehen, ob die Reben blühen, die Früchte beginnen, die Granatäpfel aufkeimen, dort werde ich dir meine Liebe geben.“ „Die Alraunen werden einen Duft abgeben.“ Diese drei Phasen sind von CHaGaT, Mochin von Panim, ausgedehnt. Alraunen sind Chessed, Granatäpfel sind Gwura und Reben sind Tiferet. Schließlich reichen mehrere Heerscharen außerhalb der Halle, bis zum Planeten Noga [Venus], und von dort aus wird es den Unteren gegeben.

Wenn sich die Geister erst einmal miteinander vermischt haben, sind sie alle in Liebe und trennen sich nie wieder. Hier steht geschrieben: „Wenn ein Mensch den ganzen Reichtum seines Hauses für die Liebe geben würde, würde er sicher verachtet werden.“ Hier gilt es, den Kopf zu beugen und die Arme auszustrecken, um an der Liebe seines Herrn anzuhaften.

In der Halle von Nezach wurde einzig und allein das Verneigen des Kopfes erwähnt, das Verneigen des Kopfes, bis er eine Münze gegenüber seinem Herzen sieht. Aber in der vierten Halle wurde die Verbeugung erwähnt, bis das Gesicht den Boden berührt, was den ganzen Körper mit einbezieht, und ein Ausstrecken der Arme ist dort nicht notwendig. Das ist so, weil dort einzig und allein WaK von Panim ist, und die Hände GaR sind. Lediglich in der fünften Halle, die WaK von GaR ist, müssen die Hände gestreckt werden.

Sieben Hallen von AwI von Brija

Sechste Halle, Tiferet

125) In der sechsten Halle wird der Geist als „scharlachroter Faden“ bezeichnet, so wie es geschrieben steht: „Deine Lippen sind wie Küsse ein scharlachroter Faden.“ Der Geist ist hier das Verlangen, dem all die unteren Geister nachjagen, um sich mit einem Kuss, mit Liebe, daran anzuhaften.

126) Dieser Geist ist in sechs eingeschlossen und steht in sechs, denn er besteht aus den sechs Hallen unter ihm und steht in den sechs höheren, wobei die höhere selbst aus allen unteren besteht. Deshalb enthält er in sich selbst sechs Hallen aus der Einschließung, und diese werden in ihm als höhere Hallen betrachtet.

Außerdem steigen alle unteren Hallen durch die Säulen in der Mitte jeder Halle zu ihr auf. Sie enthält also alle sechs Hallen, da sie die unteren Hallen empfängt und sich mit ihnen vermischt. Sie werden in ihr als sechs untere Hallen angesehen.

Und deshalb hat dieser Geist zwölf Lichter hervorgebracht, die jeweils aus von-unten und von-oben bestehen. Diese zwölf Lichter sind alle glücklich, sich zu erheben, und sie sind alle glücklich, all jene von unten zu empfangen. Auch die sechs Hallen, obwohl sie sechs sind, werden immer noch als zehn Sefirot angesehen, da die untere Halle aus zwei, Jessod und Malchut, und die höhere Halle aus drei, KaCHaB, besteht, so dass sie zehn sind.

Die siebte Halle, das Allerheiligste, ist an sich zehn Sefirot, denn sie besteht aus den sechs unteren Hallen und steht in den sechs höheren. Aber gibt es nicht nur fünf Hallen unter ihr und nicht sechs? Tatsächlich bedeutet es, dass sie allein GaR enthält. KaCHaB  und darunter wird als CHaGaT NeHJ angesehen, die sechs sind.

Deshalb sagt der Text: „Deine Lippen sind wie ein scharlachroter Faden“, was bedeutet, dass der Geist hier als Rosh bezeichnet wird, denn die Lippen befinden sich im Rosh [Kopf]. Er wird „scharlachroter Faden“ genannt, um eine Verdopplung anzudeuten, nach der Malchut von Rosh, die die Lippen sind, da sie in der Verdopplung begründet ist, in den beiden Malchujot, Schloss und Schlüssel, wie es in GaR ist.

Aber in WaK wird nur eine Malchut offenbart, der Schlüssel (Miftecha), während das Schloss (Manula) dort verborgen und verhüllt ist. Deshalb besteht der Siwug hier darin, Awira dachja anzuziehen, in Anhaftung von Geist mit Geist, was die vier Geister der Liebe sind, die das Licht der Ruach des höheren GaR, des WaK von GaR, ist, da sich GaR von GaR nicht in den Welten offenbaren.

