12. Oktober 2026, Gute-Nacht-Text
Wenn der Mensch also zur Eigenschaft des Gebens gelangen will, weil er zur Anhaftung an den Schöpfer kommen will, und er aus eigener Kraft nicht zu dieser Eigenschaft gelangen kann, sondern der Schöpfer sie ihm geben muss – dann heißt das, was er gegeben bekommen will, „Lohn“.
Und da es den Grundsatz gibt: „Will man Lohn, muss man Arbeit und Anstrengung geben“, erfüllt er deshalb Tora und Mizwot, damit man ihm diesen Lohn gibt, der „Kraft des Gebens“ heißt – das heißt, aus der Eigenliebe herauszukommen und ein Verlangen zu erhalten, dass er die Kraft habe, sich nur mit der Liebe zum Nächsten zu beschäftigen.
Und das ist es, was unsere Weisen sagten: „Immer beschäftige sich der Mensch mit Tora und Mizwot lo liShma (nicht um des Gebens willen), denn aus lo liShma kommt man zu liShma (um des Gebens willen), weil das Licht in ihr ihn zum Guten zurückführt.“
RABASH, Artikel 16 (1984) Das Geben betreffend