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Es werde Licht

28) „Und Gott sagte: ‚Es werde Licht!‘, und es ward Licht.“ Das ist der Anfang, um die Geheimnisse, wie die Welt im Besonderen erschaffen wurde, zu finden. Bis jetzt wurde die Schöpfung der Welt im Allgemeinen erklärt, im Vers „Im Anfang schuf Gott“. Danach wurde das Allgemeine wieder zu:
Allgemeines;
Besonderes und Allgemeines.

Kommentar: Zuerst wird die Schöpfung der Welt im Allgemeinen erklärt, im ersten Vers „Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde.“ Es wurden keine Einzelheiten darüber erklärt, wie der Himmel und die Erde erschaffen wurden. Danach jedoch wurden alle Einzelheiten des Schöpfungsaktes erklärt, von der ersten Äußerung „Es werde Licht“ bis zum Vers „Und Gott sah alles, was Er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Und der Himmel und die Erde waren vollendet.“ Somit wurde nun das Allgemeine, der erste Vers, eingeteilt in: Allgemeines;
Besonderes und Allgemeines,
da der Vers „Im Anfang“ das erste Allgemeine ist;
die Worte „Es werde Licht“ und die folgenden Worte sind das Besondere
und die Worte „Und (Gott) sah“ sind das letzte Allgemeine.

29) Bis hierhin hing alles in der Luft (Awir), die von Ejn Sof vermittelt wird. Noch könnte man fragen: Aber es steht doch geschrieben: „Und die Erde war Tohu weBohu (wüst und leer)“, was ein Teil der Schöpfung ist und nicht das Ganze, da bis jetzt alles in der Luft hing, denn es gab lediglich die Stufe der Luft (Awir) in der Welt, SA, das Licht von Nefesh-Ruach in den Gefäßen von Keter-Chochma, wie es geschrieben steht: „Und der Geist Gottes schwebte über dem Gesicht des Wassers.“ Somit wird das noch nicht als die Erschaffung der Welt im Besonderen angesehen, weil GaR fehlen. Vielmehr heißt das, dass die Schöpfung noch in Ejn Sof eingeschlossen ist und noch nicht offenbart wurde.

Als sich die Kraft durch den oberen Palast, der Elokim ist, ausbreitete, steht über ihn eine Äußerung geschrieben: „Und Gott sagte.“ Der obere Palast, ISHSuT, ist der zweite Palast von AA. Zuerst kam der Palast aus Rosh von AA, der Asher ist, heraus - ein Rosh, der aus Reshit hervorging; und ISHSuT ist der Name Elokim, in dem es fünf Buchstaben KaCHaB TuM gibt. Und als Er Rosh von AA verließ, blieben lediglich zwei Buchstaben MI von Elokim in ihm zurück, die Stufe der Awir in den Gefäßen von Keter-Chochma, die MI sind. Dann leuchtete der Name Elokim nicht mehr im Palast, denn ihm fehlten die Buchstaben ELeH von Elokim. Anschließend wurden durch ein höheres Leuchten die drei Buchstaben ELeH wieder zu ISHSuT zurückgebracht, und der Name Elokim war wieder vervollständigt, leuchtete im Palast, und die Stufe von GaR kam in ihm hervor.

“Als sich die Kraft durch den oberen Palast ausbreitete”, als die drei Buchstaben ELeH in den Palast, Elokim, zurückkehrten, was die Vollendung der fünf Buchstaben von Elokim ist. Eine Äußerung ist darin geschrieben. Das Wort „Und (Gott) sagte“ ist darin geschrieben, was einen Siwug zum Geben von GaR bedeutet. Dies ist der erste allgemeine Teil der Schöpfung der Welt, da zuvor das Wort „Und (Gott) sagte“ - das ein allgemeiner Teil ist - nicht geschrieben war. Und obwohl der Vers „BeReshit“ auch eine Äußerung ist, welche die zehn Äußerungen im Schöpfungsakt ergänzt, steht „Und (Gott) sagte“ nicht in ihm geschrieben, denn er ist etwas im Allgemeinen. „Und (Gott) sagte“ ist etwas im Besonderen. So sind die Worte „Und Gott sagte: ‚Es werde Licht‘“ der Anfang des Besonderen der Schöpfung der Welt.

30) „Und (Gott) sagte“ steht zur Frage und zum Erkennen bereit. Das ist so, weil „Und (Gott) sagte“ die Buchstaben von MI Or (auf Hebräisch) hat, die eine Frage anzeigen. Dies ist Parzuf ISHSuT, von dem gesagt wurde, dass er MI ist, der zur Frage bereit steht, im Gegensatz zu den Höheren AwI, von denen diese Mochin nicht ausgebreitet werden, weil sie nicht zur Frage bereitstehen, da sie AwI sind, die nicht bekannt sind.

„Und (Gott) sagte“ zeigt auf eine Kraft, die mit Schwung erhoben wurde, und der Schwung war in einem Flüstern. „Und (Gott) sagte“ ist Aba, Elokim ist Ima, also die Unteren AwI, ISHSuT. Du weißt bereits, dass das Hervorkommen von Mochin von Gadlut dadurch geschieht, dass die Buchstaben ELeH von Bina vom Platz von SoN zu Bina zurückkehren, um den Namen Elokim zu vervollständigen.

„Und (Gott) sagte“ zeigt die Kraft an, die mit einem Schwung erhoben wurde, welcher die Buchstaben ELeH vom Platz SoN zum Platz Bina schwang, weil dieser Schwung durch das Leuchten von Aba gemacht wurde, was im Wort „Und (Gott) sagte“ angedeutet wird. Und der Schwung, den das Leuchten von Aba macht, geschieht heimlich, in einem Flüstern. Das heißt, das Leuchten von Chochma ist außerhalb von ihm nicht bekannt, sondern das Licht ist an seinem Platz wegen des Mangels an Or Chassadim verborgen, denn Chochma leuchtet nicht ohne ein Gewand aus Or Chassadim.

Das Licht wird von Ejn Sof am Rosh des Gedankens ausgebreitet, in der Essenz von Bina, in ihren GaR, die „der Kopf des Gedankens“ genannt werden, und nicht zu SaT des Gedankens. Das ist so, weil GaR das Or Chochma auch ohne Gewand von Chassadim empfangen können, daher breitet sich das Licht in ihnen aus, obwohl es dort kein Chassadim gibt. Aber SaT können das Or Chochma nicht ohne ein Gewand von Or Chassadim empfangen, und weil dort das Or Chassadim fehlt, kann sich das Or Chochma nicht in ihnen ausbreiten.

„Und Gott sagte“ bedeutet, dass dieser Palast nun den heiligen Samen gezeugt hat, mit dem sie zuvor befruchtet worden war. Der Palast ist Bina, genannt ISHSuT. Der heilige Samen ist SoN. Nachdem nun Aba, der „Und (Gott) sagte“ ist, die Buchstaben ELeH geschwungen und sie zu Ima, MI, zurückgebracht hatte und die Buchstaben von Elokim in ihr, Ima, dem Palast, vervollständigt wurden, gebar sie SoN, die an den Buchstaben ELeH haften, mit denen sie befruchtet worden war.

