"Hevruta" – nach Lektion 11 "Einzigartigkeit der Kabbala"

"Hevruta" – nach Lektion 11 "Einzigartigkeit der Kabbala"

Kabbala in 10 Prinzipien

Inhalt der Lektion
Materialien

Kabbala in 10 Prinzipien

1. Der Mensch ist das Zentrum der Schöpfung.

2. Jeder ist verpflichtet, die vollständige Stufe der Korrektur seiner Seele zu erlangen - Gmar Tikun (Endgültige Korrektur).

3. Die Korrektur der Seele geschieht während des Lebens in dieser Welt, innerhalb eines physischen Körpers.

4. Korrektur bedeutet das Erreichen der Angleichung der Form – der Absicht – mit dem Schöpfer.

5. Die Weisheit der Kabbala vereint die Prinzipien „Wenn ich nicht für mich bin, wer ist dann für mich?“
und „Es gibt niemanden außer Ihm.“

6. Wir sind der Wille zu empfangen, und seine Absicht ist von Natur aus immer auf das Empfangen gerichtet. Eine Veränderung der Absicht kann nur mit Hilfe einer äußeren Kraft erreicht werden, die in der Weisheit der Kabbala das Licht (das reformierende Licht), das zur Quelle zurückführt, genannt wird.

7. Der Prozess des spirituellen Fortschritts ist so aufgebaut, dass je weiter wir voranschreiten, desto mehr offenbaren wir unsere Natur als böse – das heißt, wie entgegengesetzt wir dem Schöpfer sind – und dann wenden wir uns mit einer Bitte um Veränderung an den Schöpfer.

8. Wir bitten nicht darum, dass der Schöpfer sich ändert, sondern darum, dass der Schöpfer uns verändert.

9. Ein Kabbalist sorgt sich um die gesamte Menschheit, unabhängig von Geschlecht, Alter, Religion oder Rasse (eine universelle Weisheit).

10. Es gibt nichts Natürlicheres, als Kontakt mit seinem Schöpfer zu erlangen.

 


Workshop 

Welche 3 Prinzipien sind schwerer zu verstehen oder werfen Fragen auf?

 


1. Der Mensch ist das Zentrum der Schöpfung.

"Der Mensch ist das Zentrum der Schöpfung"

Baal HaSulam, „Einführung in das Buch Sohar“, Pkt. 18

Die ganze Reihenfolge der Schöpfung in allen ihren Erscheinungsformen ist von vornherein bestimmt und nur gemäß diesem Ziel, entsprechend dem sich die Menschheit entwickeln und in ihren Eigenschaften nach oben aufsteigen wird, so weit, bis sie schließlich fähig wird, den Schöpfer genauso zu verspüren wie sie den Nächsten spürt. Und diese Eigenschaften sind wie Stufen einer Leiter. Sie sind zahlreich, und der Mensch erklimmt sie, indem er eine nach der anderen überwindet, bis er schließlich sein Ziel erreicht.

- Baal HaSulam „Die Lehre der Kabbala und deren Wesen“

Das meinten unsere Weisen, als sie sagten: „Zu allen, die überheblich sind, spricht der Schöpfer: ‚Er und Ich können nicht am gleichen Platz verweilen.‘“ Denn der Mensch schafft dabei zwei Herrschaften. Wenn er sich jedoch im Zustand von Ejn befindet und sich selbst vor der Wurzel annulliert, und seine Absicht einzig dem Geben gilt, wie die Wurzel, findet man nur eine einzige Herrschaft vor – die Herrschaft des Schöpfers. Dann ist alles, was er auf der Welt empfängt, darauf ausgerichtet, dem Schöpfer zu geben.

Das ist die Bedeutung davon, was der Mensch sagte: „Die ganze Welt wurde nur meinetwegen erschaffen und ich, um meinem Erschaffer zu dienen.“ Aus diesem Grund muss ich sämtliche Stufen, die es in der Welt gibt, annehmen, um dadurch dem Schöpfer alles geben zu können, was „um meinem Erschaffer zu dienen“ heißt.