Die Neshikin (Küsse) in dieser sechsten Halle ist für einen Siwug von Ruach in Ruach [Geist in Geist], so wie es geschrieben steht: „Lass ihn mich mit den Küssen seines Mundes küssen.“ Jeder Kuss wird als Jakob, Ruach, WaK, Or Chassadim bezeichnet. Es sind jedoch die höheren WaK der höheren GaR, und es sind alle GaR, die in den Welten leuchten.

Deshalb können die Unteren, bevor sie nicht in den Mochin des Leuchtens von Chochma – den Mochin von Achoraim – vollendet sind, empfangen. Auch von der fünften Halle können sie nicht von dem Siwug de Neshikin (Küssen), der hier ist, empfangen. Denn obwohl es auch Or Chassadim ist, ist es höhere WaK von GaR, das als eigentliche GaR angesehen wird. Und bevor die unteren das Leuchten von Chochma empfangen, sind sie WaK ohne Rosh.

Daraus folgt, dass die sechste Halle in Bezug auf die Chassadim selbst WaK von GaR ist. Ihr gegenüber liegen die darunter liegenden Hallen. An sich sind sie WaK von GaR in Bezug auf die Mochin des Leuchten von Chochma.

Dieser Geist wurde in sechs eingeschlossen und steht in sechs, CHaGaT NeHJ, WaK von GaR, bis zu den unteren Hallen, die zu ihm aufstiegen. Auch steht er in sich selbst in sechs, CHaGaT NeHJ, WaK von GaR, und der Unterschied zwischen ihnen ist sehr bedeutend, denn CHaGaT NeHJ selbst sind Chassadim, Awira dachja, aber CHaGaT NeHJ von den Unteren sind im Leuchten von Chochma.

Jedes ist von unten und von oben eingeschlossen. Die zwölf Lichter sind alle ineinander eingeschlossen, von unten und von oben. CHaGaT NeHJ von oben, die Awira dachja sind, wurden mit den CHaGaT NeHJ von unten, die im Leuchten von Chochma sind, vermischt, und CHaGaT NeHJ von unten, die Leuchten von Chochma, wurden mit CHaGaT NeHJ von oben, der Awira dachja, Chassadim, vermischt.

Diese zwölf Lichter von der Einschließung von oben, in Chassadim, haben Freude an ihrem Aufstieg, an ihrer Einschließung in Chassadim. Sie freuen sich auch, die Einschließung von unten zu empfangen, Mochin vom Leuchten von Chochma.

127) Da diese Halle, die Halle des Verlangens, das Verlangen von allem ist, ist derjenige, der Bindungen knüpft, Vereinigungen vornimmt und die unteren Hallen zu dieser Halle erhebt, derjenige, der das Verlangen des Schöpfers mit Liebe hervorbringen wird. In dieser Halle war Moses mit Liebe zu seinem Volk versammelt und küsste es mit Liebe, so wie es geschrieben steht: „Und Moses starb durch den Mund des Ewigen“, was der Tod durch Küssen (Neshikin) ist. Das ist die Halle von Moses.

Aber es ist auch Jakobs Halle, in den Hallen von SA von Brija. Die Hallen hier sind die Hallen von AwI von Brija. Die Hallen von AwI werden als innerlich und die Hallen von SA als äußerlich bezeichnet.

Es ist bekannt, dass sowohl Jakob als auch Moses Tiferet, Licht von Ruach, sind. Aber Jakob ist die Äußerlichkeit von Tiferet, und Moses ist die Innerlichkeit von Tiferet. Deshalb gehört hier in den Hallen von AwI die sechste Halle zu Moses, der Innerlichkeit von Tiferet, Daat, und dort, in den Hallen von SA, außerhalb von AwI, gehört die sechste Halle zu Jakob, der Äußerlichkeit von Tiferet.

Dieser Geist ist der Geist der Liebe, der Geist der Vereinigung, der die Liebe auf alle Phasen ausdehnt. Auch diese zwölf Lichter in Ruach steigen auf und lodern, denn sie steigen in der Integration von oben, der Awira dachja, auf und lodern in der Integration von unten, dem Leuchten von Chochma, das von der linken Linie ausgedehnt wird.