Das ist so, weil die Buchstaben ELeH während des Austritts von Bina aus dem Rosh auf die Stufe von SoN gefallen waren und so mit SoN zu einer Stufe wurden. Das ist so, weil die Regel gilt, dass der Höhere, der zum Unteren hinabsteigt, wie dieser wird. Ebenso wird der Untere, der zum Höheren aufsteigt, wie dieser. Deshalb, als das Leuchten von Aba die Buchstaben ELeH an den Platz von Bina schwang, stiegen SoN, die als eine Stufe mit ihnen verbunden waren, mit ihnen auf, und SoN verbanden sich ebenfalls mit Bina. Es heißt, dass Bina mit SoN befruchtet wurde, weil SoN an ihr anhaften und für sie zu einem heiligen Samen wurden, denn wenn sie an ihr anhaften, empfangen sie Mochin der Heiligkeit von Aba, genau wie Bina selbst. Das ist die Bedeutung des Fötus, der isst, was seine Mutter isst.

Bina gebar SoN in einem Flüstern, und das Geborene wurde draußen gehört. Das scheint verwirrend, da ihr Gebären und das Geborene dieselbe Sache sind. Und wenn sie in einem Flüstern gebar, dann war das Neugeborene draußen nicht zu hören.

Doch gibt es hier zwei Geburten:
1. Die Geburt der Mochin für SoN, während sie noch in Bina sind.
2. Die Geburt von SoN, um sie vom Platz von Bina in ihre eigene Stufe zu bringen.

Tatsächlich wird die Geburt der Mochin – die durch das Schwingen der Buchstaben ELeH zum Platz von Bina geschieht, wenn Bina zu Rosh von AA zurückkehrt – als Leuchten in einem Flüstern bezeichnet, ohne Ausbreitung nach außen, weil es an Chassadim mangelt. Und es wurde gesagt, dass sie in einem Flüstern gebar, was sich auf die Geburt der Mochin bezieht.

Die Geburt von SoN selbst und ihr Austritt vom Platz von Bina zu ihrem eigenen Platz geschah jedoch durch den Siwug von Bina auf dem Massach von SoN, was die Stufe Chassadim hervorbringt, um das Or Chochma in Chassadim zu kleiden. Zu diesem Zeitpunkt gebiert sie SoN und senkt sie an ihren eigenen Platz. Und jetzt, da Chochma sich in Chassadim gekleidet hat, sind die Mochin draußen zu hören, was bedeutet, dass sie sich ausbreiten.

Derjenige, der SoN geboren hat, hat sie im Flüsterton geboren; es war überhaupt nicht zu hören. Das bezieht sich auf die Geburt der Mochin für SoN während sie sich in Bina befinden, denn dann sind sie im Verborgenen. Wenn SoN Bina verlassen, ist eine Stimme draußen zu hören, und das hängt mit dem Austritt von SoN aus Bina zu ihrem eigenen Platz zusammen, was nach dem Hervorbringen der Stufe von Chassadim auf dem Massach von SoN erfolgte, als die Stufe von Chochma sich in Chassadim kleidete und sich nach außen ausbreitete, um den Unteren zu leuchten

Wir sollten wissen, dass die ganze Ursache für die Geburt von SA und seinen Austritt aus Bina der Siwug auf dem Massach von SA ist, um die Stufe von Chassadim so auszubreiten, dass das Einkleiden von Chochma in Chassadim und die Geburt von SA als eins erfolgen. Das ist so, weil durch diesen Siwug deutlich wird, dass die Stufe von SA nicht zu Bina gehört, und diese Ungleichheit der Form heißt „Geburt“.

31) „Es werde Licht.“ Alles, was hervorkommt und in den Welten ausgestrahlt wird, kommt in diesem Vers „Es werde Licht“ hervor. Das heißt, die Funktionsweisen des Siwug, die im Vers „Es werde Licht“ erklärt werden, funktionieren auf die gleiche Weise bei der Ausstrahlung der Mochin aller Stufen.

Das Wort Yehi (Es werde) deutet auf AwI hin, Yud-Hej von Yehi (Yud-Hej-Yud). Yud deutet auf Aba hin, Hej deutet auf Ima hin, also die Unteren AwI, die ISHSuT genannt werden. Nach den Buchstaben Yud-Hej im Wort Yehi steht wieder ein Punkt, Yud, wie das erste Yud, so wie es geschrieben steht “Yehi” um der Anfang für eine Ausbreitung von etwas anderem zu sein.

Das ist so, weil das Yud, das am Ende des Wortes Yehi -nach AwI, die Yud-Hej sind -  steht, andeutet, dass dieses Yud in das Or (Licht = Alef-Waw-Resh) von AwI eintrat, das zur Stufe von Awir (Luft = Alef-Waw-Yud-Resh) wurde, da die Buchstaben ELeH von Elokim von ihnen abfielen und zum Platz von SoN hinabstiegen, sodass lediglich MI von Elokim in ihnen zurückblieb, Ruach.

Aus diesem Grund wurden AwI vermindert und empfingen ein Yud in ihrem Or. Dadurch wurde ein Anfang für die Ausbreitung der Mochin zu einem anderen Parzuf gemacht, SoN, denn aufgrund ihrer Verminderung stiegen die Buchstaben ELeH zu SoN hinab. Später, wenn die Buchstaben ELeH zu ihnen zurückkehren, steigen SoN mit ihnen auf und empfangen Mochin von ihnen. So wurde durch den Eintritt des Yud ins Or, Yud-Hej, das zu Awir (Luft) wurde, ein Anfang für die Ausbreitung der Mochin für SoN gemacht, von denen es geschrieben steht: „Es werde Licht.“

32) Die Worte “Or” (Licht), “Yehi Or” (Und es ward Licht) sind keine Neuerung des Lichts, sondern eine Rückkehr des Lichts das AwI bereits hatten, da das Yud, welches das Licht von AwI zu Awir verminderte, sie wieder verließ und so das Licht zu AwI zurückkehrte, wie es in ihnen gewesen war, bevor sie vermindert wurden.

Die Ausbreitung des Lichts von „Es werde Licht“ ist eine Ausbreitung, die sich ausbreitete und in der Verhüllung des Höheren, den verborgenen AwI, AA, zerteilt wurde. Somit gibt es hier eigentlich kein neues HaWaYaH, sondern die Vollkommenheit, die vor der Zerteilung existierte, erschien wieder.

Zuerst zerteilte Er die Zehn Sefirot von AwI und brachte aus sich selbst einen einzigen, verborgenen Punkt hervor. Das liegt daran, dass Ejn Sof die Zehn Sefirot von AwI mit seiner eigenen Awir zerteilte und diesen Punkt, Yud, offenbarte, der in das Licht von AwI gegeben wurde, welches so ebenfalls zu Awir wurde.

Kommentar: Dieses Licht ist nicht das Or Chochma von AA, sondern das Licht von Bina von AA, denn als sie in Rosh AA war, wurde Bina auch als Chochma angesehen und als die Chochma von AA sie aus dem Rosh in seinen Guf brachte, wurde sie zu WaK ohne GaR, zu Chochma.

