Lektion 15 - Das Studium der Zehn Sefirot
Das Studium der Zehn Sefirot
“Das Studium der Zehn Sefirot” — Der Bauplan der Schöpfung
- Einführung in das grundlegende Werk von Baal HaSulam, Das Studium der Zehn Sefirot, ein umfassender Kommentar zu den Schriften des ARI (Rabbi Isaac Luria).
- Untersuchung der Zehn Sefirot und ihrer Funktion innerhalb der Struktur der Schöpfung.
- Klärung des Konzepts der Seele und des Prozesses der Konstruktion des spirituellen Gefäßes (Kli) für ihre Offenbarung.
- Geführtes Lesen und Auseinandersetzung mit ausgewählten Auszügen aus "Das Studium der Zehn Sefirot".
Lektion 15 - Das Studium der Zehn Sefirot
FOLIE #2
Die Sprache der Kabbalisten ist eine Sprache in vollem Sinne dieses Wortes, sie ist hinsichtlich Wurzel und Zweig, Ursache und Folge sehr genau. Ihr besonderer Vorzug ist die Tatsache, dass man in dieser Sprache auch vom kleinsten Detail ohne Einschränkungen sprechen kann. Mit ihrer Hilfe kann man sich direkt dem uns interessierenden Detail widmen, ohne es mit den ihm vorausgehenden oder nach ihm folgenden in Verbindung zu bringen.
FOLIE #3
Doch neben all diesen wunderbaren Vorzügen hat sie auch einen sehr großen Mangel: Diese Sprache führt sehr schwer zu einer Erkenntnis. Es ist fast unmöglich, sie zu verstehen - nur durch die Übermittlung aus dem Munde eines Kabbalisten in den Mund eines verstehenden Schülers. Das heißt: Sogar wenn er selbst die ganze Ausdehnung der Stufen von oben nach unten und von unten nach oben versteht, wird er dennoch nichts in dieser Sprache verstehen, bevor er sie nicht aus dem Munde eines Weisen empfängt, der diese Sprache von seinem Lehrer von Angesicht zu Angesicht empfing.
- Baal HaSulam, „Die Lehre der Kabbala und deren Wesen“
FOLIE #4
1) Zuerst müssen wir die Namen der Zehn Sefirot kennen: KaCHaB, CHaGaT, NeHJM, deren Akronyme für Keter, Chochma, Bina, Chessed, Gwura, Tiferet, Nezach, Hod, Jessod, Malchut stehen. Sie sind ebenfalls die Zehn Bedeckungen Seines Lichts und dazu eingerichtet, dass die Unteren Sein Licht empfangen können.
Dies ähnelt dem Sonnenlicht, welches man nur durch eine dunkle Brille sehen kann, die das Licht verringert und es dann für die Augen passend macht. Wenn Sein Licht nicht von diesen „Bedeckungen“, genannt „Zehn Sefirot“ bedeckt wäre, in welchen jede untere Sein Licht verdeckt, gelänge es den Unteren nicht, es zu erhalten.
- Baal HaSulam, Vorwort zum Sulam [Leiter]-Kommentar, Pkt.1
FOLIE #5
Wisse, dass jede Welt aus zehn Sefirot besteht, und jede Sefira enthält wiederum zehn, und jede der zehn enthält weitere zehn, und so weiter bis ins Unendliche, so dass jedes Licht, das wir von allen Lichtern unterscheiden und erwähnen - wissen, dass es aus zehn besteht.
- RAMCHAL, Regeln für den Artikel "Die Weisheit”
FOLIE #6
Das ist die Bedeutung dessen, was in den Schriften von ARI angeführt wird, dass das Licht von Ejn Sof den Unteren leuchtet.
„Ejn Sof“ wird „der Wille, seinen Geschöpfen Gutes zu tun“ genannt. Und obwohl man viele Welten und zehn Sefirot unterscheidet sowie andere Benennungen, kommt doch alles aus Ejn Sof, der „Gedanke der Schöpfung“ genannt wird.
Der Name „Sefira“ oder „Welt“ wird deshalb gegeben, weil die Fülle, die aus Ejn Sof ausströmt, durch diese Sefira oder Welt herabsteigt. Damit ist gemeint: Da die Unteren die Fülle des Schöpfers nicht ohne Vorbereitung und Korrektur empfangen können, sodass der Untere fähig wird zu empfangen, nennt man die Korrekturen, die vorgenommen wurden, wodurch die Möglichkeit des Empfangens besteht, „Sefirot“.
- Baal HaSulam, Shamati 73, Nach dem Zimzum
FOLIE #7 - DREI ACHSEN MODELL


FOLIE #8 - Diagramm "Die Welt des Zimzum"


