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Lektion 11. Das Wichtigste ist die Absicht

Lektion 11. Das Wichtigste ist die Absicht

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"Kabbala-Kurs für Fortgeschrittene" Kurs-Playliste →Aufzeichnung von Sonntag 06.09.2026

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Lektion 11 Thema: Das Wichtigste ist die Absicht Ausgewählte Auszüge aus den Quellen 1. RABASH, Artikel 3 (1990), „Was bedeutet es, dass die Welt um der Tora willen erschaffen wurde?“ „ Im Geistigen wird Gleichheit „Anhaftung“ genannt, obwohl er in der …

Lektion 11

Thema: Das Wichtigste ist die Absicht

Ausgewählte Auszüge aus den Quellen


1. RABASH, Artikel 3 (1990), „Was bedeutet es, dass die Welt um der Tora willen erschaffen wurde?“

„ Im Geistigen wird Gleichheit „Anhaftung“ genannt, obwohl er in der Tat empfängt. Und das nennt man „Empfangen um des Gebens willen“.

Doch wie ist es möglich, dass es eine Wirklichkeit gibt, in der man zur Gleichheit der Form gelangt? Denn dieses Verlangen zu empfangen hat der Schöpfer erschaffen, und wie kann man die Natur annullieren, die der Schöpfer erschuf? Dafür wurde eine Korrektur gegeben: In Wahrheit lässt sich die Natur des Verlangens zu empfangen nicht annullieren. Vielmehr fügt man ihr die Absicht zu geben hinzu. Es zeigt sich also, dass das Verlangen zu empfangen – das heißt das, woran der Mensch sieht, dass er daraus Genuss ziehen kann – bestehen bleibt. Das heißt, dass der Mensch auch danach Genuss empfindet, nur mit einer anderen Absicht. Das nennt man „Empfangen um des Gebens willen“.“


2. RABASH, Artikel 22 (1987), "Welches Geschenk erbittet der Mensch vom Schöpfer"

„Der Untere kann dem Gefäß des Schöpfers nur etwas hinzufügen. So steht geschrieben: „Was Gott erschaffen hat, um zu tun.“ Das bedeutet: Der Schöpfer erschuf das Gefäß, genannt „Wille, Vergnügen zu empfangen“, und der Mensch muss eine Korrektur hinzufügen, die „Absicht, um zu geben“ heißt – wie oben gesagt, dass Malchut der Unendlichkeit sich im Punkt des Willens schmückte. Ihre Verzierung bestand also darin, dass sie dem Willen zu empfangen die Absicht zu geben hinzufügte..“


3. RABASH, Artikel 31 (1988), „Was ist die Handlung im Menschen, die dem Schöpfer zugeschrieben wird“

„Wenn die Absicht des Menschen nur ist, dem Schöpfer Wohlgefallen zu bereiten, und nicht zum eigenen Nutzen, dann blickt er nicht auf die Größe des Genusses, sondern blickt nur auf die Größe der Sehnsucht, mit der er dem Schöpfer Freude bereiten will. Denn durch die Sehnsucht, dem Schöpfer Freude zu bereiten, bewirkt er eine Stufe der Angleichung der Form in der Wurzel seiner Seele. Und das bewirkt, dass Fülle in größerem Maß herabgezogen wird. Denn der Obere will mehr geben, als der Untere empfangen will – es fehlen nur Gefäße des Gebens. Es zeigt sich also: Dadurch, dass er sich in der Stufe des Gebens überwindet, wird von selbst reichlich Fülle herabgezogen. Deshalb soll man nicht darum bitten, dass man große Lichter habe, sondern sich nur bemühen, dass man große Gefäße habe, nämlich Gefäße des Gebens.“


4. RABASH, Artikel 12 (1985), „Und Jakob wohnte im Land (Wajeshev)“

„Anders in der Liebe zum Schöpfer, von der wir sagen, dass der Mensch „nichts als der Schöpfer allein“ arbeiten soll, was „ohne jede Gegenleistung“ bedeutet. Gemeint ist, dass er zur Selbsthingabe bereit ist ohne jede Gegenleistung, ohne dass daraus irgendeine Wirklichkeit einer Gegenleistung für seine Selbsthingabe entstünde. Vielmehr ist gerade dies das Wesen, das sein Ziel ist: dass er sein Selbst dem Schöpfer annullieren will – nämlich seinen Willen zu empfangen zu annullieren, der die Wirklichkeit des Geschöpfes ist; dies will er dem Schöpfer annullieren. Somit ist dies sein Ziel.“