Zu dieser Zeit werden die Zehn Sefirot von als zerteilt Bina angesehen, weil ihre GaR der Lichter aus ihren NaRaNCHaY entschwanden und die unteren Gefäße – Bina, Tiferet und Malchut – sich von ihrer Stufe trennten und zu SoN hinabgestiegen sind, wobei nur die Gefäße  Keter-Chochma mit dem Licht Nefesh-Ruach in ihr verblieben. Dies wird in den Gefäßen als “Zerteilung” und im Licht, das in ihr war, als “Awir” (Luft) angesehen. Diese Bina von AA ist in AwI gekleidet, was sich im Yud-Hej von Yehi andeutet, sodass alles, was AA an AwI geben will, er zuerst in seiner eigenen Bina macht und was seiner Bina gegeben wird, wird dann AwI gegeben.

Aus diesem Grund zerteilte er zunächst die Zehn Sefirot der Gefäße, die Bina hatte, während sie in Rosh AA war, der den Massach zum Gefäß von Chochma erhob und dort einen Siwug machte. Dadurch wurden die drei Gefäße – Bina, Tiferet und Malchut – zerteilt und stiegen von Bina zu SoN hinab, und er brachte einen einzigen verborgenen Punkt aus sich selbst hervor. Dadurch brachte er in Bina einen verborgenen Punkt, Yud, hervor, der in das Licht eintrat, das sie hatte und ihr Licht wurde zu Awir, da GaR – Neshama, Chaja, Yechida – von ihr entschwanden und sie lediglich in der Stufe Nefesh-Ruach verblieb, Awir, aus seinem eigenen Geheimnis, seinen WaK, da “ein Geheimnis” der Aspekt von Achoraim (Rückseite) des Or Chochma ist, WaK ohne GaR.

So wurde Ejn Sof von seiner eigenen Awir gerteilt, weil AA zuerst einen Siwug auf dem Massach unterhalb seiner eigenen Chochma durchführte. Dadurch nahm er Bina heraus, von Rosh nach WaK; die drei Gefäße – Bina, Tiferet und Malchut, ELeH von Elokim – wurden von ihr getrennt und nur die Gefäße Keter-Chochma, MI von Elokim, verblieben in ihr. Er offenbarte den Punkt von Yud in dem Licht, das sie hatte, und das Licht wurde zu Awir. Diese Handlung von AA wird „ein Samen aus Seide“ genannt. Er nennt AA Ejn Sof, weil jeder Ausströmende Ejn Sof heißt, weil er nur mit dem Licht von Ejn Sof in sich ausstrahlt.

Danach kehrte AA zurück und senkte den Massach unter Chochma, zum Platz von Malchut, wodurch die drei Gefäße – Bina, Tiferet und Malchut –  ebenso wie das vollständige Licht von NaRaNCHaY der Lichter, wieder auf die Stufe von Bina zurückgebracht wurden. Zu diesem Zeitpunkt breitete sich das Yud aus und verließ ihre Awir, denn sobald Yud die verborgene Awir verlassen hatte, wurde Awir (Luft) wieder zu Or (Licht), d. h. zu einem Licht, das mit NaRaNCHaY vollständig war, dem Or Chochma. Wenn also AA AwI die Katnut vermitteln will, fügt er Yud in sein Licht ein und wird zu Awir. Und wenn er ihnen Mochin von Gadlut geben will, senkt er das Yud wieder aus der Awir und sie wird wieder Or (Licht).

33) Als der erste Punkt von AA, Yud, gefunden wurde, offenbarte sich sein Licht auf ihr in Form von “Erreichen und Nicht-Erreichen”. Als sich der Punkt ausbreitete, wurde das Licht offenbart, das aus der Awir übrig geblieben war. Nachdem der Sohar die Wege der Hervorbringung der Mochin von Katnut und Gadlut in Bina von AA selbst erklärt hat, erklärt er hier die Reihenfolge der Vermittlung von Mochin an AwI. Er teilt sie in drei Phasen ein, welche drei Punkte sind: Cholam, Shuruk, Chirik.

1. Cholam: Als es den ersten Punkt von AA, Yud, gab, bevor Yud die Awir verließ, offenbarte sich sein Licht auf ihr in Form von “Erreichen und Nicht-Erreichen”. AA leuchtete am Punkt von Cholam über den Buchstaben, welche die Gefäße von Bina sind, zu Bina. Daher erreichte das Licht Bina in Form von “Erreichen und Nicht-Erreichen” – “Erreichen” mit Chassadim und “Nicht-Erreichen” mit Chochma. Das ist so, weil das Or Chochma in Rosh AA verblieb und Bina - die zu Guf AA, zu WaK, austrat - nicht erreichte.

2. Shuruk: Als der Punkt, Yud, sich ausbreitete und aus Awir herauskam, ging das Or Chochma heraus, und das ist das Wort Or (Licht), das nach dem Austritt des Yud aus dem Wort Awir übrig bleibt. Dies ist das Licht, das ursprünglich in Bina war während sie in Rosh AA war und das mit ihrem Austritt aus dem Rosh verschwand. Jetzt ist es zu ihr zurückgekehrt und existiert in ihr. Darüber steht geschrieben: „Und es ward Licht“, was bedeutet, dass es hier keine Neuheit in der Wirklichkeit gibt, sondern dass dies jenes Licht ist, welches bereits in Bina gewesen war.

Das Licht verließ sie und wurde verhüllt, denn als das Licht mit der Rückkehr von Bina zu Rosh AA verschwand, nach dem Siwug auf dem Massach am Platz von Malchut hinabstieg und sie die drei Buchstaben ELeH zusammen mit den SoN, die an ihnen hingen, auf ihre Stufe erhob, verließ das Or Chochma sie und kleidete sich nicht in die Buchstaben ELeH oder in SoN, die in einem Ibur (Empfängnis) an ihnen hingen, weil es am Gewand  von Chassadim mangelte. Stattdessen wurde es am Punkt von Shuruk verborgen, weil das Or Chochma nicht von ihnen verschwand, sie es jedoch nicht empfangen konnten, obwohl es in ihren Gefäßen war, weil ihnen das leuchtende Gewand der Ehre fehlte.

Aus diesem Grund heißt es, dass das Licht in der Verhüllung leuchtet. Daher verblieb ein Punkt in Bina, welchen Chochma immer mit ihren Gefäßen erreicht – der Punkt von Shuruk, den Chochma immer auf verborgene Weise erreicht.

3. Chirik erreicht und erreicht nicht. Er erreicht Chassadim und erreicht nicht Chochma. Er leuchtet in ihr so wie im Leuchten des ersten Punkts, aus dem er hervorgegangen ist, durch den Siwug, der auf dem Punkt von Chirik von SoN gemacht wurde, die an den Buchstaben ELeH hängen. Dieser Punkt von Chirik leuchtet in ihm wie das Leuchten des ersten Punkts, aus dem er hervorgegangen war. Sie breitet sich die Stufe von WaK in Bina auf selbe weise aus, wie AA in ihr leuchtete als sie ein Punkt von Yud in ihrer Awir war, Or Chochma.

In diesem Moment haften sie aneinander. Das Or Chochma vom Punkt von Shuruk kleidet sich in das Or Chochma vom Punkt von Chirik, und sie leuchten zusammen. Sie leuchten in dem einen und in dem anderen. Daraus folgt, dass ISHSuT in den beiden Punkten zusammen leuchtet, im Or Chochma und im Or Chochma, und ISHSuT werden mit vollkommenen Mochin in vier Farben CHuB CHuG (Chochma, Bina, Chessed, Gwura)  vervollkommnet, da sie CHuB von Rosh AA empfangen haben und CHuG durch den Siwug auf dem Punkt von Chirik empfangen haben.

