Lektion 19: „Wähle das Leben!“ — Der Weg des Lichts vs. Weg des Leidens
Lektion 19: „Wähle das Leben!“ — Der Weg des Lichts vs. Weg des Leidens
FOLIE #2
Wie oben dargelegt, gibt es zwei Wege, durch die die Vorsehung dafür sorgt, dass der Mensch das gute, endgültige Ziel erreicht: den Weg des Leidens und den Weg der Tora. Die ganze Klarheit des Weges der Tora rührt daher. Diese klaren Konzepte, die nach einer langen Kette von Ereignissen im Leben der Propheten und Gottesmänner enthüllt und erkannt wurden, gelangen zu einem Menschen, der sie vollständig nutzt und von ihnen profitiert, als wären sie Ereignisse seines eigenen Lebens. Man ist also von all den Qualen befreit, die man durchmachen müsste, solange man diesen Verstand nicht selbst entwickeln kann. So spart man sowohl Zeit als auch Schmerz.
FOLIE #3
Es ist vergleichbar mit einem Kranken, der die Anweisungen des Arztes nicht befolgen will, solange er nicht selbst verstanden hat, wie er geheilt werden kann, und der deshalb selbst ein Medizinstudium beginnt. Er könnte an seiner Krankheit sterben, bevor er sich das nötige Wissen angeeignet hat.
FOLIE #4
So ist der Weg des Leidens im Vergleich zum Weg der Tora. Jemand, der nicht daran glaubt, dass er die Konzepte der Tora und Propheten einhalten sollte – auch wenn er sie nicht versteht – muss selbst zu diesen Konzepten gelangen, indem er der Kette von Ursache und Wirkung der Ereignisse des Lebens folgt. Es handelt sich um Erfahrungen mit großer Bedeutung, durch die man zur Erkenntnis des Bösen gelangt. Und dies, ohne dass man es selbst gewählt hätte, sondern weil man sich bemühte, ein gutes Umfeld zu schaffen, das zu diesen Gedanken und Handlungen führt.
- Baal HaSulam „Die Freiheit“
FOLIE #5
Die Grundlage für alle Erklärungen ist der in jedem Geschöpf eingeprägte Wille zu empfangen, und das ist die Ungleichheit der Form zum Schöpfer. So hat sich die Seele von Ihm getrennt, wie ein Glied vom Körper getrennt ist, da die Ungleichheit der Form im Spirituellen wie eine trennende Axt im Körperlichen ist. Deshalb ist es klar, dass das, was der Schöpfer von uns will, die Gleichwertigkeit der Form ist, bei der wir wieder an Ihm haften, wie vor unserer Erschaffung.
FOLIE #6
Ich habe bereits gesagt, dass es zwei Möglichkeiten gibt, die Vollkommenheit zu entdecken: den Weg der Tora oder den Weg des Leidens.
Deshalb hat der Schöpfer der Menschheit die Technologie gegeben, bis sie die Atom- und Wasserstoffbombe erfunden hat. Wenn der totale Untergang, den sie über die Welt bringen werden, der Welt noch nicht klar ist, können sie auf einen dritten oder vierten Weltkrieg warten.
FOLIE #7
Die Bomben werden ihr Werk tun, und die Überlebenden, die nach der Zerstörung übrig bleiben, werden keine andere Wahl haben, als diese Arbeit auf sich zu nehmen, bei der sowohl Einzelpersonen als auch Nationen nicht mehr für sich selbst arbeiten werden, als für ihren Unterhalt notwendig ist, während alles andere, was sie tun, dem Wohl der anderen dienen wird. Wenn alle Völker der Welt sich damit einverstanden erklären, wird es keine Kriege mehr in der Welt geben, denn kein Mensch wird mehr auf sein eigenes Wohl bedacht sein, sondern nur noch auf das Wohl der anderen.