5. RABASH, Artikel 5 (1988), "Was bedeutet „Ist Israel im Exil, ist die Shechina bei ihnen“ in der Arbeit"

„Wo er den Weg der Wahrheit gehen will, legte doch die Vernunft nahe, dass der Böse Trieb sich beugen und schwächer werden müsste. Jetzt aber ist es genau umgekehrt: Bei allem, was zur Heiligkeit gehört und was er tun will, um zu geben, gewinnt der Böse Trieb die Oberhand über ihn, und es fällt ihm schwer, ihn zu überwinden. Und er fragt: Wo ist die Gerechtigkeit? Durch die viele Arbeit, dass er jedes Mal überwinden muss, gerät er in einen Abstieg.

Dann kommt er zum „Einwand der Kundschafter“ und sagt, dass ihm diese Arbeit zuwider ist. Und er flieht vom Schlachtfeld, denn er behauptet, dass er, statt voranzukommen, rückwärts geht. Darum „bereut er das Frühere“, wie gesagt, und lehnt diesen Weg ab, auf dem man an Absichten arbeiten muss und Handlungen nicht genügen, sondern die Hauptsache die Absicht ist, wie es heißt: „Besser wenig mit Absicht als viel ohne Absicht.“ Und er sagt, dass diese Arbeit nichts für ihn sei..“


6. RABASH, Notiz 577, "Über das Ziel"  

„Der Zweck der Arbeit des Menschen besteht darin, die Absicht zu geben zu verwirklichen, denn an der äußeren Handlung gibt es nichts zu korrigieren, da das vom Schöpfer erschaffene Kli [Gefäß] keiner Veränderung unterliegt. Vielmehr sollten alle Veränderungen in der Absicht liegen, was bedeutet: Da der Zweck der Schöpfung darin besteht, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun, erschaffte Er zu diesem Zweck ein Kli, das „Verlangen und Sehnsucht, Freude zu empfangen“ genannt wird.

Um jedoch nicht das Brot der Scham zu erhalten, sondern nur durch Formgleichheit, wurde eine Korrektur vorgenommen, die Zimzum [Einschränkung] genannt wird, so dass man nur dann empfängt, wenn es zum Geben dient. Mit anderen Worten: In demselben Kli, das er zuvor hatte, nämlich dem Willen zu empfangen, aber mit einer anderen Ausrichtung, d. h. nichts zu empfangen, weil er seinen Mangel stillen will, sondern wegen der Mizwot [Gebote] des Schöpfers, da Er Seinen Geschöpfen Gutes tun will.“


7. RABASH, Notiz 577, „Über das Ziel“

„Die ganze Arbeit zielt lediglich darauf ab, zu einer Sehnsucht nach Geben zu gelangen. Dies wird „innere Arbeit“ genannt, etwas Verborgenes, das von außen nicht sichtbar ist. Es ist die Absicht des Menschen in der Handlung, die er ausführt.

Um jedoch die Absicht zu erreichen, die als „innere Arbeit“ bezeichnet wird, brauchen wir zunächst äußere Arbeit, also Handlungen, etwas Sichtbares, was bedeutet, dass seine Arbeit offensichtlich ist. Umgekehrt ist die Absicht innerlich und verborgen.“


8. RABASH, Artikel 6 (1986), „Über das Vertrauen“  

„Jene Menschen, die auf den Weg der Wahrheit treten wollen, um zum Aspekt der Dwekut zu gelangen, müssen sich daran gewöhnen, dass all ihr Denken, Reden und Handeln auf die Absicht gerichtet ist, dass aus dieser Arbeit – dem Erfüllen der Mizwot und dem Studium der Tora – dem Schöpfer Wohlgefallen erwächst. Und es ist ihnen verboten, die Rechnung aufzumachen, was sie vom Schöpfer dafür empfangen könnten, dass sie Ihm Wohlgefallen bereiten wollen. Das heißt, es darf ihnen nicht in den Sinn kommen, was der Schöpfer ihnen geben wird, sodass sie die Fähigkeit hätten, etwas aus dem Bereich des Schöpfers in ihren eigenen Bereich zu überführen. Denn das würde sie dazu bringen, zwei Herrschaftsbereiche zu schaffen – den Bereich des Schöpfers und den Bereich der Geschöpfe –, was das Gegenteil von Dwekut ist“.

 

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