34) Wenn Parzuf AwI zu Rosh AA aufsteigt und dort die Mochin der drei Punkte empfängt, erheben sich alle und vereinen sich mit ihm. Auch SoN, die an den Buchstaben ELeH von AwI hängen, erheben sich mit AwI und empfangen diese Mochin von ihnen. Der Sohar erklärt die Korrektur der Linien in den Gefäßen von SoN, denn nachdem er die Reihenfolge der Ausbreitung der Mochin in Bezug auf die Lichter, in den drei Korrekturen – Cholam, Shuruk, Chirik – erklärt, hat kommt er dazu, die Reihenfolge der Ausbreitung der Mochin in Bezug auf die Gefäße zu erklären, die „drei Linien“ genannt werden: die Rechte, die Linke und die Mittlere, welche zwischen ihnen entscheidet.

Es gibt viele Bezeichnungen für die Zehn Sefirot, je nach ihren Beziehungen. In Bezug auf das Einkleiden der Lichter in die Gefäße werden die Zehn Sefirot KaCHaB TuM oder ChaGaT NeHJM genannt. In Bezug auf die Gefäße werden die Zehn Sefirot zweiundzwanzig Buchstaben genannt. Demnach müsste es fünf Buchstaben KaCHaB TuM oder sieben Buchstaben ChaGaT NeHJM geben, warum sind es also zweiundzwanzig Buchstaben? Das liegt daran, dass sich die Buchstaben von den sieben Sefirot CHaGaT NeHJM von AwI ausbreiten.

Zumal es in ihren Mochin drei Phasen gibt – Cholam, Shuruk und Chirik – breiten sich von diesen drei Arten der Ausbreitung der sieben Gefäße aus:
1. Sieben Gefäße breiten sich vom Punkt von Cholam aus. Diese heißen Rechte Linie.
2. Sieben Gefäße breiten sich vom Punkt von Shuruk aus, und diese heißen Linke Linie.
3. Sieben Gefäße breiten sich vom Punkt von Chirik aus, und diese werden als Mittlere Linie bezeichnet.
Zusammen sind es einundzwanzig Gefäße.

Dennoch gibt es am Punkt von Chirik eine weitere Phase der sieben Sefirot CHaGaT NeHJM von AwI, nämlich den Massach von SoN. Deshalb wird diese Phase ebenfalls als Gefäß betrachtet, sodass es insgesamt zweiundzwanzig Gefäße sind, die als „zweiundzwanzig Buchstaben” bezeichnet werden. Die zweiundzwanzig Buchstaben sind also dasselbe wie SaT, aber in Bezug auf die Gefäße selbst werden die Sefirot „Buchstaben“ genannt, und es sind zweiundzwanzig wegen der Korrektur der drei Linien in ihnen.

Wenn Parzuf AwI zu Rosh AA aufsteigt, steigen alle auf und vereinen sich mit ihm. Zu diesem Zeitpunkt ist er in der Form von „Erreichen“, GaR, und ist am Platz von Ejn Sof, der AA ist, verborgen, und alles wird eins.
Kommentar: Wenn Parzuf AwI zu AA aufsteigt, wird er mit dem Or Chochma zu „Erreichen“, wie AA. Das Licht breitet sich jedoch nicht nach unten aus, sondern wird aufgrund des Mangels an Gewändern von Chassadim am Platz von AA verhüllt. Dies ist der Punkt von Shuruk.

Alle drei Punkte werden eins, und die beiden Punkte – Cholam, Chirik –, die anfangs in Form von “Erreichen und Nicht-Erreichen”, WaK, waren, sind nun durch ihre Vereinigung mit dem Punkt von Shuruk zu GaR geworden. Deshalb ist der Punkt, der im Licht war und es zu Awir machte - der Punkt von Cholam - nun vollkommenes Licht, das durch seine Vereinigung mit Shuruk zu GaR wurde.

Das Licht von SaT, CHaGaT NeHJM von AwI, breitete sich vom Punkt von Cholam aus, und die sieben Buchstaben des Alef-Bets leuchten in dieser Ausbreitung, da die Buchstaben die Gefäße sind. Außerdem breiten sich sieben Sefirot CHaGaT NeHJM von AwI vom Punkt von Cholam aus, und sieben Gefäße, die „sieben Buchstaben“ genannt werden, wurden in der Rechten Linie von SoN errichtet. Sie werden als rechts angesehen, weil der Punkt von Cholam immer als Licht gilt, da seine Essenz Chassadim ist und jedes Licht rechts ist.

Die Gefäße waren noch nicht erstarrt und noch flüssig, da eine flüssige Substanz keine starke Grenze hat, denn wenn flüssige Dinge aufeinandertreffen, vermischen sie sich an der Grenze mit dem anderen. Aber wenn das Flüssige erstarrt und fest wird, wird seine Grenze stark und geschützt, und sollte es auf eine andere feste Sache treffen, wird es deren Grenze in keiner Weise durchdringen, und ebenso verhält sich die andere Sache in Bezug zu ihm. Daher waren die Gefäße noch nicht erstarrt, sondern flüssig, was bedeutet, dass sie ihre Grenze, die Grenze der Rechten, nicht bewahrten, sondern noch mit den anderen Linien vermischt waren.

Danach kam die Finsternis hervor, und sieben weitere Buchstaben des Alef-Bets kamen darin hervor, weil die Ausbreitung des Leuchtens von SaT von AwI vom Punkt von Shuruk als Austritt der Finsternis angesehen wird, da Chochma darin ohne Chassadim ist und nicht leuchtet. Nach der Ausbreitung der sieben Sefirot – das sind die sieben Buchstaben – aus dem Leuchten des Punkts Cholam in die Rechte Linie von SA, kam die Finsternis hervor. Das ist die Ausbreitung der sieben Sefirot vom Punkt von Shuruk, und sieben weitere Buchstaben, die sieben Gefäße sind, kamen in dieser Ausbreitung der Finsternis hervor und wurden zur Linken Linie von SA.

Danach kam das Firmament hervor und beendete den Streit der beiden Seiten. Als die beiden Linien – rechts und links von SA – hervorkamen und sich ausbreiteten, jede in sieben Buchstaben, kam es zu einem Streit zwischen ihnen: Jede von ihnen wollte ihre Herrschaft über SA behalten und die Herrschaft der anderen aufheben, da jede von ihnen ein einzigartiges Verdienst hatte, welches in der anderen nicht existierte. Die Rechte Linie hat ein Verdienst, da sie ganz Licht ist und in einem nie endenden Siwug in den Höheren AwI leuchtet. Sie wollte die Linke Linie, die Finsternis, aufheben. Ebenso hat die Linke Linie ein Verdienst, weil sie das Or Chochma ist, das viel höher ist als das Or Chassadim auf der Rechten, und deshalb wollte sie das Leuchten der Rechten aufheben. Die Buchstaben wurden von Rachamim zu Din und von Din zu Rachamim geworfen, denn einmal gewann die Linke und die Buchstaben wurden alle zu Din, zur Finsternis, und einmal gewann die Rechte und sie wurden alle zu Rachamim, zum Licht. Sie waren noch nicht erstarrt und noch flüssig, drangen gegenseitig in ihre Grenzen ein und waren immer im Streit.

