Lektion 17 - „Ich werde eine andere Welt sehen“
In dieser Lektion erforschen wir die spirituelle Bedeutung, die in den Geschichten des TANACH (Hebräische Bibel) durch die authentische Weisheit der Kabbala verborgen ist. Die biblischen Erzählungen werden nicht nur als historische Berichte dargestellt, sondern als Beschreibungen innerer spiritueller Prozesse in jedem Menschen. Indem wir lernen, wie die Figuren und Ereignisse spirituelle Kräfte und Eigenschaften repräsentieren, beginnen wir, die Tora als Leitfaden für die innere Entwicklung und die Verbindung mit dem Schöpfer zu sehen.
Lektion 17. „Ich werde eine andere Welt sehen“
Die spirituelle Bedeutung, die in den Geschichten der Bibel verborgen ist, gemäß der authentischen Weisheit der Kabbala
FOLIE # 2-3
Die Sprache der Bibel
Die Sprache des TaNaCh ist eine Basis- und Wurzel-Sprache, die sich für deren Zweck sehr gut eignet, weil es in ihr in den meisten Fällen eine Entsprechung zwischen Zweig und Wurzel gibt, und sie zum Verständnis am bequemsten ist. Diese Sprache ist die älteste, und sie ist jene heilige Sprache, die man mit Adam, dem ersten Menschen, in Verbindung bringt.
Diese Sprache hat zwei Vorzüge und einen Nachteil. Der erste Vorzug besteht darin, dass sie sogar für Anfänger auf dem Wege der Erkenntnis einfach zu verstehen ist. Ihnen ist alles klar, was für sie notwendig ist. Der zweite Vorzug besteht darin, dass mit deren Hilfe die Dinge in Breite und Tiefe mehr geklärt werden als mit Hilfe anderer Sprachen.
Und der Mangel dieser Sprache besteht darin, dass man sie unmöglich in Sonderfällen nutzen oder mit deren Hilfe Ursachen und Folgen erklären kann, weil man alles in vollem Umfang erklären muss, da es unklar ist, um welches Detail es sich handelt, wenn man sich nicht alles als Ganzes vorstellt. Um daher ein kleineres Detail zu erklären, muss man dazu das ganze Kapitel vorführen, was diese Sprache ungeeignet zur Erklärung kleiner Einzelheiten oder kausaler Verbindungen macht.
Die Sprache der Gebete und der Segenssprüche ist ebenfalls der Sprache des TaNaCh entnommen.
- Baal HaSulam „Die Lehre der Kabbala und deren Wesen“
FOLIE # 4
... der innere Teil der Wissenschaft der Kabbala stellt nichts anderes dar als den inneren Teil der Heiligen Schrift, des Talmud und der Agada. Und der ganze Unterschied zwischen ihnen besteht nur in den Wegen der Logik, was dem Kopieren der Wissenschaft in vier Sprachen gleicht. Es ist selbstverständlich, dass das Wesen der Wissenschaft der Kabbala sich infolge der Veränderung der Sprache keineswegs veränderte, und alles, woran wir denken sollten, ist die Frage, welche Kopie sich am besten zur Übermittlung der Wissenschaft an den Studierenden eignet.
- Baal HaSulam „Die Lehre der Kabbala und deren Wesen“FOLIE # 5
Es gibt jedoch eine strenge Bedingung beim Studium dieser Weisheit: Man darf die Dinge nicht vermaterialisieren, indem man sie in imaginären oder materiellen Begriffen darstellt. Dadurch verstößt man gegen das Gebot „Du sollst dir kein Bildnis oder Gleichnis machen“, Gott bewahre. Denn in einem solchen Fall zieht man sich Schaden zu, anstatt Nutzen daraus zu ziehen.
- Baal HaSulam, „Einführung zu Talmud Esser haSefirot“, Pkt. 156
FOLIE # 6
Dies ist schwierig für den Anfänger, da er Tatsachen wahrnimmt mittels physischer Begrenzungen in Bezug auf Zeit, Raum, Veränderung und Wechsel. Die Autoren jedoch benutzten jene Begriffe nur als Symbole, um auf deren höhere Wurzeln hinzuweisen.
