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Wer ist diese? (Mi sot)

169) Rabbi Elasar eröffnete und sagte: „Wer ist diese, die aus der Wüste aufsteigt?“ „Wer ist diese (Mi sot)“ ist die Gesamtheit von zwei Heiligkeiten, zwei Welten, Bina und Malchut, in einer Verkettung und in einer Verbindung. „aufsteigt“ bedeutet, dass sie wirklich aufsteigt, um das Allerheiligste zu sein. Denn MIBina, das Allerheiligste, hat sich mit SOTMalchut, verbunden, sodass sich Malchut erheben wird, sodass sie [auch] das Allerheiligste ist. „Aus der Wüste“, da sie aus der Wüste aufsteigt, um eine Braut zu sein und unter die Chuppa (Hochzeitsbaldachin) zu treten.

Es steht geschrieben: „Wer ist diese, die aus der Wüste aufsteigt, um sich an ihrem Geliebten festzuhalten?“ Hier wird über das Ende der Korrektur gesprochen, wenn die Braut zur Chuppa aufsteigt. Der Sohar bezieht sich auf „Wer ist diese“, Bina, die MI („Wer“) genannt wird und auf Malchut, die SOT („Diese) genannt wird. Es wird gesagt, dass zu diesem Zeitpunkt „Wer ist diese“, die als eines erfasst wird, zwei Heiligkeiten in sich eingeschlossen hat.

Das ist so, weil vor dem Ende der Korrektur nur Bina „heilig“ genannt wird, und Malchut, die zu Bina aufsteigt, nur in der Heiligkeit von Bina geheiligt wird. Aber am Ende der Korrektur wird Malchut selbst auch wie Bina heilig sein, und „Wer ist diese, die aufsteigt“ wird eine Einbeziehung von zwei Heiligkeiten sein, den zwei Welten Bina und Malchut in einer Verkettung und in einer Verbindung.

Eine Verbindung ist der Bund des Lebens, das Ende von Malchut und des Massach, der Or Choser (Zurückkehrendes Licht) erhebt und alle Sefirot zu Einem verbindet. Zu diesem Zeitpunkt wird sie in Yud enden, für immer Bina gleich. Das wird „eine Verbindung“ und „ein Bund“ genannt, da die Stufe des Lichts von Malchut mit der Stufe von Bina verbunden sein wird, wirklich als eins, denn dann wird Malchut selbst aufsteigen, um wirklich das Allerheiligste zu sein, wie Bina.

Tatsächlich wie ein Brandopfer aufsteigend, welches das Allerheiligste ist. Dies ist so, weil MIAwI, das Allerheiligste, sich mit SOTMalchut, verband, sodass Malchut in der Form „des Aufstiegs“ wahrgenommen wird, welches das Allerheiligste ist, denn dann wurde eine Verbindung von MI mit SOT ausgeführt, um SOT selbst zum Allerheiligsten zu machen. Und weil das so ist, kann es in Malchut keine Verminderung geben, denn ihre eigene Heiligkeit ist das Allerheiligste, wie Bina. Deshalb steht geschrieben: „Der Tod wird für immer verschlungen sein.“

Wie geschrieben steht: „Denn aus der Wüste bekam diese (SOT) das Erbe, um eine Braut zu sein, und um unter die Chuppa einzutreten.“ „Wüste“, der Ort von Schlange, Seraf und Skorpion, und die „die Tora Stärkenden“ unterscheiden sich von den „die Tora Ausübenden“. Das bedeutet, dass wir diesen großen Siwug von Gmar Tikun (Ende der Korrektur) gerade aus der Wüste heraus machen werden.

170) Sie erhebt sich aus der Wüste, wie geschrieben steht: „Und deine Rede ist ausgezeichnet.“ Sie erhebt sich in jener Wüste des Lippen-Geflüsters. Midbar (Wüste) bedeutet Dibur (Reden), wie geschrieben steht: „Diese mächtigen Götter, diese sind die Götter, welche die Ägypter mit allen möglichen Plagen in der Wüste schlugen.“ Aber war alles, was der Schöpfer ihnen antat, in der Wüste, und nicht an einem besiedelten Ort?

Der Ausdruck „in der Wüste“ (beMidbar) wird als „durch die Rede“ (beDibur) interpretiert, wie geschrieben steht: „Und deine Rede ist ausgezeichnet.“ Und es steht geschrieben: „Aus der Wüste soll sich erheben.“ So ist (das) „Erheben aus der Wüste“ wirklich. „Aus der Wüste“, das heißt mit dem Reden des Mundes, erhebt sich Malchut und tritt zwischen den Flügeln von ImaBina, ein. Anschließend steigt Malchut durch das Reden ab und bleibt über den Köpfen des heiligen Volkes.