Der Streit ging weiter, bis sich das Leuchten des Punkts Chirik von SaT von AwI ausbreitete. Diese Ausbreitung wird „Firmament“ genannt, die Stufe des Or Chassadim, die in einem Siwug durch den Massach von SoN, die an den Buchstaben ELeH angehängt waren, entstand. Das Firmament beendete den Streit zwischen den beiden Seiten: Die Stufe des Firmaments entschied zwischen den beiden Linien, der rechten und der linken. Am Anfang verband es sich mit dem Or Chassadim auf der Rechten Linie und unterwarf die linke. Danach breitete es auch das Leuchten der Linken Linie aus und kleidete es in die Rechte Linie ein. So wurde dem Leuchten beider Bestand gegeben und der Streit beendet. Deshalb wird diese Ausbreitung als Mittlere Linie betrachtet, da sie zwischen der rechten und der Linken Linie entscheidet.

Acht weitere Buchstaben kamen in ihr hervor, und dann wurden sie alle zur Zahl zweiundzwanzig gemacht: vierzehn Buchstaben der beiden Linien – rechts und links – und acht der Mittleren Linie, die „Firmament“ genannt wird, also zweiundzwanzig. Das ist so, weil diese Ausbreitung, die „Firmament“ genannt wird, sich auch von den sieben Sefirot in Mochin von AwI in Bezug auf den Punkt von Chirik in ihnen ausbreitete. Daher gibt es hier sieben Buchstaben aus ihren CHaGaT NeHJM.

Es gibt hier noch eine weitere Phase, zusätzlich zu CHaGaT NeHJM von AwI, die sich auf die Awiut von SA bezieht. Der Punkt von Chirik ist der Massach von SA, und diese Awiut ist der achte Buchstabe. Daher gibt es acht Buchstaben im Firmament – sieben von AwI und einen von SoN.

Die sieben Buchstaben der rechten Seite und die sieben Buchstaben der linken Seite sprangen auf das Firmament und wurden alle in dieses Firmament eingraviert. Denn vor dem Hervorbringen der acht Buchstaben der Mittleren Linie, die „Firmament” genann bestehen, denn aufgrund des Streits wurden sie beim Hervorbringen des Firmaments, der Mittleren Linie, die das Leuchten beider vollständig bewahren kann, vom Din zu Rachamim und von Rachamim zu Din hin- und hergeworfen, und die vierzehn Buchstaben in den beiden Linien – rechts und links – hüpften und sprangen auf die Mittlere Linie, um von ihr Bestand zu erhalten.

Daraus folgt, dass die Mittlere Linie selbst die drei Linien und alle zweiundzwanzig Buchstaben einschließt. Deshalb steht geschrieben, dass sie alle in diesem Firmament eingraviert waren, dass alle zweiundzwanzig Buchstaben im Firmament errichtet wurden – acht Buchstaben von sich selbst und vierzehn Buchstaben von den beiden Linien, der rechten und der linken.

Die Buchstaben waren flüssig. Das Firmament erstarrte, die Buchstaben erstarrten mit ihm und wurden in ihrem Abbild so eingraviert und abgebildet, wie sie sein sollten. Das ist so, weil die Kraft des Erstarrens tatsächlich von der Linken Linie kommt, vom Punkt von Shuruk. Daher offenbart sie sich vor der Hervorbringung des Firmaments. Noch waren die Buchstaben jedoch flüssig, das heißt, sie waren nicht erstarrt genug, um fest zu sein, mit einer starken Grenze, bis das Firmament entstand und erstarrte, und dann waren die Buchstaben vollständig erstarrt.

Der Grund dafür ist, dass das vollkommene Erstarren nur von der Kraft des Massach in Nukwa von SA abhängt, die als Din angesehen wird, der achte Buchstabe des Firmaments. Deshalb konnten die Buchstaben, solange die acht Buchstaben des Firmaments sich nicht offenbarten, kein vollkommenes und festes Erstarren mit einer starken Grenze erhalten.

Dann wurde die Tora dort, in SA, eingraviert, um von dort nach außen zu leuchten. Nachdem die Grenzen der Buchstaben, welche die Gefäße sind, in allen drei Linien erstarrt waren und jede Linie ihre Buchstabenkombinationen richtig empfangen hatte, wurde Parzuf SA – der „Tora“ genannt wird – errichtet, um den Unteren zu leuchten.

35) Der Vers „Es werde Licht“ deutet auf den Namen „großer Gott“ hin, der aus der ersten Awir hervorkommt, zu der Zeit, als sie noch AwI in WaK waren, vor dem Austritt des Yud aus Awir. Nachdem der Sohar den ganzen Wandel der Mochin von Katnut zu Gadlut in drei Punkten und in drei Linien erklärt hat und wie das im Vers „Es werde Licht“ angedeutet ist, erklärt er, wie bei jedem Wandel diese Phasen in ihrer Form verbleiben, sogar nach der Gadlut, und wie sie in den fünf mal „Licht“ in den Schriften angedeutet sind.

Der Vers „Es werde Licht“ deutet den Namen „großer Gott“ an, weil der Vers „Es werde Licht“ die Sefira Chessed von SA andeutet, die Rechte Linie, die sich vom Punkt von Cholam von AwI ausbreitet, der „großer Gott“ genannt wird. Chessed von WaK wird „Gott“ genannt, und Chessed von GaR wird „großer Gott“ genannt. Deshalb wird er „Gott“ genannt, denn Er ist Chessed, der aus der vorherigen Awir von AwI aus der Zeit von Katnut kam, bevor das Yud aus der Awir von AwI herauskam. Er wird „groß“ genannt, da nun das Yud bereits die Awir von AwI verlassen hat und zum Licht von Gadlut zurückgekehrt ist, und SoN bereits von ihnen die Mochin von Gadlut empfangen haben.

„Und es ward“ ist die Finsternis, die Elokim genannt wird. „Und es ward“ bezieht sich auf die Sefira Gwura von SA, wenn sie sich lediglich von der Linken Linie, dem Punkt von Shuruk, ausbreitet. Zu dieser Zeit ist sie dunkel, da sie Chochma ohne Chassadim ist, und Er wird „ein Gott, der in Seinem Namen verborgen ist“ genannt. Er wird „Licht“ genannt, sobald die Linke in die Rechte eingeschlossen ist, denn nun, da rechts und links durch die Stufe von Chirik ineinander eingeschlossen sind, wurde das Licht von Chessed in der Rechten auf die Sefira Gwura auf der Linken ausgebreitet, und nun wird die Sefira Gwura auch „Licht“ genannt. Das ist so, weil sich dann aus dem Namen El, Chessed, der Name Elokim ausbreitet, und der Name Elokim wird auch zum Licht von Chessed.

Die Rechte wurde in die Linke aufgenommen, und die Linke in die Rechte. Die Rechte Linie ist in Chochma auf der Linken Linie aufgenommen, daher wird die Rechte „großer Gott“ genannt. Ebenso wurde die Linke, die aufgrund des Mangels an Chassadim in Finsternis war, nun in das Licht von Chessed der rechten Seite aufgenommen, und die Sefira Gwura wurde ebenfalls zu Licht, wie es geschrieben steht: „Und es ward Licht“, Gwura von SA.

