Zehner-Kurs – Lektion 36. „Die spirituelle Bedeutung von Passah gemäß der Weisheit der Kabbala“

Zehner-Kurs – Lektion 36. „Die spirituelle Bedeutung von Passah gemäß der Weisheit der Kabbala“

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Zehner Kurs – Lektion 36.

Thema: „Die spirituelle Bedeutung von Pessach gemäß der Weisheit der Kabbala“


Ich suche meine Brüder

12. RABASH, Artikel 3 (1984), „Liebe zu Freunden – 1“

In der Tora (1. Moses 37,15) heißt es: „Da fand ihn ein Mann, wie er umherirrte auf dem Felde; der fragte ihn und sprach: ‚Was suchst du?‘ Er antwortete: ‚Ich suche meine Brüder; sage mir doch, wo sie hüten!‘“

„Ein Mann, wie er umherirrte auf dem Felde“ bezeichnet den Ort, an dem Früchte wachsen, welche der ganzen Welt Nahrung geben. Bekanntermaßen sind „Pflügen“, „Säen“ und „Ernten“ Feldarbeiten. Unsere Weisen sagten: „Was mit Tränen gesät wurde, wird mit Freude geerntet.“ Und das heißt „Feld, welches vom Schöpfer gesegnet wurde.“

Baal Turim erklärt, dass hier von einem Menschen die Rede ist, der sich auf dem Wege der spirituellen Entwicklung verirrte, der den wahren Weg nicht kennt, der zu dem Platz führt, an den er gelangen soll, wie bei einem „Esel, der auf dem Feld umherirrt“. Und er denkt, dass er niemals sein Ziel erreichen wird.

„Und es fragte ihn jener Mann und sprach: ‚Was suchst du?‘“, was bedeutet „Worum bittest du?“ „Und Josef antwortete ihm: ‚Ich bitte (suche) meine Brüder.‘“ Indem ich mit meinen Brüdern zusammen bin – was bedeutet, dass ich in einer Gruppe bin, wo es Liebe zu Freunden gibt – werde ich den Weg zum Schöpfer erklimmen können.

Dieser Weg wird „Weg des Gebens“ genannt und er ist unserer Natur entgegengesetzt. Um diesen Weg zu beschreiten, gibt es nur die Freundesliebe, durch welche jeder seinem Freund hilft.

„Der Mann sprach: ‚Sie sind von dannen gezogen.’“ RASHI erklärt, dass sie die brüderlichen Bande verließen, das heißt, sie wollen sich nicht mit dir verbinden. Und das führte schließlich zum ägyptischen Exil Israels. Um von Ägypten erlöst zu werden, müssen wir zu einer Gruppe stoßen, in der die „Liebe zu Freunden“ existiert, und dadurch werden wir würdig, aus Ägypten auszuziehen und die Tora zu empfangen.


Das Wunder des Auszugs aus Ägypten

197. RABASH, Artikel 11 (1990), „Was bedeutet es in der Arbeit, die Chanukka-Kerze auf der linken Seite zu platzieren?“

„Ein Wunder“ ist etwas, das ein Mensch nicht erreichen kann. Das heißt, es ist unmöglich, es zu erlangen, es sei denn durch ein Wunder von oben. Nur dann wird es „ein Wunder“ genannt.

Aus diesem Grund wird es „ein Wunder“ genannt, wenn ein Mensch in einen Zustand kommt, in dem er das Böse bereits erkannt hat, dass es für ihn unmöglich ist, aus der Herrschaft der Völker der Welt in ihm herauszukommen, und dass Israel in ihm unter ihnen im Exil ist und er keinen Weg sieht, aus ihrer Macht herauszukommen, außer, wenn der Schöpfer ihm hilft und ihn aus der Herrschaft der Völker der Welt herausholt und das Verhältnis so umkehrt, dass das Volk Israel die Völker regiert. Das wird “Wunder” genannt.