FOLIE #9
155.Dementsprechend können wir uns fragen: Warum haben die Kabbalisten jeden Menschen verpflichtet, die Wissenschaft der Kabbala zu studieren? Tatsächlich verbirgt sich darin eine große Sache, die es wert ist, veröffentlicht zu werden, denn für diejenigen, die sich mit der Wissenschaft der Kabbala beschäftigen, existiert darin eine unschätzbar wunderbare Kostbarkeit; und auch wenn sie noch nicht verstehen, was sie lernen – aber dank einem starken Willen und dem Streben, das studierte Material zu verstehen –, erwecken sie auf sich Lichter, die ihre Seelen umgeben.
- Baal HaSulam, Einführung zu Talmud Esser HaSefirot, Pkt. 155
FOLIE #10
156. Es gibt jedoch eine strenge Bedingung beim Studium dieser Weisheit: Man darf die Dinge nicht vermaterialisieren, indem man sie in imaginären oder materiellen Begriffen darstellt. Dadurch verstößt man gegen das Gebot „Du sollst dir kein Bildnis oder Gleichnis machen“, Gott bewahre. Denn in einem solchen Fall zieht man sich Schaden zu, anstatt Nutzen daraus zu ziehen. Deshalb warnten die Weisen, diese Weisheit nur unter bestimmten Voraussetzungen zu lernen, etwa nach dem vierzigsten Lebensjahr oder von einem Lehrer, und so weiter, um Vorsicht walten zu lassen. All dies geschah aus dem oben genannten Grund.
- Baal HaSulam, Einführung zu Talmud Esser HaSefirot, Pkt. 156
FOLIE #11 - 6 Bände von "Das Studium der Zehn Sefirot" - Hebräische Ausgabe


FOLIE #12 - Erste Seite von "Das Studium der Zehn Sefirot"


FOLIE #13 - Baal HaSulams Manuskript des "Tabelle der Antworten zur Erklärung der Worte"


FOLIE #14 - Baal HaSulams Manuskript des "Tabelle der Antworten zur Erklärung der Worte"


FOLIE #15
Was ist Or (Licht)?
Alles, was in den Welten (Olamot) als „Existenz aus Existenz“ existiert. Es ist alles außer der Substanz der Kelim.
-Baal HaSulam. Talmud Esser haSefirot, Band 1, Teil 1, Tabelle der Fragen und Antworten zur Erklärung der Worte
FOLIE #16
20. Das Licht, das sich von Ejn Sof zu dem emanierten Wesen ausbreitet, wird Or Yashar genannt. Dieses Licht ist mit dem emanierten Wesen durch eine Einkleidung ins reflektierte Licht verbunden, das vom Massach aufsteigend durch einen Siwug aufsteigt (dies wird später erklärt werden). Das nennt man Verbindung, weil dieses Or Choser-Licht, das aus dem Massach der Bchina Dalet, aus der geraden Linie, aufsteigt, das höhere Licht im Kreis hält und einfängt.
An einem Ort also, an dem das reflektierte Licht das Höhere Licht nicht einkleidet, betrachtet das emanierte Wesen es als abwesend, weil es es ohne diese Einkleidung, die man reflektiertes Licht nennt, nicht erlangen kann.
- Baal HaSulam. Talmud Esser haSefirot, Band 1, Teil 2. Kapitel 1, Pkt. 20
FOLIE #17


FOLIE #18
In Das Studium der Zehn Sefirot (Teil 2, Kapitel 1, Punkt 3) steht geschrieben, dass das Or Choser, das vom Massach aufsteigt, „Verbindung“ genannt wird, weil es das obere Licht im Igul [Kreis] so hält und einfängt, dass dort, wo das Or Choser das Höhere Licht nicht bekleidet, dieses Licht aus der Sicht des emanierten Wesens als nicht existent angesehen wird, weil es ohne dieses Gewand, das Or Choser genannt wird, es nicht erreichen kann. (...)
Die Antwort ist, dass dort, wo es keine Kleidung namens Or Choser gibt, das Höhere Licht aus der Perspektive des emanierten Wesens als nicht existent angesehen wird, so lange der Mensch sich nicht von der Eigenschaft des Empfangens für sich selbst entfernt hat, hat er dieses Or Choser noch nicht. Obwohl also „die ganze Erde voll Seiner Herrlichkeit ist“, wird sie aus der Perspektive des Unteren als nicht existent betrachtet.
- Rabash. Ausgewählte Notiz 557, Über das Or Choser (Zurückkehrendes Licht)
FOLIE #19
Die Ausmaße des Erreichens ändern sich von Zeit zu Zeit, weil es von der Fähigkeit der Unteren abhängt. Ob sie groß oder klein ist – in diesem Maße erscheint das Licht. Außerdem hat jedes Maß der Erlangung seinen eigenen Namen, weil die Sefirot „Hüllen“ genannt werden. Die Hülle fällt ab und die Sefira (sing. von Sefirot) beginnt zu leuchten, entsprechend der Arbeit des Menschen…