128) Vier heilige Tiere, die Lieblinge der Liebe, entstehen aus ihrem Glitzern. Sie werden „große Tiere“ genannt, um sich mit den kleinen Tieren zu verbinden und sich mit ihnen zu vermischen, so wie es geschrieben steht, „kleine mit großen Tieren“.

Diese zwölf Lichter sind von Ruach, sie sind in sechs Unteren eingeschlossen und stehend in sechs Höheren. Sie sind CHaGaT NeHJ von sich selbst, wo die Höhere aus allen Unteren besteht, und CHaGaT NeHJ von den unteren Hallen, die zu ihr aufsteigen. Sie haben ihr Abbild in den Tieren hervorgebracht, und sie sind auch Tiere in sich selbst und Tiere der Hallen, die sich zu ihm erheben.

Und weil sie alle Unteren einschließt, weil sie die höchste von allen ist, hat sie vier Tiere in sich, die als große Tiere gelten. Das ist anders als bei den unteren Tieren, in denen es jeweils nur ein Tier gibt. Außerdem gibt es in ihr zwölf von den unteren Hallen, die zu ihr aufsteigen.

So brachten die sechs Lichter von sich selbst vier große Tiere hervor, und die sechs Lichter der unteren riefen zwölf kleine Tiere hervor. Und die großen Tiere verbinden sich mit den zwölf kleinen Tieren, die in ihnen eingeschlossen sind.

129) Diese großen Tiere sind zu vier Seiten ineinander eingeschlossen, wie die Nuss, deren vier Teile sich in ihrer Frucht verbinden, wobei jedes der vier alle vier in sich einschließt. Es ist so, weil es vom Chase und darüber stammt, wo es das Angesicht eines Menschen gibt, der Platz des Siwug. Aber vom Chase und darunter gibt es nur drei Seiten, CHuB und Tiferet, und das Angesicht eines Menschen  fehlt; dort gibt es keinen Platz für einen Siwug.

Deshalb wird diese Halle „Garten der Nüsse“ genannt, nach den vier Seiten in jedem Tier, wie die Nuss, die den Platz des Siwug anzeigt, so wie es geschrieben steht: „Ich ging hinunter in den Garten der Nüsse.“ Das heißt, ich ging hinunter zum Garten der Nüsse, weil das die Halle der Liebe für den Siwug von SA mit der Nukwa ist.

Aber in jeder Halle der Unteren gibt es vier Seiten von oberhalb des Chase des Tieres, das dort ist. Warum ist der Platz für einen Siwug also gerade hier und nicht in den Unteren? Es ist so, weil alle Hallen ineinander eingeschlossen sind, daher gibt es vier Seiten in jeder Halle. Das liegt aber nicht an ihnen selbst, sondern daran, dass die Halle in sie eingeschlossen ist. Deshalb befindet sich der Platz für einen Siwug einzig und allein in dieser Halle, denn die vier Seiten hier sind von ihr selbst.

130) Diese vier großen Tiere sind in zwölf unterteilt, drei zu jeder Seite in den vier Seiten. Alle unteren Hallen sind in sie eingeschlossen. Weil unter den zwölf Lichtern sechs aus der Halle selbst und sechs aus dem Aufstieg der unteren Hallen sind, brachten sie ihren Anschein in den Tieren hervor.

Die sechs Lichter der Halle selbst brachten vier große Tiere hervor, CHuB TuM von sich selbst, wobei jedes von ihnen aus vier Seiten besteht, was sie zu sechzehn macht. Die sechs Lichter der unteren Hallen brachten die zwölf kleinen Tiere aus dem Chase und darunter hervor, wobei jedes der vier aus lediglich drei besteht. Diese zwölf stammen von der Einschließung der unteren Hallen, die zu dieser Halle aufstiegen.

Der Platz, an dem das Leuchten von Chochma offenbart wird, ist nicht in den vier Seiten, wo jede aus vier besteht, vom Chase und darüber. Sondern er ist in den vier Seiten, wo jede aus drei besteht, die aus dem Chase und darunter sind. In diesen zwölf kleinen Tieren stehen Geister in Geistern und Lichter in Lichtern, und alle sind ineinander, bis alle eins werden.

Das ist so, weil sich diese zwölf von den sechs Lichtern der unteren Hallen ausdehnen, die hierhin aufgestiegen sind. Aus diesem Grund stehen alle Geister und alle Lichter der unteren Hallen dort, und sie vereinen sich alle ineinander, bis sie eins werden.