199. RABASH, Artikel 17 (1990), „Welche Hilfe erhält derjenige, der sich reinigen möchte, in der Arbeit?“

Die Fähigkeit des Menschen, die Natur zu verändern liegt, lediglich in den Händen des Schöpfers, was bedeutet, dass Er die Natur geschaffen hat und sie verändern kann, und dies wird als „der Auszug aus Ägypten“ bezeichnet, was ein Wunder war. Deshalb steht geschrieben: „Komm“, was beides zusammen bedeutet, so wie wir sagen: „Komm zusammen“ – der Schöpfer und Moses gemeinsam..


Und sie schrien, und ihr Schrei erhob sich

212. RABASH, Artikel 11 (1986), „Das wahre Gebet ist für den wahren Chissaron“

Für das Beten aus dem Grund des Herzens gibt es zwei Bedingungen: 1) Seine Arbeit muss gegen die Natur sein. Das heißt, er will alles nur tun, um zu geben, und will die Eigenliebe verlassen. Zu diesem Zeitpunkt kann man sagen, dass er einen Mangel hat. 2) Er fängt an, die Selbstliebe zu verlassen und übt sich in ihr, kann sich aber keinen Zentimeter von seinem Zustand entfernen. Dann ist er auf die Hilfe des Schöpfers angewiesen und sein Gebet ist echt, weil er sieht, dass er aus eigener Kraft nichts erreichen kann. Wenn er dann zum Schöpfer schreit, um ihm zu helfen, erkennt er das an der Arbeit, wie es geschrieben steht: „Und die Kinder Israels seufzten wegen Arbeit.“ Das bedeutet, dass sie durch die Arbeit und den Wunsch, die Stufe des Gebens an den Schöpfer zu erreichen, sahen, dass sie nicht aus ihrer Natur herauskommen konnten, so dass sie aus tiefstem Herzen beteten.


215. Sohar für Alle, Shemot [Exodus], "Seufzer, Schrei und Aufschrei", Nr. 354

Wie unterscheiden sich Aufschrei und Schrei? Einen Aufschrei gibt es nur im Gebet, so wie gesagt wurde: "Höre mein Gebet, Ewiger, und schenke meinem Aufschrei Gehör", und auch: "Zu Dir, Ewiger, ist mein Aufschrei" und "Mein Aufschrei ist zu Dir, und Du wirst mich heilen." Ein Aufschrei bedeutet also Worte des Gebets. Ein Aufschrei bedeutet, zu weinen und nichts zu sagen, ohne irgendwelche Worte. Der Schrei ist größer als alle anderen, denn der Schrei kommt aus dem Herzen. Er ist dem Schöpfer näher als ein Gebet oder ein Seufzer, denn es steht geschrieben: "Denn wenn sie zu mir schreien, werde ich ihr Schreien sicher hören."

Ein Seufzer, ein Schrei und ein Aufschrei sind Gedanke, Stimme, Sprache - Bina, SA und Malchut. Daher wird ein Schrei, in dem keine Rede ist, vom Schöpfer besser angenomme als ein Gebet in Worten, da die Rede offenbart ist und es darin einen Halt für Ankläger gibt. Aber bei einem Schrei, in dem es keine Offenbarung gibt, außer im schreienden Herzen, gibt es keinen Halt für die Ankläger in ihm. Er ist auch annehmbarer als ein Seufzer, weil er nur im Gedanken des Seufzenden offenbart wird, der Bina ist, und der Untere kann sich dadurch nicht richtig an den Schöpfer halten. Aus diesem Grund wird ein Schrei besser angenommen.


In Eile

240. RABASH, Artikel 13 (1987), „Warum das Fest der Mazzot Pessach genannt wird“

Warum wird Pessach „eilig“ genannt? Nach der Auslegung von RASHI heißt Pessach „eilig“, weil der Schöpfer von Ägypter zu Ägypter sprang und überging und Israel in der Mitte entfloh. Wir sehen, dass das Überspringen zum Ende hin bedeutet, dass Er das Ende überstürzte, als ob es noch nicht an der Zeit wäre. Da er sich beeilte, heißt Pessach deshalb „Eile“. Er musste sich scheinbar beeilen, damit die Ägypter, die sich unter den Israeliten befanden, nicht erweckten, denn es war noch nicht an der Zeit, sie zu korrigieren. Deshalb beeilte er sich und rettete, was er retten konnte. Das heißt, nur Israel empfing die Korrektur und nicht die Ägypter. Deshalb wird es „Eile“ genannt.