- Baal HaSulam, „Shamati 17“ 


Wir haben gelernt, dass wir keine Wahrnehmung der höheren Kraft haben, damit wir freie Wahl haben. Deshalb wird uns die ganze Realität gegeben – dieser Zustand der Verhüllung – genannt Welt (Olam im Hebräischen – was die gleiche Wurzel wie Verhüllung hat) – damit wir eine Wahlmöglichkeit haben, die Adam genannt wird – vom Wort „edame le elyon“ – „Ich werde dem Schöpfer ähnlich sein“ – also existiert die ganze Welt, damit wir die Möglichkeit haben, dem Schöpfer ähnlich zu werden.

 


2. Jeder ist verpflichtet, die vollständige Stufe der Korrektur seiner Seele zu erlangen - Gmar Tikun (Endgültige Korrektur).

"Jeder Mensch ist verpflichtet, die Wurzel seiner Seele zu erreichen.“

- Baal HaSulam "Die handelnde Vernunft"

Das bedeutet, dass es jedem Menschen garantiert ist, am Ende alle wunderbaren Erkenntnisse zu erlangen, mit welchen der Schöpfer im Schöpfungsplan jedes Geschöpf zu beschenken beabsichtigte. Und derjenige, der dessen nicht in dieser Reinkarnation gewürdigt wurde, wird dessen in der zweiten gewürdigt usw., bis er endlich würdig wird, den Plan des Schöpfers zu vollenden.

- Baal HaSulam „Einführung zu Talmud Esser HaSefirot“ Pkt.155

 


3. Die Korrektur der Seele geschieht während des Lebens in dieser Welt, innerhalb eines physischen Körpers.

“Diese Weisheit stellt nicht mehr und nicht weniger als eine Ordnung des Abstiegs der Wurzeln dar, die von der Verbindung zwischen Ursache und Wirkung bedingt ist, und die ständigen und absoluten Gesetzen unterworfen ist, welche untereinander im Zusammenhang stehen und auf ein erhabenes, doch sehr verborgenes Ziel ausgerichtet sind, welches „die Offenbarung des Schöpfers gegenüber den Geschöpfen in dieser Welt“ genannt wird.“

- Baal HaSulam. "Das Wesen der Wissenschaft Kabbala"


Wir müssen diesen Zustand entdecken - was wir lediglich tun können, wenn wir (in dieser Welt) die freie Wahl haben.

 


4. Korrektur bedeutet das Erreichen der Angleichung der Form – der Absicht – mit dem Schöpfer.

Eine spirituelle Verschmelzung wird überhaupt nicht anders gedeutet als „Ähnlichkeit der Eigenschaften“. Also verschmelzen wir mit Ihm dadurch, dass wir unsere Eigenschaften den Eigenschaften des Schöpfers angleichen. Darüber steht geschrieben: „Wie Er barmherzig ist …“ – das heißt: Genauso wie all Seine Handlungen nur darauf ausgerichtet sind, zu geben und dem Nächsten Gutes zu bringen, und keineswegs auf den eigenen Nutzen (denn es mangelt Ihm an nichts, was er ergänzen müsste, und es gibt niemanden, von dem Er empfangen könnte), so sollen auch alle unsere Handlungen zu dem Zweck sein, zu geben und dem Nächsten Nutzen zu bringen. Und darin werden wir unsere Eigenschaften den Eigenschaften des Schöpfers angleichen, was eben spirituelle Verschmelzung (Dwekut) ist.

-  Baal HaSulam "Artikel zum Abschluss des Buches Sohar"

Dementsprechend können wir uns fragen: Warum haben die Kabbalisten jeden Menschen verpflichtet, die Wissenschaft der Kabbala zu studieren? Tatsächlich verbirgt sich darin eine große Sache, die es wert ist, veröffentlicht zu werden, denn für diejenigen, die sich mit der Wissenschaft der Kabbala beschäftigen, existiert darin eine unschätzbar wunderbare Kostbarkeit; und auch wenn sie noch nicht verstehen, was sie lernen – aber dank einem starken Willen und dem Streben, das studierte Material zu verstehen –, erwecken sie auf sich Lichter, die ihre Seelen umgeben.