Dann, wenn alle unteren Hallen eins geworden sind, steigt der Geist, der aus ihnen allen besteht, auf, denn er besteht aus zwölf Lichtern, wobei die zwölf Lichter aus den vier großen Tieren und den zwölf kleinen Tieren bestehen, während die zwölf kleinen Tieren aus allen unteren bestehen. Der Geist steigt mit ihnen allen auf, um in jenem höheren Geist, der „Himmel“ genannt wird, SA von Azilut, gekrönt zu werden, denn SA ist Ruach von Azilut und “Himmel”. Er lädt ihn ein, sich mit ihm zu verbinden.

Denn alle, die unten mit ihm verbunden sind, so heißt es, „werden mich mit den Küssen seines Mundes küssen.“ Es ist so, weil die Awira dachja, das Or Chassadim, von dem großen Siwug de Neshikin  ausgedehnt wird. Allerdings sind sie noch nicht bereit für die Unteren, die das Leuchten von Chochma brauchen. Deshalb müssen die Lichter in den unteren Hallen, in denen es das Leuchten von Chochma gibt, in den Siwug eingeschlossen werden, und dann sind sie sowohl mit Chassadim als auch mit dem Leuchten von Chochma vollendet.

Und weil all die von unten sich damit verbinden, wodurch sich der Geist hier mit dem Leuchten von Chochma vermischt hat, sagte der Geist, „wird mich mit den Küssen seines Mundes küssen, denn deine Liebe ist besser als Wein.“ Das heißt, wenn deine Liebe schon besser ist als Wein, der  Mochin von Leuchten von Chochma ist – „Wein, der Gott und die Menschen erfreut“, empfangen von allen Unteren -, dann ist es Zeit für einen Siwug de Neshikin.

Er sagt: „Er wird mich mit den Küssen seines Mundes küssen“, denn jetzt wird ein vollkommener Siwug stattfinden, sowohl mit Chassadim als auch mit Chochma, und dann ist er glücklich, eine Paarung, Geist in Geist vorzunehmen – den Geist des Verlangens [Razon], der aus allen Unteren besteht, und den Geist von SA, dem Himmel.

Dies ist ein Siwug de Neshikin, um Chassadim der Awira dachja zu ziehen und im Leuchten von Chochma voneinander vollendet zu werden, was aus den unteren Hallen in den Geist, der hier ist, eingeschlossen ist. Das bedeutet „denn deine Liebe ist besser als Wein“. Zu dieser Zeit ist sie in einer Verbindung mit allen vollendet, weil alle unteren Hallen mit ihr verbunden sind, daher wurde sie sowohl mit Chassadim als auch mit Chochma vollendet.

131) Dieser Geist verband sich mit dem Geist von Azilut, der „Himmel“ genannt wird. Sie haben sich durch Leuchten von Chochma gegenseitig vervollständigt und erleuchteten sich gegenseitig mit einem Leuchten der Awira dachja, Chassadim, und all der Vollkommenheit, die sein sollte. All das geschah durch die Kraft des Verlangens eines gerechten Menschen, der betete und alle Hallen in Brija auf einen Platz in der Welt von Azilut erhob, für einen Siwug de Neshikin (Küsse), um sie in Liebe miteinander zu verbinden.

Damals nahmen alle Geister und Hallen, die in diesem Geist, genannt Razon, eingeschlossen waren, jeden dieser Geister und Hallen, in denen SA von Azilut, genannt „Himmel“, eingeschlossen war, jene Hallen und Geister, der zu ihnen passt, um sich mit ihnen zu verbinden und ordentlich vollendet zu werden.

Kommentar: Allen Geistern und Lichtern, die in den sechs Hallen von AwI von Brija beschrieben werden, stehen entsprechende Geister und Lichter in den sechs Hallen von SA von Azilut gegenüber. Jede Phase in SA von Azilut verbindet sich mit der entsprechenden Phase in den sechs Hallen von Brija, die zu ihr aufgestiegen sind, dann ergänzen sie sich gegenseitig, denn durch diese Vereinigung hat der Geist hier, der Razon genannt wird, alle Geister und Lichter in den Hallen von Brija zu den Geistern und Lichtern von SA von Azilut erhoben.