36) „Und Gott sah, dass das Licht gut war“ bezieht sich auf die mittlere Säule in SA, die Sefira Tiferet in ihm, da Tiferet die Mittlere Linie ist, die zwischen den beiden Linien von SA, CHuG, entscheidet und deshalb „die mittlere Säule“ genannt wird.

Der Vers „Dass es gut war“, der über Tiferet gesagt wurde, zeigt, dass sie oben und unten und zu allen anderen Seiten leuchtete. “Sie leuchtete oben”, was bedeutet, dass sie mit den Mochin von AwI durch die Kraft der Stufe von Chirik entschied. “Leuchtete unten” bedeutet, dass sie zwischen der rechten und linken Seite in den Sefirot von SA selbst entscheidet. “Sie leuchtete zu allen anderen Seiten”, zu den Sefirot NeHJM unterhalb seines Chase. Tiferet von SA ist der Name HaWaYaH, der alle Seiten einschließt, also rechts und links, vorne und hinten, oben und unten. Dies erklärt, wie „Und Gott sah, dass das Licht gut war“ Tiferet von SA andeutet.

„Und Gott schied zwischen dem Licht und der Finsternis“ zeigt, dass Er den Streit zwischen rechts und links trennte, damit alles in Vollkommenheit sein würde. Nach dem Licht und der Finsternis oberhalb von Chase von SA wurden auch CHuG ineinander eingeschlossen, und die Finsternis in Gwura wurde wieder zu Licht, wodurch eine neue Trennung zwischen rechts und links entstand: Licht und Finsternis unterhalb des Chase, die Nezach und Hod sind. Das Licht ist die Sefira Nezach, die Finsternis ist die Sefira Hod.

37) „Und Gott nannte das Licht Tag.“ „Nannte“ bedeutet, dass Er rief und beschwor, um ein Licht aus dem vollkommenen Licht hervorzubringen, das in der Mitte steht, Tiferet, welches das Fundament der Welt ist und auf dem die Welt steht und aus dem die Seelen und alle Welten geboren werden, was ein Tag von der rechten Seite ist. „Nannte“ deutet auf eine Vorbereitung hin, die Sefira Jessod (Fundament) von SA aus Tiferet von SA auszustrahlen. „Und Gott nannte das Licht“ von Tiferet, um daraus die Sefira Jessod auszustrahlen, die „Tag“ genannt wird, da sie aus dem Or Chassadim auf der Rechten kommt.

„Und die Finsternis nannte Er ‚Nacht‘.“ Er rief und beschwor und brachte eine Nukwa von der linken Seite hervor, die Finsternis ist. Sie ist weiß und leitet die Nacht. Deshalb wird sie „Nacht“ genannt, wegen der Eigenschaft ihrer Herrschaft. Sie ist der Name ADoNaJ (gesprochen: Adni) und der Name „Herr über die ganze Erde“. Die Nukwa wird bei all diesen Namen genannt. „Und die Finsternis nannte Er ‚Nacht‘“, beschwor er, um aus der Finsternis, aus der Linken Linie, die Eigenschaft der Nacht für die Nukwa, die Sefira Malchut, ADoNaJ (gesprochen: Adni), hervorzubringen.

So wurde erklärt, wie die sieben Sefirot CHaGaT NeHJM in den Versen des ersten Tages des Schöpfungsaktes angedeutet sind. Im Folgenden erklärt er die Reihenfolge der Ausstrahlung von Jessod und Malchut.

Die sieben Tage der Schöpfung sind SA und seine Nukwa. Die sechs Tage sind die Sefirot CHaGaT NeHJ von SA – der erste Tag ist Chessed, der zweite Tag ist Gwura usw. Der siebte Tag ist Malchut. Da die Sefirot aber ineinander eingeschlossen sind, sind alle sieben Sefirot CHaGaT NeHJM in Chessed eingeschlossen, und ebenso in jeder Sefira. Deshalb hat uns der Sohar die sieben Sefirot CHaGaT NeHJM, die im ersten Tag des Schöpfungsaktes eingeschlossen sind, als CHaGaT NeHJM in Chessed erklärt.

38) Die Rechte trat in die vollkommene Säule in der Mitte ein, wenn sie in die Linke eingeschlossen ist. Das heißt, Chessed von SA, in der auch Gwura eingeschlossen ist, trat in seine Mittlere Linie, Tiferet, ein und SA steigt zum ersten Punkt, AA, auf.

Kommentar: So wie der Anfang der Ausstrahlung in SA durch einen Aufstieg zum Rosh von AA mit den Buchstaben ELeH von Ima erfolgte, wenn er mit ihnen verbunden ist und Ima ihm dort die Mochin in drei Punkten gibt – Cholam, Shuruk, Chirik –, so muss er für jede neue Phase, die in ihm entsteht oder die er der Nukwa vermitteln möchte, zu AA aufsteigen. Dort empfängt er erneut Mochin für die Phase, die er weitergeben will. Wenn er also Jessod von Gadlut von sich selbst oder seiner Nukwa weitergeben will, steigt er erneut mit AwI zum Rosh AA auf, um die Mochin von ihm zu empfangen. Das heißt, er steigt zum ersten Punkt, AA, auf.

Der Unterschied zwischen der Ordnung des Aufstiegs zu AA für die Ausstrahlung von Jessod und der Ordnung des Aufstiegs zu allen für die Ausstrahlungen der Nukwa besteht darin, dass für Jessod die Rechte von SA herrscht, also Chessed, und alles Licht ist, während die anderen beiden Linien in ihr eingeschlossen und ihr unterworfen sind. Beim Aufstieg für die Nukwa ist es umgekehrt: Der Aufstieg wird von der linken Seite beherrscht, und die beiden Linien rechts und Mitte sind der linken Seite unterworfen.

In der Ordnung des Aufstiegs für die Ausstrahlung von Jessod tritt also die Rechte, die in die Linke eingeschlossen ist, in die Mittlere Säule ein und steigt mit der Linken und der Mittleren zu AA auf, der „der erste Punkt“ genannt wird. So ist die Rechte herrschend, und die übrigen Linien sind ihr unterworfen. Sie steigt zu AA auf, um dort die Mochin aus ihrer entsprechenden Phase dieser Mochin zu empfangen, weil Jessod in erster Linie aus der Rechten Linie ausgestrahlt wird.

Dort, in AA, nimmt sie die drei Punkte – Cholam, Shuruk und Chirik, die „heiliger Same“ genannt werden – auf und erlangt sie. Das heißt, durch die drei Aussaaten, die Cholam, Chirik und Shuruk genannt wird, offenbaren sich die Mochin von Chochma, die „Heiligkeit“ genannt werden, und deshalb werden die drei Aussaaten „heiliger Same“ genannt.

Es gibt keinen Samen, der für Mochin gesät wird, außer in den drei Aussaaten Cholam, Shuruk, Chirik, was bedeutet, dass alle Mochin, die in den Welten hervorkommen, lediglich in der Abfolge der drei Punkte hervorkommen, von denen sich die drei Linien ausbreiten. Deshalb muss der Aufstieg, obwohl er von der Rechten beherrscht wird, die sich lediglich vom Punkt von Cholam ausbreitet, dennoch von allen drei Punkten empfangen.