Wenn ihr den Weg der Tora geht und das Gewürz empfängt, umso besser. Wenn ihr es nicht tut, werdet ihr den Weg des Leidens beschreiten,…
- Baal HaSulam „Die Schriften der letzten Generation“
FOLIE #8
Wenn wir es im Ganzen betrachten, so ist uns in der Gesellschaft nur die Ausführung zweier Gebote auferlegt, die man als „Kabbala“ (Empfangen) und „Hashpaa“ (Geben) bestimmen kann. Das heißt: Jedes Mitglied der Gesellschaft wird von der Natur dazu verpflichtet, alles Notwendige von der Gesellschaft zu empfangen, verpflichtet sich aber auch, der Gesellschaft zu geben, indem es für ihr Wohl arbeitet. Und wenn es (das Mitglied) wenigstens eines dieser Gebote nicht ausführt, dann wird es gnadenlos bestraft.
FOLIE #9
Hinsichtlich des Gebots des Empfangens brauchen wir keine zahlreichen Beobachtungen. Weil hier die Bestrafung unmittelbar folgt, können wir uns nicht nachlässig dazu verhalten. Was aber das zweite Gebot des „Gebens an die Gesellschaft“ angeht, wenn die Bestrafung nicht nur nicht unmittelbar erfolgt, sondern auch nicht auf direkte, sondern auf indirekte Weise auf uns wirkt, so wird dieses Gebot nicht auf die gebührende Art und Weise erfüllt.
FOLIE #10
Daher brät die Menschheit in einem höllischen Feuer, und Zerstörungen, Hunger und ihre Folgen haben bis zum heutigen Tage nicht von ihr abgelassen. Und es ist erstaunlich, dass die Natur uns wie ein professioneller Richter entsprechend unserer Entwicklung bestraft, weil offensichtlich ist, dass im Maße der Entwicklung der Menschheit und der Erreichung des wirtschaftlichen und technischen Fortschritts die Leiden und das Unglück sich anhäufen werden.
- Baal HaSulam „Der Frieden“
FOLIE #11
Warum haben die Kabbalisten jeden Menschen verpflichtet, die Wissenschaft der Kabbala zu studieren? Tatsächlich verbirgt sich darin eine große Sache, die es wert ist, veröffentlicht zu werden, denn für diejenigen, die sich mit der Wissenschaft der Kabbala beschäftigen, existiert darin eine unschätzbar wunderbare Kostbarkeit; und auch wenn sie noch nicht verstehen, was sie lernen – aber dank einem starken Willen und dem Streben, das studierte Material zu verstehen –, erwecken sie auf sich Lichter, die ihre Seelen umgeben.
- Baal HaSulam, „Einführung zuTES“, Pkt. 155.
FOLIE #12
Aus den Worten der Weisen des Talmuds sehen wir aber, dass sie uns den Weg der Tora mehr erleichterten als die Weisen der Mishna, weil sie sagten: „Es soll sich der Mensch immer mit der Tora und den Geboten sogar im Sinne von lo liShma beschäftigen, und von lo liShma wird er zu liShma gelangen, weil das Licht, welches in der Tora eingeschlossen ist, ihn zu der Quelle zurückführt.“
FOLIE #13
Dadurch stellten sie uns ein neues Mittel statt der in der Mishna beschriebenen Askese zur Verfügung – „das Licht, welches in der Tora eingeschlossen ist“, in welchem eine Kraft vorhanden ist, die ausreicht, um den Menschen zur Quelle zurückzuführen und ihn zu Studien der Tora und der Gebote im Sinne von liShma zu führen.
Denn sie erwähnten hier keine Askese, sondern wiesen darauf hin, dass die Beschäftigung nur mit der Tora und den Geboten einem Menschen ausreichend Licht gibt, welches ihn zur Quelle zurückführt, damit er sich mit der Tora und den Geboten nur zu dem Zweck beschäftigen kann, dem Schöpfer Genuss zu bereiten, und nicht zum Selbstgenuss, was eben „liShma“ heißt.