132) Ebenso verbindet sich jede Phase von SA mit der entsprechenden Phase in den Hallen, die es wert ist, von ihr ergänzt zu werden: Der Himmel – SA und der heilige Geist in ihm – die höhere Halle und der höhere Geist namens Razon küssen sich, verbinden sich miteinander und ergänzen sich. Das ist die Bedeutung dessen, was geschrieben steht: „Und Jakob“, der SA ist, „küsste Rahel“, die aus allen sechs Hallen besteht, die zu Azilut aufstiegen.

In ähnlicher Weise nimmt Abraham – der Rechts ist, oben in SA, die Sefira Chessed von SA – die Halle “Liebe”, die fünfte Halle. Wie gesagt wurde, breiten sich die beiden Geister ineinander aus, und diese Halle wird wieder zur Halle der Liebe. Genauso verhält es sich mit allen Sefirot von SA: Seine Gwura nimmt die vierte Halle, seine Nezach-Hod nimmt die dritte und zweite Halle und sein Jessod nimmt die erste Halle ein.

Wenn sechs Hallen zu Azilut aufsteigen, werden sie in die Nukwa von SA eingeschlossen. Zu diesem Zeitpunkt vereint sich SA mit ihnen und platziert eine seiner Phasen in jeder ihrer Phasen, um sie zu ergänzen. Insgesamt gibt es drei Siwugim (Pl. von Siwug) in SoN. Sie werden „Neshikin (Küsse)“, „Chibuk (Umarmung)“ und ein Siwug de Jessodot [Fundamente] genannt: 1) Der Siwug von GaR von SoN wird „Neshikin“ genannt. Die höhere Halle, die in den GaR von Nukwa eingeschlossen ist und Razon genannt wird, empfängt von diesem Siwug. 2) Der Siwug von CHaGaT bis zum Chase von SoN wird „Chibuk“ genannt, so wie es geschrieben steht: „Seine Linke liegt unter meinem Kopf, und seine Rechte wird mich umarmen.“ Die fünfte Halle – die Liebe von Chessed von SA, Abraham – empfängt von diesem Siwug. Die vierte Halle Sechut empfängt von Gwura von SA, Isaak. 3) Der Siwug von NeHJ aus unterhalb des Chase und SoN wird als Siwug der Jessodot bezeichnet. Die drei unteren Hallen aus dem Chase und darunter empfangen von ihnen.

133) Das Zeichen dafür steht in dem Vers „Siehe, jetzt weiß ich, dass du eine schön anzuschauende Frau bist.“ Die Schönheit einer Frau liegt in den Brüsten, also in der fünften Halle. Und von dort aus sagte SA in seinem Chessed, Abraham, zur Nukwa: „Siehe, jetzt weiß ich, dass du eine schön anzuschauende Frau bist“, was die Brüste meint.

134) Isaak – die Linke von SA, seine Gwura – die vierte Halle, die Halle des Gerichtshofs, nahm ihn auf. Von dort aus erwachen alle Gerichte, d. h. der Geist, der Sechut genannt wird, so dass sie sich miteinander verbinden und ergänzen, so dass sie alle eins werden, so wie es sein soll.

Die übrigen Propheten neben Moses, also Nezach-Hod von SA, nahmen zwei Hallen ein, in denen die beiden Geister Noga und Sohar sind, so wie es geschrieben steht: „Die Kurven deiner Schenkel.“ Diese beiden Hallen sind in Nezach-Hod von Nukwa, genannt Schenkel, eingeschlossen, so dass sie sich miteinander verbinden, um eins zu sein.

135) Der gerechte Josef, die Säule der Welt, Jessod von SA, nahm die Halle Saphir und den Geist Saphirfliese, die erste Halle. Und obwohl geschrieben steht: „Und unter seinen Füßen war etwas mit dem Aussehen einer Saphirfliese“, was bedeutet, dass die Saphirfliese unter ihm, außerhalb seiner Stufe, und nicht Jessod von SA ist. Wegen der Ehre des Königs sagt er: „unter seinen Füßen.“ Das ist sicherlich Jessod von SA, der die Halle Saphirfliese einnimmt. Danach nimmt diese Säule, Jessod von SA, mehr, weil sie den Platz der siebten Halle einnimmt, in einem Siwug eines Siebten im Siebten.

