Zehner Kurs – Lektion 28. Das Herz für die Lektion öffnen: Arbeit mit authentischen Kabbala-Texten
Zehner-Kurs – Lektion 28
Das Herz für die Lektion öffnen: Arbeit mit authentischen kabbalistischen Texten
Ausgewählte Auszüge aus den Quellen
1. RABASH, Artikel 2 (1986), „Erhöre mich, oh Himmel“
„Wenn ein Mensch belohnt wird und ihm der Gedanke gegeben wird, sich mit den Geheimnissen der Tora zu beschäftigen, obwohl er kein einziges Wort versteht, das dort geschrieben steht, so ist es doch ein großes Privileg, dass er nun dem Studium der Innerlichkeit der Tora anhaftet.
Mit anderen Worten, er glaubt, dass sie nur über die Göttliche Gegenwart sprechen und dass er Raum hat, sich in seine Gedanken zu vertiefen, denn „alles, was ich lerne, sind die heiligen Namen, also muss ich sehr glücklich sein. Alles, was ich tun muss, ist dem Schöpfer zu danken und Ihn zu preisen.“
2. Baal HaSulam, „Einführung zu Talmud Esser haSefirot“, Pkt. 156.
„Es gibt jedoch eine strenge Bedingung beim Studium dieser Weisheit: Man darf die Dinge nicht vermaterialisieren, indem man sie in imaginären oder materiellen Begriffen darstellt. Dadurch verstößt man gegen das Gebot „Du sollst dir kein Bildnis oder Gleichnis machen“
Denn in einem solchen Fall zieht man sich Schaden zu, anstatt Nutzen daraus zu ziehen.
3. Sohar für alle. Toldot [Generationen] Er rief – "Ich kenne den Tag meines Todes nicht“ Punkt 125
„Der Mensch sollte sich mit der Tora um des Namens des Schöpfers willen beschäftigen. Shechina wird „Name“ genannt. Und wer sich mit der Tora beschäftigt, sich jedoch nicht für ihren Namen anstrengt, für ihn wäre es besser, er wäre nicht erschaffen worden.
[...] Man soll sich mit der Tora mit der Absicht beschäftigen, den Schöpfer zu verherrlichen und Ihn respektiert und bedeutend in der Welt zu machen.
Wir hören die Auslegung der Tora liShma (für ihren Namen), welche „gebahnte Wege in ihren Herzen“ ist: sein Herz so auszurichten, dass seine Beschäftigung mit der Tora Überfluss an Erkenntnis für ihn und für die ganze Welt anziehen wird. Dadurch wird der Name des Schöpfers in der Welt wachsen, wie es geschrieben steht: „Und die Erde soll mit der Erkenntnis des Ewigen gefüllt sein.“ Dann werden die Worte wahr werden: „Und der Ewige soll König über die ganze Erde sein.“
4. Das Testament von RIBASH und aufrechte Führung
„Beim Lernen soll man sich verinnerlichen, vor Wem man lernt, denn manchmal entfernt man sich im Lernen vom Schöpfer. Aus diesem Grund muss man sich zu jeder Zeit und zu jeder Stunde ausrichten.“
5. Baal HaSulam, Einführung zu Talmud Esser haSefirot, Punkt 18
„Der Schöpfer, der den Bösen Trieb schuf und ihm Kraft gab, auch wusste, wie richtige Arzneimittel und Gewürze zu kreieren sind, um die Kräfte dieses Bösen Triebs aufzuzehren und ihn gänzlich zu vernichten.
Wenn sich aber jemand mit der Tora beschäftigte und den Bösen Trieb nicht von sich entfernen konnte, dann ist es, weil er aus Fahrlässigkeit nicht die nötigen Anstrengungen und Mühen unternahm, wie es geschrieben steht: „Bemühte sich nicht und fand – sollst du nicht glauben.“ Oder möglicherweise häuften sie eine erforderliche „Quantität“ Anstrengungen an, waren aber bei der „Qualität“ fahrlässig.
Das heißt, während des Studiums der Tora richteten sie ihren Verstand und ihr Herz nicht darauf aus, das in der Tora enthaltene Licht anzuziehen, welches den Glauben ins Herz des Menschen trägt, sondern sie studierten abgelenkt von der Hauptforderung, welche an die Tora gestellt werden soll – das Licht, welches zum Glauben führt. Und sie waren zwar ursprünglich auf den Schöpfer ausgerichtet, wichen aber von Ihm während des Studiums ab.“
6. Baal HaSulam, Shamati 68, Die Verbindung des Menschen zu den Sefirot
„Der Mensch kann seine Gedanken nicht korrigieren. Er kann nur das Herz ausrichten, damit es direkt auf den Schöpfer ausgerichtet sein möge, und infolgedessen werden natürlich seine ganzen Gedanken nur darauf ausgerichtet sein, dem Schöpfer Zufriedenheit zu bereiten. Und sobald er sein Herz korrigiert, damit er ein Herz und einen Willen der Kedusha hat, dann wird das Herz zu einem Kli, welches vom Höchsten Licht (Or Eljon) erfüllt wird. Und sobald das Höchste Licht das Herz erfüllt, erstarkt das Herz, und der Mensch fährt ständig damit fort, Anstrengungen zu unternehmen und kommt voran.
