Studiengemeinschaft - Lektion 34 - Wir stärken uns in “Es gibt nichts außer Ihm"

Studiengemeinschaft - Lektion 34 - Wir stärken uns in “Es gibt nichts außer Ihm"

Inhalt der Lektion
Materialien

Studiengemeinschaft - Lektion 34

Wir stärken uns in “Es gibt nichts außer Ihm"

Ausgewählte Auszüge aus den Quellen


1.  Rabash, Artikel 13 (1984), "Manchmal wird Spiritualität 'Seele' genannt"

Daher muss man immer das, was das Herz vergisst, erwecken. Das ist für die Korrektur des Herzens notwendig – die Liebe zu Freunden – deren Ziel es ist, die Nächstenliebe zu erlangen.

Dies ist keine angenehme Arbeit für das Herz, welches auch „Eigenliebe“ genannt wird. Deswegen muss man sich bei einem Freundestreffen stets erinnern, dass sich jeder fragen sollte, wie weit man in der Liebe zu den Freuden gekommen ist und was man dafür getan hat, um in dieser Angelegenheit voranzuschreiten.


2. RABASH, Brief 40

Durch das Reiben der Herzen – auch wenn sie stark sind – wird jeder Wärme aus den Wänden seines Herzens abgeben. Und die Wärme erzeugt Funken der Liebe, bis sich daraus ein Gewand der Liebe webt, und beide bedecken sich mit einer Decke, das heißt, dass eine Liebe sie beide umgibt und umhüllt, denn es ist bekannt, dass Vereinigung zwei Dinge zu einem verbindet.


3. RABASH, Artikel 9, 1984 „Man sollte immer die Balken seines Hauses verkaufen“

Baal HaSulam gibt uns das Beispiel über einen Menschen, der sich beklagte und Ansprüche erhob, dass der Schöpfer ihm nicht all seine Wünsche erfüllte. Es gleicht einem Menschen, der mit einem kleinen Kind, das bitterlich weint, auf der Straße geht. Alle Menschen auf der Straße sehen den Vater mit dem Kind und denken sich: „Wie grausam ist ein Mann, der seinem weinenden Sohn nicht die geringste Aufmerksamkeit schenkt?“ Das Kind weint so herzzerreißend, dass es selbst Unbeteiligten leidtut – nur dem Vater nicht. Und es gilt die Regel ,Wie ein Vater mit seinem Kind Mitgefühl hegt‘.

Das laute Weinen des Kindes brachte die Menschen dazu, den Vater zu fragen: „Wo ist deine Barmherzigkeit?“ Da antwortet der Vater: „Was kann ich tun, wenn mein Sohn, der mir so lieb ist wie mein Augapfel, von mir verlangt, dass ich ihm eine Nadel gebe, damit er sich damit im Auge kratzen kann, weil es ihn juckt? Kann man mich ,grausam‘ nennen, weil ich ihm seinen Wunsch nicht erfülle? Oder ist es eher Gnade, dass ich ihm seinen Wunsch verwehre, sodass er nicht in seinem Auge stochert und vielleicht für immer erblindet?“

Daher müssen wir daran glauben, dass alles, was uns der Schöpfer gibt, ausschließlich zu unserem Besten ist, obwohl wir darum beten sollten, dass der Schöpfer alle Qualen von uns nimmt. Trotzdem müssen wir wissen, dass das Gebet und die Erhörung des Gebetes zwei verschiedene Dinge sind. Anders gesagt: Wenn wir tun, was wir tun sollen, wird der Schöpfer uns Gutes tun – genau wie im Beispiel oben. Darüber wird gesagt: „Und der Ewige wird tun, was Ihm gut erscheint.“


4. RABASH, Brief 24

Du musst immer Wache stehen, den ganzen Tag und die ganze Nacht, also sowohl, wenn du den Zustand des „Tages“, als auch, wenn du den Zustand der „Nacht“ spürst.
Denn wir sagen zum Schöpfer: „Dein ist der Tag und dein ist die Nacht“. Das heißt auch die Nacht, also die Finsternis der Nacht, kommt vom Schöpfer zum Wohl des Menschen, wie es geschrieben steht: „Ein Tag sagt’s dem andern, und eine Nacht tut’s kund der andern“ (Psalm 19,3), (lese dazu im Sulam-Kommentar, Teil 1, Abschnitt 103).
Daraus folgt, dass es dir obliegt, das Herz der Freunde zu erwecken, bis die Flamme von sich aufsteigt, wie unsere Weisen darüber sagten: „Wenn du die Kerzen zündest“ („zünden“ ist wortverwandt mit „aufsteigen lassen“), und dadurch wirst du würdig, die Liebe des Schöpfers auf uns zu erwecken.