So weit sind die Stufen von SA mit den Stufen der Hallen verbunden. Sie verbinden sich miteinander, um sich gegenseitig zu ergänzen, so dass sie alle eins werden. Es ist alles so, wie es sein soll, und dann steht geschrieben: „HaWaYaH ist der Elokim.“ Das heißt, SA, genannt HaWaYaH, wird eins mit der Nukwa, genannt Elokim, in einer Weise, dass HaWaYaH der Elokim ist. Wer es versteht, sie zu vereinen und sich an seinen Herrn anzuhaften, ist in dieser Welt und in der Kommenden Welt glücklich.

136) In der Halle Razon wird gekniet, sich verbeugt und genickt, die Hände werden ausgestreckt und es wird sich zu Boden geworfen – so wie in den unteren Hallen. Das Zu-Boden-Fallen kommt noch hinzu und wird einzig und allein in dieser Halle getan, weil alle unteren Hallen hier in zwölf Lichtern eingeschlossen sind.

Es ist notwendig, um das Verlangen des höheren Geistes, d. h. GaR von SA, zu ziehen, wo es die Sache der Neshikin gibt, was die Seele aller Seelen ist, die oben, in den höheren AwI, hängt, bis sie durch den Siwug de Neshikin von Ejn Sof ausgedehnt wird.

Von Ejn Sof entstehen Lichter und Segen, um alles von oben zu ergänzen. Das ist das Or Chassadim von den sechs höheren AwI, so dass alles in Vollkommenheit ist, von unten, im Leuchten von Chochma, und von oben, im Leuchten von Chassadim. Zu dieser Zeit leuchten alle Angesichter, alle GaR, richtig, sowohl GaR von Chassadim als auch GaR des Leuchtens von Chochma.

Zu dieser Zeit werden alle Urteile aufgehoben, weil GaR des Leuchtens von Chochma alle Urteile aufheben und das Verlangen vollständig erfüllt wird, oben und unten, von  GaR des Or Chassadim. So steht es geschrieben: „Und Er sagte zu mir: ‚Du bist mein Knecht, Israel, durch den ich verherrlicht werden will.'“ Und es steht auch geschrieben: „Glücklich ist das Volk, bei dem das so ist. Glücklich ist das Volk, dessen Gott der Ewige ist.“

Sieben Hallen von AwI von Brija

Siebte Halle, das Allerheiligste

137) Die siebte Halle ist formlos; alles ist in ihr verborgen. Alle Hallen stehen im Geheimnis der Geheimnisse, in dem Vorhang, der ausgebreitet wurde, damit die beiden Cherubim, die in SoN sind, nicht gesehen werden. Das bedeutet, dass alle Hallen von unten aufgestiegen sind und sich in diesem Vorhang vermischt haben, um SoN während des Siwug zu bedecken. Dadurch haben die Hallen die Kraft, sich bis dorthin zu erheben. Dieser Vorhang trennt die sechs heiligen Hallen von der siebten Halle, dem Allerheiligsten.

Im Inneren des Vorhangs befindet sich der Gnadenstuhl, die Form des Allerheiligsten, denn dort ist der Platz für den Siwug. Deshalb wird die Halle auch das Allerheiligste genannt. Das Allerheiligste ist ein Platz, der dafür korrigiert wird, um eine hohe Seele zu empfangen – die Einschließung von allem, die Kommende Welt der Höheren.

In dieser Halle des Allerheiligsten, die die Halle von Bina ist, wird die höhere Seele empfangen, die alles einschließt. Sie wird Yechida genannt, weil die ersten drei Hallen zu NaRaNCHaY von Neshama wurden, die nächsten drei zu NaRaNCHaY von Chaja, und diese siebte Halle ist Yechida.

Diese Halle ist die Kommende Welt der Höheren, denn all diese sieben Hallen sind die sieben Hallen von AwI, die „Höhere“ genannt werden. Deshalb ist die siebte Halle nicht nur Bina, sondern Bina von AwI, Bina der Höheren.

138) Wenn sich also alle Geister der Hallen miteinander verbinden und sich richtig ergänzen, erwacht der höhere Geist, also die Seele von allem, der hohe Gott, der verborgener ist als alles Verborgene, AA. Er wird allem geben, indem er von oben herabsteigt, um im Leuchten der Rechten zu leuchten und sie zu ergänzen, damit die Kerzen mit dem Leuchten der Linken entzündet werden.