Das bedeutet, dass es jedem Menschen garantiert ist, am Ende alle wunderbaren Erkenntnisse zu erlangen, mit welchen der Schöpfer im Schöpfungsplan jedes Geschöpf zu beschenken beabsichtigte. Und derjenige, der dessen nicht in dieser Reinkarnation gewürdigt wurde, wird dessen in der zweiten gewürdigt usw., bis er endlich würdig wird, den Plan des Schöpfers zu vollenden.

- Baal HaSulam „Einführung zu Talmud Esser HaSefirot“ Pkt.155

 


5. Die Weisheit der Kabbala vereint die Prinzipien „Wenn ich nicht für mich bin, wer ist dann für mich?“ und „Es gibt niemanden außer Ihm.“

„Wenn ich nicht ich für mich bin, wer ist dann für mich, und wenn ich für mich selbst bin, was bin ich dann?“Das ist paradox. Die Sache ist die, dass der Mensch all seine Arbeit unter dem Aspekt von „Wenn ich nicht für mich bin, wer ist dann für mich“ tun muss, also dass es niemanden gibt, der ihm helfen könnte, sondern „In deinem Munde und in deinem Herzen, dass du es tust“, was „Belohnung und Strafe“ bedeutet. Doch für sich selbst sollte er in Bescheidenheit wissen: „Wenn ich für mich selbst bin, was bin ich dann?“ Das heißt, dass alles der persönlichen Vorsehung unterliegt und es niemanden gibt, der etwas tun kann.

Doch wenn man sagt, dass alles unter persönlicher Vorsehung steht, warum gibt es dann die Arbeit in der Form von „Wenn ich nicht für mich bin, wer ist dann für mich?“

Es ist so, dass man durch die Arbeit in der Form von „Wenn ich nicht für mich bin, wer ist dann für mich?“ der persönlichen Vorsehung, also der Erkenntnis, würdig wird, das heißt, alles schreitet auf dem Wege der Korrektur voran. Und der Unterschied zwischen der Pflicht und der Tora, genannt „Söhne des Schöpfers“, wird nur offenbart, wenn dem die Arbeit in der Form von „Wenn ich nicht für mich bin, wer ist dann für mich?“ vorangeht.

- Baal HaSulam – Shamati 217. Wenn ich nicht für mich bin, wer ist dann für mich?

Es steht geschrieben: „Es gibt nichts außer Ihm“, das heißt, es gibt keine andere Kraft in der Welt, die die Fähigkeit hätte, etwas gegen Ihn, den Schöpfer, zu tun. Und wenn der Mensch sieht, dass es in der Welt Dinge gibt, welche die himmlische Führung verleugnen, dann ist die Ursache darin, dass dies Sein Wille ist.

Und dies gilt als eine Methode der Korrektur, die heißt „die linke Hand stößt weg, und die rechte Hand zieht heran“, was bedeutet, dass das, was die Linke wegstößt, als Korrektur erachtet wird. Das heißt, dass es in der Welt Dinge gibt, die von vornherein kommen, um den Menschen vom rechten Weg abzulenken und durch welche er von der Heiligkeit abgestoßen wird.


Dann gelangt er zu der Entscheidung, dass niemand ihm helfen kann – außer dem Schöpfer selbst, höchstpersönlich. 

- Baal HaSulam – Shamati 1 - "Es gibt nichts außer Ihm"

 


6. Eine Veränderung der Absicht kann nur mit Hilfe einer äußeren Kraft erreicht werden, die in der Weisheit der Kabbala das Licht (das reformierende Licht), das zur Quelle zurückführt, genannt wird.