So war alles - das Leuchten aller drei Punkte in der mittleren Säule, Tiferet - verbunden und strahlte Jessod der Welt aus, die Sefira Jessod von Gadlut, welche sich dazu eignet Seelen zu zeugen. Deshalb ist sie das Jessod (Fundament) der ganzen Welt. Und obwohl die Rechte von SA, welche die Sefira Chessed ist, der hauptsächliche Ausstrahlende von Jessod ist kann dennoch keine Bildung oder Zeugung erfolgen, wenn nicht von der mittleren Seite, die zwischen den Endungen entscheidet, was Tiferet ist, die in Bezug auf CHuG entscheidet.

Tiferet strahlt jedoch Jessod von den Mochin der rechten Seite aus, welche Chessed von seiner entsprechenden Phase von den Mochin von AwI empfangen hat. Deshalb wird Jessod als von der Herrschaft der rechten Seite ausgestrahlt angesehen, obwohl es alle drei Linien einschließt. Deshalb wird Jessod „alles“ genannt, da es alles erlangt, durch das Leuchten aller drei Linien im Licht der Begierde. Das heißt, durch die Begierde der Linken zum Licht der Rechten entscheidet Jessod und ergänzt die Linke mit der Rechten und vermischt sie miteinander. Mit anderen Worten, die Linke, Chochma ohne Chassadim, empfängt Chassadim und wird vollkommen, und die Rechte, Chassadim, empfängt Chochma von der Linken und wird vollkommen.

Und weil all dies durch die Mittlere Linie geschieht, erlangt die Mittlere Linie beide und gibt sie Jessod. Aus diesem Grund wird Jessod als das angesehen, das alles erlangt, sowohl das Or Chassadim als auch das Or Chochma. Dies erklärt die Ordnung des Aufstiegs und des Empfangs der Mochin für die Ausstrahlung von Jessod von SA.

39) Die Linke lodert durch die Kraft von Gwura und riecht den Duft in allen Stufen. Aus diesem lodernden Feuer strahlte er die Nukwa aus, die „Mond“ genannt wird. Der Sohar erklärt die Reihenfolge des Empfangs der Mochin für das Ausstrahlen der Nukwa. Er sagt, dass sie von der Linken beherrscht wird, dass die Linke Linie von SA aufsteigt und die beiden Linien in ihr eingeschlossen und ihr unterworfen sind. Er empfing dort von seiner entsprechenden Phase in den Mochin von AwI vom Punkt von Shuruk, dem die beiden Punkte Cholam und Chirik unterworfen sind.

Es ist bekannt, dass die Linke in Mochin von unten nach oben leuchtet. Deshalb kann sie in die Rechte, Chassadim, eingeschlossen werden, die von oben nach unten leuchtet. Dieses Leuchten von unten nach oben wird „Duft“ genannt, denn durch den Duft wird es von demjenigen empfangen, der von unten nach oben „riecht”.

Am Anfang, als die Linke, der Punkt von Shuruk, allein leuchtete, ohne sich in die Rechte einzukleiden, leuchtete sie auch von oben nach unten, aber dann wurde das Licht in ihr verborgen und stand unter der Kraft der Gwura und des Loderns, da sich Chochma in ihr mangels Chassadim nicht ausbreiten konnte. So hob sie ihr Leuchten von oben nach unten auf und empfing lediglich das Leuchten des Duftes, sodass Chochma in Ihr nur von unten nach oben leuchtete.

Dort, als die Linke von SA aufstieg, um die Mochin zu empfangen, empfing sie von ihrer entsprechenden Phase, der linken Seite der Mochin, die dort Shuruk genannt wird. Dann loderte sie durch die Kraft der Gwurot, weil das Lodern in ihr erweckt wurde, als sie sich von oben nach unten ausbreiten wollte. Deshalb wurde gesagt: „Und riecht den Duft“, da sie das Licht nur in Form von Duft empfing, das heißt nur von unten nach oben, was „Duft“ genannt wird. Sie roch den Duft auf allen Stufen. Sie kleidete sich nicht in Chassadim, um auch von oben nach unten zu leuchten, sondern empfing auf allen Stufen Chochma und leuchtete durch die Kraft des lodernden Feuers der Gwurot, lediglich als Duft.

In Bezug auf dieses Lodern des Feuers strahlte sie die Nukwa, den Mond, in Form der Herrschaft der Linken aus, und die anderen beiden Linien sind ihr unterworfen. Das Lodern wird als Finsternis betrachtet, weil es sich von der Finsternis aus ausbreitet. Das heißt, obwohl das oben erwähnte Lodern keine Finsternis ist, weil es das Licht von unten nach oben empfängt und es Licht und keine Finsternis ist - denn nur das, was von oben nach unten empfangen wird, ist tatsächliche Finsternis - wird es dennoch als Finsternis betrachtet, weil es das Licht von oben nach unten aus Furcht vor der Finsternis nicht ausbreiten kann.

Und diese beiden Seiten, rechts und links, brachten die beiden Stufen hervor, männlich und weiblich, wie erklärt. Jessod ging aus der Herrschaft von SA, dem Männlichen, hervor, und Nukwa ging aus der linken Seite von SA hervor.

40) Jessod hält sich an der mittleren Säule fest und empfängt von dem zusätzlichen Licht, das in ihr war. Nun wird der Unterschied zwischen dem Männlichen und dem Weiblichen erklärt, da die mittlere Säule, die zu ISHSuT und AA aufstieg und dort eingeschlossen war, von ihnen Chassadim und Chochma empfing. Es ist bekannt, dass SA lediglich bedeckte Chassadim empfängt, da es nicht seiner Natur entspricht, Chochma  zu empfangen wie GaR von Bina. Daraus folgt, dass Chochma, die er von AA empfing, lediglich als Zusatz zum Licht gewertet wird, die einen Überschuss zum Maß seines Empfangens darstellt. Aus diesem Grund gab er den Zusatz an Licht an Jessod in sich weiter, welches geeignet ist zu empfangen, da es von unterhalb seines Chase stammt. Jessod hielt sich an der mittleren Säule fest, an SA, mit dem Zusatz an Licht, das in ihm war, im Or Chochma, das als Zusatz in ihm angesehen wird.

SA war völlig vervollständigt, mit Chochma und Chassadim, weil er mit allen Seiten Frieden schloss - in ISHSuT und in AA. Das ist so, weil durch den Siwug, den sie auf dem Massach von Chirik in ihm machten, MI an ELeH teilhatten, der Name Elokim vervollständigt wurde, und alle Mochin, die der Untere im Höheren verursacht, werden in ihrer Menge und Eigenschaft auch dem Unteren vermittelt, welcher sie verursacht hat. Deshalb bekam er zu dieser Zeit die Mochin von oben - von AA, also Chochma - und von allen Seiten: von der rechten und der Linken Linie, von ISHSuT. In seiner eigenen Mittleren Linie bekam er Chassadim und Gwurot, und die Freude aller Welten ist in ihm, das heißt das Leuchten von Chochma, das alle Klipot aufhält.

Das Jessod (Fundament) der Welt ging aus diesem Zusatz der Freude hervor, da das Or Chochma ein Zusatz an Freude ist und er diese Mochin nicht verwendet. Daher strahlte er das Jessod aus dem Zusatz an Freude aus und brachte es hervor, denn es ist geeignet, diese Mochin zu verwenden. Es wird „Zusatz“ genannt, weil es ein Zusatz in SA ist, der „Jessod“ genannt wird, der Empfänger dieses Zusatzes im Namen „Zusatz“.