139) Wenn alles vollkommen ist mit dem Licht, das allen leuchtet, und das Höhere Licht herabsteigt, empfängt die siebte Halle, die in einer Verhüllung verborgen ist, die alles verdeckt – das Allerheiligste – das herabsteigende Höhere Licht. Sie wird von dort aus gefüllt, wie ein Weibliches vom Männlichen geschwängert und gefüllt wird.

Sie wird einzig und allein deshalb gefüllt, weil die Halle mit einer Verhüllung korrigiert wurde, die alles verbirgt, um das Höhere Licht zu empfangen. Gäbe es also die Korrektur der Verhüllung nicht, könnte sie das Höhere Licht nicht empfangen.

Die siebte Halle ist der Ort für die Verbindung des Siwug, um die Siebte mit der Siebten zu verbinden, damit alles zu einer Vollkommenheit wird, so wie es sein sollte. Das ist so, weil die sechste Halle die Verbindung der Sechsten der Hallen mit der Sechsten von SA ist, was der Siwug de Neshikin (Kuss-Siwug) ist. Die siebte Halle ist ein Siwug der Siebten der Hallen mit der Siebten von SA. Während des Aufstiegs der Hallen zu Azilut stellt jede Phase in SA einen Siwug mit ihrer entsprechenden Phase in den Hallen her.

140) Wer es versteht, diese Verbindung herzustellen, ist glücklich. Er wird oben geliebt und unten geliebt; der Schöpfer fällt Urteile, und Er hebt sie auf.

Ist es denkbar, dass der Gerechte den Willen seines Herrn verleumdet, dass er den Willen des Schöpfers aufhebt? Vielmehr, wenn der Gerechte Bindungen knüpft und weiß, wie man Vereinigungen vereint, leuchten alle Gesichter auf, die Vollkommenheit wird erreicht, und alles wird gebührend gesegnet. So werden alle Urteile entfernt und aufgehoben, und es gibt überhaupt kein Urteil in der Welt. Er ist glücklich in dieser Welt und in der nächsten.

Die Verurteilung durch den Schöpfer und das Aufheben durch den Gerechten bedeutet, dass durch die vielen Lichter, die der Gerechte durch die von ihm ausgeführten Vereinigungen anzieht, diese Lichter die Verordnungen und Urteile der Welt aufheben. Alles, was über den Gerechten gesagt wurde, bezieht sich auf das, was er hier unten in dieser Welt tut. Deshalb steht über ihn geschrieben: „Ein Gerechter ist das Fundament der Welt“, denn der Gerechte ist die Grundlage der Existenz der Welt.

141) So wie das Gebet des Gerechten, so wird es auch durch die Opfergabe vollzogen. Der Rauch des Opfers steigt auf und versorgt jede Halle mit dem, was sie braucht, genau wie es beim Gebet des Gerechten und den Vereinigungen, die er ausführt, der Fall ist. Die Priester, mit ihrem Verlangen, Zufriedenheit nach Oben zu bringen, und die Leviten, durch die Melodie des Liedes, das sie singen, während sie das Opfer darbringen, sind ineinander eingeschlossen – die Leviten in den Priestern und die Priester in den Leviten. Denn die Priester dehnen sich nach rechts aus und die Leviten nach links, denn einer ohne den anderen ist unvollständig.

Eine Halle tritt in die andere ein, Geist in Geist, bis sich alle an ihren rechtmäßigen Plätzen verbinden, wie es sein soll. Organ zu Organ steigen sie zu Azilut auf, zu SoN, und jede Phase von SA verbindet sich mit ihrer entsprechenden Phase in den Hallen. Sie ergänzen sich durch den Siwug. Sie vereinen sich miteinander, bis sie durch einen Siwug de Neshikin (Kuss-Siwug) eins werden und durch die Umarmung miteinander leuchten.

142) Zu diesem Zeitpunkt kommt die höchste Seele von Oben und leuchtet über ihnen, und alle Kerzen, die Sefirot, leuchten in vollem Umfang, wie es sein sollte, bis dieses Höhere Licht erweckt wird und alle Hallen in das Allerheiligste, die siebte Halle, in einem Siwug von Sieben in Sieben eintreten. Die siebte Halle wird gesegnet und gefüllt werden wie eine Quelle, die unaufhörlich sprudelt, und alle Hallen werden Oben und unten gesegnet.