- Baal HaSulam „Einführung zu TES“, Pkt. 11
FOLIE #14
Ein Mensch hat ein Verlangen nach Spiritualität in sich, welches von ihm selbst kommt. Auch wenn er allein ist und es keine anderen Menschen um ihn herum gibt, die ihn beeinflussen und von denen er Verlangen aufnehmen kann, erhält er den Wunsch, ein Diener des Schöpfers zu werden. Doch sein eigenes Verlangen ist natürlich nicht groß genug, um das spirituelle Ziel zu erreichen. Es gibt daher einen Ratschlag – genauso wie im Körperlichen – dieses Verlangen durch andere Menschen von außen zu erweitern, die ihn dazu nötigen, ihren Sichtweisen und ihrem Geist zu folgen.
FOLIE #15
Dies geschieht durch die Verbindung mit Menschen, die auch ein Bedürfnis nach Spiritualität haben. Und das Verlangen, das diese Menschen außen haben, verstärkt sein Verlangen nach Spiritualität. Mit anderen Worten empfängt er zusätzlich zu seinem eigenen inneren Verlangen ein Verlangen nach Spiritualität von außen und dann verstärkt sich sein Verlangen, wodurch er das Ziel erreichen kann.
- RABASH, Artikel 13, 1985
FOLIE #16
Aber wie wir sehen, ist es eine einfache Sache und sollte von uns allen beachtet werden. Obwohl jeder seine eigene Quelle hat, werden die Kräfte nur durch die Umgebung, in der man sich befindet, offenbart. Dies ist vergleichbar mit dem Weizen, der in die Erde gesät wurde und dessen Kräfte nur durch seine Umgebung – nämlich Boden, Regen und Sonnenlicht – sichtbar werden.
- Baal HaSulam „Die Freiheit“
FOLIE #17
Es liegt jedoch in der Freiheit des Willens, zunächst eine Umgebung, Bücher und Lehrer zu wählen, die einem gute Konzepte vermitteln. Tut man das nicht und ist bereit, sich auf jede Umgebung einzulassen, die sich einem bietet, und jedes Buch zu lesen, das einem in die Hände fällt, wird man zwangsläufig in eine schlechte Umgebung geraten; oder man wird seine Zeit mit wertlosen Büchern verschwenden, die reichlich vorhanden und leicht zugänglich sind. Infolgedessen wird man in verdorbene Konzepte gezwungen, die einen sündigen und verdammen lassen. Man wird sicher bestraft werden – nicht wegen böser Gedanken oder Taten, denn da hat man keine Wahl, sondern weil man sich nicht für eine gute Umgebung entschieden hat, denn hier gibt es definitiv eine Wahl.
FOLIE #18
Daher ist derjenige, der sich bemüht, ständig eine bessere Umgebung zu wählen, des Lobes und der Belohnung würdig. Aber auch hier liegt es nicht an seinen guten Gedanken oder Taten, die ihm ohne seine Wahl zuteil werden, sondern an seinem Bemühen, ein gutes Umfeld zu erwerben, das ihm diese guten Gedanken und Taten bringt.
- Baal HaSulam „Die Freiheit“
FOLIE #19
Wir brauchen ein Umfeld, also eine Gruppe von Menschen, die alle der Meinung sind, dass sie den vollständigen Glauben erreichen müssen. Das ist das Einzige, was einen Menschen vor den Ansichten der Allgemeinheit bewahren kann. Zu dieser Zeit bestärkt jeder jeden darin, dass er sich danach sehnt, den vollständigen Glauben zu erreichen, dass er dem Schöpfer Zufriedenheit schenken kann und dass dies sein einziges Bestreben sein wird.
- Rabash, Artikel Nr. 37, 1985
FOLIE #20
Der Schöpfer Selbst legt die Hand des Menschen auf das gute Schicksal, indem Er ihm Genuss und Befriedigung in dem materiellen Leben gibt, welches voller Leiden und Qualen ist und jeglichen Inhalts beraubt, sodass es den Menschen zermürbt und er vor dem Leben wegrennt. Sobald man ihm (wenn auch nur durch einen Spalt) irgendeinen ruhigen Ort zeigt, will er dorthin vor diesem Leben fliehen, welches schwerer als der Tod ist. Und es gibt für den Menschen keine größere Anweisung vonseiten des Schöpfers als diese.
Die Wahl des Menschen besteht nur in der Bestärkung,
- Baal HaSulam „Einführung zu TES“, Pkt. 4