Lektion 11. Die Einzigartigkeit der Weisheit der Kabbala

Lektion 11. Die Einzigartigkeit der Weisheit der Kabbala

Was unterscheidet die authentische Kabbala von anderen spirituellen Traditionen und Lehren? Wie geht die Weisheit der Kabbala mit der menschlichen Entwicklung und dem inneren Wandel um? Kernprinzipien und die Einzigartigkeit der Methode der Kabbala.

Inhalt der Lektion
Materialien

Lektion 11. Die Einzigartigkeit der Weisheit der Kabbala


Folie 2

"Der Mensch ist das Zentrum der Schöpfung"

Baal HaSulam, „Einführung in das Buch Sohar“, Pkt. 18


Folie 3

Die ganze Reihenfolge der Schöpfung in allen ihren Erscheinungsformen ist von vornherein bestimmt und nur gemäß diesem Ziel, entsprechend dem sich die Menschheit entwickeln und in ihren Eigenschaften nach oben aufsteigen wird, so weit, bis sie schließlich fähig wird, den Schöpfer genauso zu verspüren wie sie den Nächsten spürt.

Und diese Eigenschaften sind wie Stufen einer Leiter. Sie sind zahlreich, und der Mensch erklimmt sie, indem er eine nach der anderen überwindet, bis er schließlich sein Ziel erreicht.

- Baal HaSulam „Die Lehre der Kabbala und deren Wesen“


Folie 4

„Jeder Mensch ist verpflichtet, die Wurzel seiner Seele zu erreichen.“

- Baal HaSulam "Die handelnde Vernunft"


Folie 5

Das Schöpfungsziel bezieht sich auf das gesamte Menschengeschlecht, niemanden ausgenommen.

 - Baal HaSulam “Die Liebe zum Schöpfer und die Liebe zu den Geschöpfenˮ


Folie 6

Eine spirituelle Verschmelzung wird überhaupt nicht anders gedeutet als „Ähnlichkeit der Eigenschaften“. Also verschmelzen wir mit Ihm dadurch, dass wir unsere Eigenschaften den Eigenschaften des Schöpfers angleichen.

Darüber steht geschrieben: „Wie Er barmherzig ist …“ – das heißt: Genauso wie all Seine Handlungen nur darauf ausgerichtet sind, zu geben und dem Nächsten Gutes zu bringen, und keineswegs auf den eigenen Nutzen (denn es mangelt Ihm an nichts, was er ergänzen müsste, und es gibt niemanden, von dem Er empfangen könnte), so sollen auch alle unsere Handlungen zu dem Zweck sein, zu geben und dem Nächsten Nutzen zu bringen. Und darin werden wir unsere Eigenschaften den Eigenschaften des Schöpfers angleichen, was eben spirituelle Verschmelzung (Dwekut) ist.

-  Baal HaSulam "Artikel zum Abschluss des Buches Sohar"


Folien 7-8

Dementsprechend können wir uns fragen: Warum haben die Kabbalisten jeden Menschen verpflichtet, die Wissenschaft der Kabbala zu studieren? Tatsächlich verbirgt sich darin eine große Sache, die es wert ist, veröffentlicht zu werden, denn für diejenigen, die sich mit der Wissenschaft der Kabbala beschäftigen, existiert darin eine unschätzbar wunderbare Kostbarkeit; und auch wenn sie noch nicht verstehen, was sie lernen – aber dank einem starken Willen und dem Streben, das studierte Material zu verstehen –, erwecken sie auf sich Lichter, die ihre Seelen umgeben.

Das bedeutet, dass es jedem Menschen garantiert ist, am Ende alle wunderbaren Erkenntnisse zu erlangen, mit welchen der Schöpfer im Schöpfungsplan jedes Geschöpf zu beschenken beabsichtigte. Und derjenige, der dessen nicht in dieser Reinkarnation gewürdigt wurde, wird dessen in der zweiten gewürdigt usw., bis er endlich würdig wird, den Plan des Schöpfers zu vollenden.

- Baal HaSulam „Einführung zu Talmud Esser HaSefirot“ Pkt.155


Folie 9

Daraus folgt, dass der Beginn seiner Arbeit das Erkennen des Bösen ist, was bedeutet, dass ein Mensch den Schöpfer bittet, ihn spüren zu lassen, wie böse der Wille zu empfangen ist. Dieses Bewusstsein, dass der Wille zu empfangen „böse“ bezeichnet wird, kann nur der Schöpfer ihn spüren lassen. Es heißt, dass ein Mensch durch die Tora zur Erkenntnis des Bösen gelangen kann, d.h. zu verstehen, wie sehr sein Wille zu empfangen böse ist, und dann kann er darum bitten, dass der Wille zu empfangen ersetzt wird und ihm stattdessen das Verlangen zu geben gegeben wird.

- Rabash, Artikel 28 (1991), Was sind Heiligkeit und Reinheit in der Arbeit


Folie 10

Die religiöse Form aller Nationen sollte ihre Mitglieder zunächst dazu verpflichten, sich gegenseitig so viel zu geben, dass (das Leben des Freundes vor dem eigenen Leben kommt), wie in „Liebe deinen Freund wie dich selbst.“ Man wird an der Gesellschaft nicht mehr Freude haben als an einem nachhinkenden Freund.

Dies wird die gemeinsame Religion aller Nationen sein. Daneben kann jedoch jede Nation ihre eigene Religion und Tradition verfolgen, und die eine darf sich nicht in die andere einmischen.

- Baal HaSulam, Die Schriften der letzten Generation