Alle Mochin unten in den drei Welten BYA werden von diesem Jessod ausgestrahlt, und die Geister und Seelen der Gerechten in den heiligen Namen, der Herr der Heerscharen, der ein Buchstabe in all Seinen Heerscharen ist. Er wird „der Gott der Götter der Geister“ genannt, von dem alle Geister und Seelen der Gerechten ausgehen.

41) Die Nacht ist der Herr der ganzen Erde, die Nukwa, die von der linken Seite, von dieser Finsternis, ausgestrahlt wird. Und weil diese Finsternis lediglich in die Rechte Linie eingeschlossen werden möchte, um Licht zu empfangen und ihre Kraft schwächer wird, was bedeutet, weil sie wegen des Mangels an Chassadim keine Chochma von AA empfangen kann, wird ihre Kraft schwächer und sie wird finster. Deshalb breitete sich die Nukwa von der Linken Linie, die „Nacht“ genannt wird, aus und wurde von ihr ausgestrahlt. Die Bedeutung von “Nacht” ist Finsternis ohne Licht, wie ihre Wurzel, die Linke Linie von SA. Aus diesem Grund ist die Nukwa die Eigenschaft der Nacht, der Finsternis.

Als die Nacht begann sich von der Linken auszubreiten, bevor ihr Aufbau vollkommen war, trat die Finsternis, links, in die Rechte Linie ein und wurde in ihr eingeschlossen. Die Rechte Linie erlangte sie, und die Nacht blieb an ihrem Ende mangelhaft, weil ihre Wurzel, die Linke Linie, in der Zwischenzeit in der Rechten verschwand und sie nicht ergänzte.

Daraus folgt, dass ihr neben dem Mangel an Licht der Nukwa, das sich aufgrund ihres Aufbaus von der Linken Linie ausbreitet, ein zweiter Mangel hinzugefügt wurde, der sich aus der Aufhebung ihres Aufbaus ergibt – die Linke Linie hat es nicht geschafft, ihren Aufbau zu vollenden. Damit sind die beiden Mängel der Nukwa geklärt:
1. Sie ist Nacht, Finsternis und nicht Licht;
2. Sie ist mangelhaft, die Linke hat ihren Aufbau nicht vollendet.

42) So wie die Begierde der Linken, die Finsternis, in das Licht, die Rechte Linie, eingeschlossen werden muss, muss die Begierde der Nukwa, die Nacht, in den Tag eingeschlossen werden. Das heißt, da die Nukwa aus der Linken Linie aufgebaut ist, die nach dem Licht der Rechten Linie verlangt, ist die Nukwa auch in der Form der Nacht und verlangt nach dem Licht von Jessod, das Tag genannt wird, also der erste Mangel.

Die Finsternis, die Linke Linie, nahm ihr Licht weg und schaffte es nicht, den Aufbau der Nukwa zu vollenden, weil sie in der Zwischenzeit in die Rechte Linie eingeschlossen wurde, was ein zusätzlicher Mangel zum ersten Mangel ist. Aus diesem Grund brachte er die Stufe der Nukwa mit einem Mangel im Aufbau und ohne Licht hervor, das heißt mit zwei Mängeln, wie erklärt wurde. Aus diesem Grund braucht die Nukwa zwei Korrekturen:
1. um sie aus ihrer Finsternis zu erleuchten,
2. um ihren Aufbau zu vollenden.

Die Finsternis, die Linke Linie, leuchtet nur, wenn sie im Licht der Rechten Linie enthalten ist. So ist auch die Nacht, die aufgebaut wurde und aus der sie hervorgegangen ist. Sie leuchtet nur, wenn sie im Tag, Jessod, enthalten ist. Das heißt, die erste Korrektur der Nukwa gleicht der ihrer Wurzel, der Linken Linie von SA. Und so wie die Korrektur der Linken Linie in die Rechte Linie, die das Or Chassadim ist, eingeschlossen werden muss, besteht die Korrektur der Nukwa darin, in das Or Chochma von Jessod von SA, das „Tag“ genannt wird, eingeschlossen zu werden.

Der Mangel im Aufbau der Nacht wird erst durch den Zusatz vervollständigt, welcher das Licht ist, das Jessod von der mittleren Säule empfangen hat, also das Leuchten von Chochma, das für SA, die mittlere Säule, überflüssig ist. Deshalb hat er es seinem Jessod gegeben, und dieses Licht des Zusatzes in Jessod vervollständigt die Struktur der Nukwa, die zweite Korrektur.

Was hier hinzugefügt wurde, hat er dort abgezogen. Was in Jessod von SA durch die mittlere Säule hinzugefügt wurde, hat die Linke Linie von SA von der Nukwa abgezogen, da die Linke von SA ihren Aufbau nicht vollendet hat. Dadurch wurde sie vermindert und ist für das Empfangen von Chochma in der Linken Linie ungeeignet, selbst nachdem sie ein Gewand aus Or Chassadim hat. Dieses Maß fügte die Mittlere Linie von SA seinem Jessod hinzu, mit einem Zusatz von Licht, und Jessod vervollkommnet und ergänzt den Mangel mit dem Licht seines Zusatzes.

43) In dem Zusatz, Jessod von SA, gibt es einen höheren Punkt, AA, und die mittlere Säule, die auf allen Seiten entscheidet, Tiferet von SA. Das ist so, weil in Jessod das Leuchten von Chochma von AA ist, das er mit dem Zusatz an Licht empfangen hat. In ihm ist auch das Or Chassadim, das er von Tiferet von SA empfangen hat. Aus diesem Grund wurden in Jessod zwei Buchstaben hinzugefügt, Waw-Yud aus dem Vers „und Gott nannte das Licht ‚Tag‘“, was die Ausstrahlung der Sefira Jessod andeutet, wobei das Waw das Or Chassadim andeutet, das es von der Mittleren Linie empfangen hat, während das Yud das Leuchten von Chochma andeutet, das es von AA empfangen hat.

In der Ausstrahlung der Nukwa, der Nacht, fehlen diese beiden Buchstaben. „Nannte“ ist in Bezug auf sie geschrieben, und die Buchstaben Waw-Yud fehlen in ihr. Es steht geschrieben: „Und (Gott) nannte“, in Jessod, das der Tag ist, wobei das Waw-Yud aus dem Wort „nannte“, in der Nukwa, weggelassen wurde. Lediglich „Nannte, ‚Nacht‘“ ist in Bezug auf sie geschrieben, da es in der Nukwa zwei Mängel gibt:
1. Mangel an Or Chassadim,
2. Mangel an Aufbau.

Der Mangel der beiden Buchstaben Waw-Yud im Wort „Nannte“ deutet auf diese hin, wobei das Fehlende Waw einen Mangel an Or Chassadim andeutet und das Fehlende Yud einen Mangel in ihrem Aufbau andeutet. Diese beiden Buchstaben wurden Jessod hinzugefügt. Die Andeutung von Waw-Yud in „Und Gott nannte das Licht ‚Tag‘“ ergänzt die beiden Mängel der Nukwa. Hier liegt die Bedeutung des 72-Buchstaben-Namens, der im oberen Keter in der Andeutung der beiden Buchstaben Waw-Yud eingraviert ist.