Das erklärt, was die Weisen sagten: „Groß ist die Lehre, die zu praktischen Handlungen führt.“ Das bedeutet, dass der Mensch mithilfe des Lichtes der Tora zu Handlungen gelangt, zumal das Licht, welches in ihr enthalten ist, ihn zum Guten zurückführt. Dies wird als Handlung bezeichnet. Das bedeutet, dass das Licht der Tora in seinem Herzen eine neue Struktur erschafft,“
7. Rabash, Artikel 29 (1986), Lishma und Lo Lishma
„Man muss versuchen, während des Tora-Studiums das Ziel in Erinnerung zu behalten, so dass es immer vor seinen Augen steht, was er durch das Studium empfangen will, nämlich dass das Studium Größe und Bedeutung des Schöpfers vermittelt.“
8. RABASH, Artikel 22 (1985), „Die gesamte Tora ist ein heiliger Name“
„Man muss während des Studiums stets darauf achten, was das Ziel beim Torastudium ist, das heißt, was er vom Studium der Tora fordern sollte. Nun sagt man ihm, dass er zuerst um Kelim bitten muss, also dass er Gefäße des Gebens erlangen wird, bezeichnet als „Gleichheit der Form“, durch welche der Zimzum(Einschränkung) und die Verhüllung aufgehoben werden, die den Geschöpfen auferlegt waren.
In dem Maße, in dem dies der Fall ist, beginnt er die Kedusha (Heiligkeit) zu fühlen und fängt an, Geschmack an der Arbeit für den Schöpfer zu empfinden. Zu diesem Zeitpunkt kann er sich freuen, weil die Kedusha Freude hervorbringt, da dort das Licht, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun, scheint.“
9. RABASH, Artikel 12 (1988), „Was sind Tora und Arbeit auf dem Weg des Schöpfers?“
„Auch wenn er Tora um der Tora willen lernt, sollte er unterscheiden, mit welcher Absicht er lernt. Ist es, um die Gebote des Schöpfers einzuhalten, wie geschrieben steht: „Und du sollst Tag und Nacht über Ihn nachdenken“, oder lernt er, um das Licht der Tora zu empfangen, denn er braucht es, um den Bösen Trieb in sich auszulöschen, wie unsere Weisen gesagt haben: „Ich habe den Bösen Trieb erschaffen; Ich habe die Tora als Gewürz geschaffen“? Es stellt sich heraus, dass er lernt, um das Gewürz zu erhalten, wie unsere Weisen sagten: „Das Licht darin korrigiert ihn“.
10. Baal HaSulam, Einführung zu Talmud Esser haSefirot, Punkt 17
„Daher verpflichtet sich jeder Studierende vor dem Studium dazu, sich im Glauben an den Schöpfer und an Seine Lenkung durch Belohnung und Strafe zu festigen. Wie es die Weisen sagten: „Treu ist Derjenige, für den du dich abmühst, um dir eine Belohnung für deine Mühen zu geben.“ (Aussprüche der Väter, 6:5). Und er sollte seine Anstrengungen darauf ausrichten, dass sie für die Gebote der Tora sein würden. Auf diese Weise wird er würdig werden, das Licht zu genießen, welches sich in der Tora verbirgt, und sein Glaube wird sich ebenfalls festigen und durch wunderbare Wirkung dieses Lichts anwachsen. Wie es geschrieben steht: „Das wird deinem Leibe heilsam sein und deine Gebeine erquicken.“ (Sprüche, 3:8).
Dann wird zweifellos sein Herz bereit sein, weil aus lo liShma liShma kommen wird. Somit hat sogar derjenige, der selbst weiß, dass er noch nicht des Glaubens gewürdigt wurde, eine Hoffnung, das mithilfe der Beschäftigung mit der Tora zu erreichen. Denn wenn er sein Herz und seinen Verstand dahin ausrichtet, mittels der Tora des Glaubens an den Schöpfer gewürdigt zu werden, dann gibt es schon kein größeres Gebot als dieses. Wie die Weisen sagten: „Es kam Habakuk und führte alles zu einem zusammen: Der Gerechte wird in seinem Glauben leben.“ (Makot, 24).
11. RABASH, Artikel 12 (1988), „Was sind Tora und Arbeit auf dem Weg des Schöpfers“
„Wenn der Mensch zu Beginn seines Studiums kommt und nicht das Verlangen hat, dadurch den vollkommenen Glauben zu erlangen, den er durch das Licht in der Toraerreichen kann, indem er sich an denjenigen haften will, der sie trägt, der in die Toraeingekleidet ist und das Licht der Tora gibt und keinen anderen, dann folgt aus diesem Grund, dass er die Tora lernt, die die Kleidung des Schöpfers ist. Er will dadurch vollkommenen Glauben erlangen und an dem anhaften, der ihn trägt, der also der Geber der Tora ist.
Hier gibt es bereits eine Einheit von drei Aspekten:
1.) die Tora, die die Kleidung des Schöpfers ist,
2.) der Schöpfer, der in die Tora eingekleidet ist, und
3.) Israel – der Mensch, der die Tora mit der oben genannten Absicht lernt.
Das wird „Vereinigung“ genannt, „die Tora und der Schöpfer und Israel ist eins“.
12. Baal HaSulam, Shamati 99, „Ob jemand ein Frevler oder ein Gerechter sein wird, wird nicht gesagt"
„Der Mensch hat also die Wahl, dorthin zu gehen, wo Gerechte sind. Wenn er ihre Autorität annimmt, empfängt er die Kräfte, die ihm von Natur aus fehlen. Er erhält diese von den Gerechten. Das ist der Sinn dessen, dass der Schöpfer die Gerechten auf alle Generationen verteilte: damit es in jeder Generation jemanden gibt, an den man sich wenden, dem man sich anhaften und von dem man Kräfte empfangen kann, um zur Stufe eines Gerechten zu gelangen. So werden auch sie selbst später zu Gerechten.“