- Baal HaSulam, Talmud Esser haSefirot, Band 1 – Innere BetrachtungFOLIE # 7
Wehe dem, der sagt, dass die Tora kommt, um wörtliche Geschichten und die ungebildeten Worte von Leuten wie Esau und Laban zu erzählen. Wenn das so ist, können wir auch heute noch die Worte eines ungebildeten Menschen in ein Gesetz umwandeln, und zwar in ein schöneres als das ihre. Und wenn die Tora auf weltliche Angelegenheiten hinweist, so haben auch die Herrscher der Welt unter sich bessere Dinge, so lasst uns ihnen folgen und sie auf dieselbe Weise in ein Gesetz verwandeln. Allerdings haben alle Worte der Tora die oberste Bedeutung.
- Sohar für Alle, BeHaalotcha [Wenn du die Kerzen aufstellst] Pessach in seiner Zeit und Zweites Pessach, Pkt. 58FOLIE # 8
...die Seelen können den Lohn, für den die Welt und die Seelen erschaffen wurden, nicht empfangen, wenn sie kein geeignetes Gefäß haben, um ihn aufzunehmen. Dieses Gefäß wird nur durch Mühe und Arbeit beim Befolgen der Gebote unter schwierigen Umständen geschaffen, durch die Kämpfe des Menschen gegen seinen bösen Trieb und die vielen Hindernisse und Sorgen. Diese Mühe und das Leid im Zusammenhang mit Tora und Geboten schaffen das Gefäß für die Seele, das sie befähigt, das Vergnügen und die Güte aufzunehmen, für die alle Geschöpfe erschaffen wurden.
- Baal HaSulam "Das Erbe des Landes"
FOLIE # 9
Pharao ist der böse Trieb, der im Körper des Menschen steckt.
- Rabash, Artikel 17, 1990
FOLIE # 10
„Vergiss nicht, dass du ein Sklave in Ägypten warst.“ Es bedeutet für uns, dass ein Mensch im Zustand des Aufstiegs lernen muss, was er zum Zeitpunkt des Abstiegs erlebt. Denn während des Abstiegs gibt es niemanden, mit dem er sprechen kann. Dann ist der Mensch im spirituellen Leben ohne Bewusstsein und nur damit beschäftigt, seinen Körper mit Genüssen zu füllen. Und es ist ihm egal, von welchem Ort die Genüsse zu ihm kommen, sondern er sagt nur: „Gib!” Während des Aufstiegs kann ein Mensch jedoch aus dem Zustand des Abstiegs lernen und davon profitieren. Das ist die Bedeutung von „Erinnern“.
- Rabash, Notiz 607, "Erinnere dich, dass du ein Sklave warst"
FOLIE # 11
Deshalb wird Pessach so bezeichnet, weil der Schöpfer über die Häuser Israels hinweggeht und jeden einzelnen aus Israel am Leben lässt. In der Spiritualität gibt es bekanntlich keine Abwesenheit, denn die kleinste Unterscheidung in Israel blieb am Leben, und nichts ging verloren. Weil der Schöpfer Israel gerettet hat, heißt dieser gute Tag Pessach, nach den Taten des Schöpfers.
- Rabash, Artikel 13 (1987), Warum das Fest der Mazot Pessach genannt wird
FOLIE # 12
- Der Sohar für alle, Kedoshim, "Es ist verboten, dorthin zu schauen, wo der Schöpfer es verabscheut"
FOLIE # 13
Wenn wir es im Ganzen betrachten, so ist uns in der Gesellschaft nur die Ausführung zweier Gebote auferlegt, die man als „Kabbala“ (Empfangen) und „Hashpaa“ (Geben) bestimmen kann. Das heißt: Jedes Mitglied der Gesellschaft wird von der Natur dazu verpflichtet, alles Notwendige von der Gesellschaft zu empfangen, verpflichtet sich aber auch, der Gesellschaft zu geben, indem es für ihr Wohl arbeitet. Und wenn es (das Mitglied) wenigstens eines dieser Gebote nicht ausführt, dann wird es gnadenlos bestraft.
- Baal HaSulam "Der Frieden"