Erläuterung: Vor dem Ende der Korrektur, wenn Malchut „Baum der Erkenntnis von Gut und Böse“ genannt wird, wird ihre gesamte Korrektur durch MaN ausgeführt, wodurch die Gerechten Malchut zu Bina erheben. Durch diesen Aufstieg wird Malchut vorübergehend so heilig wie Bina. Dieses MaN ist ein Gebet im Flüstern.

Malchut wird „Rede (Dibur)“ genannt. Und „Rede“ ist gut, ohne etwas Böses zu sein, das kann sie nur sein, wenn die „Stimme (Kol)“, die diese „Rede“ ausspricht, von Bina kommt. Und das ist die Einheit von „Stimme“ und „Rede“, der Siwug SoN in Gadlut, denn Seir Anpin empfängt die „Stimme“ von Ima und überträgt sie auf die „Rede“ von Malchut. Zu dieser Zeit ist die „Rede“ etwas vollständig Gutes, ohne irgendetwas Böses, und sie empfängt die Mochin der Kedusha.

Tatsächlich gibt es ohne diese Versüßung durch die Stimme von Bina, die Stimme von Malchut, Gut und Böse, ein Festsaugen der Klipot in Malchut, und sie kann nicht von der Kedusha empfangen. Daher wird das Aufsteigen von MaN so betrachtet, dass die Gerechten ein Gebet erheben, welches in einem Flüstern der Lippen besteht, einer Rede ohne Stimme, wie geschrieben steht: „Nur ihre Lippen bewegen sich, aber ihre Stimme wird nicht gehört.“ Dies ist so, weil es dann kein Festsaugen am MaN gibt, das sie erheben, und sie können auch Malchut zu Bina erheben, damit sie die Stimme von Bina empfängt. Zu dieser Zeit wird sie eine heilige Struktur und empfängt Mochin in einem Siwug von Stimme und Rede, und die Heiligkeit ihrer Rede steht über den Köpfen der Gerechten, die sie korrigiert haben.

Deshalb wurde gesagt: „Sie erhebt sich aus der Wüste, wie geschrieben steht ‚Ausgezeichnet ist deine Rede’“, da die Braut nun für den großen Siwug bestimmt ist, um durch das Erheben von MaN der Gerechten in die Chuppa einzutreten, wie geschrieben steht: „Ausgezeichnet ist deine Rede“, denn sie haben der „Rede“ von Malchut die „Stimme“ von Ima hinzugefügt. Und dadurch wird sie (die Braut) verwandelt und durch die „Rede“ von Malchut so ausgezeichnet und schön wie Bina, wegen all jener Siwugim, die gemacht wurden, bevor sie sich nun einer nach dem anderen zu einem großen Siwug versammelten, um sie in die Chuppa einzulassen.

Und in dieser Wüste des Lippen-Flüsterns erhebt sie sich durch MaN, welches sie zuvor durch das Flüstern der Lippen erhoben, in einer Rede ohne Stimme, da ihre Stimme immer noch in Gut und Böse ist, und die Stimme von Ima in sie hinein ausgebreitet wurde. Folglich wurde aus all diesen guten Taten nun der große Siwug erschaffen, um die Chuppa zu betreten, da nun ihre eigene Stimme ebenfalls Gutes ohne irgendetwas Schlechtes geworden ist, und sie wird zum Allerheiligsten, wie Ima.

Die Rede im Flüsterton wird als die Rede des Mundes betrachtet, das heißt ohne Hinzufügen von Gaumen, Rachen, Zähnen und Zunge, sondern nur durch die Öffnung der Lippen und des Mundes, um zu sein, wie geschrieben steht: „Ihre Stimme wird nicht gehört.“ Deshalb wurde gesagt, dass Malchut sich durch diese Rede des Mundes erhebt, dass so der Weg des Erhebens von MaN ist, und dann tritt sie zwischen den Flügeln von Ima ein und erhebt sich zwischen den Flügeln von Bina. Dies bedeutet, dass sie die Stimme der Flügel von Bina in ihrer Rede annimmt.

Und dann, aufgrund der „Rede”, die sie sich angeeignet hat, steigt sie herab und bleibt über den Köpfen des Heiligen Volkes. Es ist so, weil sie, sobald sie die Stimme von Midat ha Rachamim (Eigenschaft der Gnade) von Ima empfängt, so heilig wird wie Ima, und ihre Heiligkeit zu jenen zurückkehrt, die sie korrigierten. Und auch sie werden „Heiliges Volk“ genannt, wie sie, da ihre Rede nun heilig ist, wie Ima.