252. Degel Machaneh Ephraim, Bo

Auch unser Vieh wird mit uns gehen, nicht ein Huf [Parssa] soll zurückbleiben ... Alles, was ein Mensch hat - Sklaven und Diener, Vieh und sogar alle seine Gefäße - sind seine Funken, die zur Wurzel seiner Seele gehören, und man muss sie zu ihrer Wurzel erheben ... Und all die niederen Funken sind von Anfang an bis ins Unendliche angehaftet. Wenn ein Mensch, zu dessen Seelenwurzel sie gehören, einen Aufstieg hat, steigen sie alle mit ihm auf, und das alles, indem sie in wahrer Anhaftung sind.


Nachschons Sprung

261. Yalkut Shimoni, Exodus, Kapitel 14, Punkt 234

Als Israel am Meer stand, sagte einer: "Ich gehe nicht hinunter", und ein anderer sagte: "Ich gehe nicht hinunter." Während sie standen und Rat suchten, sprang Nachschon, der Sohn Aminadavs, und fiel in die Wellen des Meeres. Über ihn sagt er: "Rette mich, o Gott, denn die Wasser stehen mir bis zum Hals [Seele]."


262. RABASH, Artikel 1 (1986), „Und Moses ging“

Der, der bereits mit der Arbeit begonnen hat, und nicht sagt, dass er warten wird bis der Schöpfer ihm ein Verlangen danach geben wird, die heilige Arbeit auszuüben, und dann wird er beginnen zu arbeiten. Ganz im Gegenteil, er will nicht warten, da ihn das Verlangen nach der Arbeit und das Verlangen danach, zur Wahrheit zu gelangen vorantreiben, obwohl er nicht sieht, dass er das Vermögen haben wird, alleine voranzuschreiten, wie Nachshon.

Er sieht jedoch, dass er diese Arbeit nicht fortsetzen kann, und fürchtet, dass die Bürde des Königreichs des Himmels, welche er jetzt trägt, ihm anfängt herunterzufallen , und so beginnt er nach Hilfe zu rufen, da er jedes Mal sieht, dass die Last, die er auf sich genommen hat, nahe daran ist herunterzufallen.


Die Teilung des Roten Meeres

263. Sohar für Alle, BeShalach [Als Pharao sandte], "Und ... ging, und es kam, und ... streckte sich", Nr. 178-179

178) Als Israel am Meer lagerte, sahen sie mehrere Scharen, mehrere Soldaten und mehrere Lager oben und unten, und sie alle sammelten sich über Israel. In ihrer Bedrängnis begann Israel zu beten

179) Zu dieser Zeit sah Israel von allen Seiten Unheil. Das Meer mit seinen aufsteigenden Wellen war vor ihnen, hinter ihnen waren alle Beauftragten, alle Lager Ägyptens, und über ihnen waren mehrere Verleumder. Sie begannen, zum Schöpfer zu schreien.


Lobpreisung des Auszugs aus Ägypten

Sohar für Alle, Bo, Abschnitte Nr. 179-180

179) ... Es ist die ewige Pflicht des Menschen, den Auszug aus Ägypten zu preisen. Jeder Mensch, der die Geschichte des Auszugs aus Ägypten erzählt und sich an dieser Geschichte erfreut, wird sich in der kommenden Welt mit der Shechina (die Freude von allen Seiten ist) freuen. Dies ist ein Mensch, der sich an seinem Herrn erfreut, und der Schöpfer erfreut sich an seiner Geschichte.

180) Wenn der Schöpfer sein Volk versammelt und ihnen sagt: „Geht und hört die Geschichte meines Lobes, die meine Kinder erzählen, und freut euch über meine Erlösung!“, dann kommen sie alle, versammeln sich und schließen sich Israel an. Sie hören die Lobesgeschichte, freuen sich über die Erlösung durch ihren Herrn und danken dem Schöpfer für diese Wunder und mächtigen Taten und für das heilige Volk, das er im Land hat. Und sie freuen sich über die Erlösung ihres Herrn.