 Für diejenigen, die sich mit der Wissenschaft der Kabbala beschäftigen, existiert darin eine unschätzbar wunderbare Kostbarkeit; und auch wenn sie noch nicht verstehen, was sie lernen – aber dank einem starken Willen und dem Streben, das studierte Material zu verstehen –, erwecken sie auf sich Lichter, die ihre Seelen umgeben.

- Baal HaSulam „Einführung zu Talmud Esser HaSefirot“ Pkt.155

 


7. Je weiter wir voranschreiten, desto mehr offenbaren wir unsere Natur als böse – das heißt, wie entgegengesetzt wir dem Schöpfer sind – und dann wenden wir uns mit einer Bitte um Veränderung an den Schöpfer.

Daraus folgt, dass der Beginn seiner Arbeit das Erkennen des Bösen ist, was bedeutet, dass ein Mensch den Schöpfer bittet, ihn spüren zu lassen, wie böse der Wille zu empfangen ist. Dieses Bewusstsein, dass der Wille zu empfangen „böse“ bezeichnet wird, kann nur der Schöpfer ihn spüren lassen. Es heißt, dass ein Mensch durch die Tora zur Erkenntnis des Bösen gelangen kann, d.h. zu verstehen, wie sehr sein Wille zu empfangen böse ist, und dann kann er darum bitten, dass der Wille zu empfangen ersetzt wird und ihm stattdessen das Verlangen zu geben gegeben wird.

- Rabash, Artikel 28 (1991), Was sind Heiligkeit und Reinheit in der Arbeit

 


8. Wir bitten nicht darum, dass der Schöpfer sich ändert, sondern darum, dass der Schöpfer uns verändert.

Alle Welten werden in Bezug auf sich selbst als einfache Einheit betrachtet, und in der Göttlichkeit gibt es keine Veränderung, wie in „Ich, der Ewige, habe mich nicht verändert.“

- Baal HaSulam – Shamati 244, "Alle Welten"

 


9. Ein Kabbalist sorgt sich um die gesamte Menschheit, unabhängig von Geschlecht, Alter, Religion oder Rasse (eine universelle Weisheit).


Die religiöse Form aller Nationen sollte ihre Mitglieder zunächst dazu verpflichten, sich gegenseitig so viel zu geben, dass (das Leben des Freundes vor dem eigenen Leben kommt), wie in „Liebe deinen Freund wie dich selbst.“ Man wird an der Gesellschaft nicht mehr Freude haben als an einem nachhinkenden Freund. Dies wird die gemeinsame Religion aller Nationen sein, die in den Rahmen des Kommunismus fallen werden. Daneben kann jedoch jede Nation ihre eigene Religion und Tradition verfolgen, und die eine darf sich nicht in die andere einmischen.

- Baal HaSulam, Die Schriften der letzten Generation

Das Schöpfungsziel bezieht sich auf das gesamte Menschengeschlecht, niemanden ausgenommen.

 - Baal HaSulam “Die Liebe zum Schöpfer und die Liebe zu den Geschöpfenˮ


10. Es gibt nichts Natürlicheres, als Kontakt mit seinem Schöpfer zu erlangen.

Es gibt nichts Natürlicheres, als mit seinem Schöpfer in Kontakt zu kommen, denn er hat die Natur geschaffen. In der Tat hat jedes Geschöpf Kontakt mit seinem Schöpfer, wie es geschrieben steht: „Die ganze Erde ist voll Seiner Herrlichkeit“, nur wissen und fühlen wir es nicht. In Wirklichkeit erlangt derjenige, dem der Kontakt mit Ihm gewährt wird, nur das Bewusstsein. Es ist so, als ob jemand einen Schatz in seiner Tasche hat, den er nicht kennt. Dann kommt ein anderer und lässt ihn wissen, was in seiner Tasche ist. Jetzt ist er wirklich reich geworden.

-- Baal HaSulam -  „Die Schriften der letzten Generation“, Zweiter Teil