171) Wie steigt Malchut durch eine Rede auf? Am Anfang, wenn ein Mensch sich am Morgen erhebt, sollte er seinen Herrn preisen, wenn er seine Augen öffnet. Wie preist er Ihn? Dies ist, was die ersten Chassidim (Frommen) zu tun pflegten: Sie stellten ein Gefäß mit Wasser vor sich, und wenn sie nachts erwachten, wuschen sie ihre Hände, standen auf und beschäftigten sich mit der Tora und segneten, um darin zu lesen. Wenn der Hahn krähte, ist es tatsächlich Mitternacht und der Schöpfer befindet sich mit den Gerechten im Garten Eden. Auch ist es verboten am Morgen mit unreinen und schmutzigen Händen zu segnen; und so ist es zu jeder Stunde.

Erläuterung: Seit dem Beginn sollte die Korrektur von Malchut mit flüsternden Lippen ausgeführt werden; warum segnen wir laut, unmittelbar nach dem Erwachen aus dem Schlaf? Es hätte ein geflüstertes Segnen sein sollen, um zuerst die Stimme von Ima auszubreiten, was das Erheben von Malchut ist, indem man mit der Stimme von Ima spricht.

Die ersten Chassidim korrigierten diese Korrektur auf eine praktische Art, da der Aufstieg von MaN entweder in der Tat oder durch die Rede stattfindet. Daher verschwindet während des Schlafes des Menschen der Geist der Kedusha (Heiligkeit) und der Geist der Unreinheit der Ur-Schlange befindet sich in ihm, denn Schlaf ist der sechzigste Teil des Todes; und Tod stammt von Tuma (Unreinheit) der Ur-Schlange; daher, nach dem Erwachen aus dem Schlaf, zog sich dieser böse Geist nicht ganz von ihm zurück. Er ist immer noch in seinen Fingerspitzen gegenwärtig, denn alles, was am heiligsten ist, an das haftet sich Sitra Achra am meisten an; und die Finger sind das Heiligste im Körper, denn dort ist der Platz des Einströmens von Or Chochma, wie geschrieben steht: „Und alle Frauen, die weisen Herzens sind, spinnen mit ihren Händen.“ Daher zieht sich Sitra Achra von dort nicht zurück, selbst nach dem Erwachen; und eine Handlung wird benötigt: das Waschen der Hände.

Zwei Gefäße müssen vorbereitet werden:

  1. ein höheres Gefäß, genannt Natla (Waschkrug) und
  2. ein niedrigeres Gefäß, um den Schmutz zu empfangen. Das Höhere Gefäß, genannt Natla, weist auf das Kli (Gefäß) von Bina; denn Sitra Achra vertreibt das Licht von Bina. Daraus folgt, das Waschen der Finger mit dem Wasser von Bina, vertreibt die Sitra Achra von dort, reinigt Malchut vom Bösen in ihr und sie bleibt gut. Dann ist es möglich in der Tora zu arbeiten und für die Tora zu segnen, auf eine Weise, dass die Handlung des Waschens der Hände dem Erheben von MaN gleicht, durch die flüsternden Lippen hin zu den Flügeln der Mutter.

Und wenn der Hahn kräht, ist es tatsächlich Mitternacht, wie geschrieben steht: „Das größere Licht, um den Tag zu regieren, und das kleinere Licht, um die Nacht zu regieren“, da die heilige Shechina im Kli von Malchut zum geringeren Licht vermindert, und in die Klipot gekleidet wurde, wie geschrieben steht: „Und ihre Beine reichen hinab bis zum Tod.“ Damit ist der Baum von Gut und Böse gemeint: wenn man belohnt wird, ist das gut. Wenn man nicht belohnt wird, ist das schlecht.

Somit gibt es zwei Hälften in Malchut, eine gute und eine böse. Eine Hälfte, in der sie belohnt wurde und eine Hälfte, in welcher sie nicht belohnt wurde. Daher wurde auch ihre Herrschaft, welche die Nacht war, nach ihr ebenso in zwei Hälften geteilt:

  1. Die erste Hälfte der Nacht im Aspekt von „Wird nicht belohnt, das ist schlecht“, wie geschrieben steht: „Du setzt die Finsternis ein und sie wird zur Nacht, in welcher sich all das Getier des Waldes herumtreibt.“
  2. Die zweite Hälfte der Nacht im Aspekt von „Wird belohnt, das ist gut“.

Die Korrektur der guten Hälfte wird ganz genau am Punkt der Mitternacht vollbracht, denn dann empfängt Malchut die Stimme von Bina, wenn Malchut sich erhebt und innerhalb von Malchut de Ima versüßt wird und Din innerhalb von Malchut zu einem heiligen Din wird, von der Seite des Guten, ohne jedes Böse. Die Bedeutung ist, dass dieses Din absteigt und über der Sitra Achra verbleibt und zu Rachamim (Barmherzigkeit) über Israel wird.