143) Hier liegt das Geheimnis der Geheimnisse, ein Licht, das nicht bekannt ist und nicht in die Zählung der zehn Sefirot eingeht – das Verlangen, das nie wahrgenommen wird, das Or Yechida. Das ist so, weil die zehn Sefirot mit Chochma – CHaBaD, CHaGaT, NeHJM – beginnen und das Or Yechida in ihnen vollkommen versüßt ist, durch und durch. Dieses Verlangen wird weder erkannt noch wahrgenommen, auch nicht in Gedanken, sodass alle Stufen sich vereinen und durch Ejn Sof zu einem Verlangen werden.

Wenn das Or Yechida die Stufen durch und durch versüßt und eingekleidet hat, vereinen sich alle Stufen in seinem Leuchten und werden zu einem Verlangen, das bis zu Ejn Sof vereint ist. Dann ist alles in Vollkommenheit – von Oben und von unten, von innen heraus –, bis alles eins wird.

Das ist so, weil die Stufen auf zwei Arten voneinander getrennt sind: entweder durch die Unterscheidung von „Höherer“ und „Unterer“, wobei das Bessere höher und das Schlechtere niedriger ist, oder durch die Unterscheidung von außen und innen, wobei das Bessere innerlicher ist. Durch die Einkleidung des Or Yechida werden sie alle eins – sowohl die, die in höher und niedriger aufgeteilt sind, als auch die, die in innerlicher und äußerlicher aufgeteilt sind.

144) Dieses Verlangen, das Or Yechida, kleidet sich nicht in die Stufen, obwohl es in ihnen verborgen bleibt, bis sie alle so vollendet sind wie am Anfang und in allen Aspekten glänzen, sowohl im Leuchten von Chochma als auch im Or Chassadim.

Dann wird dieses Verlangen, das nicht wahrnehmbar ist, versüßt und kleidet das Innere auf verborgene Weise. Glücklich ist derjenige, der sich zu diesem Zeitpunkt an seinen Herrn anhaftet; er ist oben vollkommen und unten vollkommen. So steht über ihn geschrieben: „Dein Vater und deine Mutter werden sich freuen, und die, die dich geboren hat, wird sich freuen.“

145) Weil sie alle durch einander vollendet sind und sich in einer Verbindung miteinander verbinden, und die höhere Seele, Bina, für sie von Oben leuchtet – und alle Lichter eine einzige Kerze sind, in Vollkommenheit – nimmt ein einziges Verlangen des Gedankens das Licht wahr, das nicht wahrnehmbar und unbekannt ist. Ein Verlangen des Gedankens ist das Or Chaja, das Licht, das nicht wahrnehmbar ist, ist das Or Yechida, und sie bekleiden sich gegenseitig.

Wenn alle Hallen vollendet sind und die höhere Seele, Bina, in ihnen leuchtet, kleidet sich das Or Chaja. Es heißt „ein Verlangen des Gedankens, innerhalb des Or Neshama, und das Or Yechida innerhalb des Or Chaja.“ Das Or Chaja nimmt in sich das Licht wahr, das nicht wahrnehmbar ist, also das Or Yechida. Und obwohl sich das Or Yechida in das Or Chaja kleidet, glänzt es sich darin immer noch auf eine heimliche Weise.

Und nicht nur das Verlangen des Gedankens – das Or Chaja, das das Or Yechida kleidet – nimmt wahr, ohne zu wissen, was es wahrnimmt, da es in ihm auf eine geheime Weise glänzt, sondern das Verlangen des Gedankens leuchtet durch ihn hindurch und wird von ihm versüßt, indem es ihn kleidet. Auch werden alle voll und vollkommen, und glänzen durch sein Licht und werden angemessen versüßt. Es steht geschrieben: „Glücklich ist das Volk, bei dem dies der Fall ist. Glücklich ist das Volk, dessen Gott der Ewige ist.“

146) Wer damit belohnt wird, auf diese Weise an seinem Herrn zu haften, erbt alle Welten. Er wird oben geliebt und unten geliebt; sein Gebet bleibt nicht unerhört. Wer vor seinem Herrn reumütig ist, wie ein reumütiger Sohn vor seinem Vater, dem gewährt Er seinen Wunsch in allem, was geboten ist, und seine Ehrfurcht wird auf alle Menschen übertragen. Er verurteilt, und der Schöpfer vollstreckt. So steht über ihn geschrieben: „Du wirst ein Urteil fällen, und es wird für dich gegründet werden, und Licht wird auf deine Wege scheinen.“