Und nach Mitternacht kommt eine Flamme aus Isaaks Säule hervor und schlägt den Hahn, der Gewer – Mann oder Überwinder, genannt wird, denn es gibt keinen anderen höheren Überwinder über ihm. Isaak, Bina. Die Flamme aus Isaaks Säule ist Din von Bina, der Engel Gabriel, ein Hahn, ein Überwinder, die Eigenschaft von Gwura, welche einem höheren Überwinder als ihm dient, Malchut de Azilut, dass kleine Licht. Din von Bina schlägt unter die Flügel von Gabriel, und dann empfängt Malchut die Stimme von Bina durch ihn.

Wenn Gabriel ruft, dann krähen alle Hähne dieser Welt, und eine andere Flamme kommt aus ihm hervor, erreicht sie unter ihren Flügeln, und sie krähen. Dies ist so, da zu der Zeit, wenn Gabriel die Stimme von Bina für den höheren Gewer (Überwinder), für Malchut, ertönen lässt, die Flamme aus Gabriel herauskommt und all die Hähne in dieser Welt erreicht, welche die Dinim im Raum dieser Welt sind; und sie alle rufen nur laut mit der Stimme, welche mit Midat ha Rachamim von Bina versüßt worden ist. Somit beherrscht die Stimme, welche Din von Malchut ist, nicht länger die zweite Hälfte der Nacht. Ihre Stelle wird von der Stimme von Bina übernommen, auf welche das Krähen der Hähne in dieser Welt verweist. Darum wurde hier gesagt, dass, wenn der Hahn kräht, es tatsächlich Mitternacht ist, denn der Hahn verweist darauf, dass die Stimme von Bina schon in Malchut aufgenommen wurde, zu welcher Zeit es der tatsächliche Punkt von Mitternacht ist, von dem ausgehend die Hälfte der Nacht beginnt, gut, ohne jedes Böse.

Und nachdem Malchut die Stimme von Bina empfängt, erheben die Gerechten MaN mittels der Tora, wenn sie sich nach Mitternacht bemühen und sie zur freudigen Gwura der Höheren Ima erheben, wie geschrieben steht „Sie erhebt sich, während es noch Nacht ist“, denn dann erscheint sie in ihrer ganzen Pracht und Größe. Dies ist die Art der heiligen Malchut, nur des Nachts zu erscheinen, wie gesagt wird: „Sie geht bei Tage und erscheint des Nachts, und verteilt am Morgen Nahrung.“

Sie erscheint nur jenen Gerechten im Garten Eden, welche sie so mit der Beschäftigung mit ihrer Tora korrigieren, die nach Mitternacht studieren. Darum wurde gesagt, dass sich der Schöpfer dann mit den Gerechten im Garten Eden befindet, denn die Heilige Shechina wird im Garten Eden korrigiert, denn dann wird die Heilige Shechina im Garten Eden korrigiert, wenn sie von einem Strom aus Freudigkeit, Or Chochma, bewässert wird und mit den Gerechten spielt, welche durch MaN in ihr eingeschlossen sind.

Es wurde gesagt: „Es ist verboten, des Morgens mit unreinen und schmutzigen Händen zu segnen, und so ist es zu jeder Stunde.“ Dies ist so, da jener Geist von Unreinheit der Ur-Schlange an den Fingern verbleibt, selbst wenn er sich von seinem Schlaf erhoben hat; und dieser Schmutz wird nur durch Waschen mit einem Gefäß entfernt. So ist es zu jeder Stunde, und nicht notwendigerweise nach dem Schlaf. Vielmehr ist jeder Schmutz und Dreck ein Ort des Festsaugens der Sitra Achra und es ist verboten zu segnen, außer nach dem Waschen mit Wasser.

172) Wenn jemand schläft, trennt sich sein Geist von ihm, und wenn der Geist sich von ihm trennt, ist der Geist der Unreinheit für ihn vorbereitet und verbleibt auf seinen Händen, und beschmutzt sie. Dann ist es verboten mit ihnen zu segnen, ohne sich die Hände zu waschen. Aber an einem Tag, an dem er nicht schläft und der Geist sich nicht von ihm trennt, und der Geist der Unreinheit nicht über ihm hängt – doch, wenn er zur Toilette geht, soll er nicht segnen oder gar ein Wort in der Tora lesen, bevor er seine Hände wäscht. Aber nicht, weil sie schmutzig sind, denn wovon wurden sie schmutzig?

173) Doch wehe jenen Menschen, die die Ehre ihres Herrschers nicht bemerken und nicht davon wissen – und nicht wissen, worauf die Welt ruht. Es gibt einen Geist in jeder Toilette in der Welt, der dort anwesend ist und diesen Ekel und die Fäkalien genießt, und sofort über den Fingern der Hände des Menschen hängt.